Frage von MCC16, 36

Wenn in der Bibel z. B. (Lk 15, 1-10) bzw. Lukas steht, heißt das dann, dass es aus der Perspektive von Lukas erzählt wird?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von kdd1945, 19

Hallo MCC16!

Lukas hatte schon seine eigene Perspektive, vor allem, weil er seine Reportage auf eine Vielzahl von Interviews sowie schriftlicher Berichte ehemaliger Augenzeugen stützen konnte. Außerdem hatte er als hochgebildeter Arzt gerade bei der Schilderung der Wunderheilungen Jesu einen anderen Zugang, Zusätzlich war sein um ein Vielfaches größerer Wortschatz (im Vergleich zu den drei anderen Chronisten Jesu) nützlich.

Das Evangelium nach Lukas ist ein Bericht, der in erster Linie die Geschehnisse behandelt, die sich in Verbindung mit dem irdischen Dienst Jesu zutrugen. Er wurde niedergeschrieben, um eine genaue Aufzeichnung in logischer Reihenfolge anzufertigen, die das bestätigen würde, was Theophilus mündlich gelehrt worden war (Luk 1:3, 4).

Obwohl Lukas, ein Arzt (Kol 4:14), in dem Bericht nicht namentlich erwähnt wird, erkennt man allgemein an, dass er der Schreiber war. Dafür gibt es einen schriftlichen Beweis, einen Beweis, der aus dem 2. Jahrhundert stammt: Im Muratorischen Fragment (um 170 u. Z.) wird das Evangelium Lukas zugeschrieben.

Aufgrund gewisser Merkmale kann man ebenfalls darauf schließen, dass der Schreiber ein gebildeter Arzt war. Sein Wortschatz war größer als derjenige der Schreiber der anderen drei Evangelien zusammengenommen.

Manchmal werden die von Jesus durchgeführten Heilungen genauer beschrieben als in den anderen Berichten. (Vgl. Mat 8:14; Mar 1:30; Luk 4:38; Mat 8:2; Mar 1:40; Luk 5:12.)Lukas vollendete sein Evangelium zweifellos, bevor er die Apostelgeschichte schrieb (Apg 1:1, 2).

Lukas war, im Gegensatz zu den Aposteln Matthäus und Johanes, nicht Augenzeuge der Wunder, di Jesus bewirkte. Auch horte er nicht unmittelbar, wie Jesus seine Lehren und Gleichnisse vortrug.  

Aber, da er Paulus am Ende seiner dritten Missionsreise nach Jerusalem begleitet hatte (Apg 21:15-17), muss er gut in der Lage gewesen sein, in dem Land, wo der Sohn Gottes seine Tätigkeit ausgeübt hatte, allem, was mit Jesus Christus in Verbindung stand, genau nachzugehen.

Nach der Gefangennahme des Apostels Paulus in Jerusalem und während der späteren Haft des Apostels in Cäsarea hatte Lukas möglicherweise viele Gelegenheiten, Augenzeugen zu interviewen und in schriftlichen Berichten nachzuschlagen.

Wie die drei anderen Evangelien liefert der Bericht des Lukas genügend Beweise dafür, dass Jesus tatsächlich der Christus, der Sohn Gottes, ist. Das Lukasevangelium zeigt, dass Jesus ein Mann des Gebets war, jemand, der sich völlig auf seinen himmlischen Vater stützte (Luk 3:21; 6:12-16; 11:1; 23:46).

Es enthält zahlreiche Einzelheiten, die die Gedanken der drei anderen Evangelien ergänzen und mit ihnen zusammen ein vollständigeres Bild von dem geben, was sich in Verbindung mit Christus Jesus zutrug.

Fast der ganze Inhalt von Kapitel 1 und 2 ist in den übrigen Evangelien nicht enthalten.

Mindestens sechs besondere Wunder und mehr als doppelt so viele Gleichnisse sind in keinem der anderen drei Evangelien zu finden.

Dies sind die Wunder:

•Jesus verhalf einigen seiner Jünger zu einem guten Fischfang (5:1-6),

•in Nain auferweckte er den Sohn einer Witwe von den Toten (7:11-15),

•er heilte eine Frau, die zusammengekrümmt war (13:11-13),

•einen Mann, der die Wassersucht hatte (14:1-4),

•zehn Aussätzige (17:12-14)

•und das Ohr von dem Sklaven des Hohenpriesters (22:50, 51).

Zu den Gleichnissen gehören folgende:

•das Gleichnis von den zwei Schuldnern (7:41-47),

•dem Samariter, der sich als Nächster erwies (10:30-35),

•dem unfruchtbaren Feigenbaum (13:6-9),

•dem großen Abendessen (14:16-24),

•der verlorenen Drachme (15:8, 9),

•dem verlorenen Sohn (15:11-32),

•dem ungerechten Verwalter (16:1-8),

•Lazarus und dem Reichen (16:19-31)

•sowie der Witwe und dem ungerechten Richter (18:1-8).

Gestützt auf ausgewählte und überarbeitete Daten aus der Wachtturm ONLINE-BIBLIOTHEK:

Grüße, kdd

Antwort
von Eselspur, 36

Der Verfasser des Lukasevangeliums berichtet, was Jesus erzählt hat. Die Kirche hat erklärt, dass dieser Text vom Hl. Geist inspiriert und für Christen verbindlich ist.

Antwort
von fricktorel, 3

Zumindest aus dessen Sicht.

Antwort
von DonGiovanni, 23

Markus, Matthäus, Lukas und Johannes haben es alle unternommen über das Leben Jeus zu berichten. Wenn Du mit seiner Perspektive meinst, dass er schreibt "dann habe ich mit Jesus das und das erlebt", dann ist das nicht so. Lukas hatte viel mit Griechen und Heiden zu tun. Lukas hat sich vorgenommen über das Leben von Jesus zu erzählen und dabei seine Klientel im Hinterkopf zu haben. Griechen kennen von Ihrer Götterwelt viele Sagen und für sie sind bestimmte Begebenheiten leicht verständlich. Lukas schreibt sein Evangelium mit vielen "Geschichten", so dass sie die Griechen leicht verstehen können. Er greift Momente aus der griechischen Mythologie auf, um für die Griechen das Evangelium verständlich zu machen. Er hat damit einen ganz anderen Stil als z.B. Johannes, der hoch theologisch mit jüdischem Kontext das Evangelium schreibt. Übrigens hat Lukas nachweislich auch von Markus abgeschrieben. Vermutlich ist ihm Jesus gar nicht selbst begegnet, sondern er kennt seine Erzählungen nur aus dem, was andere ihm erzählt haben.

Antwort
von Whiskypedia, 35

Also ich hab mein Bibel vor mir liegen.Er erzählt aus seiner Sicht die Geschichte nach... 🤗

Antwort
von nowka20, 5

es sind gleichnisse, die dem intelligenzstand der zuhöhrer angemessen waren

Antwort
von BJ95ffm, 25

Er erzählt das was Jesus ihn lehrte  

Antwort
von Whiskypedia, 33

Hab des jetzt net verstanden 🤔🙂😅

Kommentar von MCC16 ,

Meine Frage war, Lk, berichtet ja von den Gleichnissen, berichtet er aus seiner Perspektive oder von Jesus?

Kommentar von Whiskypedia ,

Ehm warte...

Antwort
von KaeteK, 17

http://www.bibelkommentare.de/index.php?page=comment&comment_id=269&part...

lg

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