Frage von 65matrix58, 390

Wenn Gott alles mit Gründen und Zwecken erschafft, warum hat er dann die Hölle erschaffen... Was sollte man daraus lernen, wenn man eh für immer darin bleibt?

Was nützt darin die Reue, wenn die Reue eh nicht angenommen wird? Warum versetzt Gott dann die Menschen in so eine Situation, wenn die auch keinen Profit davon haben werdem? In der Hölle auf ewig zu verweilen?

Antwort
von Philipp59, 77

Hallo 65matrix58,

leider ist durch die Höllenlehre ein völlig falsches Bild von Gott entstanden und es entstehen viele Widersprüche. Ich kann zu Deiner Beruhigung sagen, dass es gem. er Bibel eine ewige Strafe durch ein Höllenfeuer nicht gibt. Das haben auch einige Kirchenlehrer erkannt, z.B. John R.  W.  Stott aus Großbritannien, der schreibt, dass die „Heilige Schrift auf Vernichtung hindeutet“ und daß „die Lehre von der ‚ewigen Qual bei Bewußtsein‘ eine Überlieferung ist, die sich der höchsten Autorität der Heiligen Schrift unterordnen muß“ (Essentials—A Liberal-Evangelical Dialogue).

Die Bibel lehrt also eindeutig nicht, dass Menschen für böse Taten oder Ungehorsam ewige Qualen in Aussicht stehen. In vielen Bibelübersetzungen erscheint zwar mehrfach das Wort "Hölle", doch gibt dieser Begriff nicht den eigentlichen Sinn der zugrundeliegenden Wörter aus dem ursprünglichen Text der Bibel wieder.

In den hebräischen Ursprungstexten findet man z.B. das Wort "scheol", dass manchmal mit dem Begriff "Hölle" wiedergeben wird. Da es kein genau entsprechendes deutsches Wort für "scheol" gibt, haben es einige Übersetzer in dem ursprünglichen Wortlaut wiedergegeben. Dieses Wort wird zwar in einigen Übersetzungen manchmal mit "Totenreich" oder "Hölle" übersetzt, gibt damit jedoch die alttestamentliche Bedeutung dieses Begriffs nicht richtig wieder.

In der Encyclopædia Britannica (1971, Bd.  11, S.  276) heißt es dazu: : „Der Scheol war irgendwo ‚unter‘ der Erde. Die Toten empfanden dort weder Schmerz noch Freude. Mit dem Scheol war weder eine Belohnung der Gerechten noch eine Bestrafung der Bösen verbunden. Gute und Schlechte, Tyrannen und Heilige, Könige und Weise, Israeliten und Heiden — alle schliefen zusammen, ohne voneinander zu wissen.“

Damit ist "scheol" einfach sozusagen der symbolische Aufenthaltsort der Toten oder das allgemeine Grab der Menschheit. Dies ist in Übereinstimmung mit vielen weiteren Aussagen des Alten Testaments, so z.B. dieser: "Denn die Lebenden sind sich bewusst, dass sie sterben werden; was aber die Toten betrifft, sie sind sich nicht des geringsten bewusst, auch haben sie keinen Lohn mehr, denn die Erinnerung an sie ist vergessen...Alles, was deine Hand zu tun findet, das tu mit all deiner Kraft, denn es gibt weder Wirken noch Planen, noch Erkenntnis, noch Weisheit in dem Scheọl, dem Ort, wohin du gehst (Prediger 9:5,10). Um durch ein Höllenfeuer gequält zu werden, muss man jedoch ein Bewusstsein haben also am leben sein.

In dem englischsprachigen Lexikon Collier’s Encyclopedia wird dies bestätigt, da man hier über das Wort „Hölle“ folgendes lesen kann: "In erster Linie steht es für das hebräische Wort Scheol im Alten Testament und für das griechische Wort Hades in der Septuaginta und im Neuen Testament. Da Scheol in alttestamentlichen Zeiten einfach den Aufenthaltsort der Toten meinte, ohne zwischen den Guten und den Bösen zu unterscheiden, ist das Wort ‚Hölle‘, wie man es heute versteht, keine glückliche Übersetzung." ( Collier’s Encyclopedia, 1986, Bd.  12, S.  28).

Wenn also die Lehre vom Höllenfeuer keine biblische Lehre ist, sondern eher ein Mythos, warum findet sie innerhalb der Christenheit überhaupt Anhänger? Die Erklärung dazu liefern die beiden Auszüge aus verschiedenen Nachschlagewerken:

„Unter den klassischen griechischen Philosophen ist Platon derjenige, der den traditionellen Gedanken von der Hölle am meisten geprägt hat“ (Die Hölle: zur Geschichte einer Fiktion von Georges Minois, Seite  63).

