Frage von Jupiter7468, 68

Wenn ein Arzt sagt, er könnte mich auf Verdacht auf etwas behandeln, will er mir dann nur die Wahrheit sagen, das er es nicht weiß, oder ist er inkompetent?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von offeltoffel, 27

Diagnostik ist immer eine Art Rätselraten. Der Arzt kann nur Indizien sammeln, die dann für die eine oder andere Erkrankung sprechen. Manchmal ist der Fall klar (z.B. Laboruntersuchungen oder eindeutige Merkmale wie bei Pocken oder so), manchmal aber eben nicht.

Viele Patienten beschweren sich, der Arzt würde nicht alles versuchen um zu helfen. Das bringt viele Ärzte in die schwierige Lage, dass sie Behandlungen anordnen, die womöglich nur geringe Heilungschancen versprechen. Andere verfolgen dieses Konzept um möglichst viel abrechnen zu können.

Ich finde es fair, wenn er dir sagt, dass er es nur auf Verdacht behandeln kann und dir nicht zu viel verspricht. Es ist jetzt deine Entscheidung, ob du der Behandlung zustimmst oder nicht. Mit Inkompetenz hat das meiner Meinung nach nichts zu tun. Kein Arzt wird dir sagen "ich bin in meinem Fach jetzt eher schlecht, aber mir macht das so viel Spaß, ich spritze dir mal dieses und jenes und hoppsa trallala, wie schön das Leben ist!"

Kommentar von Jupiter7468 ,

Hmm auf Verdacht mit Antibiotika behandeln?
Hab ich nicht geschrieben, aber wollte nochmal nachfragen.

Ich kann doch nicht auf Verdacht zbsp auch gegen Krebs behandeln, oder?
Die Medikamente haben ja teilweise starke Nebenwirkungen, hat ja Antibiotika schon einige.

Kommentar von offeltoffel ,

Das ist in der Tat eine der zentralen Fragen in der Medizin. Die Antibiotika-Resistenz ist ein großes Problem heutzutage und eigentlich gehen die Ärzte eher weg davon, sie mal auf Verdacht zu verordnen. Aber, wie gesagt, viele kriegen auch ordentlich Druck vom Patienten und muss sich am Ende womöglich nachsagen lassen, er hätte nicht alles versucht.

Natürlich kannst du mit Verdacht gegen Krebs behandeln. Was denkst du, was die ganze Zeit getan wird? Krebs wird entdeckt und dann überlegt man, wie man ihn behandeln kann. Bestrahlung? Chemo? Hormontherapie? Keiner kann vorher wissen, was anschlägt. Deswegen zu sagen, man macht jetzt einfach mal gar nichts, ist aber auch nicht möglich.

Du persönlich kannst sagen: ich möchte nicht mit Antibiotika behandelt werden, wenn nicht einmal klar ist, ob es was hilft. Der Arzt hätte auch sagen können "damit geht es weg, ich weiß genau, was es ist!", dann hättest du wohl keine Sekunde gezögert. Er war fair und ehrlich und sagt dir, wie es ist: dass du keine Garantie hast. Entscheiden musst du.

Antwort
von Grillmax, 13

Er will dir sagen, das seine Diagnose auf Hinweisen beruht, nicht auf klar erkennbares Krankheitsbild.

Vermutlich können andere Diagnosen nicht ganz ausgeschlossen werden - er muss den Patienten "lesen" und manchmal nach Bauchgefühl entscheiden, welche Krankeit die wahrscheinlichste ist.

Zumindest ist EINE Behandlung besser, als nichtstuend abzuwarten, bis es schlimmer wird.


Antwort
von Wonnepoppen, 18

Kein Arzt sollte auf Grund eines Verdachts behandeln, sondern nur, wenn die Diagnose fest steht!

Antwort
von Trogon, 25

Es gibt halt Sachen wo auch ein Experte nicht sicher sein kann.

Aber Du kannst ja bei einem anderen Arzt noch eine zweite Meinung einholen.

Antwort
von Manioro, 33

Im Zweifelsfall kommt das doch aufs Gleiche raus. Er ist sich nicht sicher was es ist...aus welchem Grund auch immer.

Antwort
von Michiniser, 24

Ich bin mir ziemlich sicher, das du etwas haben kannst und er sichergehen möchte...

Antwort
von Shawny99, 15

Wie lange bist du bereits bei diesem Arzt? Was sagt dien Gefühl dir?
Evtl. hat er einen Verdacht aber ist sich nicht zu 100% sicher. Frag ihn doch einfach.

Alternativ kannst du dir auch noch ne zweite Meinung bei einem anderen Arzt einholen.

Wenn dir die Antwort geholfen hat, würde ich mich über einen Klick auf Danke sehr freuen.

Kommentar von Manioro ,

"Wenn dir die Antwort geholfen hat, würde ich mich über einen Klick auf Danke sehr freuen."

Lustig. Wie wir alle hier.    

Kommentar von Jupiter7468 ,

Ich hab den Arzt nach dieser Aussage das letzte Mal aufgesucht.

Kommentar von Shawny99 ,

Darf man Fragen wie sich das entwickelt hat? Warst du danach bei einem anderen Arzt der besser Diagnostiziert hat? Oder seither gar nicht mehr beim Arzt?

Kommentar von Jupiter7468 ,

Gar keinem Arzt mehr, das hat mich ehrlich gesagt schockiert.
Bin aber jetzt im jänner 2017 wieder bei einem wegen diesem Problem, das letzte Mal war 2008 eben bei jenem Arzt.
Hat sich jetzt wieder mal schlimmer gezeigt, deswegen lass ich es wieder mal anschauen.
Scheint aber ein Problem zu sein, an dem 30% aller Bevölkerung einmal oder mehrere Male im Leben leidet.

Antwort
von Mignon6, 16

Das mußt du ihn selbst fragen!

Es muss aber nicht notwendigerweise das eine oder das andere sein. Es gibt Krankheitsbilder, die sich (noch) nicht diagnostizieren lassen. Vermutlich will er dich rein prophylaktisch behandeln, was durchaus richtig sein kann.

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