Frage von robi187, 136

Wenn es um Geschichte geht, handelt sich fast immer um die Reiche, wieso ist dies so?

aber die mehrzahl waren immer die masse des volkes? also was soll das wenn man erfährt, wie es den in den schlösser ging? wer hat das schloss erbaut und wie ging es denen? wie arm-seelig war des leben? wie war die ausbeuteung der leibeigenen?

Antwort
von Andracus, 41

Sieh mal es ist ja nicht so dass man in Geschichtsbüchern nur Fotos von Versailles und Buckingham Palace sieht. Ich versteh gar nicht wie du auf sowas kommst. Es gibt zahllose Zeichnungen und Gemälde von Marktplatzsituationen, von Prangern und Hinrichtungen und Folter. Woher wissen wir wohl, wie man im Mittelalter Krankheiten behandelt hat? Weil das sehr wohl erforscht und veröffentlicht wird. Abgesehen davon sind die meisten interessanten Werke der Literatur nicht von Königen oder Adelssöhnen verfasst, sondern handeln von der Realität der einfachen Leute. Es gibt eine ganze Literaturepoche namens Realismus, aus der du mal ein paar Werke lesen solltest, bevorzugt solche aus Amerika. Da wirst du deine Bedürfnisse hoffentlich befriedigt sehen.

Übrigens darfst du ruhig hin und wieder Punkte ans Ende deiner Sätze machen.

Kommentar von robi187 ,

ja aus amerkia? von dort wird ja das märchen des tellerwäscher und reich werde geschürt?

warst du mal in arive und hast du die mühe volle geschichten gesucht?

viele für viele schlösser schreit man nach denkmalschutz aber wie steht es um ein einfaches bauernhaus? wie seht es um die viel kleine musemu des täglichen lebens? wo findet man mal so eine geschichte wie die der salpeterer im schwarzwald?

diese begehrlichkeiten der hochwohlgeborene an macht?


http://www.danube-places.eu/index.php?option=com\_content&view=article&i...

Kommentar von Andracus ,

Kennst du z.B das Heimatmuseum Beuren? Oder überhaupt Museen? Wenn du natürlich nur in die Prunkausstellungen gehst wundert mich deine Haltung nicht. Was Literatur angeht, diskutiere ich mit dir leider erst weiter, wenn du The Jungle von Sinclair gelesen hast ;) Aber meine Güte, überall wird über das tägliche Leben der Menschen geredet. Du solltest mal die viktorianischen Romane lesen, die die Frauen damals geschrieben haben. Es gibt (gerade in Amerika) ein ganzes Dorf, in dem mit verkleideten Schauspielern das Leben der ersten Siedler nachempfunden wird. Jemand hat (hier in Deutschland), soweit ich weiß ein Steinzeitdorf gebaut, in dem Familien auf die alte Art lebten. Sonst würde mich mal interessieren woher du dein Wissen hast, wenn nicht aus (öffentlich zugänglichen!) geschichtswissenschaftlichen Büchern oder Websites. Diejenigen die du selbst verlinkst, sind ja nur ein weiteres Indiz dafür.

Antwort
von Herb3472, 58

Weil die breite Masse nur wenige spektakuläre Erlebnisse hatte. Der Alltagstrott und der tägliche Einheitsbrei interessiert halt niemanden. In meinem Geschichtsunterricht wurde hauptsächlich die Geschichte der Schlachten und Kriege, der Kaiser, Könige, Fürsten und Staatsmänner unterrichtet. Vom Alltagsleben bekamen wir während der gesamten Gymnasialzeit nicht viel mit, wenn ich mich richtig erinnere.

Kommentar von robi187 ,

ja die machte kriege und das volk muste bluten? aber genau das sollte man viel mehr zeigen?

wer weiß von den jungen was es bedeutete das man wehrpflichtig wurde und viele monate wehrdienst leisten muste? keine freiheit mehr?

Kommentar von Herb3472 ,

@robi187: über Schlachten und Kriege gibt es aber doch mehr als genug Filmmaterial. Wenn Du nichts oder nur wenig davon kennst, liegt es nicht daran, dass es zu wenig davon gibt.

Kommentar von robi187 ,

es geht mir mehr um das schönreden der mächtige?

wieso ist dies so?