„Ab Mitte des 2.  Jahrhunderts  n.  Chr. verspürten Christen mit einer gewissen Vorbildung in griechischer Philosophie den Drang, ihrem Glauben in entsprechenden Begriffen Ausdruck zu verleihen .  .  . Die Philosophie, die ihnen am geeignetsten erschien, war der Platonismus“ (The New Encyclopædia Britannica, 1988, Band  25, Seite  890).


Die Höllenlehre ist somit keine biblische, sondern eine Lehre, die durch die Philosophie in die kirchliche Lehre Eingang fand. Die Frage ist also: Was ist glaubwürdiger - die Aussagen der Bibel oder die philosophischer Lehrer früherer Zeit? Das muss sich jeder selbst beantworten.

LG Philipp

Antwort
von Ichthys1009, 141

Die Hölle ist weder eine Strafe, noch dient sie zur Abschreckung.

Eine Strafe kann sie nicht sein, da eine Strafe immer die Besserung beabsichtigt. Bei einer ewigen Hölle gibt es aber kein Danach, für welches dann eine Besserung erzielt werden sollte.

Eine Abschreckung ist die Hölle ganz und gar nicht, da völlig offensichtlich jemand, der Böses tun will, es dennoch tut. Angst vor der Hölle haben eigentlich nur Menschen, die sich um das Gute bemühen und dabei Sorge (bis hin zu Skrupeln) haben, ob sie denn auch wirklich gut genug seien.

Die Hölle ist nichts, das erschaffen wurde, sondern es ist ein innerer Zustand.

In der Hölle befinden sich nach christlicher Lehre ausschließlich diejenigen Menschen und Engel, die das auch wollten.

Die Entscheidung heißt: Bei Gott sein bzw. nach seinem Gewissen handeln oder: Sich gegen Gott und gegen das eigene Gewissen entscheiden.

In sofern hat Gott die Hölle zugelassen, um niemanden zu zwingen, bei Ihm zu sein, sondern auch fern von Ihm sein zu können.

In der Hölle gibt es also nur Freiwillige. Und die Hölle ist auch nicht ein äußeres Feuer oder andere Qualen, wie sie z.B. Dante in seiner "Göttlichen Komödie" beschreibt.

Die Hölle besteht in einem Mangel an dem, was innerlich Frieden oder Gemeinschaft, Individualität, Erfüllung und ähnliches gibt.

Der Mensch leidet dann an seiner eigenen Rebellion, an seinem In-sich-selbst-gefangen-sein, an seinem Widerspruch gegen das eigene Gewissen, und dass er nicht zu seiner eigenen Vollkommenheit bzw. zu seinem wahren Selbst gekommen ist.

Kommentar von 65matrix58 ,

Danke für deine tolle Antwort

Antwort
von ichweisnix, 91

Menschen haben einen freien Willen. Der freie Wille impliziert, das man sich auch für das Böse entscheiden kann. Und wo das Böse ist, ist die Hölle. Die Qualen der Hölle kommen letztlich von deren Bewohnern selbst.

In der Hölle auf ewig zu verweilen?

Der Aufenthalt in der Hölle ist nicht zwingend ewig, sondern durch die Schuld begrenzt. Das Problem dabei ist nur, das man in der Hölle neue Schuld auf sich laden kann.

Kommentar von 65matrix58 ,

Wow, ehm was meinst du mit neue Schuld? Dass man darin etwa wieder die selben Sünden begehen wird? Darin?

Kommentar von FPMartin ,

Nach Katholischer und evangelischer Lehre ist die Hölle ewig. Das bedeutet aber nicht eine unendlich lange Zeit, sondern es gibt keine Zeit mehr. Daher auch keine neue Schuld, kein Ende, keine Reue. - Hölle ist die Entscheidung gegen Gott.

Kommentar von stine2412 ,

und damit die ewige Nicht-Existenz, Martin.

Antwort
von innocensius, 106

Ich glaube du bist wie viele Leute einer Fehlinterpretation ,der Letzten Kapitel der Offenbarung, an den Leim gegangen. Denn es gibt keine Hölle! Es ist nur geschrieben von einem großen Feuer wo alle Nichtchristen verderben (für immer sterben/vergehen, defacto nicht mehr existieren) nach dem jüngsten Gericht. Daher die Vorstellung einer Hölle.

