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Wenn gegen jemanden ein Verdacht vorliegt...

gefragt von BaianaBaiana am 23.01.2009 um 8:37 Uhr

... und dieser Mensch über knapp 10 Jahre an einem völkerrechtlichhöchst bedenklichem Ort festgehalten wird, an dem die Menschenrechte aufs schlimmste verletzt werden, an dem gefoltert wird, ohne dass dem Verdächtigen ein Rechtsbeistand beigestellt wird oder er sonst eine Möglichkeit hat, auf rechtsstaatliche Mittel (die ihm nach dem Völkerrecht zustehen) zurückzugreifen, ihm über die gesamte Zeit in keinem Verhör jedoch etwas strafrechtlich Relevantes nachgewiesen werden konnte, er also allem Anschein nach unschuldig ist, dann sollte er ...

42 Stimmen : solange weiter dort gefoltert werden, bis er etwas gesteht. (1) ; in einem anderen Gefängnis auf Dauer untergebracht werden. (0) ; in sein Heimatland entlassen werden, in dem ihm *wegen* des Aufenthaltes in dem Lager weitere Folter droht. (2) ; in ein sicheres Drittland entlassen werden, in dem ihm keine weiteren Repressalien drohen. (3) ; pro Forma *zufällig* sterben, damit die Diskussion vom Tisch ist. (1) ; in einem sicheren Drittland unterkommen, bis ihm ein gerechter Prozess gemacht wird. (27) ; anderes, und zwar: (8)

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Vom Fragesteller als hilfreichste Antwort ausgezeichnet


neomatt
beantwortet von neomatt am 23. Januar 2009 13:13
1x
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Hilfreichste Antwort

Ich stimme MarcSu und Drachentoeter zu:
_
Wenn - in einem Staat, der sich als rechtsstaatlich bezeichnet - jemand einer Straftat verdächtigt wird, gibt es meiner Ansicht nach nur eine mögliche Vorgehensweise:
Untersuchungshaft, Ermittlung und Erbringen von Beweisen und anschließend eine Verhandlung vor einem ordentlichen Gericht in der ihm sein Vergehen nachgewiesen wird und er die Möglichkeit einer angemessenen Verteidigung hat.
Jede andere Vorgehensweise ist keine rechtsstaatliche und wird von uns ach so anständigen westlichen Demokratien gerne den so genannten "Schurkenstaaten" vorgeworfen.
Wir betrachten die Freiheit und Unversehrtheit des Individuums als eines unserer höchsten und schützenswertesten Rechte - Argumente, die wir zumindest dann sehr gerne auspacken wenn es um die "Zustände" in der Türkei, in Ägypten oder sonstwo geht, sobald dort ein Deutscher inhaftiert ist.
Wenn einem Verdächtigen nichts nachgewiesen werden kann (das muss nicht bedeuten, dass er tatsächlich unschuldig ist), muss man ihn selbstverständlich freilassen. Nicht ohne Grund gibt es Haftprüfungstermine und andere rechtliche Regularien, zu denen natürlich auch eine angemessene Entschädigung für die erlittenen "Haftschäden" gehört. (Ich bin ja mal gespannt wieviel Dollars dem ersten klagenden Exhäftling als Schmerzensgeld zugesprochen werden - in einem Land, in dem man wegen zu heißem Kaffe schon richtig absahnen kann.)
Einen Häftling solange einzusperren und gar mit "intensiven Verhörmethoden" zu traktieren bis er irgendwann schon gestehen wird ist schon eine sehr antike Rechtsauffassung - da erhält Rumsfelds Spruch vom "alten Europa" gleich eine andere Bedeutung. Unglaublich für einen Unterzeichnerstaat der UNO-Menschenrechtskonvention finde ich aber, dass diese Methoden auch noch öffentlich als angemessen betrachtet und sogar von "ganz oben" angeordnet wurden.
Sich mit der Entschuldigung "das dient ja einem guten Zweck", im Fall von Guantanamo der Terrorbekämpfung, außerhalb seiner eigenen Werte und Gesetzte zu stellen und sich einzureden eben diese Werte damit zu verteidigen - das ist für mich keine sehr überzeugende Darstellung. Nach meiner Ansicht haben die USA - die erste neuzeitliche Demokratie, deren Grundlage die unveräußerlichen Menschenrechte des Individuums sind (http://de.wikipedia.org/wiki/Unabh%C3%A4ngigkeitserkl%C3%A4rungderVereinigten_Staaten) - sich selbst am meisten betrogen. In der Präambel ihrer Verfassung, ihrem Sinn und Hintergrund, einem der am häufigsten zitierten Sätze überhaupt, heißt es:
„Wir, das Volk der Vereinigten Staaten, von der Absicht geleitet, unseren Bund zu vervollkommnen, die Gerechtigkeit zu verwirklichen, .... und das Glück der Freiheit uns selbst und unseren Nachkommen zu bewahren, setzen und begründen diese Verfassung für die Vereinigten Staaten von Amerika.“

