...dass euer ungeborenes Kind behindert sein wird, würdet ihr es dann abtreiben lassen? Eine Bekannte von mir will das tun, sie findet das auch ganz normal, weil sie kein behindertes Kind will! Darf man da einfach Selbstjustiz üben oder sollte man es einer höheren Macht überlassen?

... solche entscheidungen liegen einzig und alleine bei der werdenden mutter... und bei niemand anderem!! wenn man noch nie in solch einer lage gewesen ist, kann man meines erachtens da nicht wirklich drauf antworten!
Ich bin ehrlich.Ich könnte mir kein Leben vorstellen, wo ich mich nur noch um das Kind kümmern muss
akademikus am 19. Juni 2009 14:49 ..hut ab vor so viel ehrlichkeit. DH!
und was würdest du machen wenn du danach merkst das alles in ordnung ist? (die ärzte sagen so oft das was nicht stimmt und alles ist in ordnung... wenn sie nix sagen müssen sie für das kind aufkommen. wenn ein gesundes kind abgetrieben wird, müssen sie sich nicht mal rechtfertigen. bevor du das ergebnis bekommst was 100% ist spürst du das kind, bzw die frau... ich denke man muß erst in der situation sein uns kann das so pauschal nicht sagen.
es gibt auch sehr gute einrichtungen wo die eltern jederzeit die kinder besuchen können,ich finde jedes kind hat ein recht zu leben, und mord verabscheue ich
ich habe beruflich mit menschen mit behinderung zu tun und es ist der schönste beruf der welt. es ist ein geben und nehmen und diese menschen sind nicht dumm (wie so oft gedacht wird), sie haben nur ihre schwerpunkte woanders und nicht so breit gefächert. schade finde ich, daß man in dieser situation alles darüber erfahren kann, wie man diese kinder wegmacht. kein wort über hilfen die es gibt, wenn man so ein kind behalten möchte. diese menschen sind von gott geküsste kinder!

ich finde es schwierig, dies mit einer umfrage zu beantworten. Auch ein behindertes kind kann das leben einer mutter sehr bereichern!
dh dh dh dh

Ich glaube das kann man nur beurteilen, wenn man selber in der Situation ist. Und wenn das Kind "nur" eine körperliche Behinderung hat und keine geistige kann es trotzdem ein schönes und relativ normales Leben haben.