Aber wenn du genaueres zu der von der Bibel angekündigten und beschriebenen Endzeit wissen willst lies die Offenbarung des Johannes. (Letztes Buch der Bibel, liest sich ein bisschen wie Fantasie Romane ;D)

Aber zusammenfassend entweder du kommst ins Paradies oder stirbst ein Zweitessmal sehr qualvoll. (Ich hab mich für ersteres entschieden)

Antwort
von FPMartin, 72

Gott ist ein Gott der Liebe. Er hat uns einen freien Willen gegeben. Wir können uns für oder gegen ihn entscheiden. Hölle ist die Abwesenheit von Gott, von der Liebe. 

Wir wissen nicht ob es Menschen gibt, die sich so radikal gegen Gott und die Liebe entscheiden, aber ohne die Möglichkeit sich auch dagegen zu entscheiden, ist es keine echte Freiheit.

Wie die Hölle aussieht wissen wir nicht, es gibt Bilder und Vergleiche um sich das vorzustellen. Selbst eine Party kann die Hölle sein, wenn du die Menschen dort ablehnst.

Die Hölle ist in der Ewigkeit - Da gibt es keine Zeit. Also kann man sich auch nicht nach einiger Zeit umentscheiden.  

- Ich bin katholischer Theologe, und hoffe dir damit geholfen zu haben. - Liebe Grüße


Kommentar von alexander329 ,

Das sehe ich auch so für die Menschen. Aber die Hölle entstand doch als Gottferner "Ort", für Satan und seine Anhänger die Gott ablehnen. 

Kommentar von 65matrix58 ,

Mit der These hast du mich wieder auf Gedanken gebracht, dass es dort keine Zeit gibt. Kann man garnicht nachvollziehen, aber alles ist möglich. Danke für deine Antwort ;)

Antwort
von Horus737, 61

Die Hölle ist nur für die, welche ihre Sünden nicht bereuen. Es liegt nicht bei Gott, ob der Mensch Sünden begeht. Der Mensch hat einen freien Willen und entscheidet selber über sein Seelenheil. So ist es in allen Religionen.

Antwort
von hellosydney69, 176

Es dient zur abschreckung. Und du wist ja hoffentlich nicht in die hölle also wirsf du alles dafür tun, damit du in den Paradies kommst.
Also so denk ich nur :D

Kommentar von 65matrix58 ,

Ich glaue du hast mich bisschen missverstanden :D Ich meine, wenn man schon in der Hölle ist, und die Fehler einsieht, warum wird sich dann das Rad weiterdrehn? Warum ist es ewig?

Kommentar von stine2412 ,

Matrix, diese Höllen-Philosophie ist alt und stammt von den Griechen. Die Hölle gibt es in der Form nicht, sondern es werden erst einmal alle von den Toten auferstehen, die Gerechten und die Ungerechten. Joh.5:28, 29 und dann können sie sich für oder gegen Gott entscheiden. 

Entscheiden sie sich gegen Gott, sterben sie den zweiten Tod, der in Offenbarung erwähnt wird. Sie sind dann tot und bleiben für immer tot, existieren einfach nicht mehr, werden also auch nicht gequält vom Teufel; denn der soll am Schluß selber dorthin verschwinden und aufhören zu existieren.

Antwort
von Schokotendo, 149

Naja wenn du Leute tötest und dafür in die Hölle kommst - für immer hast du es meiner Meinung nach verdient , weil die Angehörigen der getöteten Person ein Leben lang trauern

Kommentar von cielx123 ,

Ich glaube nicht das man das so sagen kann. Es gibt viele die einen sehr bestimmten Grund haben jmd umzubringen, und in sehr seltenen Fällen ist es auch mehr als gerecht.

Kommentar von Ranzino ,

weil die Angehörigen der getöteten Person ein Leben lang trauern

Genau DER Punkt ist an sich irrelevant, da sie später im Himmel eben NICHT trauern. Sie hsehen den Toten ja wieder. Trauer im Himmel wäre schlimm, weil an sich jeder was zu beweinen hätte und die Ewigkeit mit schniefen und heulen angefüllt wäre.

Also wozu Hölle erschaffen, wenns eh später keinen kümmmert ?

Kommentar von Schokotendo ,

Aber eine zeit vorher trauert man auf der Erde und meine Aussage mit grundlos töten War auf den is etc. Bezogen wie sie irgendwelche Leute wegmetzeln

Kommentar von musenkumpel ,

klar, dann meinst du die Teroristen -.-

Und die Feinde *aller die auf der Welt trauern kommen in die Hölle, für alle alle alle Ewigkeit.