abgestimmt für: in einem sicheren Drittland unterkommen, bis ihm ein gerechter Prozess gemacht wird.
Kommentar von F79c52e15eb298f215910f9923435dbbsmallneomatt am 23. Januar 2009 13:16

Ach ja: Die Antwort hab ich gewählt weil ich glaube, dass man den Leuten einen weiteren Aufenthalt in diesem Land nicht zumuten sollte.


Weitere gute Antworten


anonym
beantwortet von Delinaldo am 23. Januar 2009 08:43
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Ich kann allerdings die Menschen verstehen, welche ob dieser neuen Nachbarn, nicht grad in helle Begeisterung ausbrechen.

abgestimmt für: in ein sicheres Drittland entlassen werden, in dem ihm keine weiteren Repressalien drohen.
Kommentar von 612958d8034ce735d7e9678ecfc2c33esmallBaiana am 23. Januar 2009 08:44

Auch wenn es nur um wenige Personen pro Land geht? Deutlich unter 50?

Kommentar von Delinaldo am 23. Januar 2009 08:49

Ich stehe dazu, dass ich lieber einen einheimischen Nachbar habe, welcher im selben Kulturkreis aufwuchs wie ich. Zudem, droht ja diesen Menschen Unbill aus ihren Heimatstaaten. Wer garantiert für die Sicherheit vor Ort? Bestimmt nicht die Hohen Politiker in Berlin, welche das ausschliesslich darum machen, dass sie vor den Amis gut dastehen. Sollen doch die Herren und Damen Politiker diesen Menschen Unterschlupf gewähren.

Kommentar von 2c7724080c3cc46d02ad562195d06f17smallLuzi4 am 23. Januar 2009 08:59

Oder deren Claqueure.


RBMannheim
beantwortet von RBMannheim am 23. Januar 2009 08:52
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Auf jeden Fall nicht nach Deutschland gebracht werden!

abgestimmt für: anderes, und zwar:
Kommentar von Delinaldo am 23. Januar 2009 08:55

Chapeau. Ehrlich währt am längsten. DH


sanne172
beantwortet von sanne172 am 23. Januar 2009 08:39
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oder rot - alles andere ist inhuman und menschenverachtend.

abgestimmt für: in einem sicheren Drittland unterkommen, bis ihm ein gerechter Prozess gemacht wird.
Kommentar von 612958d8034ce735d7e9678ecfc2c33esmallBaiana am 23. Januar 2009 08:42

Bis vor ca. einer halben Stunde dachte ich auch, dass intelligente Menschen zu dieser Ansicht kommen. Ich wurde eines Besseren belehrt: http://www.gutefrage.net/frage/guantanamo-gefaengnis

Kommentar von B7e7544434d3e7db0048c113d59e2de2smallsanne172 am 23. Januar 2009 08:55

hab es eben erst gelesen und bin sprachlos...:-(


wernilein
beantwortet von wernilein am 23. Januar 2009 08:42
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ohne wenn und aber ... die Würde des Menschen ist Unantastbar !!!!

abgestimmt für: in einem sicheren Drittland unterkommen, bis ihm ein gerechter Prozess gemacht wird.

