Frage von wiedoof, 568

Wenn es keinen Gott gibt, wer hat ihn erfunden?

Hallo

Also ich persönlich glaube nicht an Gott, aber hab auch nichts gegen die, die an ihn glauben. Jeder soll glauben, woran er will.

Und ich will niemanden provozieren mit dieser Frage.

Mal angenommen, es gibt wirklich keinen Gott und Jesus und alles drum und dran. Warum glauben dann so viele Menschen heutzutage an ihn? Wie kann so was entstehen? Wenn das alles aus der Bibel gar nicht oder nicht so passiert ist. Wer hat dann Gott "erfunden"? Wenn ich jetzt eine Geschichte aufschreibe, die man erstmal nicht glauben kann, halten die Menschen sie in ein paar tausend Jahren für richtig? Würden sie auch nur diese Geschichte als richtig empfinden, auch wenn viele sagen, dass sie nicht stimmt?

Wie gesagt, ich will niemandem eine Meinung aufzwingen. Und ich freu mich auf eure Ideen, weil mich das schon lange interessiert.

Danke

Antwort
von Halbkornbrot, 388

Nun die Grund Vorstellung eines Gottes kommt wahrscheinlich daher das Menschen rund um den Globus versuchten sich Naturphänomene, wie etwa Blitze zu erklären, deshalb schrieben sie es einem oder mehreren höheren Wesen zu. Götter waren also keine Erfindung einer bestimmten Gruppierung oder Person sondern Götter wurden wohl etwa gleichzeitig an vielen Orten dieser Welt "erfunden", was kein Indiz dafür ist das es Götter wirklich gibt sondern lediglich Zeigt das viele Menschen eine ähnliche Entwicklung durchgemacht haben.

Auch der Christliche Gott ging aus einem solchen Naturgott hervor, zum Christlichen Gott wurde er durch Jahrhunderte der Entwicklung, und das du an Ihn glaubst ist vor allem dem Erfolg der christlichen Missionierung geschuldet.

Warum viele Menschen noch an Götter glauben? Zum einen ist das dem Umstand geschuldet das die christliche und auch andere Lehren, bereits eine Indoktrination im Kindesalter vorsehen, oft führt das dazu das diese Menschen dann Ihr Weltbild nicht noch einmal hinterfragen, oft einfach aus dem Grund das es so bequemer ist, es gibt natürlich auch andere Gründe an einen Gott sei es das Religion dem Leben z.b. durch das Jenseits einen Sinn gibt, denn viele Menschen sonst nicht sehen oder sei es durch persönliche Gotteserfahrungen die meist aber einfach auf Psychische Störungen zurückzuführen sind. 

Ich persönlich Glaube nicht an einen Gott, Religion bzw. den Götter Glauben an sich betrachte ich aber nicht als etwas grundnegatives, schlussendlich muss jeder sein Leben so leben das er glücklich wird wer dafür einen Gott benötigt der soll auch an einen Glauben.

Kommentar von DreiGegengifts ,

Nun die Grund Vorstellung eines Gottes kommt wahrscheinlich daher das Menschen rund um den Globus versuchten sich Naturphänomene, wie etwa Blitze zu erklären

Keineswegs nur Naturphänomene. Alle Fragen können im Kontext des Göttlichen (auch das Eine genannt) betrachtet werden. Die Naturwissenschaft löst diese Fragen ja nicht. Sie untersucht nur die Beschaffenheit der Welt (und das wiederum nur auf einer physikalischen Ebene). Sie untersucht also die Einzelteile eines Ganzen. Sie betrachtet aber schon aus Prinzip keinen Gesamtzusammenhang (das Ganze, das Eine) oder höchstens am Rande und wieder nur auf physikalischer Ebene.

Weil die Fragen weiterhin gestellt werden steht die Beschäftigung mit dem Göttlichen auch heute nach wie vor auf dem Programm.

Kommentar von derguteton ,

bei den Psychischen Störungen muss ich Dir leider wiedersprechen, ich habe eine Gotteserfahrung gemacht die mich an die Wiederauferstehung glauben lässt ohne das ich das irgendwie wollte...

Antwort
von AndyG66, 115

Es gab und gibt immer wieder Menschen welche spirituelle Erlebnisse haben. Menschen die Stimmen hören. Menschen die Geisterwesen begegnen. Unerklärbare Phänomene.

Daneben gibt es aber weit mehr Menschen denen NIE im Leben irgendetwas in dieser Art passiert. Trotzdem fühlen die meisten instinktiv das da etwas ist was sie nicht erklären können. Ein Hunger nach Erkenntnis über den wahren Kern des Seins und der eigenen Existenz.

Nun kannst du einfach 1 und 1 zusammenzählen wieso dass sich sehr schnell Sekten und mit etwas Zeit Religionen bilden. Ein Spiritueller Führer oder auch Verführer wird immer Anhänger finden. Sobald die Glaubensgemeinschaft gross genug ist wird eine Hierarchie aufgestellt und die Menschen werden in 2 Lager gespalten. Die Gläubigen und die Ungläubigen. 

Dies wiederholt sich seit dem Anfang der Menschheit. Und der Grund ist einer der Urtriebe welcher tief in uns verankert ist. Die Suche nach Erkenntnis. Nach dem Sinn. 

Dieser Urinstinkt ist es was den Mensch vom Tier unterscheidet. Nicht das Denken oder die Sprache. Desshalb stellst du ja auch diese Frage. 