Kommentar von Zicke52 ,

Das Problem ist nur, daß nicht Mord die sichere Fahrkarte zur Hölle ist (wenn man vor dem Sterben bereut, wird einem sogar vergeben), sondern der Unglaube! Das ist das größte "Verbrechen"! - Also, hat ein Ungläubiger deiner Meinung nach die ewige Hölle verdient?

Kommentar von 65matrix58 ,

Achja, was wenn der getötete Hitler ist? Hat man dann immer noch die Hölle auf ewig verdient? Wenn man verhindern könnte, dass 6 Mio. Menschen sterben? Die Masse mit einem Menschen Namens Hitler vertauschen könnte(damals)? Hätte man da immer noch die Hölle verdient?

Kommentar von 65matrix58 ,

?? :)

Antwort
von Fantho, 61

Zunächst muss man wissen, dass die 'Hölle' keine Erschaffung Gottes ist, sondern ein Universum, welches Satan gehört....

Satan war (und ist immer noch) die erste Seele, welche sich von Gott gelöst und abgewendet hatte; Satan ist somit die Dualseele Gottes...

Satan hatte sich gelöst aus Gründen der Nichtakzeptanz der Kreationen und Schöpfungen Gottes und wollte (bzw. will) selbst Schöpfer und Gott sein...

Da Gott jeder Seele ihren freien Willen lässt und zugesteht, erhielt Satan ein eigenes Universum, in welchem dieser dann seine begrenzten Schöpfungen wie zB die Erschaffung der Dämonen durchführen konnte und kann...

Dadurch, dass Satan vom Licht Gottes sich entfernt und dies für sich nicht angenommen hatte, agiert dieser nun in einer Dunkelheit und in dunkler, sprich neagtiver Energie...

Jede Seele, sprich wir alle haben in den Anfängen der Zeiten (vor der Zeit unseres Universums) uns von Gott abgewandt und haben von Satan uns verlocken und von Gott weglocken lassen, weshalb wir ebenso vom Licht Gottes uns entfernt hatten, hin zur negativen Energie Satans...

Diese Tat ist das erste Hauptkarma, welches wir noch aufzulösen haben, möchten wir uns wieder mit Gott vereinigen und in Gottes Energie verschmelzen...

Eine Sünde ist kein Kriterium für einen freien Aufenthalt in Satans Universum. Die totale Abwendung und Negierung Gottes innerhalb eines Erdenlebens muss es auch noch nicht sein; erst dann, wenn sogar im Jenseits, also in einem Bereich, in welchem wir das Wissen wieder erhalten könnten, eine Gottesablehnung gegeben ist, wird man in die sogenannte 'Hölle' landen und dort dann von den Dämonen energetisch ausgelutscht werden, da Dämonen von den negativen Energien sich ernähren...

Auch Seelen, die von vornherein sich zu Satan bekennen oder mit Satan einen Vertrag abgeschlossen hatten, werden in dessen Universum, in dessen 'Hölle' landen...

Dennoch muss dies nicht von ewigem Aufenthaltsdauer sein; hier liegt es an der Seele, diesen Irrtum zu erkennen, Gott anzuerkennen und zu bereuen...

Während des ganzen Aufenthaltes sendet Gott weiterhin seine Energien in das Reich Satans, um die Seelen nicht gänzlich allein zu lassen. Aber der freie Wille einer jeden Seele muss dennoch geachtet werden; auch von Gott...

Sollte eine Seele dies erkannt und bereut haben und zu Gott zurückkehren wollen, kommt sie wieder aus dem Reich Satans raus. Auch Satan muss den freien Willen einer jeden Seele achten und darf und kann diesen nicht unterbinden und brechen....

Zum Schluss: Es liegt weder an Gott, noch an Satan, wohin eine Seele gehen wird ('Himmel' - 'Hölle'). Es liegt an der Seele selbst, auch aufgrund ihrer freien Entscheidungswilligkeit und ihres freien Willens...

Gruß Fantho

Kommentar von 65matrix58 ,

Danke für deine tolle Antwort :D

Antwort
von musenkumpel, 124

Soweit, also wie wir wissen haben die das ja eh abgekupfert.

Die 'Hölle' war eigentlich ursprünglich das Jenseits, wo man ist bevor man wach ist und vor und nach der Geburt. Aber in der Zeit ist es auch umgewandelt worden.

Die Ägypter haben eigentlich in ihrer Mythologie Vorgänge grob umschrieben, z.B. wie die Sonne die Tiere und Menschen weckt.

Atum, Schützer über alles, Welt, Totenreich usw, stand über Re, Schützer des Tages. Ab dem Neuen Reich konnte Re nicht mehr in den Himmel über der Nut / Nacht / das All / das Jenseits (Duat).

