Frage von Elifrixd01, 290

Wenn Gott so gut und liebevoll ist, warum erlaubt Er all das Böse was in der Welt passiert?

In letzter Zeit geschieht sehr viel unrecht auf der Welt.

In Syrien wird ein Krieg seit 5 Jahren geführt.

Der IS will das alle Menschen an die gleiche Religion glauben.

In Brüssel werden 39 unschuldigeMenschen getötet.

Flüchtlinge werden vor Grenzen stehengelassen und.

In der Türkei gibt es viele Anschläge und unsere Medien berichten nicht einmal richtig davon.

Wenn Gott so gut und liebevoll ist, warum erlaubt Er all das Böse was in der Welt passiert ?

Antwort
von Him6eere, 136

Die Antwort auf die Frage nach dem Leiden, findet sich in unserer Freiheit zu entscheiden. Gott hat den Menschen nicht als Marionette geschaffen, sondern als Gegenüber.

Er hat uns Massstäbe für optimale Lebensqualität gegeben, die man ernst nehmen kann oder auch nicht. Diese Massstäbe funktionieren ähnlich wie Naturgesetze: Wenn ich sie ignoriere, kommen Menschen zu Schaden.

Die Menschen ignorieren sie. Es geht ihnen um Geld und Macht. Dies entsteht, wenn man dem Menschen freien Willen und Denken gibt. Leiden ist auch die Folge von menschlichen Fehlentscheidungen. Es ist sozusagen die dunkle Seite der menschlichen Freiheit.

Kommentar von RumHo ,

Ich sehe das genauso. Gott hat und geschaffen, und uns Regeln gegeben. Wenn wir sie übertreten, passieren solche Dinge.

Antwort
von JTKirk2000, 103

Weil er, im Gegensatz zu den USA nicht die Weltpolizei darstellen will. Nein im Ernst, in der Bibel gibt es nicht nur die Seligpreisungen (http://www.bibleserver.com/text/EU/Matthäus5,3-12), sondern auch das Weltgericht. Wer an den Folgen des Unrechts anderer in der Welt leidet, hat umso größere Verheißungen im ewigen Dasein, wer aber Unrecht begeht, wodurch andere leiden, der hat das entsprechende Gericht zu erwarten (http://www.bibleserver.com/text/EU/Matthäus25,31-46 und http://www.bibleserver.com/text/EU/Offenbarung22,11-12), und damit dieses nicht ungerecht ist, lässt Gott zu, dass Unrecht geschehen kann - anderenfalls wäre es auch ein Eingriff in die Entscheidungsfreiheit.

Wenn man also an die Existenz Gottes glauben möchte, wenn auch nur insofern, dass man ihm etwas vorwerfen möchte, dann sollte man konsequent sein und entweder sowohl an Gott glauben, als auch an das ewige Dasein, oder man sollte beides bleiben lassen, und dann kann man nur denjenigen das Unrecht vorwerfen, die es selbst, aufgrund eigener Entscheidung, verursacht haben, und das ist kein Gott, sondern es sind die Menschen.

Antwort
von saidJ, 75

Hallo ,
Gott hat diese Welt erschaffen und alles das mit ihr existiert .
Also hat auch Gott das Böse und das Gute erschaffen .
Doch das erschaffen von bösem ist nichts schlechtes sondern vielmehr die Entscheidung dies zu tun .
Würde diese Welt nur aus Gutem bestehen und Gäbe es garnix böses wäre es garkeine Prüfung mehr .
Was wäre das denn für eine Prüfung bei der es nur richtige Möglichkeiten zum ankreuzen gibt .

Antwort
von elenore, 27

Ich glaube nicht, dass es Gottes Wunsch ist, dass Menschen Unglück, Trauer und Schmerz erfahren müssen. Kann es sein, dass Gott manches zulässt, damit der Mensch begreift, dass er mit seiner Weisheit am Ende ist und, dass der Mensch zu einer tieferen Lebensberufung finden muß?

