Wenn ich einen Änderungsvertrag nicht annehme, kann mir eine Abmahnung für einen Arbeitzeitverstoß , der 1 Monat zurückliegt, erteilt werden?

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6 Antworten

Das sei ein Verstoß, meinte er

Das dürfte wohl richtig sein.

und eine Abmahnung würde dann zur Kündigung des Arbeitsverhältnisses führen.

Nein. Eine Abmahnung rügt ein Fehlverhalten und droht weitere Konsequenzen an für den Fall, dass man sein Verhalten nicht ändert. Für das abgemahnte Verhalten darf man nicht gleichzeitig gekündigt werden.

Kann eine Abmahnung in diesem Falle nach einem Monat ausgesprochen werden?

Es gibt keine Frist, die den AG dazu verpflichtet, innerhalb einer bestimmten Zeit eine Abmahnung auszusprechen. Allerdings kann der AG das Recht auf Abmahnung verwirken, wenn der zu lange wartet, so dass der Empfänger darauf vertrauen konnte, sein Fehlverhalten habe zu keiner Beanstandung Anlass gegeben. Wie lange das ist, lässt sich nicht pauschal beantworten.

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Nein, kann er nicht.
Entweder er mahnt mittelbar ab oder er lässt es schlicht bleiben.

Eine Änderungskündigung (Änderdungsvertrag) muss niemand akzeptieren.
Unbenommen dessen wird der Arbeitgeber nun zeitnah Gründe für eine Kündigung suchen.

Du solltest anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Oder falls Du gewerkschaftlich organisiert bist diese infomieren.
Da kann das Mütchen Deiens Verkaufsleiters schon deutlich abkühlen.

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Kommentar von Maximilian112
30.05.2016, 10:59

Nach wenigen Wochen kann der AG ohne weiteres eine rechtlich ernst zu nehmende Abmahnung aussprechen.

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Er kann dir nichts.

Die Abmahnung musst du nicht annehmen / unterschreiben. Den Arbeitsvertrag ebenfalls nicht. Einfach nicht drauf einlassen. Sich in den nächsten Wochen nichts zu Schulden kommen lassen.

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eine abmahnung nicht bei 3 abmahnungen ja. an deiner stelle würde ich mir ganz schnell selbst einen neuen job suchen er versucht dich unter druck zu setzten dich zu zwingen das schlechtere anzunehmen bleibe standhaft unterschreibe den rotz nicht

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Kommentar von Maximilian112
30.05.2016, 10:31

Das mit den 3 Abmahnungen ist Quatsch. Man kann durchaus auch nach einer gekündigt werden, oder auch ohne.

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Kommentar von DarthMario72
30.05.2016, 12:34

bei 3 abmahnungen ja

Dieser Unsinn ist leider nicht auszurotten...

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Wenn er eine Abmahnung ausspricht kann er keine Kündigung mehr aussprechen. Das Vergehen ist damit "geheilt".

Bei Wiederholung ist dann Kündigung möglich.

Wenn er weniger Lohn zahlen will muß er eine Änderungskündigung aussprechen. Die wäre dann anfechtbar, vermutlich mit Erfolg.

Wenn er weniger Stunden Arbeit hat ist schon eine betriebsbedingte Kündigung möglich. Die soziale Reihenfolge ist dann einzuhalten.

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Kommentar von Familiengerd
30.05.2016, 13:01

Wenn er weniger Lohn zahlen will muß er eine Änderungskündigung aussprechen. Die wäre dann anfechtbar, vermutlich mit Erfolg.

Genau!

In der Regel verwerfen Arbeitsgerichte Änderungskündigungen, die alleine dem Zweck dienen, das Entgelt des Arbeitnehmers zu mindern, ohne dass es dafür seitens des Arbeitgebers eine zwingende wirtschaftliche Notwendigkeit gäbe!

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Moralisch gesehen ist das eine schäbige Erpressung!

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