Antwort
von Rosenblad, 144

Der Ausgangspunkt liegt in der phylogenetischen Entwicklung, die „….. einen neugierigen Menschen (homo ludens) zur Basis hat, der potentiell in der Lage ist, sein Tun und Denken, insbesondere sich selbst zu reflektieren (homo cogitans), und der bei seinen Aktivitäten nicht nur materielle Teile der Umwelt/Kultur schafft (homo faber) und soziale/symbolische Teile der Umwelt/Kultur in Sprache verdoppelt (homo narrator), sondern Zeit seines Lebens seine Erfahrungen mit Bedeutung (Sinn) Belegt (homo interpretans).“ [Eckensberger, Epilog, S.207]

Die phylogentisch-anthropologischen "Anfänge" dürften folgend zu verifizieren sein: „Erste nachweisbare religiöse Gedanken kreisten um den Tod – oder, präziser: Manipulationen an den Verstorbenen im mittleren Paläolithikum (200.000–35.000 v.h.) lassen Rückschlüsse zu, dass sich sowohl der Neandertaler (Homo neanderthalensis) als auch der zeitgleiche moderne Mensch ( Homo sapiens) Gedanken um das Schicksal seiner Toten gemacht haben muss, denn etwa ab 90.000 v.h. lassen sich zum ersten Mal Bestattungen bei beiden Menschenspezies im Bereich des heutigen Palästina, Syriens und des nördlichen Iraks nachweisen.“ [Wunn, Götter, S.56]

Und ganz speziell liegt präsumtiv die Religiosität, Glaube und 
die emittierte kulturelle Institution der Religion im deutenden Mensch, der
versucht explorativ, hermeneutisch und heuristisch die „….Welt und seine Erfahrungen in ihr plausibel zu machen. Dies geschieht allerdings immer in einem kulturellen Kontext. Dieser hält geteilte Bedeutungsschemata für ihn bereit, die deshalb einerseits gleichsam als Folie für individuelle Erfahrungen gelten können, die aber andererseits selbst über die historische Zeit – in der Kulturgeschichte – vom Menschen geschaffen werden.[Eckensberger, Psychologie, S.51,52] 

Anm.: Die vollständigen Zitatstellen können bei Interesse nachgereicht werden.

Antwort
von Suboptimierer, 248

Die Geschichten sind erstmal mündlich überliefert worden. In den Geschichten ging es darum, Unerklärtes zu erklären. Später wurden sie dann aufgeschrieben und weiterentwickelt.

Du kannst dir eine Geschichte ausdenken. Du hast zwei Möglichkeiten. Entweder du entwickelst bestehende Geschichten weiter. Dann hätte deine Geschichte den Hauch einer Chance, bekannt zu werden oder du denkst dir etwas komplett Neues aus. Das müsste aber alle dann auch vom Sockel reißen. Das Problem ist, dass wenn du dich in deiner Geschichte auf die Gegenwart beziehst, dir in 2000 Jahren viel einfacher nachgewiesen werden kann, wie du etwas hast vollbringen können, ob Geschehnisse so wie beschrieben stattfanden usw.

Desweiteren ist es gar nicht mal so einfach, eine mehr als 1000 Seiten lange Geschichte zu schreiben, die halbwegs schlüssig zu sein scheint. Also mal eben so einfach wird es nicht gehen, eine Geschichte zu schreiben, an der sich Theologen Jahrtausende lang die Zähne zerbeißen.

Letztenends muss deine Geschichte auch angenommen werden. Das bedeutet, dass selbst wenn du wirklich einen Gott gesehen haben solltest und dieser gesagt hätte, dass er Menschen doof fände und sie bald alle quälen und töten wird, da überhaupt keiner dran glauben wollen würde.
Du müsstest etwas von "Ihr seid cool" und "Alles wird gut" transportieren. Das gibt es aber wie gesagt schon.

Antwort
von ThomasJNewton, 105

Wie kommst du darauf, dass es ein einzelner Mensch oder einzelne Menschen waren?

Irgendeiner erzählt mal irgendwelchen Stuss abends am Lagerfeuer, oder angeheitert bei irgendeiner Feier, wenn das Bier fertig ist, oder der Traubenbrei vergoren.

Im Laufe der Jahre und Generationen wird die "Geschichte" dann ausgeschmückt, siehe "Stille Post".

Ab einem gewissen Stadium lässt sich das sogar nachweisen. Keine der heute beliebten Religionen, auch kein Gott, wurde erfunden.
Die haben alle munter voneinander abgeschrieben.

OK, die Scientology ist wohl eine Ausnahme. Da hat sich jemand in seinen eigenenen Roman geistig verirrt.
Zeigt aber nur um so deutlicher, wie Religion wohl mal entstanden ist.
Nicht aus einer Erfindung, sondern aus einer Erzählung, und aus dem Irrsinn.

Irrsinn und Geschäftssinn schließen einander nicht aus, und taten es wohl auch früher nie.

Antwort
von Andrastor, 146

Warum glauben dann so viele Menschen heutzutage an ihn?

Wegen der Indoktrination.

Wie kann so was entstehen?

Wie jede Sekte begann auch das Christentum im kleinen Rahmen, zuerst als der Divus Jullus- Kult, welcher den verstorbenen Julius Augustus Cäsar als Heiligen verehrte und welcher später die Lebensgeschichte von Cäsar mit dem Horus-Mythos kombinierte um das Neue Testament hervorzubringen.

Irgendwann wurde die eigentliche Figur, Cäsar, durch die erfundene Figur Jesus Christus ersetzt und das Christentum war geboren.

Wer hat dann Gott "erfunden"?

Der Gott der 3 monotheistischen Religionen heißt JHWE was sich grob als "Jachwe" oder "Jehova" übersetzen lässt. Dieser wurde von den Vor-Juden erfunden, nach einer Idee des Pharaos Echnaton, welcher als erstes die Idee des Monotheismus prägte, indem er alle ägyptischen Götter in seiner Person vereinte.

Den Vor-Juden gefiel die Idee weniger Gottheiten und so sammelten sie aus Mythen und Legenden der Ägypter und umgebender Völker ihre eigenen Geschichten zusammen.

Anfangs hatte JHWE noch eine Frau, die Vulkangöttin Ashara, welche jedoch aus dem Glauben verschwand, nicht jedoch ohne einige der Mythen des Alten Testaments zu nähren, wie den brennenden Dornbusch oder die Rauch- und Feuersäulen welche die Hebräer aus Ägypten führen.

Wenn ich jetzt eine Geschichte aufschreibe, die man erstmal nicht
glauben kann, halten die Menschen sie in ein paar tausend Jahren für
richtig?

Nur wenn du genug Idioten finden kannst, die du davon überzeugen kannst dass es so wäre.