Auch ein Kind mit einer Behinderung hat ein Recht auf ein anständiges Leben. Das Kind kann ja nichts dafür wenn es eine Behinderung hat. Es einfach Abtreiben weil es unbequem werden könnte, ist natürlich die einfachste "Lösung". Dann fragt Euch bitte ob Euer Gewissen so etwas verantworten und verarbeiten kann ....
DH, ich hab selbst eins, hab aber vorher nicht gewusst, dass es behindert ist. Deswegen haben mich einige Antworten hier total erschreckt, mein Junge ist anstrengend, aber er lebt gerne, er lacht viel, seine Schwester macht viel "Quatsch" mit ihm, das liebt er.
Sharareh am 19. Juni 2009 18:15 Es hat mich auch erschreckt wie hier über Leben und Tod geschrieben oder geurteilt wird. Unsere Tochter hat eine leichte geistige Behinderung, sie ist fröhlich, aufgestellt und zufrieden. Danke übrigens demjenigen der so überempfindlich war und mich gleich sperren lies :)
ja behinderte kinder haben meist SOO eine lebensfreude viel mehr fast wie " normale" kinder...
ich selbst ein behindertes kind habe das 100% körperlich und geistig Behindert ist. Sie ist mein Sonnenschein. Aber ich bin ehrlich...ich habe erst 16 tage nach der geburt erfahren das mein kind behindert ist, wenn ich es davor erfahren hätte weis ich auch nicht was ich getahn hätt, aufjeden fall im inet gestöbert und mich ausführlich informiert. Aber da kann man auchnicht immer drauf gehn das es stimmt was da geschrieben wird, meine kleine hatte eine lebenserwartung von 8 wochen und ist heut 7 jahre alt. Aber um die frage zu beantworten, es ist jedem seine eigene entscheidung, ich kann aus eigener erfahrung sagen das es nicht immer leicht ist, aber es ist auch sehr schön sie lachen zu sehn und das möchte ich niewieder hergeben.
das meine Lebensentscheidung wäre und ich damit klarkommen muss. man wird nicht zum held wann man zu diesem kind steht, aber man hat danach vielleicht kein "leben" mehr. eine derart intime entscheidung würde ich niemals kommentieren !
http://www.gutefrage.net/frage/abtreibung-ja-nein
beantwortet von neram am 27. Mai 2009 22:33
>Ich kann Dir nur aus eigener trauriger Erfahrung sagen: Man bereut es später, seelisch und körperlich.
Wenn man, wenn das Kind dann da ist, wirklich immer noch meint, daß man es nicht packt, kann man die offiziellen Hilfestellen bitten zu helfen. In diesem Land steht KEINER alleine da mit Kind und sonst gibt es so viele tolle Erwachsene die das Kind mit Kußhand nehmen.
Meine Situation damals: Ich war mit Krach bei meinen Eltern ausgezogen, machte trotzdem mein Abi weiter, wurde 2x schwanger und habe damals abgetrieben. Damals fand ich das gar nicht schlimm. Ich dachte, ich hätte eine weise sachliche Entscheidung getroffen. Das waren die Schwangerschaften 1 +2
6 Jahre später wollte ich schwanger werden, aber die Vorraussagen über Risiken sind eingetroffen. Ich habe ein Kind (Schwangerschaft 3)im 4ten Monat verloren. Das zweite Kind (Schwangerschaft 4) war eine Eileiter-Schwangerschaft.
Da hatte ich immer schon gerechnet, wie alt meine ersten Beiden gewesen wären. Heute wären die beiden Großen schon 20 bzw. 21 Jahre. Sie würden vielleicht studieren.
Aus meiner 5ten Schwangerschaft (15 Jahre später) habe ich eine liebe Tochter. Schwangerschaft 6 war wieder eine Fehlgeburt. In der Schwangerschaft 7 habe ich meinen lieben Sohnemann bekommen.
Heute, 20 jahre später, sehe ich die Kinder alle vor mir, mußte sie im Kopf beerdigen. Frage mich bei den Berichten im Fernsehen über Kindstötungen, wo der Unterschied zu meiner Aktion war. Jedes mal wenn ich die Ultraschall-Bilder angeschaut habe aus der ersten Zeit, sagte ich mir: Schau das Füßchen, die Nase - da ist schon so viel da - und ich habe es umgebracht.

Ich finde es anmaßend darüber ein Urteil zu fällen. Jeder muß selbst entscheiden ob er mit einer solchen Situation klarkommen würde.
ich denke, dass es drauf ankommt was für eine behinderung das kind haben wird..
dh dh dh dh
Das ist aber sehr weit gespannt!
In den USA haben Umfragen ergeben, dass einige Eltern ihr Kind abtreiben lassen würden, wenn bei ihm die genetische Veranlagung zu Fettleibigkeit oder zu Kurzsichtigkeit nachgewiesen werden könnte.
Wo wäre für Dich die Grenze?

