philo am 11.06.2009 um 17:20 Uhr

beim Grabungsleiter oder Stadtarchäologen anfragen, die brauchen immer helfende Hände!
zuerstmal: -> laß es dir nicht ausreden!
wie andere schon geschrieben haben: landesdenkmalschutzämter, stadtarchäologen und inzwischen auch private ausgrabungsfirmen sind erste ansprechpartner - in großen (und kleinen?) städten gibt's oft auch archäologisch tätige vereine, denen man als interessierter laie in jedem fall beitreten kann (in nürnberg kenne ich z.b. die naturhistoische gesellschaft) - auch hier kann man eventuell bei ausgrabungen teilnehmen... oder wenn gar nix hilft - dafür zahlen ;-) viele möglichkeiten z.b. in israel!
gruß philipp

die"IJGD"(internationale jugendgemeinschaftsdienste boten vor etlichen jahren mal sowas an folgendes prinzip: anreise wird von den teilnehmern getragen, unterkunft und verpflegung übernimmt der "nutznießer" der arbeiten. neben sozialen arbeiten (spielplatzbau) sind gelegentlich hilfen bei archäologischen grabungen gefragt. schau mal dort ins programm.
Moin ! "einfach mit Hacke und Spaten", "einfach freundlich fragen und Interesse bekunden"...
Ich kann nur verständnislos den Kopf schütteln bei solchen Antworten !
Wir leben nicht mehr zu Zeiten Heinrich Schliemanns ! Archäologie hat sich rasant verändert; ich empfehle Eberhard Zanggers "Ein neuer Kampf um Troja - Archäologie in der Krise" und "Neue Methoden der Archäologie" (möglicherweise längst vergriffen).
Wie auch immer: Selbst ein "Hobby-Archäologe" - so er denn noch mit Schaufelchen und Pinsel arbeitet - muss genaueste Kenntnisse dessen vorweisen, was er auszubuddeln gedenkt.
Es ist ein Unterschied, ob ich in Ostfriesland nach "versunkenen" Hünengräbern suche oder in Ephesus / Türkei Keramik-Mosaik-Steine zusammensetze. Ich wähle diese beiden Beispiele, weil ich bei entsprechenden Grabungen dabei war.
OB man / frau irgendwie mitbuddeln darf, hängt nach meinem Wissen weitgehend von den CONNECTIONS ab, die man hat.
Natürlich wird Hilfe gern angenommen, aber nur dann, wenn es beispielsweise gilt, in XYZ ein Feld abzutragen, um an den Untergrund zu kommen. Und DAS ist eher langweilig.
Gruß - paulklaus

Google doch mal intensiv nach hobby ausgrabung archäologie. Einer MEINER Treffer:
http://www.karawane.de/gruppenreisen-studienreisen/archaeologie-reisen/archaeologie-reisen-details0.html?txtwtourguidepi1%5BshowUid%5D=4446&txtwtourguidepi1%5Baction%5D=single&cHash=9a7c029e15
Avallyn am 11. Juni 2009 17:30 Ausgrabungen sind Knochenarbeit, dafür würde ich nicht auch noch bezahlen. Mal abgesehen davon, dass ich auf meiner Grabung auch keine Touristen würde haben wollen, die sollen schon was leisten und nicht in der Sonne liegen und braun werden! ;)
Oubyi am 11. Juni 2009 18:23 War nur ein schnelles Beispiel für Google Treffer. Irgendwie muss man doch an Adressen für Ansprechpartner kommen. Wenn Du vom Fach bist:
Kann man sich evtl. z.B. an das Archäologische Landesmuseume in Herne (ganz toll) wenden? Würden die sowas vermitteln? Oder welche Berufsorganisationen gibt es. Welche Unis in Deutschland haben archäologische Fakultäten?
Avallyn am 11. Juni 2009 19:51 Kann sein, dass die Museen einen vermitteln können, ist immer ganz unterschiedlich. Würde ich einfach mal nachfragen. Ansonsten beim Landesamt für Denkmalpflege nachfragen. Jedes Bundesland hat andere Auflagen und Regelungen für die Denkmalpflege, wobei die Landesämter sicherlich weiterhelfen können. Unis mit archäologischen Fakultäten gibt es relativ viele. Sehr gut sollen u.a. Köln und Kiel sein. Ich selbst bin in Hamburg. In Münster, Göttingen, Trier kann man auch Archäologie studieren soweit ich weiß, die Fächer werden nämlich an vielen Unis gerade dichtgemacht. Musst dich mal durchgoogeln welche Unis Archäologie anbieten. Die genannten waren bei Weitem nicht alle.
philo am 11. Juni 2009 23:38 danke für deine infos:-)
Hi, ich war in Marburg (Vor- und Frühgeschichte) - klasse Lehre und enge Betreuung. In Frankfurt und Mainz kann man es ebenfalls studieren (und Tübingen und Würzburg und und und...)
Aber die Frage ging nicht um ein Studium sondern um eine Teilnahme an einer Grabung. Da lohnt es sich tatsächlich bei den Denkmalämtern nachzufragen. Teilweise gibt es regelrechte "Publikumsgrabungen" und je nachdem, wen man anspricht, sind die Archäologen und Grabungsleiter froh um Freiwillige.
Lass Dich von der körperlichen Arbeit nicht abschrecken, wenn Du das einfach interessehalber machen willst. Ist eine tolle Erfahrung.
Grüße S.
kann mir nicht vorstellen das das geht vielleicht als praktikum aber wer will sowas nicht????

Musst du mal bei den jeweiligen Projekten schauen....bzw. auf den Internetseiten von solchen Universitäten...da kannste dich als Helfer bewerben...
voluntary... einfach freundlich fragen und interesse bekunden
hatten selber immer Leute dabei, die das aus Interesse gemacht haben...sind z. B. durch Zeitungsartikel drauf aufmerksam geworden und haben dann einfach beim Grabungsleiter nachgefragt.