Viel Leid der Welt haben sich die Menschen selbst zuzuschreiben. Gott erlöst einen nicht von allem Leid, das in der Welt steckt. Aber er reicht einem die Hand, er bietet seine Hilfe und seinen Beistand an. Er führt einen durch schwere Zeiten hindurch, und er kann auch aus Leid etwas Gutes bewirken.

Schon seit Menschengedenken machen sich nicht nur Theologen, sondern nahezu jeder Mensch Gedanken über die Frage: Warum lässt Gott das Leid zu? Warum gibt es Kriege, Naturkatastrophen, Hunger, Seuchen, Gewalt in den Familien und in der Gesellschaft? Wenn Gott gut und allmächtig ist warum gibt es dann das Böse?
Also, Leid kann unter Umständen für den Leidenden einen Sinn haben, damit er daran reift.
Ich denke, Gott in seiner Größe zu erfassen ist der Mensch nicht fähig und Gottes Gerechtigkeit ist nicht am Lebensglück des Einzelnen festzumachen.
Antwort
von moehre357, 108

Stell dir vor: Das Leben wäre superschon es gäbe keinen Krieg keine Krankheiten... Dann würde etwas fehlen , unsere Dnkbarkeit für Gesundheit, frieden... Wir hätten kein Empfinden für all die schönen Sachen mehr und außerdem Gott kann ganz bestimmt nicht bestimmen was einzelne Menschen machen, hat er uns nicht den freien Willen gegeben?

Kommentar von moehre357 ,

Gptt gibt den Menschen Hoffnung in schwierigen Zeiten, und das wird er imer tun egal ob es ihn gibt oder nicht

Antwort
von Lightway, 107

Die Tochter von Billy Graham wurde in einer Fernsehshow „Finally, the truth“ (zu gut deutsch: „Und jetzt: die Wahrheit“) beim amerikanischen Fernsehsender „National TV“ interviewt. Angesichts der Ereignisse vom 11. September fragte man sie: „Wie konnte Gott so etwas zulassen?“

Anne Graham gab eine außerordentlich fundierte und aufschlussreiche Antwort. Sie sagte: „Ich glaube, dass Gott, genau wie wir, zutiefst traurig darüber ist. Doch wir müssen eines klar sehen: Seit Jahren weisen wir Gott aus unseren Schulen, aus unserer Regierung und aus unserem Leben, und da er ein Gentleman ist, glaube ich, hat er sich still und leise zurückgezogen. Wie können wir erwarten, dass Gott uns segnet und schützt, wenn wir doch von ihm verlangen, dass er uns gefälligst in Ruhe lassen soll?“

Kommentar von Agentpony ,

Anne Graham gab eine außerordentlich fundierte und aufschlussreiche Antwort. 

Mord und Totschlag jeder Couleuer, Katastrophen und Tragödien gab es vor dem Eingottglaube, während der Hochzeit des Eingottglaubens und nun während des Niedergangs. Die Argumentation ist weder schlüssig noch fundiert.

Es handelt sich nur die übliche evangelikale Taktik, sich als Hüter allen Gutens und Hort der Moral zu stilisieren - beides Auszeichnungen, die ihnen nicht zustehen.

Kommentar von ArbeitsFreude ,

Ich muss ja zugeben, dear Lightway (ist Dein Name übrigens Programm? - ich habe jetzt diesen Eindruck bekommen)... dass Deine Charakterisierung zutrifft:

"aufschlussreich" ist die Antwort deshalb, weil sie Anne eindeutig den religiösen Rechten zuweist: Übersetzt heisst das nämlich:

WIR sind Schuld an den Terrorattacken, weil wir uns von Gott abwenden (und vielleicht auch gleich noch: Gott hilft nun den islamistischen Terroristen, weil die sich nämlich Gott ZUwenden - im Gegensatz zu uns...);

damit ist die Antwort natürlich auch sehr "fundiert" i.S.v. religiös fundamentalistisch - heißt: Sie wurzelt eher im (ABer)Glauben, als in der sozialen Empirie:

Ich weiß nicht wie es Dir geht, liebe(r) Lightway, aber ICH habe Gott noch nie darum gebeten, er möge mich in Ruhe lassen und habe in meinen über 50 Lebensjahren bislang höchsten 3 Personen kennengelernt, die solches ausdrücklich verlangt hätten.