Diese beginnen dann ihre Kinder und andere Menschen zu indoktrinieren und missionieren und bald hast du deine eigene Religion.

Würden sie auch nur diese Geschichte als richtig empfinden, auch wenn viele sagen, dass sie nicht stimmt?

Schau dir verrückte "Religionen" wie die Mormonen (glauben dass Jesus nach Amerika ausgewandert wäre) und die Scientologen (glauben dass wir mit Boeings aus dem All auf die Erde gekommen wären). Wenn es Menschen gibt, die an derart abstruse Geschichten glauben, dann kannst du ihnen alles glauben machen und sei es dass die Hölle eine gigantische Kloschüssel ist auf der der Teufel sein Geschäft verrichtet.

Kommentar von Garfield0001 ,

indoktriniert wird man auch als Atheist. also erzähl keinen Quark

Kommentar von Andrastor ,

Indoktrination (lateinisch doctrina ‚Belehrung') ist eine besonders vehemente, keinen Widerspruch und keine Diskussion zulassende Belehrung.

Trifft also nicht auf den Atheismus zu.

Denn im Gegensatz zu religiöser Indoktrination, versuchen (die meisten) Atheisten zu belehren und Wissen zu vermitteln und nicht jegliche Rückfragen mit "Gott war's" oder "Hinterfrage deinen Gott nicht!" niederzuschmettern.

Stattdessen versuchen (die meisten) Atheisten kritisches Hinterfragen und selbstständiges Denken zu fördern, was genau das Gegenteil von Indoktrination ist, das beides, sowohl kritisches Hinterfragen als auch selbstständiges Denken zu Widerspruch und Diskussionen führen können.

Kommentar von OlliBjoern ,

Es ist sicher richtig, dass der Punkt "Indoktrination" bei der Errichtung und Ausweitung von institutionalisierten Religionen eine Rolle spielt. Allerdings würde ich das nun in der zeitlichen Abfolge nicht an die Stelle Nr.1 setzen. Denn zunächst mal entstehen ja religiöse Vorstellungen aus dem schlichten Erklärungs- und Deutungsbedürfnis des Menschen.

Auch Indios im Urwald, die nur in Hütten wohnen, und gar nicht mal so etwas wie eine "Kirche" kennen, haben religiöse Vorstellungen. Den ersten Schritt sehe ich also insofern noch woanders (jenseits der Indoktrination, die natürlich auch in solchen Gemeinschaften dann sekundär auch einmal einsetzen kann).

Der Mensch fragt sich, woher der Regen, der Donner, die Sonne usw. kommt. Und so entstehen Vorstellungen. Das passiert automatisch (wenn keine alternativen Deutungen vorliegen).

Beim Punkt der Indoktrination sind wir schon einen (oder mehrere?) Schritte weiter. Die setzt auf schon bestehende Glaubensvorstellungen auf, und benutzt diese, um z.B. Einfluss zu gewinnen.

Kommentar von Andrastor ,

Die Frage war warum Menschen heutzutage noch an Gott glauben, das ist vor allem und an erster Stelle der Indoktrination zu verdanken.

Kommentar von 666Phoenix ,

andrastor

...und einer kompletten Denk- und Wissensresistenz!

Kommentar von ThomasJNewton ,

Dass auch Religionen eine Entstehungsgeschichte haben, ist klar.
Und dass der Monotheismus im Alten Ägypten erfunden wurde und von den Israeliten übernommen wurde, ist auch keine neue Idee.

Dass Jesus allerdings an einen Cäsar angelehnt ist, ist mir neu, was aber nichts aussagt.

Klingt erst mal interessant, aber auch etwas unplausibel, weil die frühchristlichen Spuren eher im griechisch geprägten Raum, v.a. Kleinasien zu finden sind.
In Rom wurde das Christentum m.W. erst später salonfähig.

Links zu dem Thema wären jedenfalls interessant, oder hast du all das selbst erkannt?

Kommentar von Andrastor ,

Was die Verbindung von Jesus und Julius (man beachte die Ähnlichkeit der Namen) anbelangt, hatte ich Hilfe. Ich bin auf einen sehr interessanten Artikel gestoßen, der die Ähnlichkeiten zwischen Jesus und Julius vergleicht, wenn du möchtest, schicke ich ihn dir.

Dass die frühchristlichen Spuren nicht direkt in Rom zu finden sind, hat seinen Grund: Das Christentum ging aus dem Divius Jullius -Kult hervor, welcher Cäsar postmortem zu einem Heiligen erhob und in Rom verboten wurde.

Das Neue Testament wurde Schreibern aus Syrien und Griechenland diktiert und erschien daher auch nicht in lateinischer Schrift und Sprache, was zur Verbreitung in den von dir genannten Gebieten führte.


Antwort
von 666Phoenix, 90

Wenn es keinen Gott gibt, wer hat ihn erfunden?

Jetzt wirst Du gleich wieder den üblichen unsinnigen und süffisanten Aufschrei der Gottesknechte hören: "Beweise doch, dass es ihn nicht gibt!"

Hier ein Zitat eines Professors für Bildungsinformatik an der FU Berlin:

"Wer sich als eigentlich mündiger Mensch überfordert fühlt und sich nicht traut, auf seinen Verstand zu bauen, sich stattdessen nach einer Autorität sehnt, die ihm sagt, was er zu tun hat, der mag mit seinem christlichen Glauben, wie er ihn sich zurecht gelegt haben mag, besser fahren. Ich begegne dem berühmten ´alten gläubigen Mütterchen` mit Verständnis und Respekt...Warum einen Menschen mit der eigenen Überzeugung ´beglücken´, wenn man ihn dadurch in Unsicherheit oder gar Verzweiflung stürzen würde.

Wir Menschen sehnen uns nach Sicherheit. Es scheint so zu sein, dass manche Menschen besser  mit Lebenskrisen wie Tod und schwerer Krankheit umgehen können, wenn sie ein starker Gaube erfüllt....