Atum wurde dann zu einem anderen Gott oder bekam einen anderen Namen und wurde immer mehr mit einer Schlange symbolisiert, (früher aber auch die Nabelschnur usw). Ich vermute, weil die aus dem Kampf der Katze mit der Schlange so einen Hype gemacht haben. Und damit wurde das Jenseits böse.

Und damit das nich so fies is, haben wir uns wieder an das Paradies geklammert und uns zu dem Mensch-Entstehungs-Mythos noch n Garten und ne Schlange dazugebastelt.

Das war so 18.-20. Dynastie rum... Könnte mich auch irren. Also will grad nich nachschlagen. Eh nur Theorie...

Antwort
von earnest, 102

Das ist einer der Grundwidersprüche der Höllenlehre, einer Erfindung der Kirche zwecks Gängelung der Schäfchen. Aufgehoben wurde dieser Grundwiderspruch durch eine weitere Erfindung: den Ablaßhandel. 

Die Institution, die die Hölle propagierte, schuf gleich die ebenfalls nicht real existente Lösung des Problems: das Erkaufen der Freiheit von "Sünde" und damit die Befreiung von Fegefeuer und Hölle. 

Ein perfektes System. Ein perfides System. 

Gruß, earnest

Kommentar von quopiam ,

Dein Blick auf die Lehre von der Hölle - von der ewigen Verdammnis - schließt aus, daß die Hölle auch leer sein könnte. Eine These die von Origines bis Therese v. Lisieux eine ganze Reihe Lehrer der Kirche(n) zu bedenken gaben. ;-)) Gruß, q.

Kommentar von earnest ,

DAS wäre natürlich eine geniale Lösung, eine Lösung, mit der ALLE zufrieden sein könnten. Gläubige jeglicher Schattierung. Und "Ungläubige" auch.

;-)) 

Gruß zurück! 

e.

Kommentar von Fantho ,

Ein Gedankenfehler ist hier gegeben:

Dass die Kirche zB den Ablasshandel einführte, ist kein Beleg gegen eine 'Hölle',

sondern ein Beleg dafür, dass die Kirche die Angst der Menschen für sich und ihr Klingelbeutel ausnutzte...

Die (oder eine) Hölle kann es durchaus dennoch geben...

Die Kirche nutzte nur dieses Wissen aus und arbeitete mit der Angst der Menschen und proklamierte sich als die Institution, welche einen 'sündigen' Menschen davon befreien konnte...

All diese Taten, besser Untaten sind kein Beleg gegen eine Existenz einer Hölle....

Gruß Fantho

Kommentar von earnest ,

Bevor du hier "Gedankenfehler" unterstellst, solltest du genauer lesen.

Habe ich den Ablaßhandel als "Beweis" gegen die Hölle angeführt? 

Und warum sollte ich die Nicht-Existenz von etwas aller Wahrscheinlichkeit nach Nicht-Existentem denn überhaupt beweisen wollen?

Da ist doch eher die andere Seite dran mit einem Beweise für die Existenz der Hölle.

Lies also bitte genauer, bevor du kritisierst.

Kommentar von Waldfrosch10 ,

Die Untaten mancher Christen heben also  das Evangelium auf ? 

Eine interessante Theorie ...

Kommentar von earnest ,

Auch als Waldfrosch10 musst du wohl noch das verstehende Lesen lernen. Das unterscheidet dich nicht von den waldfröschen Nummer 1 bis Nummer 4.

Falls du mich gemeint haben solltest ...

Antwort
von Garfield0001, 54

Wer hat das "Nichts" um unser Universum geschaffen? (wenn es sich ausbreiten kann, kann ja da nichts sein. also muss da "nichts" sein. aber ... geschaffen hat es niemand. es War da).