Kommentar von 612958d8034ce735d7e9678ecfc2c33esmallBaiana am 23. Januar 2009 08:43
Kommentar von 41a0ad0b4f875ce09ebb95ca0d1bb0d1smallwernilein am 23. Januar 2009 08:47

Baiana,ich habe es gelesen und mit Kopfschütteln quittiert,unglaublich in der heutigen Zeit !!

Kommentar von B7e7544434d3e7db0048c113d59e2de2smallsanne172 am 23. Januar 2009 08:56

ja, das ist wirklich unglaublich !

Kommentar von 2c7724080c3cc46d02ad562195d06f17smallLuzi4 am 23. Januar 2009 09:00

Ein Tässchen Entrüstungstee gefällig? Oder doch lieber einen Betroffenheitspunsch? Hier bitte. (_)*

Kommentar von B7e7544434d3e7db0048c113d59e2de2smallsanne172 am 23. Januar 2009 09:07

nein, danke! Nur weil du kein ethisches Gewissen hast, brauchst du unseres nicht lächerlich zu machen.

Kommentar von 41a0ad0b4f875ce09ebb95ca0d1bb0d1smallwernilein am 23. Januar 2009 09:18

sanne72,Danke,:-)


MarcSu
beantwortet von MarcSu am 23. Januar 2009 08:56
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Unabhängig von den Vorgängen dort, Guantanamo Bay besteht seit 09/11/2002.

Daß dort gegen das Völkerrecht gehandelt wurde, ist sogar den Amis klar, nicht umsonst läßt Obama dieses Gefangenenlager schließen.

Erzähle mir aber bitte Keiner, daß dort nur Unschuldslämmer sitzen.

Aus meiner Sicht wäre es richtig und angebracht, die Gefangenen in einem neutralen Land unter UNO-Aufsicht unterzubringen, bis endgültig geklärt ist, ob und in welchem Maß sie schuldig sind.

Erst dann kann über den weiteren Verbleib entschieden werden.

abgestimmt für: anderes, und zwar:
Kommentar von Drachentoeter am 23. Januar 2009 09:14

Wenn nach 10 Jahren immer noch kein Beweis für ihre Schuld erbracht wird, gelten die für mich als Unschuldig.


mbmama
beantwortet von mbmama am 23. Januar 2009 08:40
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abgestimmt für: in einem sicheren Drittland unterkommen, bis ihm ein gerechter Prozess gemacht wird.

Auswanderer
beantwortet von Auswanderer am 23. Januar 2009 08:40
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abgestimmt für: in einem sicheren Drittland unterkommen, bis ihm ein gerechter Prozess gemacht wird.

Nellina
beantwortet von Nellina am 23. Januar 2009 08:41
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Baiana, diese Umfrage ist super und hoffentlich fuer viele Aufklaerend. ich gebe auf Deine Frage meinen Punkt

abgestimmt für: in einem sicheren Drittland unterkommen, bis ihm ein gerechter Prozess gemacht wird.

fatu29
beantwortet von fatu29 am 23. Januar 2009 08:41
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abgestimmt für: in einem sicheren Drittland unterkommen, bis ihm ein gerechter Prozess gemacht wird.

lotta1lotta2
beantwortet von lotta1lotta2 am 23. Januar 2009 08:41
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abgestimmt für: in einem sicheren Drittland unterkommen, bis ihm ein gerechter Prozess gemacht wird.

Kapstadt
beantwortet von Kapstadt am 23. Januar 2009 08:44
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was jedoch auch wieder mehrere Jahre in Anspruch nehmen kann. Das ist ja das Unrecht dabei, wenn es sich wirklich um einen Unschuldigen handelt. Die Mühlen der Gerichte mahlen einfach zu langsam und Prozesse vermeintlich Unschuldiger sollten auf jeden Fall vorgezogen werden.

abgestimmt für: in einem sicheren Drittland unterkommen, bis ihm ein gerechter Prozess gemacht wird.

morefunhoney
beantwortet von morefunhoney am 23. Januar 2009 08:45
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das Land das in den Prozess machen will, soll sich selber! um die Leute kümmern. Ich habe es so satt das die Typen auf der anderen Seite des Grossen Teiches Unsinn begehn, die Probleme aber dann gerne auf andere verteilen!