Diese Menschen finden es beruhigend, wenn aus einer als heilig angesehenen Schrift immer eine passende Weisheit zitiert werden kann, die als Lebenshilfe deutbar ist. Je einfacher diese Vorschriften, um so besser; sie machen einfaches Denken und Handeln in einer unüberschaubar gewordenen Welt möglich. Diese Menschen lieben Lebensregeln, die Tag und Jahr strukturieren, und unterwerfen sich gern verpflichtenden, Demut zeigenden Riten. Es ist dies die Sehnsucht nach Halt und Orientierung und die Hoffnung auf Belohnung, die aus einer jenseitigen Welt versprochen wird. ...

Wieder andere Menschen wollen gar nicht so genau über ihren Glauben nachdenken, sie wollen sich lieber einer mystisch erfühlten Vorstellung von einer anderen, hier im Diesseits nicht zu findenden Wirklichkeit hingeben...

Der intellektuelle Widerspruch zwischen Gauben und Wissen ist für diese Menschen, wenn sie ihn denn überhaupt wahrnehmen, eher ein Beleg dafür, dass die ´eigentliche Wahrheit´ jenseits unseres Wissens verborgen liege und dass das Nachdenken über die diesseitige Welt daher vergeblich und unnütz sei...."

(Aus: Uwe Lehnert, Warum ich kein Christ sein will, Teia, 2009, ISBN 978-3-939520-70-2)

Das zu einer intellektuellen Erklärung.

Hinzu kommen eingeimpfte Konventionen; falsch ausgelegte familiäre Treue (man könnte ja von der reichen gottesgläubigen Oma enterbt werden!); jahrhundertlange kirchliche Indoktrinationen; verklärte, idyllische Kindheitserfahrungen; Mitläufertum; diffuse Furcht (Luther-Übersetzung - Lk 19, 27: "Doch jene meine Feinde, die nicht wollten, dass ich über sie herrschen sollte, bringet her und erwürget sie vor mit."); Ableitungen von angeblich ethischen Standards aus Bibel u. a. "heiligen Schriften"; Unkenntnis über das, was tatsächlich in den heiligen Schiften" steht; Akzeptanz von opportunistischen Deutungsversuchen und sich immer wieder anpassenden Exegesen; uvam. 

Der Theologe und Philosoph Joachim Kahl: "Wer sich über das Christentum nicht empört, kennt es nicht!" (Ich füge hinzu: alle anderen Religionen dito!)

Antwort
von Schnoofy, 157

Götter werden ständig neu erfunden und unter wechselnden Namen inbrünstig angebetet.

Oftmals sind es Männer, die eine für sie unerreichbare Traumfrau als Göttin bezeichnen.

Meines Wissens soll auch schon einem Formel 1 - Wagen von Ferrari der Status "Rote Göttin" verliehen worden sein.

Antwort
von Belruh, 96

Es gab Naturkatastrophen und andere Dinge welche man sich nicht erklären konnte, dadurch entstanden Geschichten darüber, wie es denn geschehen konnte, und was dafür verantwortlich sein könnte. Es wurde immer mehr dazugedichtet, Stämme wurden zu Völkern, die verschiedenen Erzählungen der Stämme wurden vermischt, und die vermischten Geschichten wurden wieder neu interpretiert. Weiterhin gab es unerklärliche Phänomene, wodurch wieder neue Geschichten entstanden. Diese wurden dann von Generation zu Generation weitergegeben, und ständig verändert. Dazu kam dann irgendwann die Schrift welche alles veränderte. Die Erzählungen wurden aufgeschrieben, und Poesi kam ins spiel womit neue Erzählungen, basierend auf den Alten, erdichtet wurden. Da die Mehrheit der Menschen immernoch keine Erklärung für sämtliche Phänomene hatte, wurden diese neuen Geschichten dann ebenfalls in den Volksmund genommen, und weitererzählt und gelesen.

Einige Religionen entstanden auf diese Art und Weise. Wie z.b. das Judentum. Durch neue Interpretation, und einem einfachen jüdischen Prediger, entwickelte sich wenige Jahrhunderte nach Ableben des Predigers, eine neue Religion, Das Christentum. Der Vatikan hatte beim Verfassen des Evangelium seine schmutzigen Hände mit im Spiel, aus Machtgründen. Dadurch wurde der jüdische Prediger zum Gottessohn erklärt. Später kam der Islam ins Spiel, dieser wurde auch aus Machtgründen erschaffen, dazu gibt es verschiedene Theorien die das bestätigen. Eine Theorie besagt, dass Mohamed nie lebte, und eine christliche Sekte den Islam erschuf. Eine andere Theorie besagt, dass der Vatikan ebenfalls den Islam erschuf und Mohamed als "Propheten" benutzte um die Araber zu vereinen, damit diese dann wiederrum die Juden auszurotten.

Es gibt aber auch Religionen welche beim Niederschreiben der- und Dichten von Erzählungen stehengeblieben sind, und kein bisschen politisch sind, so z.b. der Hinduismus und der Buddhismus.

Antwort
von DerBuddha, 73

Wenn es keinen Gott gibt, wer hat ihn erfunden?

der mensch selbst.............das beweist die geschichte der religionen und die entstehungsgründe der geistwesen/halbgötter/götter und göttinnen...........:)

Geschichte der Religionen: Die erste Religion entstand aus der Unkenntnis der Naturgewalten und um diese Dinge dann irgendwie erklären zu können, wurden alle möglichen Geistformen und -wesen erfunden. Diese Naturreligionen waren überall verschieden, je nach der geistigen Entwicklung und dem Verständnis der entsprechenden Kulturen über diese ganzen Dinge. Viele sahen auch die Natur selbst als "Gott" an und/oder sprachen einfach nur von Mutter Natur.

Mit der Zeit entwickelten sich die Kulturen/Menschen weiter und somit entwickelte sich auch ihr Verständnis und ihre Religion immer weiter und aus den einfachsten Religionen wurden dann immer komplexere Religionen mit immer stärkeren und grösseren Wesen, die dann auch Namen erhielten. Der Name "Gott" entstand also erst mit der Entwicklung der Hochkulturen und ihrer Anpassung an die jeweilige Religion.