(Ich folgere daraus: DER Grund kann nicht zutreffen => Zurück auf Los! - ziehen Sie keine 10.000 Euro ein!)

Kommentar von Lightway ,

Der Name ist Zufall :) Du hast Gott also noch nie gesagt, dass er Dich in Ruhe lassen soll. Hast Du denn eine Entscheidung für ein Leben mit ihm getroffen? Wenn ich von Gott schreibe, dann meine ich Jesus.

Antwort
von silberwind58, 95

Wenn es einen Gott gibt ist der gar nicht verantwortlich,für all das Böse auf der Welt! Das ist der Mensch,und nur der Mensch schuld!

Antwort
von sugarkorn, 109

 https://de.m.wikipedia.org/wiki/Theodizee

schau mal hier ;)

Oder fragden Relilehrer

Kommentar von Elifrixd01 ,

habe keinen Religionsunterricht in der Schule :/ 

Bei uns durfte man sich abmelden wenn man wollte und 3/400 Schüler wollten am Religionsunterricht mitmachen und mit sowenig Schülern wurde er nicht gemacht. 

Antwort
von camille1994, 23

Gott hat nichts damit zu tun was wir Menschen selbst uns gegenseitig antun. Gott ist für uns da und vergibt uns doch er kann nichts dagegen tun was wir zu verantworten haben

Antwort
von kami1a, 18

Hallo! Genau diese Frage können nicht einmal  Geistliche genügend gut und logisch beantworten.

Ich wünsche Dir alles Gute.

Antwort
von greenhorn7890, 90

Gott hat die Menschen gemacht. Er spielt aber nicht den Babysitter, sondern lässt den Menschen existieren wie er ist. Einige Menschen sind nun mal böse

Kommentar von Rosswurscht ,

Und Gott liebt alle Menschen, lässt aber kleine Kinder qualvoll verhungern.

Kommentar von Him6eere ,

@Rosswurscht: Nein, das sind wir Menschen, die Kinder qualvoll verhungern lassen. Gott hat nicht die Macht, darüber zu entscheiden. Er hat uns optimale Lebensbedingungen geschaffen, die wir hätten nutzen können. Das freie Denken, das er uns gegeben hat, ist des Übels Wurzel. Geld und Macht bestimmen diese Welt. Das wollte Gott sicherlich nicht.

Kommentar von greenhorn7890 ,

lt. den Religionen ist das Leben der Test ob man in den Himmel oder die Hölle kommt. Der, der alles hat und nichts abgibt von seinem Reichtum, sowie alle anderen bösen Menschen kommen in die Hölle. 

Die die wenig haben, und das Leben auf der Erde nicht so sehr genießen können und hart arbeiten und Fromm sind, die kommen dann ins Paradis.

Kommentar von Dovahkiin11 ,

Nein, Ross. WIR lassen sie verhungern. Wir in Europa und Amerika leben in einem Überfluss sondergleichen und sind meist nicht bereit, einen Teil davon abzugeben. Die Ressourcen würden locker reichen, um die Welt zu ernähren, wenn sie denn gerecht verteilt würden. Heißt aber auch Opel statt Audi für manche. Und dazu ist kaum ein Mensch auf der Welt bereit.

Antwort
von naturfreak100, 74

Schwieriges Thema.

Du darfst dir Gott nicht als Steuermann vorstellen.

Denn wer ist eigentlich Gott. Gott ist der Glaube, unsichtbar aber da.

