Frage von Tinder, 56

Wenn ich zu 2/5 ein Baugrundstück besitze und die Person die 3/5 davon besitzt dieses verkaufen will , muss ich dann meinen Anteil auch verkaufen?

Antwort
von Colombo1999, 12

Ist es nur ein ideeller Miteigentumsanteil? Oder gibt es einen Aufteilungsplan in mehrere Parzellen oder gar eine Teilungserklärung?

Wenn Ihr beide als Eigentümer in einem Grundbuch steht - der eine mit 40%, der andere mit 60% -, dann müsst ihr Euch einigen.

Wenn es aber eine notariell vollzogene Teilung gibt, dann ist es durchaus möglich, dass einer ohne die Zustimmung des anderen veräußern kann.

Es gibt z. B. die Situation, dass auf einem Grundstück ein Doppelhaus gebaut wird, ohne dass eine Realteilung des Grundstücks erfolgt, ganz einfach, weil der Zuschnitt das nicht hergibt. Dann wird für das Doppelhaus Wohnungseingentum nach WEG begründet und eine Teilungserklärung erstellt (notariell). Dazu gibt es dann einen Aufteilungsplan. - Natürlich kann dann einer der zwei seinen Miteigentumsanteil meist mit einer Fläche x im Sondernutzungsrecht, verbunden mit dem Sondereigentum an Wohnung 1 oder 2, veräußern.

Die Teilungserklärung / Gemeinschaftsordnung regelt dann, ob es der Zustimmung des anderen bedarf, oder ob gar Vorkaufsrechte eingeräumt werden / wurden.

Antwort
von DerHans, 16

Wenn  ihr gemeinsam im Grundbuch steht, könnt ihr auch nur gemeinsam verkaufen. 

Hier kann dich die Mehrheitseignerin auch nicht "überstimmen". Sie muss sich mit dir arrangieren. Evtl. sogar deinen Anteil abkaufen.

Kommentar von alarm67 ,

Wenn ich Miteigentümer eines Grundstücks bin, kann ich sehr wohl meinen Anteil verkaufen!

Nichts anderes ist es zum Beispiel, wenn ich eine Eigentumswohnung habe! Auch hier besitze ich nur Anteile vom Ganzen!

Nur wird sich, hier in diesem Beispiel, in der Regel schwer ein Käufer finden! Was soll ich mit nur einem (kleinen?) Anteil eines Grundstückes?

Kommentar von lesterb42 ,

Zwischen einem Miteigentumsanteill an einem Grundstück und einer Eigentumswohnung bestehen schon deutliche Unterschiede.

Wenn der Miteigentumsanteil an einem Grundstück durch Erbe erworben wurde, haben die anderen Eigentümer ein Vorkaufsrecht:

§ 2034 BGB
Vorkaufsrecht gegenüber dem Verkäufer

(1) Verkauft ein Miterbe seinen Anteil an einen Dritten, so sind die übrigen Miterben zum Vorkauf berechtigt.

(2) Die Frist für die Ausübung des Vorkaufsrechts beträgt zwei Monate. Das Vorkaufsrecht ist vererblich.

Antwort
von DerGeodaet, 4

Hallo,

wenn die genannten Anteile auch so im Grundbuch stehen, dann kann jeder seinen Anteil nach belieben verkaufen.

Sollte es aber z.B. eine Erbengemeinschaft (ohne genannte Anteile) sein, muss erst die Erbauseinandersetzung stattfinden.

Antwort
von ErsterSchnee, 21

Nein, musst du nicht. Dann wird aber vermutlich niemand den Anteil kaufen. 

Kommentar von Tinder ,

Ich möchte auch nicht dass dies verkauft wird.... 

 mein Anteil kann mir quasi nicht genommen werden wenn ich das nicht will?

Kommentar von emily2001 ,

Die person sollte ihren Anteil verkaufen, was hast du denn damit zu schaffen?

Wenn das Grundstück (die 2/3) zu klein ist, dann muß sich der Käufer sich darum bemühen, deinen Anteil zu kaufen...

Kommentar von ErsterSchnee ,

Es sind nur ideelle Anteile!!!

Kommentar von ErsterSchnee ,

Nein. Aber wenn der andere sauer ist, verkauft er das zum Schnäppchenpreis an ein absolutes Oberekel...

Antwort
von wfwbinder, 4

Der kann seinen Miteigentumsanteil verkaufen. Die Frage ist, ob er dafür einen Käufer findet.

Denn natürlich kann man auch einen ideellen Anteil ein Einem Grundstück einzeln verkaufen.

Antwort
von lesterb42, 3

Eigentumsgemeinschaften sind großer Mist. Möglichst schnell auflösen. Streitpunkte wegen der Nutzung und/oder der Kostenverteilung sind schnell gefunden.


Antwort
von alarm67, 18

KLARES NEIN!!

Je nach dem, wie groß das Grundstück insgesamt ist, wird der Verkäufer der 3/5 wohl schwer einen Käufer finden!

Antwort
von HilfsVollpfostn,

Salomonischer Vorschlag *

Also ich würde freiwillig verkaufen, wenn der Preis passt oder kaufen, wenn der Preis passt.

*Vorschlag , salomonisch:

Die 3/5 Partei legt verbindlich einen Preis fest.

Danach entscheidet die 2/5 Partei, ob sie kaufen oder verkaufen will.

Und dann zum Notar, Auflassung, Vertrag usw.

Das macht man auch , wenn zwei erben:

Der eine teilt in zwei Teile und der andere darf zuerst wählen, welchen Teil er nimmt.

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