Wenn ein Anwalt angeklagt wird, verteidigt er sich eigentlich selbst?

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11 Antworten

Darf er, wenn er will. Viele machen es nicht, sondern beauftragen einen Kollegen, aus verschiedenen Gründen:

  • Die Lebenszeit, die man mit Aktenstudium und sonstigem Zeitaufwand für die eigene Verteidigung vertrödelt, ist verloren. Man bekommt kein Geld dafür oder so. Wenn es ein anderer Rechtsanwalt macht, stellt er eine Rechnung, die bei einem Freispruch die Staatskasse bezahlen muss.
  • Wenn man emotional beteiligt ist, denkt man möglicherweise weniger nüchtern über die Möglichkeiten nach und wählt eine weniger optimale Strategie.
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Manche tun das bei Bagatellen. Es ist aber wohl eigentlich nie ratsam. Es ist einmal so dass Du Dinge rechtlich wie tatsächlich nicht objektiv siehst, weil Du recht haben willst. Und dann ist es eben auch so dass ein Rechtsanwalt eine Mittelposition zwischen dem Gericht und dem Angeklagten einnimmt, da es ja nicht seine Straftat ist kann er dem Gericht glaubwüdiger vermitteln dass der Angeklagte kein oder nur wenig Unrecht begangen hat, umgekehrt kann der Rechtsanwalt den Angeklagte vielleicht eher zur Einsicht bringen dass seine Tat nicht ok war - dem Richter versucht er den Angeklagten natürlich als Unschuldslamm zu verkaufen. Zu dem Thema gibt es natürlich verschiedene Meinungen, aber viele sagen schon, dass man sich nie selbst vertreten soll - also auch nicht wegen einer Verkehrsordnungswidrigkeit. 

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Mal angenommen,ich werde verklagt. Ich verteidige mich dann auch selbst. So ist das bei denen eigentlich auch.

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Das kann sich der Angeklagte stets selbst aussuchen. Auch ein Laie kann sich selbst vor Gericht vertreten (ist aber nicht besonders klug). Dementsprechend kann sich auch ein Anwalt, im Falle einer Anklage gegen ihn, selbst vertreten. 

Ich hoffe, dass das deine Frage beantwortet. :)

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Wenn er sich diesen Rat selbst gibt, hat er einen schlechten Berater

(und wahrscheinlich auch einen schlechten Anwalt)

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Nicht vor jedem Gericht ist eine "Selbstverteidigung" erlaubt. IMHO nur bei Zivilstreitigkeiten am Amtsgericht.

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Das wird wohl von Fall zu Fall verschieden sein.

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Ist besser
Ein Kollegen tut das

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Das ist möglich, jeder kann sich selbst vor Gericht verteidigen. Allerdings, machen das die wenigstens, da es immer besser ist sich von einem anderen Verteidigen zu lassen, wenn man selbst belastet ist. Möglich ist es, wird aber nicht oft gemacht.

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Ja.

Ein Chirurg, der operiert wird, operiert sich ja auch selbst. die Kassen wollen das so wegen der Einsparungen.

Nur die Narkose macht dann ein anderer.

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