Rosenherz
beantwortet von Rosenherz am 23. Januar 2009 08:47
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abgestimmt für: in einem sicheren Drittland unterkommen, bis ihm ein gerechter Prozess gemacht wird.

princAss
beantwortet von princAss am 23. Januar 2009 08:49
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abgestimmt für: in einem sicheren Drittland unterkommen, bis ihm ein gerechter Prozess gemacht wird.


Camileo
beantwortet von Camileo am 23. Januar 2009 08:49
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Sich töten

abgestimmt für: anderes, und zwar:
Kommentar von 612958d8034ce735d7e9678ecfc2c33esmallBaiana am 23. Januar 2009 08:51

Menschen, die zu Unrecht jahrelang gefoltert werden, sollen sich töten?

Omg - das ist so ziemlich die dümmste oder albernste Antwort bisher.

Bitte versteh, dass ich für so einen Schwachsinn nun wirklich keinen Daumen vergebe.

Kommentar von Simple_avatar5smallCamileo am 23. Januar 2009 08:55

Warum? Nach 10 Jahren sind meines Erachtens alle Rechtlichen Mittel ausgeschöpft worden. Bevor ich noch 10 Jahre diese Scheiße ertragen muß würde ich mich lieber töten.

Kommentar von Simple_avatar5smallCamileo am 23. Januar 2009 09:01

Da dies Deines Erachtens eine Dumme Antwort ist solltest Du mal drüber nachdenken warum es Dir schwerfällt damit umzugehn.

Kommentar von 612958d8034ce735d7e9678ecfc2c33esmallBaiana am 23. Januar 2009 09:05

Es fällt mir nicht schwer mit einer sinnlosen Antwort umzugehen. Ich frage nach einer allgemeingültigen Handlungsanweisung der Art "Immer wenn jemand in der oben beschriebenen Situation ist, dann sollte wie folgt gehandelt werden". Die Antwort "sich töten" mag in Einzelfällen wie der letzte Ausweg erscheinen, ist jedoch als Standard-Handlung in diesen Fällen sinnlos. Meine Meinung.

Kommentar von Simple_avatar5smallCamileo am 23. Januar 2009 09:11

Da ich die genauen Einzelheiten nicht kenne werde ich nichts weiter dazu schweigen. Ich würde mich töten, und das ist meine Meinung.


anonym
beantwortet von Egotherapeut am 23. Januar 2009 08:49
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Jeder hat Dreck am Stecken.

abgestimmt für: solange weiter dort gefoltert werden, bis er etwas gesteht.

StefanKfg
beantwortet von StefanKfg am 23. Januar 2009 08:51
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In einem anderen Land Zuflucht gewähren und ihn für die menschenverachtenden Verhörmethoden entschädigen (in Form von Geld).

abgestimmt für: anderes, und zwar:

anonym
beantwortet von Drachentoeter am 23. Januar 2009 09:13
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Das was mit allen Beschuldigten in einem Rechtstaat gemacht wird wenn ihnen nichts nachgewiesen werden kann. Entschädigt für die Haft und ohne Bedingung Entlassen. Wenn nötig dafür sogendas sie da hinkommen wo sie hin wollen.

abgestimmt für: anderes, und zwar:

MissUnderstood
beantwortet von MissUnderstood am 23. Januar 2009 15:34
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... und schickt George W. Bush mit, damit ihm auch endlich der Prozess gemacht wird!!!

abgestimmt für: in einem sicheren Drittland unterkommen, bis ihm ein gerechter Prozess gemacht wird.
Kommentar von 612958d8034ce735d7e9678ecfc2c33esmallBaiana am 23. Januar 2009 15:37

DH! Denn wenn man rein völkerrechtlich vorgehen würde, dann müssten sich zumindest die Herren Bush und Rumsfeld verantwortlich zeigen und in Den Haag Rede und Antwort stehen.


anonym
beantwortet von amiria71 am 23. Januar 2009 08:43
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was passieren "sollte" können wir nur nach unserem moralischen Empfinden beurteilen. Daran wird sich der Staat, der die Mittel angewendet hat, sowieso nicht stoßen. Wobei ich das differenzierter sehe: Um zu entscheiden, ob er einfach freigelassen werden sollte, oder ob ein Prozess durchzuführen ist, müsste man die Sachlage der Ermittlung viel besser kennen.