In der Geschichte der Religionen kann man schöne Vergleiche bezüglich der Entwicklung der Religion und der entsprechenden Kultur nachvollziehen, z.b. auf dem afrikanischen Kontinent und Australien. In Afrika entwickelten sich Hochkulturen, die erstaunliche Bauwerke erschaffen haben, die in der Medizin große Fortschritte machten und die ihre Religion auch entsprechend weiter entwickelten, anpassten und sogar neue Götter erfunden haben, mit Namen ausschmückten usw., während in Australien die Aboriginies auf einer bestimmten Stufe "stehenblieben" und auch ihre Religion sich nicht weiterentwickelte. Der Unterschied zwischen der Religion der Pharaonen und der Aborigines ist ein Unterschied wie Tag und Nacht, lässt aber die Entwicklung der Religionen mit der Entwicklung der Kulturen so richtig schön im Zusammenhang bringen. Die Aborigines haben sich bis heute jeder fremden Religion erfolgreich erwehrt und ihr Glaube basiert noch auf dem Glaube, der am Anfang dieser Kultur stand. Sie glauben an ihre Traumwelt/Geistwelt und leben den Ahnenkult noch aus. Auch die Indianer Nordamerikas haben/hatten z.B. eine völlig andere „Religion“ als es die „ziviliesierte“ Welt hatte. Die Lakota, ein Stamm der Sioux-Indianer haben sich über die Jahrhunderte ein Glaubens-Universum erschaffen, in derem Zentrum das „große Geheimnis“ Wakán Tánka steht. Es wirkt überall und ist wird mit „Weltseele“ oder „Weltgeist“ übersetzt. In ihrer Geisterwelt spielte dann die „Büffelfrau“ eine große Rolle, die diesem Volk den Frieden brachte und dann als Weißer Büffel verschwand. Diese Büffelfrau wird zudem als Kulturbringerin der Indianer betrachtet und ist für den Ursprung von vielen Mythen und Legenden anderer Stämme und Kulturen verantwortlich.

Welche Religion dann die Erste war, lässt sich nicht mit Gewissheit sagen, aber die ersten Religionen waren "nur" Glaubensgerüste, die aus dem Unverständnis der Naturgewalten entstanden sind. Feuer, Erdbeben, Gewitter, Blitze, Donner und Flutwellen waren die Gründe für die Erschaffung von Geistwesen aller Art.

Die erste monotheistische Religion war eigentlich der Kult der Pharaonen, denn ein Pharao war ein „Gott“, ein alleiniger Herrscher, jedoch keine echte monotheistische Religion, denn sie hatten noch viele andere Gottheiten zusätzlich.

Die erste echte monotheistische Religion war das Judentum, aus diesem entstand dann durch verschiedene Splittergruppen das Christentum und ganz zum Schluss erst der Islam, der seinen "letzten" Platz in der Entstehungsgeschichte der Religionen damit verkauft, dass er deshalb die Wahre und Richtige wäre, was jedoch völliger Unfug ist, denn ALLE drei monotheistischen Religionen sind nur auf Lügen und Betrug aufgebaut und haben sämtliche Glaubensdinge aus vorhandenen und älteren Religionen geklaut, umgeschrieben und dem eigenen Glaubensmärchen angepasst. Z.b. Hölle (Unterwelt der Ägypter) - Teufel (Minotaurus der Griechen) - 10 Gebote (aus verschienden älteren Quellen, vor allem aber aus dem Totenbuch der Ägypter). Selbst der monotheistische Gott wurde aus einem alten Nomadenglauben geklaut (Jahwe – Schasu-Nomaden).

Die monotheistische Religion ist also nichts anderes, als eine Weiterentwicklung der bestehenden Religionen und der Anpassung an der Zeit von vor 2000 Jahren..............:)

Antwort
von abibremer, 102

Sobald die frühen Menschen mit unerklärlichen Phänomenen zu tun bekamen: Wasser und Schnee von Oben, Donner, Blitz und brennende Bäume (Blitzschlag) mußten sie sich eine Erklärung für diese "Sachen" einfallen lassen: So kamen sie wohl recht schnell darauf, dass da Oben irgendWER oder irgendWAS diesen ganzen Zauber veranstaltet: Die ungeheuer großen Entfernungen in denen unterschiedliches menschliches Leben auftrat, führten dazu, dass jedes Volk seine "eigenen" Götter dafür erfand.

Antwort
von Tormitorium, 32

Hallo,

kurz und Bündig:

Es kommt von Zeiten, in denen der Kopf, die Gedanken und die Sinne noch das allerwichtigste waren.

Damit hat man eine jedwede Veränderung (die man damals natürlich noch nicht kannte) wahrgenommen und dies einem Verursacher angehängt.

Gruss: Tormitorium

Antwort
von Jewiberg, 138

Alle Götter sind Erfindungen der Menschen um sich Naturphänomene zu erklären (Regengott, Donnergott), oder um ihnen die Angst vor dem Tod zu nehmen (Himmel, Walhalla). Dieses wurde dann schon immer von interessierten Kreisen, den Pristern und Geistlichen genutzt um Reichtum, Macht und Einfluß zu gewinnen. Sie haben dann die "Götterstorys" aufgeschrieben und ausgeschmückt und nach ihrem Gusto gestalltet. Zum Teil waren es auch Regeln für das Zusammenleben und Hygiene die in religiöse Gebote gefasst wurden.

Kommentar von derguteton ,

du kannst einen Fussball Verein treu sein, ihn lieben und verehren, selbst ein Narr würde erkennen  das nichts mit Gottesliebe zu tun haben kann.. also ergruende tiefer wenn du mehr über Gott erfahren willst, er ist kein aufschreib gott...die erfahrungen muessen teileweise so gewaltig gewesen sein unsere Vorfahren, dass sie das uns in schriftlicher From miteilen wollten...dmals hatte ja niemand an Buchabsätze gedacht

Antwort
von Viktor1, 61

Gott wurde nicht "erfunden", jedenfalls nicht von Jemanden.
Der Glaube an Wesen außerhalb unseres Erfahrungsraumes war naheliegend, da die Menschen sich Naturgewalten und Schicksale aber auch "das Sein an sich" nicht erklären konnten. Daraus entstanden Religionen.
Es gibt doch heute z.Bsp. Menschen zu hauf , welche an Aliens glauben oder "Geister", ohne "Not" ,etwas unerklärliches begründen zu müssen.
Oder der Aberglaube an alle möglichen "Zauber" auch in der Esoterik, welcher den  klassischen Gottesglauben wohl schon übersteigt.

