Wenn es Palliativmedizin gibt, wieso dann keine Sterbehilfe?

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Das Ergebnis besteht aus 8 Abstimmungen

Sterbehilfe sollte generell, nicht nur in solchen Fällen erlaubt sein. 50%
Nein, Sterbehilfe geht überhaupt nicht klar. 25%
Sterbehilfe sollte in solchen Fällen erlaubt sein. 25%

8 Antworten

Sterbehilfe sollte in solchen Fällen erlaubt sein.

In Deutschland ist ein Gespräch über Sternehilfe unerwünscht. Eine Freizüggigkeit gibt es aber in vielen anderen Ländern, in den Niederlanden und der Schweiz wird jeder Wunsch von Fachkräften erfüllt.

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Sterbehilfe sollte generell, nicht nur in solchen Fällen erlaubt sein.

Ob und wann ein Mensch zu sterben wünscht, ist alleine seine Entscheidung. Weder Staat noch Religionen haben sich hier einzumischen.

Wenn ein Mensch bei klaren Verstand, ohne psychische Leiden wie Depression den Wunsch äußert zu sterben weil er unheilbar krank ist oder große Schmerzen leidet, ist dies sein Recht. Und niemand auf dieser Welt hat das Recht sich ind diese Entscheidung einzumischen. 

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Sterbehilfe sollte generell, nicht nur in solchen Fällen erlaubt sein.

Wenn der Begleiter fachlich sowie menschlich sagen kann, dass sein
Patient mit seinem Leben abgeschlossen hat und jetzt nur noch wartet zu
sterben, wieso sollte man dann keine aktive Sterbehilfe leisten dürfen?

Ich bin nicht für aktive Sterbehilfe, nur in absoluten Extremfällen.

"Beihilfe zum Suizid" ist ethisch verantwortungsvoller. Der Patient muss immer noch die Tablette eigenständig schlucken, er selbst muss sich das Leben nehmen und dazu bereit sein. Der Arzt sollte dem Patienten höchstens die Tablette reichen.

Voraussetzung dafür sollte eine unsterbliche Krankheit sein, aber nicht wenn es natürlich zu Ende geht. Im letzteren Fall kann der Mensch durchaus wieder genesen bzw. das Ende käme im Normalfall ziemlich schnell. Angst vor Missbrauch ist in der Gesellschaft leider auch sehr weit verbreitet, deshalb sollte die Hürde für ein todbringendes Medikament sehr hoch sein.

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Kommentar von beamer05
06.02.2016, 23:00

unsterbliche Krankheit

??

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Sterbehilfe sollte generell, nicht nur in solchen Fällen erlaubt sein.

Man fürchtet sich immer noch vor aktiver Tätigkeit.
Lebensverlängernde Maßnahmen nicht zu gewähren, ist ebenfalls tödlich, nur gilt es nicht als Sterbehilfe.  Hohe Dosen an Schmerzmitteln wirken ja auch tödlich.

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Nein, Sterbehilfe geht überhaupt nicht klar.

Wie immer bei solchen essentiellen Fragen: Die Medaille hat 3 Seiten, von denen Du nach einem Schulvortrag maximal eine kennst. Der Umgang mit dem Tod ist so vielfältig wie das Leben.

Natürlich habe ich als Kunstherzpatient Leute wirklich leiden sehen. Eine permanente Herzschwäche mit Luftnot ist nicht lustig und ich habe Verständnis für die beiden Leute gehabt, die sich die Stromleitung zum Kunstherz durchgeschnitten haben, nachdem sie wegen schlechter Compliance von der Transplantationsliste heruntergenommen worden waren.

Das waren allerdings individuelle Entscheidungen ohne Einfluss und Hilfe von außen. Sonst habe ich natürlich viele Schwätzer erlebt, großkotzige Männer (dann gebe ich mir die Kugel), die plötzlich gerade als Todkranke die Aufmerksamkeit bekamen, die sie als Gesunde nie hatten und plötzlich Gefallen am Leben fanden. Damit will ich sagen, dass jeder noch so Kranke bei optimaler Versorgung und v.a. Schmerztherapie, die immer noch zu unprofessionell gehandhabt wird.... ja, auch zum Leben gezwungen werden sollte, von wohlmeinenden Verwandten (scharf auf Oma ihr klein Häuschen), Freunden (oh, sie kann nicht mehr ins Fitnessstudio, da ist das Leben nichts mehr wert) und sonstigen Leuten, die sich per Stammtischgelaber ein Urteil bilden, einmal ganz abgesehen.

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Kommentar von Chillersun03
06.02.2016, 16:44

Ich sehe den Zusammenhang nicht zwischen dem was du schreibt und "Nein, Sterbehilfe geht überhaupt nicht klar."

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Sterbehilfe sollte generell, nicht nur in solchen Fällen erlaubt sein.

Sterbehilfe ist in Deutschland erlaubt - außer aktive Sterbehilfe. Assistierter Suizid, Passive Sterbehilfe und Indirekte Sterbehilfe sind erlaubt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Sterbehilfe#Gesetzeslage_in_Deutschland.2C_.C3.96sterreich_und_der_Schweiz

Was jedoch nicht erlaubt ist, ein kommerzielles Unternehmen zu führen, welches Sterbehilfe - sei es auch passiv - anbietet.

Gruß Chillersun

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Nein, Sterbehilfe geht überhaupt nicht klar.

Ich befürchte, daß jeder Willkür und jedem Missbrauch Tür und Tor geöffnet werden, wenn diese Grenze erstmal überschritten ist. 

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Sterbehilfe sollte in solchen Fällen erlaubt sein.

Sterbehilfe ist das herbeiführen des Todes, Palliativmedizin ist Sterbebegleitung :)

Ich bin schon immer für Sterbehilfe, wenn ich Krebs habe, warum dann noch Monate lang quälen und die Kostenspirale nach oben treiben ?

Damit tu ich mir keinen gefallen und auch nicht den Angehörigen (die müssen dann länger auf das Erbe warten ^^)

Die einzigen die sich freuen, sind von der Pharma Industrie / deren Aktionäre

Sterbehilfe sollt man eintragen lassen können, wie in einem Organspender Ausweiss (aber da bin ich geizig, meine Organe gehören mir, sind eh alle schwarz vom Qualmen :D)

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Kommentar von lastgasp
06.02.2016, 15:34

wenn ich Krebs habe, warum dann noch Monate lang quälen und die Kostenspirale nach oben treiben ?

Wenn Du unheilbaren Krebs haben solltest, wirst Du für ein Fünkchen Hoffnung und für einige Monate weiteres mittelmäßiges Leben (noch den einen Sommer, noch bis Weihnachten) wie 99,9% aller Krebspatienten die schlimmsten Chemos und Bestrahlungen mitmachen. Nur wenigen Leute, die wirklich gelebt haben, traue ich diesen aufrichtigen Wunsch und diese Urteilskraft zu.

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