Was tatsächlich passiert, wird sich nach den Gesetzen des jeweiligen Landes und des Völkerrechts - oder dessen Mißachtung durch die Regierung - bestimmen.

abgestimmt für: anderes, und zwar:
Kommentar von amiria71 am 23. Januar 2009 09:27

da fällt mir gerade noch was ein. Eigentlich ist "sicheres Drittland" hier eine falsche Bezeichnung. Man sollte doch meinen, dass die USA selbst ein sicheres Drittland sind. Die haben ja immerhin auch einen Rechtsstaat mit Gesetzen, die die Verdächtigen teils sogar besser schützen, als hier in Deutschland. Und normalerweise sollten sie sich auch an das Völkerrecht halten. Wenn jetzt Guantanamo aufgelöst wird (was ich für richtig und längst überfällig halte), und sich die USA wieder an ihre eigenen Gesetze halten - warum muss dann noch jemand in "ein sicheres Drittland"? Er ist ja dann eigentlich in einem Land, wo er rechtsstaatlich behandelt wird.


Shadowlord1349
beantwortet von Shadowlord1349 am 23. Januar 2009 08:43
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abgestimmt für: in sein Heimatland entlassen werden, in dem ihm *wegen* des Aufenthaltes in dem Lager weitere Folter droht.
Kommentar von 612958d8034ce735d7e9678ecfc2c33esmallBaiana am 23. Januar 2009 08:46

Auch wenn ich anderer Ansicht bin bekommst Du selbstverständlich einen Daumen dafür, dass Du ehrlich Deine Meinung sagst. :-)

Kommentar von 244a18713a914adff1b63759a236c8c3smallShadowlord1349 am 23. Januar 2009 08:53

Das sollte mal mit den Ausländern hier passieren. Genauso wie unseren Deutschen der in der Türkei im Gefägnis - grundlos war. Die dürfen das aber wieder machen, gell? Aber wehe langt jemand einer unseren deutschen Frauen eine, weil sie nicht "gehorchen", dann wird erstmal nur Anzeige erstattet...


matrix2k9
beantwortet von matrix2k9 am 23. Januar 2009 08:55
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abgestimmt für: in einem sicheren Drittland unterkommen, bis ihm ein gerechter Prozess gemacht wird.

anonym
beantwortet von TimRobot am 23. Januar 2009 08:57
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sich rächen!

abgestimmt für: anderes, und zwar:

Benjy
beantwortet von Benjy am 23. Januar 2009 08:57
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abgestimmt für: in sein Heimatland entlassen werden, in dem ihm *wegen* des Aufenthaltes in dem Lager weitere Folter droht.
Kommentar von 612958d8034ce735d7e9678ecfc2c33esmallBaiana am 23. Januar 2009 09:00

Wie gesagt: Andere Meinung, trotzdem DH. Ich möchte die Diskussion hier gar nicht weiterführen, mich interessiert tatsächlich nur das Stimmungsbild. :-)


anonym
beantwortet von Albrecht am 23. Januar 2009 09:28
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Ethisch und rechtlich liegen schwerwiegende Verstöße vor.

Das bisherge Vorgehen entspricht nicht der Menschenwürde (Folter ist z. B. nicht mir ihr vereinbar).

Die Menschenrechte gelten universell. Dies wird zwar nicht ausnahmslos so gesehen, kann aber gut begründet werden. Die Menschenrechte sind aus der Vernunft abgeleitet, die für alle dieselbe ist. Sie sind auch völkerrechtlich verankert (Charta der Vereinten Nationen, internationale Abkommen).

Bestandteile sind unter anderem Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit und eine Handlungsfreiheit, die nur durch Gesetze, nicht durch willkürliche Machtausübung beschränkt wird.