Und was kann die Unsichtbarkeit ausrichten.

Nach dem Religiösen hat Gott die Erde erschufen und den Rest.
Unser Nachkommen lehren und produzieren (: p) wir, nicht Gott

Kommentar von Him6eere ,

Naturfreak, perfekt gesagt!

Kommentar von naturfreak100 ,

Danke

Antwort
von JBEZorg, 27

Wer sagt, dass Gott gut und liebevoll ist? Dieses kindische Verständnisvon Gott ist vollkmmen daneben.

Antwort
von walthari, 99

Da streiten sich die Christen schon seit mehreren hundert Jahren:

https://de.wikipedia.org/wiki/Theodizee

Antwort
von Kandahar, 64

Weil Gott ein von Menschen erfundenes Wesen ist. Eine imaginäre Figur kann weder Gutes noch Böses schaffen. Es sind alleine die Menschen, die dafür verantwortlich sind.

Antwort
von Dovahkiin11, 44

Die Frage wurde bereits tausende Male in jedem Zusammenhang thematisiert. Im Fernsehen, in Zeitschriften, online... Lies dir doch die Erläuterungen durch, die Theologen zu dem Thema bereitgestellt haben. Es gibt viele ausführliche Exempel dazu. Es ergibt wenig Sinn, das Ganze nochmals niederzuschreiben.

http://lmgtfy.com/?q=Warum+lässt+Gott+leid+zu+

Antwort
von Wilkinson, 8

Ließe sich das Denken und Tun Gottes in den kleinen Verstand von uns Menschen zwängen, dann wäre Gott nicht allmächtig, er wäre erbärmlich.

"Meine Wege sind nicht Eure Wege, spricht der Herr."

Er braucht sich vor uns nicht zu rechtfertigen.

Eine Frage stelle ich jetzt einfach mal in den großen Raum der Userschaft auf dieser Seite: Die vom Einsteller gestellte Frage ist völlig legitim, daran gibt es überhaupt nichts zu rütteln!!  

Aber: Danken wir Gott auch, wenn es uns gut geht?

Bei dieser Frage ertappe ich mich selbst sehr oft. Und muss mir zu meiner Schande eingestehen: Ich tue es viel zu selten.

Einer Sache sollten wir uns Alle bewusst sein, ganz gleich, wie wir Gott nun nennen. Ob wir Ihn schlicht Vater oder Allah nennen:

Gott ist nicht nur ein gebender Gott, er fordert und nimmt auch. Unseren Glauben an Ihn!!

Der erste Schritt dahin, ein friedvolles Miteinander zu erleben, ist die Nächstenliebe. Und die gilt für ALLE  Religionen!!

So jemand spricht, ich liebe Gott und hasst doch seine Brüder, der treibt mit Gottes Wahrheit Spott, er reißt sie ganz darnieder...

Ich denke, dass dieser Vers eines Kirchenliedes aus dem 18. Jahrhundert auch heute noch seine Gültigkeit hat. Vielleicht heute noch mehr denn je.

Antwort
von Andrastor, 58

Weil es ihn nicht gibt. Einfache, logische und korrekte Antwort.

Wenn es ihn gäbe, gäbe es nichts was man als "böse" bezeichnen könnte.

Kommentar von Dovahkiin11 ,

Solange nicht beweisbar, und das ist bei einer Existenz, die sich lebst nach eigener Definition der menschlichen Denkweise entzieht, problematisch, nicht korrekt, sondern Überzeugung. Die Nicht-Existenz einer Instanz, die sich unserem Bezugssystem entzieht, ist nicht nachweisbar, ebenso der Beweis der Existenz.

Und weshalb schließt der Zweite Absatz die Existenz aus?

Kommentar von Andrastor ,

Und weshalb schließt der Zweite Absatz die Existenz aus?

Siehe angefügtes Bild.