Antwort
von ProfFrink, 59

Die Frage ist etwas unglücklich gestellt. So als würdest Du fragen, wer hat die Sonne erfunden. Sie ist einfach da. Alles was der Sonne noch Gutes tun können erschöpft sich darin, heraus zu bekommen, wie sie funktioniert. Da gibt es noch eine Menge aufzuklären.

Was die Sonne für die Astrophysiker ist, das ist Gott für die Theologen. Wer dieses Handwerk beherrschen will, muss sich in der Bibel auskennen. Ähnlich wie die Physik unerschöpflich ist und irgendwie nie zu Ende erforscht ist, so sind auch in der Bibel noch viele Wahrheiten verborgen und noch nicht vollständig verstanden.

Du hättest besser fragen müssen, "Wer hat die Religion erfunden?"

Das ist nämlich ein ganz anderer Aspekt. Religion ist tatsächlich eine Erfindung des Menschen und fing geschichtlich betrachtet damit an, dass der Mensch aus dem Paradies vertrieben wurde. - Gott war plötzlich nicht mehr der direkte Ansprechpartner, hatte sich entfernt, war unsichtbar geworden. Man fing an irgendwelche Rauchopfer zu bringen. Bis heute denken religiös geprägte Menschen, dass sie Gott irgendwie zufriedenstellen müssen, um von ihm in Ruhe gelassen zu werden.

Es ist wie mit allen anderen Lebenskomplexen auch. Der Verlust einer Sache beschwört immer eine Art Wiederbringungs-Religion herauf. Beispiel: Die Zurück-zur-Natur-Bewegung nach Beginn der Industrialisierung. 

Dabei kann man sich jede Religion sparen. Sie ist sogar Sünde. Gott selbst hat sich gleich am Anfang auf die Suche nach dem Menschen gemacht in dem er rief "Adam, wo bist Du?"

Und im Markus Evangelium lesen wir "Und der Vorhang des Tempels zerriss in zwei Stücke, von oben bis unten." (Markus 15,38) . Das geschah unmittelbar nach der Kreuzigung Jesu als sichtbare Einladung Gottes. Er wollte damit sagen: Hört auf mit euren Religionen und kommt einfach zu mir.

Kommentar von DreiGegengifts ,

So als würdest Du fragen, wer hat die Sonne erfunden.

Volltreffer.

Antwort
von DreiGegengifts, 44

Die Grundursache für die "Erschaffung" des Göttlichen:

Spiritualität

Spiritualität:

Connection zum Ganzen.

Das Göttliche: 

Das Ganze.

Das untersucht die Naturwissenschaft (heute wie damals):

Teilaspekte des Ganzen auf einer physikalischen Ebene.

Damit beschäftigt sich Spiritualität:

Das Ganze (in der Philosophie auch "das Eine" genannt) auf einer philosophischen, emotionalen oder transzendenten  Ebene.

Das Ganze:

Hier liegen alle Antworten begraben z.B.  zu Fragen nach dem Urgrund oder zu Fragen nach den Zusammenhängen (daraus erschließt sich der Sinn).

Was nun niemanden verwundert:

Das Göttliche existiert zweifelsfrei.

Was man gut und gerne bezweifeln darf:

Der Theismus ist eine konsistente und sinnvolle Gottesvorstellung.

Antwort
von Fantho, 76

Mal angenommen, es gibt wirklich keinen Gott und Jesus und alles drum und dran. Warum glauben dann so viele Menschen heutzutage an ihn?

Uiuiuiuiui, das beisst sich jetzt aber sehr, denn

die Menschen glauben an Gott, weil sie von seiner Existenz überzeugt sind und nicht von dieser Deinen Annahme 'anhängen'...

Mal angenommen, es gibt wirklich keinen Gott und alle sind ebenso davon überzeugt, dass es keinen Gott gibt: Glaubst Du, es gäbe noch einen Gläubigen?

Die meisten Atheisten kommen stets mit dem Argument: Religionen haben Gott erfunden, dabei ist es dies genau andersherum: Religionen entstanden aus dem Glauben an eine Gottheit bzw. aus dem Glauben an Höhere Mächte wie die Götter es sind...

Religionen sind Interpretationen und Vorstellungen von Gott und Göttern, welche unterschiedlich ausgefallen sind. Doch diese Divergenz ist kein Beweis dafür, dass Gott nicht existieren soll...

Man nehme zB die Empfindung 'Liebe': Sie wird unterschiedlich wahrgenommen und empfunden. Und doch existiert diese Emotion, trotz dieser Divergenz...

Die Geschichte beweist uns, dass vor der Entstehung der Religionen bereits ein Glaube an Höhere Mächte rund um den Globus zur ziemlich selben Zeitraum existiert hatte; zurück bis in die steinzeitliche Epoche muss dies vorhanden gewesen sein...

Gruß Fantho

Kommentar von 666Phoenix ,

Die Geschichte beweist uns, dass vor der Entstehung der Religionen bereits ein Glaube an Höhere Mächte rund um den Globus zur ziemlich selben Zeitraum existiert hatte; zurück bis in die steinzeitliche Epoche muss dies vorhanden gewesen sein...

Na klar! Und die Geschichte beweist uns auch, dass das durchschnittliche Wissensniveau der Menschheit einen permanenten Zuwachs erfährt! 

Sie beweist uns auch, dass der Gaube an Gott etwas sehr Vergängliches ist! Proportional abnehmend zu der Fähigkeit und dem Willen des einzelnen, sich weiterzubilden und zu denken!

