Frage von BabyShay 13.10.2010

Wenn es in unserer Gesellschaft nicht am Interesse aneinander fehlen würde...

  • Hilfreichste Antwort von Collagen2 13.10.2010
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Kompliment, ich finde Deine Frage sehr gut und sehr wichtig! Du hast sie im Grunde bereits selbst beantwortet. Deine Vermutung trifft den "Nagel auf den Kopf". Meines Erachtens befinden wir uns hier in Deutschland in einer noch nie dagewesenen Situation. Die gegenseitige "Entfremdung" hat sich seit der sogenannten "Wiedervereinigung" unserer Nation ( so nennen jedenfalls unsere Politiker diese überhastete Zusammenführung), drastisch verschärft. Da nutzt kein Schönreden etwas, es ist objektiv so, auch wenn es die "Mainstream" anders propagiert. Die Ursachen sind vielfältig und könnten ganze Bände füllen, wollte man sie alle erwähnen. Fakt ist, dass heutzutage alles in "Superlativen" gemessen wird, je lauter, dröhnender, größer, bunter, und idiotischer - dabei erschreckend anspruchslos, desto "verehrter" gepriesen. Wahre Kultur, Ethik und Vernunft sind hingegen verpönt und fasst schon "out". Mit einer egoistischen, anspruchslosen reinen Konsumgesellschaft kann das Establishment viel leichter umgehen und seine eigentlichen Ziele ziemlich problemlos anstreben und erreichen. Ich habe wenig Hoffnung, dass sich in unserer Gesellschaft noch etwas zum Positiven verändern wird. Wenn man gegenwärtig bereits Leute, die gerade mal einen Ball mit dem Fuß über eine Torlinie befördern können zu "Helden der Nation" kürt, bedarf es meines Erachtens keines weiteren Kommentars hinsichtlich unseres erreichten Status als einstige Kulturnation Nummer 1 in der Welt. Amen.

  • Antwort von Angel84 13.10.2010
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Das sehe ich anders!

    Dem mangelnden Interesse am Anderen geht die Tatsache voraus, dass Mensch sich selbst zu wenig kennt, sich selbst zu wenig beachtet, seine Bedürfnisse zu wenig achtet, sich selbst zu wenig liebt und annimmt, wie er ist.

    Keiner kann etwas geben, das er für sich selbst nicht erübrigt!

    Ist der Mensch mit sich selbst im Einklang, zufrieden und nimmt sich selbst wichtig, dann hat er genügend Energie und auch Freude daran, sich anderen zuzuwenden.

    Mit dem Finger nach draußen zu zeigen und "die Gesellschaft" anzuklagen, hat noch nie etwas verändert und wird es auch weiterhin nicht.

    Wer ist denn "die Gesellschaft"? Sind wir das nicht alle?

    Wenn jeder bei sich selbst beginnt und sich erst mal selbst das gibt, was er von der Gesellschaft erwartet, sieht die Welt ganz schnell anders aus!

  • Antwort von Firefly90 14.10.2010
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    über dieses problem habe ich gestern erst wieder nachgedacht. ich finde es erschreckend, wie schnell manche menschen sagen "den/die hasse ich- oder kann ich nicht leiden". es wird gelästert und sich lustig gemacht über leute von denen man eigentlich nichts weiß. darüber könnte ich mich stundenlang aufregen, wie intolerant viele sind. ich versuche immer das positive im menschen zu sehen und bin zu allen freundlich. ich finde es furchtbar jemanden anderen der nur weil er anders ist als man selbst verachtet. jeder mensch hat seine eigenarten, jeder hat seine ängste, schwächen, stärken... man weiß nie was der mensch vielleicht früher mal erlebt hat weswegen er so ist wie er ist. der gesellschaft fehlt es eindeutig an emotionaler intelligenz und einfühlungsvermögen und das macht mich manchmal echt traurig und wütend.

  • Antwort von Tatzenrufer 13.10.2010
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    "...würden dann weniger Menschen eine Therapie brauchen?"

    Gute Frage. Ich denke schon, dass durch mehr Interesse an den Mitmenschen bestimmten Krankheiten wie Depressionen geringer werden bzw. die Folgen weniger drastisch ausfallen könnten.

  • Antwort von Biggi1963 13.10.2010
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Finde deine Einstellung super und bin voll und ganz deiner Meinung. Zu deiner Schlußfrage kann ich nur eines sagen: Menschen, die du mit deiner Einstellung, deinem Charakter und deinem Charme nicht "knacken" kannst, sind deiner nicht wert. Bleib so wie du bist. Leider kann ich dir aus Erfahrung sagen, daß genau solche Menschen immer wieder ausgenutzt und enttäuscht werden. Aber wenn du ein imaginäres Sieb verwendest, wirst du genauso wertvolle Menschen für dein Leben sammeln können.

  • Antwort von christinegeipel 13.10.2010
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    ja, sie würden weniger therapie brauchen. weil sie dann in einer menschlicheren, weniger anonymen gesellschaft leben würden. und da das nicht so weit von den bedürfnissen des menschen entfernt ist, wäre es gesünder, vor allem für die psyche.

  • Antwort von heureka47 15.10.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Du kannst sie nicht - wirklich - "knacken". Du kannst ihnen zwar Dinge sagen oder antun, aber wie deine Gegenübers das deuten, ist deren Sache!

    Mir ist heute klar, daß es in meiner langen Vorgeschichte oft Menschen gegeben hat, die mir Gutes tun, Liebe geben, wollten - aber ich habe das nicht als Gutes, als Liebe, erkannt, sondern etwas Negatives unterstellt! Das war halt meine Prägung aus der - frühen - Kindheit!

    Jeder braucht seinen Weg und seine Zeit.

    Dennoch solltest du weiterhin anstreben, nach dem höchsten Prinzip des Universums - bedingungslose Liebe - zu leben. Sei als "Botschafter" deines obersten "Dienstherrn", der reinen Liebe, in der Welt.

    "Liebe Gott, deinen Herrn...

    liebe deinen Nächsten wie dich selbst...

    liebe deine Feinde".

    Und:

    "Wo du nicht lieben kannst, da geh vorüber".

    Viel Erfolg!

  • Antwort von HoUsEpRiNcEsS 13.10.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Ich denke auch ,dass die Ignoranz in unserer Gesellschaft zu wesentlich mehr psychischen belastungen führt Wenn man sich auf dauer nicht beachtet /verstanden und akzeptiert fühlt so kann dies zu Depressionen führen.. Und da unsere Gesellschaft nicht nur Ignorant sondern leider auch äußerst gehässig und schadenfroh ist ..ist "Mobbing" auch ein Thema womit sich die Psychologen heut zu Tage vermehrt mit ihren Patienten auseinander setzen müssen. Das Schlimme ist ..man kann solche psychischen Erkrankungen keiner bestimmten Personengruppe mehr zuordnen.. Es ist in allen Schichten zu finden.. Auch ein Hochschulabsolvent aus gut bürgerlichem Hause kannd avon betroffen sein, niemand ist ausgeschlossen.. Bloß dass eben viele aus Eitelkeit und Angst ihren "guten Ruf" zu beflecken sich versuchen nichts anmerken zu lassen und alles zu leugnen Traurig, aber wahr

  • Antwort von verwirrtesmausi 07.11.2010

    steter Tropfen heilt den Stein

    indem man ihnen in einer schwierigen Situation der ausgrenzung ebenso begegnet, werden sie es vielleicht lernen

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