Was die Beweisbarkeit anbelangt bist du auf dem Holzweg. Alles was es gibt, ist beweisbar. Kann man die Existenz von etwas nicht beweisen, ist es als nicht-existent anzusehen, bis der Beweis erbracht wurde. (Russles Teekessel)

Wenn es Gott wirklich gäbe, würde er, wie alles andere, den Gesetzen der Logik unterworfen. Da keine seiner Beschreibungen logisch ist, ist Gott somit nicht existent.

Kommentar von Dovahkiin11 ,

Ich sehe in dem Bild (schon oft genug gesehen) keine Antwort auf die Frage. 

Obgleich der Begriff böse mir zu kurzsichtig ist, sehe ich bestimmte Handlungsweisen als falsch an. Die zweite Aussage spiegelt nicht die Aussage wieder, die Gott nach christlicher Überlieferung gemacht hat. Wenn -wir- in der Lage sind, falschem Handeln entgegenzuwirken, aber dies nicht tun, sind wir böswillig. Und seit dem AT besitzen die freie Entscheidungsfreiheit, diese Bedingung zu erfüllen.

Kann ich die Existenz nicht beweisen, glaube ich, wenn es mir plausibel erscheint und bin ich froh, dass er nicht von den Spaceshuttles zu suchen begonnen wird. Das, was außerhalb des beweisbare  Raums liegt, kann ich nicht beweisen, aber dass die Existenz einer anderen Art von Raum vorliegt, dessen bin ich überzeugt. 

Er würde eben nicht den Gesetzen der Logik unterworfen, da er genauso definiert ist. Dass er eben nicht von dem Stückchen Kohlenstoff in unserem Kopf einzufangen ist. 

Du scheinst sehr darauf fokussiert zu sein, den Glauben von Menschen als sinnlos zu bezeichnen. Selbst wenn du rein theoretisch recht hättest, frage ich mich, worauf genau du damit hinaus willst. Resultat dieses Verlaufs wäre, dass umso mehr Menschen jegliche Hoffnung und oftmals dem Lebenswillen verlieren würden, bestürzt und überzeugt wären, dass alles im Nichts endet. Sie würden nach der simplen Einstellung "Tu das, so lange du noch kannst" dem endgültigen Ende entgegensehen, vorher teilweise noch haarsträubende Aktivitäten ausführen und könnten sich nach Ablauf der biologischen Intention, Kinder zu zeugen und großzuziehen, die Kugel geben,da es keinen Grund gibt, sich aufzurichten, wenn das eigene Glück die einzige Leitfigur im Leben ist. 

Auch wenn deine These korrekt sei, sehe ich kein konstruktives Resultat, sondern nur mehr Leid und Menschen, die etwas verlieren, von dem sie profitieren und für das sie sich entschieden haben. Was passiert, wenn allein der Mensch sein eigener "Gott" wird, zeigt unsere aktuelle Welt so anschaulich wie länger nicht mehr. Und die Möglichkeit, sich dem anzuwenden, gönne ich jedem. Das offenbar so große Bedürfnis, dies umso mehr Menschen zu entziehen, sehe ich als wenig konstruktiv an, selbst, wenn man im Recht liegt.

Ich schließe den Thread gleich. Wundere dich nicht, wenn keine Antwort erfolgt.

Kommentar von Andrastor ,

Wenn -wir- in der Lage sind, falschem Handeln entgegenzuwirken, aber dies nicht tun, sind wir böswillig.

Wenn das schon auf uns zutrifft, wie sieht es dann mit Gott aus? Er wäre als allmächtiges Wesen in der Lage JEDEM falschen Handeln entgegenzuwirken, tut dies aber nicht. Damit wäre er nach deiner Definition das böswilligste Wesen das es jemals gegeben hat.

Du tust mir wirklich Leid. Deine Ausführung zeigt dass du keine Ahnung hast wie man das Leben lebenswert gestalten kann ohne es nach einer kosmischen Prüfung auszurichten.