Kommentar von Herb3472 ,

Ich habe das eigentlich anders in Erinnerung. Dass über Sieger mehr gesprochen und geschrieben wird als über Verlierer, ist eigentlich normal und in allen Bereichen so - z.B. auch im Sport.

Kommentar von SchakKlusoh ,

Weil die breite Masse nur wenige spektakuläre Erlebnisse hatte. Der Alltagstrott und der tägliche Einheitsbrei interessiert halt niemanden.

Das stimmt nicht. Es gibt eine Menge Bücher, Untersuchungen, Forschungen usw. über das alltägliche Leben. Bei Ausgrabungen findet man hauptsächlich Alltagsdinge. Häuser, Töpfe, Werkzeuge ...

Kommentar von Herb3472 ,

@SchakKlusoh: sicher ist auch über Alltägliches geschrieben worden, aber bei Weitem nicht so viel wie über Politik, Kriege, Herrscher und Dynastien.

Geh' doch Erbsen zählen, wenn Dir meine Antwort nicht passt!

Kommentar von SchakKlusoh ,

Das stimmt nicht.

Die meisten Schriftstücke, die Archäologen finden, sind ganz banale Dinge. Verträge, Lagerlisten, Eheverträge, persönliche Briefe usw.


Du hast eine Meinung, aber die Tatsachen widersprechen Deiner Meinung, sorry.

Kommentar von Herb3472 ,

Die meisten Schriftstücke, die Archäologen finden, sind ganz banale Dinge.

Ich dachte, wir reden hier vom Geschichtsunterricht, und nicht von archäologischen Funden? Mir ist es immer gehörig auf den Geist gegangen, die ganzen Jahreszahlen der Schlachten und Kriege inklusive der Gewinne und Verluste der kriegsführenden Parteien auswendig lernen zu müssen.

Von archäologischen Funden haben wir in unserer Schulzeit eher wenig erfahren.

Kommentar von SchakKlusoh ,

Wenn es um Geschichte geht, handelt sich fast immer um die Reiche, wieso ist dies so?

Wo steht da UNTERRICHT?

Kommentar von Herb3472 ,

Naja, Historiker oder Archäologe ist Robi187 sicher keiner, sonst würde er die Frage anders gestellt haben.

Antwort
von TUrabbIT, 35

Zum einen: In der Geschichte geht es auch häufig um das gemeine Volk, nur stammen die meisten Aufzeichnungen für einige Zeit von den Reichen und Gebildeten.

Zum anderen: Die Politik und der verlauf der Geschichte wurde meist von den Reichen und den Monarchen geprägt, da diese über den Lauf der Dinge entschieden haben.

Kommentar von robi187 ,

dann gehe mal in die archive dann wirst du vieles vom gemeinen volk sehen können?

alles leibeigene haben abgaben zu bezahlen und wenn die aus not nicht kamen geb es einen bericht?

Antwort
von N0Nentity, 10

Deine Frage ist bemerkenswert. Die haben sich andere, u.a. Karl Marx etc. auch schon gestellt.

Die Antworten ergeben sich von selbst, wenn man dieses Gedicht liest:

Fragen eines lesenden Arbeiters

(Bertolt Brecht)

Wer baute das siebentorige Theben?
In den Büchern stehen die Namen von Königen.
Haben die Könige die Felsbrocken herbeigeschleppt?
Und das mehrmals zerstörte Babylon
Wer baute es so viele Male auf? In welchen Häusern
Des goldstrahlenden Lima wohnten die Bauleute?
Wohin gingen an dem Abend, wo die Chinesische Mauer fertig war
Die Maurer? Das große Rom
Ist voll von Triumphbögen. Wer errichtete sie? Über wen
Triumphierten die Cäsaren? Hatte das vielbesungene Byzanz
Nur Paläste für seine Bewohner? Selbst in dem sagenhaften Atlantis
Brüllten in der Nacht, wo das Meer es verschlang
Die Ersaufenden nach ihren Sklaven.

Der junge Alexander eroberte Indien.
Er allein?
Cäsar schlug die Gallier.
Hatte er nicht wenigstens einen Koch bei sich?
Philipp von Spanien weinte, als seine Flotte
Untergegangen war. Weinte sonst niemand?
Friedrich der Zweite siegte im Siebenjährigen Krieg. Wer
Siegte außer ihm?