Kommentar von Fantho ,

dass der Gaube an Gott etwas sehr Vergängliches ist! Proportional abnehmend zu der Fähigkeit und dem Willen des einzelnen, sich weiterzubilden und zu denken

Das beweist es mitnichten, denn der Glaube an Gott wird nicht weniger, nur weil Menschen aus den Konfessionen austreten bzw. mit den Religionen nichts mehr zu tun haben wollen....

auf der anderen Seite erhöht sich peu à peu der Anteil der areligiösen und konfessionslosen spirituellen Menschen.

Weshalb?

Weil sie weiterhin zB an eine Gottheit glauben...

Wenn dem Deiner These so wäre, weshalb gibt es dann zB in den USA und in manch gebildeten Ländern in Europa weiterhin eine hohe Anzahl an Gottglaubenden trotz der Bildung und des Wissenschatzes?

Gruß Fantho

Kommentar von 666Phoenix ,

Nein, fantho, hier irrst Du in Deiner Schlussfolgerung:

auf der anderen Seite erhöht sich peu à peu der Anteil der areligiösen und konfessionslosen spirituellen Menschen.

denn Spiritualismus hat nicht per se was mit Gottheiten zu tun!

Eine "hohe Anzahl" hat auch nichts mit der Tendenz zu tun! Und auf den "Glaube" in den anglikanisch orientierten USA muss man auch nichts geben! Zumal gerade dort der Glaube für allen möglichen Unsinn und massig Verbrechen herhalten musste!

Aus "Spiegel online" (19.10.2016):

"Religion in den USA

Die Amerikaner fallen vom Glauben ab

"God's own Country" - das war einmal. Die Zahl der Christen in den USA ist seit 2007 drastisch geschrumpft. Fast jeder vierte Amerikaner bezeichnet sich mittlerweile als nicht gläubig....

Die Zahl der US-Bürger, die sich selbst als Christen identifizieren, ist in den vergangenen sieben Jahren deutlich gefallen - von 78 auf 71 Prozent. Im gleichen Zeitraum wuchs die Zahl der Amerikaner, die keiner Religion zugehören, von 16 auf 23 Prozent. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des renommierten Pew Research Centers."

Kommentar von Fantho ,

denn Spiritualismus hat nicht per se was mit Gottheiten zu tun!

Sorry, aber da irrst Du Dich, denn Spiritualität ist das Sichauseinandersetzen mit den geistigen Gesetzen, sprich mit den göttlichen Gesetzen und deren Umsetzung in der irdischen Ebene...

Dies impliziert einen Glauben an eine Höhere Macht, welche sich Gott nennt...

Zumal gerade dort der Glaube für allen möglichen Unsinn und massig Verbrechen herhalten musste!

Das ist nicht das Thema unserer Diskussion gewesen, sondern Dein Einwand bezog sich auf die Reduzierung Gläubiger aufgrund höherer Bildung...Bei uns laufen ebenso Kriminelle aller Art durch die Gegend, und bekreuzigen sich dann hinterher in einer Kirche; auch unter Nichtgläubigen mit humanistischem Wetlbild kommt das vor, aber das war nicht das Thema...

Die Zahl der Christen in den USA ist seit 2007 drastisch geschrumpft.

Und wieder: Das Thema war 'Glaube an Gott', und nicht das Christentum. Aber gut, das mag so sein, das ist hier in der BRD nicht anders. Doch ich schrieb davon, dass sich viele von den Abgängern einen anderen Weg nehmen, weil sie wieterhin an eine Höhere Macht glauben, und dieser ist der spirituelle Weg...

Klar, das ist nicht so bemerkbar bzw. bemerkenswert, da die Anzahl derer (noch) von der Masse der Konfessionsgläubigen 'gedeckelt' wird...

Gruß Fantho

Antwort
von kgunther, 17

Das ist eine sehr berechtigte Frage, denn in allen Epochen seit der Altsteinzeit und in allen Kulturen ist Religiosität oder Götterglaube festgestellt worden.

Die Neurobiologen und Hirnforscher haben die Erklärung, in einer bestimmten Hirnregion sei so etwas wie der Glaube an einen Gott festgelegt, sozusagen festverdrahtet. Diese Erklärung beruht auf Hirnstrom-Messungen an Betenden oder Meditierenden. Man müßte annehmen, aß so eine Vorstellung dem schutzlosen "Nackten Affen" in der Savanne einen Überlebensvorteil geboten hat.

Selbstverständlich können wir uns von dieser archaischen Vorstellung emanzipieren. Moderne Religionen haben diese kindlichen Vorstellungen ja auch zum Teil aufgegeben und wollen nur noch ein Wertesystem etablieren. Etwa ist im Christentum "Gott" als der höchste Wert in dem Wertesystem identisch mit dem ("Heiligen") Geist, also mit dem geistigen Prinzip in der Welt, an dem der mensch ja Anteil hat, wie jede gescheite Diskussion beweist. Im Christentum wird dies wohl durch die Person Jesu ausgedrückt, der ja "Gott" (Geist) und Mensch in einem ist.

Antwort
von Willibergi, 20

Früher glaubten die Menschen an einen Gott, um sich Naturerscheinungen wie Wetter, Sternschnuppen und Naturkatastrophen erklären zu können.

Da sie damals noch nicht wussten, dass so etwas einen konkreten Grund und Auslöser hat, haben sie etwas Übermächtiges gesucht, mit dem sie sich das erklären können.

Gott macht dich krank, wenn du nicht jeden Tag betest. zum Beispiel. Sie sahen so etwas als Bestrafung Gottes.

LG Willibergi

Antwort
von GoodFella2306, 62

Das ist eine über 2000 Jahre alte hirtengeschichte, die jahrhundertelang nur von Mund zu Mund erzählt wurde, bis sie irgendwann jemand zu Papier gebracht hat.

Aus einem sektenartigen Glauben wurde im Laufe der Jahrhunderte eine mächtige Kirche , bei der die obersten sehr früh erkannt hatten, dass man mit einem solchen Glauben sehr viele, besonders ungebildete Menschen steuern und unterdrücken kann.