Wir beide sind Kinder die in den Vergnügungspark kommen. Ich geh und hab Spaß solange ich kann, während du da sitzt und nichts tust, weil du dir denkst: "Wozu überhaupt? Heute Abend fahren wir doch wieder nach Hause."

Kommentar von Dovahkiin11 ,

"Wenn das schon auf uns zutrifft, wie sieht es dann mit Gott aus? Er wäre als allmächtiges Wesen in der Lage JEDEM falschen Handeln entgegenzuwirken, tut dies aber nicht. Damit wäre er nach deiner Definition das böswilligste Wesen das es jemals gegeben hat."

Ich argumentiere nun auf der Basis, dass Gott rein hypothetisch existiert. Ich habe das Beispiel auch bereits in einem anderen Beitrag genannt. Im AT hat Gott uns die Möglichkeit und Pflicht gegeben, eigenständig zu handeln und zu entscheiden. Wir selbst können und müssen für ein konstruktives Miteinander auf dieser Welt arbeiten. Würde Gott bei dem Leid, was passiert eingreifen, würde dies dem Subsidiaritätsprinzip widersprechen, wenn dies für dich anschaulicher ist. Bsp (kopiert): "So Gott, hier sitze ich in meinem Haus, neben der Garage mit dem SUV drin, inmitten von Bergen von Essen. Jetzt mach doch mal, dass es denen in Afrika besser geht. Du hast uns zwar einen freien Willen und die Pflicht geschenkt, eigenständig zu handeln, aber bevor ich meine Hände schmutzig mache oder sogar mehrstellige Summen spenden muss, lass es doch Burger vom Himmel regnen." 

Würde Gott es eher Essen regnen lassen oder uns mit unseren Fähigkeiten und sozialen Veranlagungen die Möglichkeit geben, diese einzusetzen? Ich behaupte, Letzteres. Denn so können wir das, was wir können, einsetzen. 

Von dem zweiten Absatz bin ich sehr enttäuscht. Ich dachte, mittlerweile wäre es möglich, eine respektvolle Diskussion ohne herablassende Äußerungen zu führen. Das Gegenteil hat sich erneut bestätigt. Ich habe genügend Erfahrung über die Gestaltung des Lebens, aber der sog. Yolo-Weg ist das Resultat einer Gesellschaft, die nach deiner Ansicht lebt. Und mit diesem kann ich mich nicht identifizieren. Wenn meine biologische Intention folglich die einzige Daseinsberechtigung ist (Der Weg zum Glück wird bei unserer Entstehung nach Darwin unwahrscheinlich im Fordergrund gestanden haben), sehe ich außer einer größtmöglichen Spanne an Aktivitäten, der nachzukommen ist, keine weitere Perspektive mehr. Ohne Perspektive sehe ich kein Ziel, auf das ich hinarbeiten sollte. Auf das entgültige Nichts kann ich verzichten, ob es Realität ist oder nicht. An einem erfüllten Leben und dem größtmöglichen Glück hindert mich dieses.

Wenn der Mensch seine eigene und einzige Leitfigur ist und er sich keiner anderen Ebene unterordnet, endet dies nicht selten in den Beispielen, die für den Ruin unserer Gesellschaft herangezogen werden. Korruption, radikaler Kapitalismus, Hierarchien.

Stellen wir das individuelle Glück an die forderste Stelle. Zu dem letzten Abschnitt: Ja, einigen würde es tatsächlich so ergehen. Der Nachgeschmack, den das Motto "Hol das Maximum raus, solange du kannst", mag ich nicht. Die Problematik sehe ich bei vielen, die sich dann Listem anlegen, was sie vor dem Tod noch gemacht haben müssen. Wenn dies ohne jeglichen Preis durch eine Perspektive zu verhindern ist, auch wenn diese rein hypothetisch an der Logik vorbei geht, frage ich mich, wieso nicht. Für das individuelle Glück als eigentliches Lebensziel vieler Menschen wäre die vorangegangene Situation eine einzige unüberwindbare Barriere. Und nicht wenige hat das bereits das Leben gekostet. Ich persönlich bin überzeugt, dass dieser Preis für die rein hypothetische Korrektheit ein zu Hoher ist. Aber wenn du dies anders siehst, akzeptiere ich das. 