Jede Seite ein Sieg.
Wer kochte den Siegesschmaus?
Alle zehn Jahre ein großer Mann.
Wer bezahlte die Spesen?

So viele Berichte.
So viele Fragen.

Antwort
von clairedelune123, 3

Du musst auch bedenken, dass früher den meisten Menschen einfach das Geld gefehlt hat, eine Schule zu besuchen und lesen und schreiben zu lernen. Im Mittelalter zum Beispiel konnten eigentlich nur der Adel und der Klerus (also die Kirche) lesen und schreiben.
Dementsprechend waren sie auch die einzigen, die der Nachwelt etwas in Schriftform hinterlassen konnten.

Der einfache Bauer hatte sicherlich auch ein interessantes Leben, doch er konnte es nuneinmal nicht selbst schreiben, sondern musste jemanden beauftragen, der ihm einen Text schreibt oder vorliest. Das hat aber wieder Geld gekostet und davon hatte der einfache Bauer damals nicht besonders viel.
Deswegen gibt es halt auch nicht so besonders viele Berichte über das Leben der einfachen Leute früher, die von ihnen selbst verfasst wurden.

Allerdings solltest Du dich mal erkundigen, bei Dir in der Nähe gibt es bestimmt ein Heimatkundemuseum. Solche Museen befassen sich nämlich genau mit diesem Thema: Dem Leben der einfachen Leute.

Kommentar von robi187 ,

ja ja so einfach kann man geschichte sehen? und ist auch üblich?

das volk ist nicht so wichtig mit seiner geschichte? wer bezahlt meist den blutzoll?

was es und ist es nicht üblich nach unten wird getretten und nach oben wird gegrochen? sagte man nicht mal zu beamten des kaisers "hoch-wohl-geboren"?

sagt dich viel aus? oder leib-eigenene?

und der klärus machte ander auch klein damit diese selbst grösser werden? wie es in allen religionen üblich ist?


Antwort
von Antoniaegx, 35

Es geht um die Reichen weil früher reiche das Geld hatten etwas aufzuschreiben oder aufzumalen, wir erfahren die meisten sachen über Aufzeichnungen. Und die armen hatten diese Möglichkeiten meistens nicht...

Kommentar von robi187 ,

dann geht mal in die archive? und du wirst staunen was man dort alles finden kann?

Kommentar von Antoniaegx ,

ja

Antwort
von JBEZorg, 17

Psychologie. Warum lesen lauter (dumme) Hausfrauen die "Nachrchten" aus den Königshäusern, die politisch nichts mehr zu melden haben? Der Mensch identifiziert sich auf illusorischer Ebene mit den Mächtigen, Reichen, Hochwohlgeborenen eigtl. um sich von der Trist des eigenen Lebens als 08/15-Bürger abzulenken. Das war früher ähnlich. Es erschien uninteressant die Geschichte der "einfachen Leute" zu schreiben. UND der König hat bezahlt dafür, dass ein Chronist seine Heldentaten preist.

Kommentar von robi187 ,

genau die ausbeuter haben heldentaten und die andere sind das kaononen futter?

Kommentar von JBEZorg ,

Ist so und wird so bleiben. Die Kommunisten haben da etwas versucht und sind aber gescheitert, weil die Masse der treudoofen Haustiere der Reichen GERNE sich veräppeln lässt.

Antwort
von 1900minga, 17

Was willst du denn sonst lernen?
Den Tagesablauf der Bauern?

Das ist nichts außergewöhnliches

Kommentar von robi187 ,

also soll geschichte außergwöhnlich sien?

jeder bauer hat seine außergwöhliche geschichte?

jeder feldherr macht nur kriege?

Kommentar von SchakKlusoh ,

Das ist nichts außergewöhnliches, aber wichtig.

Wie wurde Ackerbau betrieben? Welche Geräte und Werkzeuge gab es? Wieviele Stunden arbeiteten Bauern im Jahr? Wieviele Leute konnten auf einem Hof leben? Welche Tiere gab es? Wie sahen die Gebäude aus? Woraus bestanden sie?

Kommentar von 1900minga ,

Und das sind weltbewegende historische Ereignisse?
Was wollen wir denn noch streichen?
Karl der Große?
Französische Revolution?
1. und 2. Weltkrieg?

Schlimm genug, dass man in der Schule nicht den amerikanischen Bürgerkrieg etc bespricht...