Es ist die Entscheidung der schwangeren Frau und niemand hat das Recht, sich da einzumischen. Wenn sie sich nicht in der Lage fühlt, ein behindertes Kind aufzuziehen, dann ist eine Abtreibung sicher für diese Frau die richtige Wahl.
>...niemand hat das Recht, sich da einzumischen. - Also lässt Du sie allein mit der Entscheidung über Leben und Tod ihres Kindes?
Ob sie sich ... in der Lage fühlt, ein behindertes Kind aufzuziehen, hängt entscheidend davon ab, welche Hilfen und welche Akzeptanz sie von ihrem Umfeld erhält!
Die Tötung eines Menschen kann nie die richtige Wahl sein.
die frau muß entscheiden. man kann ihr ratschläge geben aber helfen kann ihr niemand. das kind ist in ihr und niemand kann ihr das wegnehmen wenn sie das nicht will(so war es bei mir... arzt hat sich geirrt... kind vollkommen gesund)
ich würde es behalten. weil 1 die ärtze viel öfters sagen das es behindert ist und es ist nix(ich kenne da viele fälle zb meine schwester, mein kusar, mein eigenes kind) 2 weil WAS MACHST DU DENN WENN DU NORMAL EIN KIND HAST UND DAS WIRD DURCH EINEN UNFALL BEHINDERT; TÖTET MAN ES DANN AUCH? NEIN und 3 tens weil es doch mein kind ist. wenn eine mama die tritte von innen spürt... (und das spürt sie schon bei einer fruchtwasser untersuchung bis das ergebnis da ist) ich könnte es nicht. es wäre trotz allem mein kind mein fleisch und blut. und ich würde es lieben egal wie es ist.

ich weiß, dass es für das Kind das Beste wäre.
So? Woher weisst Du, was für andere das Beste wäre? Deine Haltung ist totalitär!
carlachen am 20. Juni 2009 22:24 Ich weiß, dass ich mich nicht um ein behindertes Kind auf die Art kümmern könnte, die notwendig ist. Ich kenne mich.
das erste geschenk an das kind ist das leben außerdem irren sich die ärtze oft. (wie in meinem fall)

es besser für das Kind ist wieso unnötig leiden lassen?
Ne weil das Bihinderte Kind meiner meinungs nach kein Leben hat, sondeern nur ein vorsich hin wegetieren....
Hast Du jemals mit behinderten Menschen Kontakt gehabt?

Wenn ich es früh erfahre, weil es für das Kind meiner Meinung nach das beste ist. Später könnte ich es emotional wohl nicht mehr.
wenn du es 100% wissen willst mußt du eine fruchtwasseruntersuchung machen. bis das ergebnis da ist, spürst du das kind schon und die hälfte der schwangerschaft ist schon zu ende. und die aussagen davor sind meist nur eine VERMUTUNG
Narva am 24. Juni 2009 11:24 Habe mich mit den technischen Möglichkeiten der Diagnose nicht konkret auseinandergesetzt... Da ich wohl nie Kinder haben werde, habe ich die Frage nur Gefühlsmässig beantwortet...
kommt auf die Behinderung an, aber ansonsten stimme ich NARVA zu!
ich keinen Grund sehe, dies nicht zu tun
Also ehrlich...ja ok es ist ihre entscheidung, aber wenn ich die antworten lese, von denen die für abtreibung gestimmt haben...weil ich mir den stress net antuen will, weil ich das kind net leiden lassen will, weil es nicht lebenswert ist, weil ich dann kein eigenes leben mehr hab....könnt ich mich übergeben... wer gibt euch das recht über leben und tot zu entscheiden...ich sag immer wer pop... kann kann auch die konzequentzen tragen....und wenn das kind nun mal behindert ist, muss man als verantwortungsvoller mensch nun mal die aufgabe übernehmen dem kind das leben so lebenswert zu machen wie es geht. Alle die hier für die abtreibung gestimmt haben sind in meinen augen noch kinder die nur an sich denken und lieber ein bequemes leben wollen. ich stimme Christina1985 vollkommen zu, was würdet ihr tun wenn euer kind durch einen unfall behindert wird, wegschmeisen? töten? ins heim abschieben????? hauptsache keinen stress und weiterhin ein bequemes leben, gelle??
es nicht nur mein Leben ist, was beeinträchtigt wäre, ich würde ja auch dem Kind, natürlich kommt es auf die Behinderung an, ein Leben als Behinderten zumuten. Abtreibung ja oder nein, hin oder her, in diesem Fall würde ich das zum Wohl des Kindes machen, für das ich auch schon vor der Geburt die Verantwortung trage. Gute Frage übrigens, da werde ich doch gleich mal ein + anklicken
>...ein Leben als Behinderten zumuten.
>...würde ich das zum Wohl des Kindes machen...
Das halte ich für zynisch, denn so mutest Du Deinem Kind die Todesstrafe zu!