Gott hat die "Hölle" auch nicht geschaffen.
Hölle heißt "Gottesferne". Gott kann keinen Kontakt mit Sünde haben. Deshalb werden irgendwann alle von ihm geschaffenen Wesen gerichtet nach ihren taten bzw. ob sie bereit waren/sind Gott als ihren Schöpfer und Herrn anzuerkennen. Und dann wird sich Gott von denen zurückziehen und keinen Kontakt mehr mit ihnen haben (können/wollen).
Gott durchdringt bisher alles ("ich lasse die sonne über allen aufgehen"). Irgendwann ist das aber vorbei. Und erst dann wird man merken was man hatte.
solange man Luft hat wird sie nicht wirklich wahrgenommen. ist sie aber weg ... Das Leben hier wäre auch zu ende wenn die sonne tatsächlich nicht mehr scheint (ist also eigentlich auch unwissenschaftlich zu sagen "die sonne scheint nicht"). und genauso werden wir jetzt nicht merken das Gott alles durchdringt und da ist. erst wenn es zu spät ist.
Es wird immer geredet davon, das das alles nur wegen Angst gemacht wurde etc. finde ich quatsch. Ich finde es gut wenn man gewarnt wird. Wird ja auch im hier und jetzt immer wieder gemacht:
* fahren Seit nicht zu schnell. kostet x Euro
* bringe niemanden zum. kommst in den Knast.
was wäre das wiederum für ein Gott der uns das NICHT sagen würde und irgendwann: ätsch bätsch. ab in die Hölle. DAS fände ich sadistisch.
ach ja .. in der Bibel steht nix davon dass das nur temporär wäre (wie manche sich erhoffen). es steht auch nix darüber drin dass der Teufel uns in der Hölle quälen wird (er wird selbst in die Hölle geworfen; ist also auch jetzt noch nicht dort). Uns würde dort nur die Gottesferne quälen, nichts anderes.

PS: ich habe ja nix gegen "Pfeil runter"; wäre nur schön wenn ihr das plausibel erklären könnt.

Antwort
von Andrastor, 119

Entweder weil er ein sadistischer Psychopath ist, der es liebt andere leiden zu sehen, denn mal ehrlich, laut dem Christentum ist der Großteil der Bevölkerung seit sie von Gott eingeführt wurde, in die Hölle gekommen, oder weil es ihn einfach nicht gibt und die Märchen die in der Bibel stehen schlecht durchdachte Lügen sind.

Kommentar von Garfield0001 ,

in der Hölle ist bisher noch niemand; nicht mal der Teufel. und jeder mensch, der gott auf der Erde nicht (wirklich) kennen lernen konnte (zb weil ihm falsches erzählt wurde bzw er aus einem naturvolk kommt und nie von Gott hören konnte), bekommt dann eine Chance sich für gott zu entscheiden. finde ich sehr fair.

Kommentar von Andrastor ,

Ach, warum gibt es sie dann überhaupt, wenn noch niemand drin ist?

Willst du damit sagen dass Adolf Hitler, Djingis Khan und Attilla der Hunne nicht in der Hölle schmoren? Dann will ich aber gerne dort hin, ich hab keine Lust mir für alle Ewigkeit Hitler anzuhören wie er "Mein Kampf" rezitiert.

Antwort
von Ruppi1, 32

Ich weiss zwar nicht wie du auf eine solche Meinung von Gott
kommst, aber du bist damit auf einem Irrweg. 
Lies dir doch die Offenbarungen durch. 
http://www.aus-liebe-zu-gott.de/Startseite.html 

Gott ist frei von allen Zwängen, und hat somit dies alles
gar nicht notwendig.

Antwort
von Zicke52, 84

Das ist eine rhetorische Frage, da es weder Gott noch Hölle gibt.

Gäbe es sie aber, wäre die Hölle nach christlicher und islamischer Vorstellung ein Beweis, dass Gott ein armes Würstchen ist, der in seiner krankhaften Eitelkeit die Bauchpinselei der Menschen so sehr braucht, dass er sie unter Androhung der Hölle erzwingen will. Denn nur Menschen, die sich dem widersetzen (= Ungläubige), droht unausweichlich die Hölle (wirkliche Verbrechen, sogar Massenmord, können vergeben werden).

Aber bräuchte ein grosser Gott die Anbetung der Menschen?  Würde ihn ihr Unglaube anfechten? Natürlich nicht. Also ist der "Höllengott" klein. Sehr klein.

Kommentar von Garfield0001 ,

niemand zwingt den Menschen irgendwas auf. ganz im Gegenteil: was wäre, wenn wir NICHTS über die Hölle wüssten und irgendwann kommt das "letzte Gericht" und gott würde sagen: ätsch, bätsch. warst nicht brav. kommst in die Hölle!!! Auch bei uns wird doch gesagt: Morde nicht, dann kommst du in den Knast. wo ist da jetzt der große Unterschied

Kommentar von Zicke52 ,

@Garfield:

Nein, niemand zwingt dem Menschen irgendwas auf. Er ist so frei wie der Sklave, dem sein Herr sagt "wenn du einen Fluchtversuch unternimmst, hacke ich dir beide Füsse ab". Ist ja nur eine Information und noch dazu gut gemeint. Wäre doch schlimm, wenn der Sklave NICHTS von der drohenden Strafe wüsste und der Herr nach einem Fluchtversuch ohne vorherige Ankündigung sagen würde: "Ätsch bätsch,  jetzt hacke ich dir die Füsse ab!"