Ungebildet deshalb, weil sie ernsthaft daran glauben dass es einen Gott gibt, der dich bestraft wenn du dich nicht entsprechend der Regeln verhältst. Sie glauben an einen unsichtbaren Schöpfer in einer nicht näher definierbaren Region namens Himmel, wider jegliche Vernunft und Naturgesetze. Und um das zu manifestieren, gibt es die zehn Gebote, bei denen Gläubige ja genau wissen was sie tun und was sie lassen müssen . Und wenn du gegen diese Regeln verstößt, hat Gott auch noch einen ganz speziellen Platz für dich, wo es Feuer gibt und Schwefel und Asche und Rauch und wurde für den Rest deines Lebens leiden musst. Aber wie George Carlin schon sagte, Gott liebt dich!

Das lustige an der ganzen Sache ist, dass ein Gott, obwohl er allmächtig, allwissend und allumfassend ist, doch nicht mit Geld umgehen kann. Denn davon braucht er jedes Jahr mehr und mehr und mehr . Das sagen zumindest seine Stellvertreter auf der Erde. Und die sammeln das dann für ihn ein.

Ich persönlich halte das ja alles für Quatsch und gehe davon aus, dass der Mensch vom Zeitpunkt seiner Geburt bis zu seinem Tod dem Verfall ausgeliefert ist. Unsere Gefühle und unsere Seele sind eine biochemische Illusion, die uns vorgaukelt dass wir lieben, hassen, traurig sind, glücklich sind et cetera pp.

Doch wenn wir das letztendlich akzeptieren würden, welchen Sinn hätte dann unser Leben noch, wenn wir genau wüssten dass es keinen Himmel gibt auf den wir zu streben sollen?

Kommentar von rlstevenson ,

Das ist eine über 2000 Jahre alte hirtengeschichte

Abgesehen davon, dass diese Hirtengeschichte schon mindestens 3000 Jahre alt ist, basiert sie auf ägyptischen und sumerischen Religionen, die noch um einiges älter sind. Diese haben sich aus Naturreligionen entwickelt und waren auch nicht einfach "da".

Bevor der Mensch imstande war, Naturgesetze zu begreifen, wollte er sich eben die Welt anders erklären. Das ist erst einmal löblich, denn "wer nicht fragt, bleibt dumm", das wusste schon die Sesamstraße. Dumm bleibt nur, wer nicht weiterfragt, sondern sich mit bereits festgehaltenen (schriftlich oder mündlich) Erkenntnissen begnügt.

Kommentar von GoodFella2306 ,

danke für die Info!

Kommentar von Fotografin1958 ,

Ein Gott braucht kein Geld, braucht daher auch nicht mit Geld um zu gehen.

Allerdings gibt es jede Menge Menschen, die in seinem Namen handeln (zu Recht oder zu Unrecht, bleibt mal dahin gestellt). Diese Menschen brauchen Geld. Ob sie dieses Geld sinnvoll verwalten oder eben auch nicht, darüber lässt sich vortrefflich und endlos streiten.

Kommentar von GoodFella2306 ,

aber sie sammeln es doch in seinem Namen ein?

Antwort
von nowka20, 16

gott haben die menschen erfunden, denen die glaubensfähigkeit fehlt

Antwort
von Omnivore13, 39

Der Mensch hat Gott erfunden!

Antwort
von ichbinich2000, 32

Gute Frage! Nun, du musst wissen, dass der Mensch immer etwas sucht, das seinen Verstand überschreitet, man sagt, der Mensch sei ein transzendentales Wesen. Da ist ein Gott natürlich genau das richtige. Man hat jemanden, der an allem schuld ist, was schiefgeht. Auch die  Bibel ist zweifelhaft, da vieles davon schon damals jahrhundertelang mündlich überliefert wurde, da ändert sich einiges. Wer sich die Schöpfungsgeschichte ausgedacht hat, war anscheinend Moses, aber wer war dabei und kann es bezeugen? Das beste Beispiel hierfür ist auch eins der Evangelien, das meines Wissen etwa 400 nach Christus geschrieben wurde.

Religionen wurden seit jeher dazu benutzt, Leute gefügig zu machen, da wurde halt einiges umgedeutet... das war gängige Praxis, auch bei der katholischen Kirche.

Solche Fragen kann man nicht konkret beantworten, jeder hat seine eigene Meinung, aber immer wieder interessant.

Antwort
von LiLaLup, 28

da die Menschen früher auf vieles keine Antwort hatten "musste" etwas übersinnliches im spiel sein in unserem fall Gott

Antwort
von SKR700, 62

Interessengruppen, denen wichtig ist, dass die Schafe irgendwie ruhiggestellt werden können.

Antwort
von Charlybrown2802, 79

er hat sich selbst erfunden, weil ja vor ihm keiner da war

Kommentar von Garfield0001 ,

wenn es ihm nicht gab kann er sich nicht erfinden

Kommentar von DreiGegengifts ,

Wahrscheinlicher ist, dass er unendlich ist.

Antwort
von MichaelWeiss, 15

Es ist einfach an etwas glaubt was man sieht riecht spürt. Doch natürlich schwierig an etwas zu glauben was man nicht sehen kann. Deswegen gibt es auch so viele ungläubige

Antwort
von RonnyFunk, 15

"Wenn es keinen Gott gibt, wer hat ihn erfunden?"

Tja, aber es gibt ja Gott, damit hat sich die Frage erledigt.

Irgendwie könnte man ja auch fragen "Bin ich bei Gute Frage der einzige Nutzer und die Antworten auf meine Fragen kommen von Bots?"

Antwort
von comhb3mpqy, 30

Ich glaube, dass es Gott wirklich gibt, ich bin Christ.

Wenn Du einiges wissen möchtest, was mich überzeugt, dass es Gott gibt, dann kannst Du mich z.b. fragen oder auf mein Profil gehen.

Antwort
von hulla123, 4

 Also............ Viele Menschen glauben dran . ich habe mich damals sehr drüber aufgeregt weil mir keiner diese Frage beantworten Kam. mir wurde aber eins klar Menschen haben den sogenannten "Gott" erfunden weil sie vom Tod angst hatten .sie haben was Übernatürliches erfunden.

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