Beispiele, in denen es nicht ohne Preis zu verhindern ist, sind Terroristen. An diesen gilt es zu arbeiten. 

Die letztgenannte Thematik wirft noch weitere Aspekte und Fragen auf, aber für die Beantwortung fehlt mir leider die Zeit.

Bin raus aus der Diskussion, schönen Abend.

Kommentar von Andrastor ,

Nimm 2 Menschen. Beide sehen ein Verbrechen und beide sind in der Lage einzugreifen. Einer tut es, der andere nicht. Laut deiner Definition ist der andere ein bösartiger Mensch.

Gott sieht jedes Verbrechen. Einzugreifen stellt keinen Einfluss auf den freien Willen des Menschen dar, wenn du doch der Ansicht bist, dann stellt das Nichteingreifen ebenso einen Einfluss auf den freien Willen dar, nämlich auf den freien Willen der Opfer.

Ein Vergewaltiger vergewaltigt sein Opfer gegen dessen freien Willen. Greift Gott nicht ein, dann handelt er gegen den freien Willen des Opfers.

Wobei es schon genügen würde sich vor den Vergewaltiger zu stellen und ihn streng anzusehen um das Opfer zu retten. Dies ist kein Eingriff in den freien Willen des Täters.

Somit bevorzugt Gott, sollte es ihn geben, eindeutig die Täter, was ihn zu einem bösartigen Wesen macht.

Antwort
von ugurano, 40

weil der mensch an sich böse ist

Antwort
von Sturmwolke, 58

Eine berechtigte Frage, die sich viele Menschen stellen.

Googel doch mal nach dem Bibelant wortenpool. Dort geh auf die Schaltfläche Suche und wähl das Stichwort Leid.

Zu Deinem Thema wurden dort bereits folgende Fragen beantwortet:

  • Warum verhindert Gott nicht, daß Kinder sterben
  • Könnte Gott nicht mit einem Schlag alle Probleme der Welt lösen?
  • Wenn Gott Liebe ist, warum läßt er dann das Böse zu?
  • Warum durfte Satan soviel Leid über Hiob bringen?
  • Warum verhindert Gott nicht das Leid durch Morde oder Naturkatastrophen?

Du wirst feststellen, daß es gute Gründe gibt, warum Gott all das Leid eine gewisse Zeit zugelassen hat. Begeisternd ist es aber auch zu wissen, wie Gott bald allem Leid ein Ende bereiten wird.

Antwort
von gottesanbeterin, 4

Gott ist nicht grausam, er lässt bloß zu, dass die Menschen aus ihren Fehlern lernen.

Antwort
von KaeteK, 22

Gegenfrage: Willst du eine willenlose Marionette sein? Das Böse kommt aus dem Herzen der Menschen...

Kommentar von Wilkinson ,

Das hast Du wunderbar geschrieben!!

Antwort
von WeedBeLike, 97

Wir Menschen sind daran Schuld das sowas geschieht!Gott wird sie alle Bestrafen für all das Unrecht!

Kommentar von naturfreak100 ,

Gott bestraft nicht- er verzeiht

Kommentar von WeedBeLike ,

Es ist eine Sünde

Antwort
von Frage76mal6, 82

Es gibt viele Hinweise dass Gott nicht existiert und Geschichten wie Kriege ect. sind für mich der Beweis

Kommentar von comhb3mpqy ,

Es gibt auch viele Argumente, warum man an Gott glauben kann. Wenn ein Mensch von der katholischen Kirche heilig gesprochen werden soll und es die Bedingung gibt, dass ein Wunder passiert sein muss, dann wird das von Ärzten untersucht. Wenn es keine wissenschaftliche Erklärung gibt, warum ein Mensch gesund wurde, dann ist ein Schritt getan, damit das Wunder auch bestätigt wird. Die Ärzte wissen auch nicht immer, dass ihre Untersuchungen für die Kirche sind.