Kommentar von SchakKlusoh ,

Du hast recht.

Man muß beides machen.

Charlemagne/Karl der Große lebte ja in einer bestimmten Zeit. Da kann man viel erzählen. Man kann von den Sachsenkriegen erzählen, sollte dazu aber auch erklären was sie auslöste und was das Resultat war. usw.

Wie kam es zur französische Revolution. In was für einem Staat, in welchen gesellschaftlichen Verhälnissen lebten die Menschen. Wie konnte jemand wie Robespierre an die Macht kommen und warum konnte Napoleon die Massen so begeistern? Was haben wir heute noch von damals (Code Civil = Code Napoleon  => Bürgerliches Gesetzbuch)? Würde Deutschland heute existieren ohne die französische Besatzung und den Rheinbund?

Wie kam es zum WW1. Wie lebten die Menschen? Was war das für eine Gesellschaft.

WW2 dito.

Antwort
von Fuchssprung, 23

Weil ein Ziegenhirte jeden Tag das Gleiche macht. Er schreibt keine Geschichte. 

Kommentar von robi187 ,

so so die da unten haben keine geschichte?

wie obrigs gläubig sind viele menschen?

Kommentar von Fuchssprung ,

"So so, die da unten haben also keine Geschichte? Wie obrigkeitsgläubig doch viele Menschen sind!"

Geh in die Schule und lerne erst einmal selbst das Schreiben!

Kommentar von PeVau ,

Wie hätten wohl Könige Geschichte schreiben können ohne ihre Ziegenhirten, Bauern, Tagelöhner und andere? Hätten sie ihre Burgen selbst gebaut, ihre Waffen selbst geschmiedet und ihre Heere selbst verpflegt?

Ich denke, du hast ein sehr einfältiges Verständnis davon, wer und was Geschichte schreibt.

Kommentar von Fuchssprung ,

Tut mir leid, ich bin nur ein einfältiger Tagelöhner.

Antwort
von SchakKlusoh, 11

Du hast die "falschen" Geschichtsbücher.

Natürlich gibt es auch Geschichtsbücher, die sich mit den ganz "normalen" Leuten beschäftigt. Das ist nämlich mindestens so interessant, wie irgendwelche Schlachten.

Hier ein paar Beispiel im Internet:

http://www.selket.de/leben-im-alten-aegypten/

http://www.medienwerkstatt-online.de/lws_wissen/index.php?level=3&kategorie_...

Bücher:
Das Leben der Kinder im alten Rom. Knesebeck 2006.

http://www.buecher.de/shop/ab-10-jahren/das-leben-im-alten-aegypten/harvey-gill-...

Kommentar von robi187 ,

ja ja und doch werden alles was der mächtigen schön geschreiben?

Kommentar von SchakKlusoh ,

Grammatik? Rechtschreibung? Würdest Du Dir bitte etwas mehr Mühe geben?

Antwort
von Belladonna1971, 30

Ich verstehe Deine Fragen icht so recht. Das "gemeine Volk" hat oft genug den Aufstand geprobt und auch durch gezogen. Kann es sein, dass Du die G3schichte nur einseitig siehst?

Und es ist nun mal so, wie auch heute: Prominente schaffen es in die Medien, der nette Nachbar nicht.

Kommentar von robi187 ,

einseitig? genau um das geht es mit? wie kommt die einseitigkeit der hoch-wohl-geborene zu stande?

selbst heute noch gibt es vieles das man als schön bezeichnet obwohl es hitlers handschrift hat?

Kommentar von Belladonna1971 ,

Z.B: Autobahn: Hitler hat sie nicht eigenhändig gebaut. Es gab Menschen, die es machten. Und viele machten es sogar freiwillig.

Einige aus Überzeugung, einige bekamen eine (Macht-) Position, andere brauchten schlicht das Geld. Sicherlich nutzt du die Autobahnen?

Dein unvollständigen Sätze und Pauschalisierungen geben zu viel Spielraum. Kannst Du Deine Frgen näher eingrenzen oder möchtest Du nur Frust ablassen?

Kommentar von SchakKlusoh ,

Die erste Autobahn (A1) wurde von Konrad Adenauer als Oberbürgermeister von Köln gebaut. Natürlich auch nicht eigenhändig.

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