Genauso kann man einer Mutter, die ihrem Kind sagt "wenn du die Legosteine in 10 Minuten noch nicht weggeräumt hat, überschütte ich dich mit einem Kübel siedendem Wasser" und die das dann auch tut, keinen Vorwurf machen. Sie hat das Kind ja vorgewarnt,  und dieses konnte frei entscheiden, ob es ihrem Befehl folgt. Mit den Konsequenzen muss es halt leben (oder daran sterben). So sieht Freiheit aus.

Wo der Unterschied zwischen "Mord=Knast" und "Unglaube=Hölle" ist?

Ersteres ist hat seinen guten Grund. Knast ist notwendig, um die Menschen vor dem Mörder zu schützen, den Mörder zu bestrafen, aber lässt trotzdem eine Chance auf Einsicht und Besserung offen. Außerdem handelt es sich um Knast, nicht um sadistische Folter.

Unglaube schadet niemandem, ausserdem kann der Mensch nichts dafür, wenn ihn seine Vernunft daran hindert, zu glauben. Deshalb wäre selbst eine geringe Strafe völlig unangebracht, geschweige denn ewige Folter. 

Es ist Heuchelei zu behaupten, Hölle stünde für Verbrechen (die können vergeben werden). Nein, sicher ist einem die Hölle nur für Unglaube!

Antwort
von Winter54321, 82

Lernen kann man daraus nichts. Wer gestorben ist und etwas lernen will, für ihn ist es schon zu spät. Das Leben ist dazu da etwas zu lernen oder zu Gott zu finden und nicht das Jenseits. Erst wenn man vor den Toren der Hölle steht, wird einem vielleicht bewusst: Was habe ich all die Jahre auf der Erde gemacht, ich war faul, habe Gott vergessen oder habe Verbotenes getan. 

Die Vorstellung auf alle Ewigkeiten gequält zu werden hört sich zwar sehr schlimm und unerträglich an, aber war schon einmal jemand dort und kann bezeugen ob es wirklich so schlimm ist? Eigentlich ist diese Strafe ja für den Teufel bestimmt und nicht für den Menschen. Jener Mensch, der auf die Einflüsterungen des Teufels hört, der wird dann aber mit ihm gehen. Denn Gott kann den Teufel nicht leiden. Wie sieht es dann wohl mit Menschen aus, die Gott den Rücken zudrehen und auf den Teufel hören? 

Das gute an der ganzen Sache ist: Alle die das hier Lesen und somit noch am Leben sind, haben noch die Zeit und Möglichkeit zu Gott zu finden. Wer das nicht will, der soll auch nichts anderes erwarten. Hoffentlich wird aber jeder ins Paradies kommen.  ✌

Antwort
von Waldfrosch10, 8

Laut welcher Theologie welcher Lehre ? 

  • Laut biblischer Offenbarung kann von Gott nur Gutes kommen .Da er die Liebe selbst dem Wesen nach ist .Warum können wir diese Aussage aber überhaupt machen ? Weil er sich so gezeigt hat in der Welt ...
  • Die Hölle ist nur nach Islamischer Lehre von Gott erschaffen worden ,der die einen Menschen "Recht leitet" und die anderen eben nicht ,also gibt es eine art Prädestination des Menschen im Islam .
  • Aber nicht nach Christlicher Lehre .Hier ist die Hölle der geistige Ort an dem  Gott nicht ist .
  • Da der Mensch nach Gottes Ebenbild erschaffen ist, ist er auch Frei wie Gott und es muss daher auch die Möglichkeit geben dass ein Mensch sein letztes Ziel ,die Auferstehung bei Gott, verfehlen kann .Obwohl alle Menschen für den Himmel bestimmt sind .Die Erlösung durch JEsus Christus ist ja geschenkt der Mensch muss sie nur annehmen wollen ..dann hat er sie bereits und den Himmel egal wie schwach er im Grunde seines Herzen auch sein mag .Der Wille zum Himmel ,sein Glaube ist es der ihn dort hin bringt .
  • Genau so wie ihn sein Unglaube und sein Wille sich selbst die Hölle wählt  und erschafft .

Kommentar von Waldfrosch10 ,

Es hat also mehr mit uns selbst als mit Gott zu tun ...

Antwort
von LogoChe95, 12

ALLAH sagt im Quran

Und Ich (Allah) habe die Jinn und die Menschen nur (dazu) erschaffen, damit sie Mir (allein) dienen.“ (51:56)

Die Hölle gibt es.

der Tag, an dem kein Schutzherr seinem Schützling etwas nützen kann und ihnen keine Hilfe zuteil wird,

außer demjenigen, dessen Allah sich erbarmt. Er ist ja der Allmächtige und Barmherzige.