Wenn man weitere Argumente haben möchte, warum ich an Gott glaube, dann kann man auf mein Profil gehen und dort ein paar Antworten lesen, die ich auf andere Fragen gegeben habe, dort findet man Argumente.

Kommentar von Frage76mal6 ,

also nur weil du etwas (noch) nicht erklären kannst ist es für dich göttlich? Ich bin heute morgen mit dem Kopf gegen die Tür geknallt obwohl ich das eigentlich nie tue, bin ich jetzt ein Heiliger?

Danke ich verzichte liebend gerne.

Hätte die Kirch nicht den praktischen Nebeneffekt Werte zu vermitteln würde ich sie nicht beachten.

Kommentar von Dovahkiin11 ,

"also nur weil du etwas (noch) nicht erklären kannst ist es für dich göttlich? "

Um mich einzumischen: Nein, nicht automatisch. Aber in der Dimension, die betrachtet wird, der Anfang aller Existenz, durchaus für manche. So lange ich auch versuche, das Universum zu begreifen, scheitere ich. Und wenn bereits diese Ebene für mich unbegreifbar ist, brauche ich mir über die Quelle, aus der die treibende Kraft stammt, die dieses erst ermöglicht hat, keine Gedanken mehr zu machen. So viele Jahrhunderte die Wissenschaft noch forscht und sich unsere ach so schlaue Spezies, die ihren eigenen Lebensraum zerstört, die Gesetzmäßigkeiten zu Untertan macht, bin ich überzeugt, dass sie an dieser Frage lediglich kratzen werden.

Kommentar von KaeteK ,

Ein Beweis für was? Dass der Mensch böse ist von Jugend an...

Matthäus 12 35
Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatze Gutes hervor, und der böse Mensch bringt aus dem bösen Schatze Böses hervor.

Antwort
von Rosswurscht, 64

Ich bin der Meinung, wenn es einen Gott gäbe gäbe es diese Mißstände nicht.

Die Gläubigen sagen: Der Mensch ist schuld. Man muss es sich halt so hindrehen das es passt ;-)

Kommentar von Dovahkiin11 ,

Man muss sich gar nichts hindrehen. Hindrehen nenne ich: So Gott, hier sitze ich in meinem Haus, neben der Garage mit dem SUV drin, inmitten von Bergen von Essen. Jetzt mach doch mal, dass es denen in Afrika besser geht. Du hast uns zwar einen freien Willen und die Pflicht geschenkt, eigenständig zu handeln, aber bevor ich meine Hände schmutzig mache oder sogar mehrstellige Summen spenden muss, lass es doch Burger vom Himmel regnen. Wir -sind- schuld.

Kommentar von Rosswurscht ,

Genau das meine ich mit hindrehen. Du tust es ja gerade indem du behauptest, alle sitzen faul zuhause und hoffen auf Gottes Hilfe für diejenigen, denen es nicht so gut geht.

Das ist doch gerade zu ein Schlag ins Gesicht derer, die sich für andere den A... aufreissen und trotzdem keine Hilfe von oben bekommen. Da könnte mans ja umdrehen und sagen Gott sitzt da oben und sagt "Ich hab euch alles so hingestellt, hier ein paar Gute da ein paar Schlechte, macht was draus, ich helfe euch nicht!"

Wenn es Gott gäbe wäre es für ihn doch ein Leichtes, die Welt so zu ordnen das es keinen Krieg, keinen Hunger, keine Armut, keinen Unterschied zwischen den Meschen gäbe.

Warum tut ers nicht?

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