ich mir den Stress nicht antuen möchte.
Das klingt sehr egoistisch.

wenn ich es früh genug erfahren hätte (weit vor der 20 SSW) und es gaaaannnzzz sicher behindert ist. Es käme auch (ein bisschen ) auf die Art der Behinderung an. Ich finde schon, dass die Frau ein Recht dazu hat, ihr Leben soweit selbst zu bestimmen. Mit einem KInd an sich ändert sich ja schon alles, mit einem behinderten Kind ist überhaupt nichts mehr wie es mal war (das fängt an bei sozialen Kontakten und hört auf bei Geldangelegenheiten). Das Opfer ein behindertes Kind grosszuziehen und dann evtl zu verlieren ist sehr gross, zu gross für ein Menschenherz!!
Es kommt darauf an,um was für eine Behinderung es sich handelt.... Nehmen wir mal das DOWN SYNDROM: Diese Kinder sind nicht so eingeschränkt,das das Leben nicht lebenswert wäre....Vielleicht sollte Deine Freundin mal Kontakt zu Familien aufnehmen,deren Kinder eine Behinderung haben...
Aber letztendlich muss und kann nur sie alleine entscheiden,und wenn sie nicht die Kraft und den Mut hat,ein behindertes Kind gross zu ziehen,dann ist das Ihre Entscheidung...

ist jedem seine eigene Entscheidung und völlig LEGITIM!
Legitim vielleicht schon, ja, aber man kann halt nicht alles, was einen Mangel hat, einfach schnell mal beseitigen... :(

ich selber behindert bin. und behinderte, wenn man sie richtig erzieht, ein schönes leben haben werden.
Sehe ich genau so. DH
genau,leider sind mir meine daumen ausgegangen so bekommst du halt sie hier von mir,dh dh dh dh
Und der Vater darf nichts dazu sagen ?
>... solche entscheidungen liegen einzig und alleine bei der werdenden mutter... - Und die soll dann über Leben und Tod ihres Kindes entscheiden? Wo sie noch unter dem Schock der Diagnose ich kriege ein möglicherweise behindertes Kind steht?
Übrigens hat ewalli einen 14-jährigen, behinderten Sohn: http://www.gutefrage.net/frage/behinderte-kids
...hallo das ist meine meinung... du hast halt eine andere meinung... es geht nicht um die entscheidung über leben und tod...
akademikus: >... solche entscheidungen liegen einzig und alleine bei der werdenden mutter... und bei niemand anderem...hallo das ist meine meinung... - ... und diese hast du auf einer öffentlichen Plattform präsentiert, weltweit einsehbar. Dann musst Du eben mit Kritik rechnen, oder du behälst Deine Meinungen zukünftig für Dich.
Wenn Deine Partnerin ein möglicherweise behindertes Kind erwartet, und Du sagst zu Ihr Das ist ganz allein Deine Entscheidung, dann klingt das zwar auf den ersten Blick unheimlich tolerant. Aber in Wirklichkeit lässt Du sie mit der schweren Entscheidung über Leben und Tod eures Kindes allein, denn Du signalisierst ihr Von mir brauchst Du keine Unterstützung zu erwarten. Sie zu, wie Du selber zurecht kommst! Als Mann ist das die bequemste Lösung. Für euer Kind geht es aber sehr wohl um Leben und Tod!