Wenn im Land, in dem der Betreffende festgehalten wird und in seinem Heimatland menschenrechtswidrige Behandlung droht, ist ein sicheres Drittland angemessen.

Der genaue Umgang sollte sich nach dem Sachverhalt richten. Nicht klar ist, ob ein ausreichend begründeter Verdacht besteht und inwieweit Flucht- und Verdunkelungsgefahr besteht. Ein Verhör ist nicht das einzige Nachweismittel. Eine lange Gefangennahme ohne Beginn eines fairen Prozesses sollte nicht durchgeführt werden.

Am besten wäre außerdem eine Veränderung der politischen Verhältnisse, durch die solche Rechtsverstöße entstanden.

abgestimmt für: in einem sicheren Drittland unterkommen, bis ihm ein gerechter Prozess gemacht wird.

konny27
beantwortet von konny27 am 23. Januar 2009 09:42
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geht mich nichts an

abgestimmt für: anderes, und zwar:

Norwegenadler
beantwortet von Norwegenadler am 23. Januar 2009 09:57
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abgestimmt für: in einem sicheren Drittland unterkommen, bis ihm ein gerechter Prozess gemacht wird.

Maximus40
beantwortet von Maximus40 am 23. Januar 2009 10:40
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Vorher sollten sie Umstände, die zur Haft geführt werden, genauer untersucht werden. Es gilt festzustellen, ob die Gründe weiterhin zutreffen.
Ansonsten ist der Mensch in sein Heimatland zu entlassen.

abgestimmt für: in einem sicheren Drittland unterkommen, bis ihm ein gerechter Prozess gemacht wird.

molinax
beantwortet von molinax am 23. Januar 2009 12:00
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Wir rühmen uns doch immer der guten Dienste wegen...

abgestimmt für: in ein sicheres Drittland entlassen werden, in dem ihm keine weiteren Repressalien drohen.

Marie96
beantwortet von Marie96 am 24. Januar 2009 01:14
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abgestimmt für: in einem sicheren Drittland unterkommen, bis ihm ein gerechter Prozess gemacht wird.

Nachtflug
beantwortet von Nachtflug am 24. Januar 2009 11:00
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World
beantwortet von World am 29. Januar 2009 07:44
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spyccc
beantwortet von spyccc am 29. Januar 2009 12:11
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abgestimmt für: in ein sicheres Drittland entlassen werden, in dem ihm keine weiteren Repressalien drohen.

spyccc
beantwortet von spyccc am 29. Januar 2009 12:11
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abgestimmt für: in ein sicheres Drittland entlassen werden, in dem ihm keine weiteren Repressalien drohen.

Biggi2000
beantwortet von Biggi2000 am 30. Januar 2009 10:42
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abgestimmt für: in einem sicheren Drittland unterkommen, bis ihm ein gerechter Prozess gemacht wird.

Praline
beantwortet von Praline am 31. Januar 2009 09:49
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anonym
beantwortet von skateHH am 1. Februar 2009 14:54
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fcbayern
beantwortet von fcbayern am 7. Februar 2009 14:05
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anonym
beantwortet von Auskunft am 23. Januar 2009 08:55
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Baiana, was sind denn das für Wahlmöglichkeiten (außer die beiden, in denen der Begriff "sicheres Drittland" vorkommt), die Du uns gibst?

Kommentar von 612958d8034ce735d7e9678ecfc2c33esmallBaiana am 23. Januar 2009 08:57

Wahlmöglichkeiten, wie sie mir im Anschluß an diese Frage in den Sinn gekommen sind: http://www.gutefrage.net/frage/guantanamo-gefaengnis


Wuhki
beantwortet von Wuhki am 30. Januar 2009 10:35
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abgestimmt für: pro Forma *zufällig* sterben, damit die Diskussion vom Tisch ist.

anonym
beantwortet von swchen am 14. Februar 2009 21:02
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Jabberpath
beantwortet von Jabberpath am 20. Februar 2009 12:52
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anonym
beantwortet von Twitterfly am 20. Februar 2009 13:18
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anonym
beantwortet von Tecktag am 21. Februar 2009 15:19
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