Gewiß, der Zaqqūm-Baum

ist die Speise des Sünders;

wie siedendes Öl kocht er in den Bäuchen,

wie das heiße Wasser kocht.

„Nehmt ihn und schleppt ihn mitten in den Höllenbrand hinein.

Hierauf gießt über seinen Kopf von der Strafe des heißen Wassers.

Koste (doch); du bist ja der Mächtige und Edle!“

„Das ist (es) ja, worüber ihr zu zweifeln pflegtet.“

Gewiß, die Gottesfürchtigen befinden sich an sicherer Stätte,

in Gärten und an Quellen.

Sie tragen (Gewänder) aus Seidenbrokat und schwerem Brokat (,) und (sie liegen) einander gegenüber.

So ist es. Und Wir geben ihnen als Gattinnen Ḥūrīs mit schönen, großen Augen.

Sie rufen darin nach Früchten aller Art (und sind dort) in Sicherheit.

Sie kosten darin nicht den Tod, außer dem ersten Tod. Und Er bewahrt sie vor der Strafe des Höllenbrandes

als Huld von deinem Herrn. Das ist der großartige Erfolg.

Wir haben ihn in deiner Sprache wahrlich leicht gemacht, auf daß sie bedenken mögen.

Warte nun ab; auch sie warten ab.

Antwort
von fricktorel, 7

Die "Hölle" ist das "ewige Feuer", in welches die Juden ihren Müll warfen und worin später auch die unverbesserlichen Menschen kommen (Mt.5,22; Offb.20,15).

Nach dem "verbrennen" des Körpers bleibt aber nichts mehr, das "ewig" wäre, außer der "Asche" (Hes.28,18; Offb.21,8)...

Dieses "Höllen"-Feuer wird auch benutzt, um später "Satan und seine Kumpels" zu "entsorgen" (Offb.20,10).

Antwort
von fricktorel, 12

Der Zweck der "Hölle" ist unter anderem, den "Gott dieser Welt (Offb.12,9) samt seinen Dämonen zur passenden Zeit ewig "zu entsorgen" (2.Petr.2,4; Offb.20,10).

Bis dann können die Bewohner Jerusalems ihren Müll dort hinein werfen...

Antwort
von AskiMenzil571, 98

Naja im islam ist das so das das leben hier auf der erde so ne art prüfung ist. Man soll also HİER beweisen das man das paradies verdient. Man soll HİER seine schlechten taten bereuen. Mit dem tod ist die pruefung sozusagen vorbei. İn der hoelle ist jegliche reue einfach zu spaet. Bei ner pruefung in der schule kannste ja auch nach der abgabe nichts mehr korrigieren.

Kommentar von Zicke52 ,

"Bei ner Prüfung in der Schule kannst ja auch nach der Abgabe nichts mehr korrigieren. "

Nein, aber das bedeutet nicht ewigen Auschluss von jeglichem Schulabschluss. Man kann nochmals zur Prüfung antreten, die Klasse wiederholen, auf dem zweiten Bildungsweg den gewünschten Abschluss erreichen....

Kommentar von AskiMenzil571 ,

Du hast den sinn nicht verstanden.

Kommentar von Zicke52 ,

Ich habe verstanden, dass dein Vergleich hinkt.

Kommentar von Garfield0001 ,

das ist ja das schöne am christ sein. man kann bzw braucht sich das Paradies gar nicht "verdienen". :-)

Kommentar von AskiMenzil571 ,

Ja jeder vergewaltiger kommt ins paradies. Sauber hahha

Antwort
von shnclrng, 93

Meine Schwester fragte mich mal warum es die Hölle gibt und ich meinte kurz und knapp nur: Damit Leute nach dem Tod hingehen was sie sich im Leben verdienten.

Kommentar von Zicke52 ,

Ich verdiene die Hölle, weil ich ungläubig bin. Also bin ich das absolute Monster, verdammenswerter als alle Schurken und Massenmörder, die diese Erde je getragen hat.

Antwort
von Schleuber, 78

Es geht um Prävention!

Gott sieht alles und wer zu viel Mist baut, muss für immer dorthin. Also Maximalstrafe bei 100% iger Aufdeckungsquote.

Daher: Fein lieb sein!

Kommentar von Zicke52 ,

Man muss gar keinen Mist bauen. Unglaube genügt. Man kann also der liebste und beste Mensch sein, für den krankhaft eitlen Gott verdient man die Hölle,  weil man ihn Zeit seines Lebens nicht bauchgepinselt hat. 

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