Wenn durch Kochen das vervendete Gemüse zu einem Säurebildner wird !?!
Hi!
Wenn das Gemüse zum Säurebildner wird, liegt das doch daran, das das Gemüse basische Mineralstoffe verliert.
Wenn man allerdings die Gemüsebrühe für die Sauce weiterverwendet, bleiben die Nährstoffe, auch in ihrer Aufnehmbarkeit, vorhanden und sind nicht "verloren".
Ist dieser Erkenntnisstand richtig ?
Ist das Gemüse wirklich ungenießbar - im säurebildnenden Sinn -, wenn man es kocht ? Wie lange sollte man Essen - Gemüse - kochen, wenn es nicht säurebildnend werden soll ?
Ich hoffe, das einer die Antwort kennt und freue mich über Ratschläge, Ideen und Tricks.
MfG ct
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Ob nun Säure oder Base. Das Bisschen Zeug, was im Gemüse herumgeistert, sind Mineralstoffe, die nie schädlich sind. Je besser deine Zähne, desto kürzer die Kochzeit. Nur Einiges muss wirklich garen, weil es sonst giftig ist, z.B. Bohnen. Langes Garen fördert aber die Verdaulichkeit. Gemüsebrühe nicht zu verwerfen (wegschmeissen) ist immer richtig. Das gilt aber für Lebensmittel allgemein. Suppen sind traditionell eigentlich Gerichte zwecks Resteverwertung. Verloren ist immer nur das, was in der Mülltonne landet oder im Gully.
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Hast du das Prinzip von korrespondierenden Säuren- und Basenpaaren verstanden?
Ausserdem redest du von "dem Gemüse". Du bist dir schon bewusst, dass ein Salatkopf anders zusammengesetzt ist als eine Zwiebel und sich deshalb auch vollkommen anders verhält?
Zur Not eben Rohkost.
Kommentar von jobuljobul 26.01.2012Blablabla. Man kann mit Salat eben so gut eine Suppe machen wie mit Zwiebeln. Salat und Zwiebel bestehen im Wesentlichen aus Wasser.
Kommentar von ilknauilknau 26.01.2012Meine Mudda hat die Tage sogar ein Rezept aufgetan mit dem man aus Chinakohl eine warme, gegarte Gemüsebeilage machen kann = vom Feinsten! Und das läuft ja eigentlich auch unter Salat.
Kommentar von ZagdilZagdil 26.01.2012Ist mir schon klar, ich mach mir meine Suppe auch selbst mit beidem. Aber wenn man sich solche Fragen wie der Fragensteller stellt sollte man sich vielleicht auch Gedanken um so etwas machen.
Bei mir wurde jedenfalls nie etwas "ungenießbar im säurebildenden Sinn" ;)
Kommentar von chintaochintao 26.01.2012ich habe das auch nie so extrem empfunden, doch wenn man Säure, Säurebildend und Basen googlet, findet man entsprechende Hinweise recht schnell und einfach und ließt, das Gemüse eben säurebildend wird - ich denke eben, dadurch, das basische Mineralstoffe ausgeschwitzt, -gekocht werden, das ist aber auch mein Erklärungsversuch dafür.
Lg
ct
Kommentar von ArrgghArrggh 26.01.2012ja, es gibt da so eine Pseudo-Ernährungslehre, die auf dem Prinzip basiert und von grundlegend falschen Annahmen ausgeht, denn: alle Lebensmittel sind sauer! (Mit wenigen Ausnahmen, wie Banane und Ei)
Kommentar von chintaochintao 26.01.2012das alle sauer sind, kann gar nicht sein, weil dadurch, das bananen ziemlich basisch sind, eine evidenz dafür besteht, das der raum eben nicht gesättigt ist, eben auch basische vorkommen und man klar erkennen kann: es gibt beides. übrigens ist eiweiß doch sauer, weil es mehr saure aminosäuren enthält. sauer oder basich lässt sich auch an mineralstoffen ausmachen: calcium, magnesium und zink sind zum beispiel basich, schwefel, stickstoff und fluor sind sauer. je mehr ein obst oder gemüse von dem einen oder anderen enthält, desto mehr ist es säuerlich oder basisch!!!!!! ein großes, fettes, aufgeschlemmtes casein-derivat!!!!! lg ct
Kommentar von ArrgghArrggh 26.01.2012wie gesagt, Banane und Ei sind die einzigen Ausnahmen, die mir einfallen - kannst es ja mal nachprüfen: Mixen und pH messen!
Kommentar von ArrgghArrggh 26.01.2012Ob ein Salz sauer oder basisch ist, hängt davon ab, ob die Ionen, aus denen es besteht, starke oder schwache Säuren/Basen sind. NaCl und NaF z.B. sind neutral, NaHCO3 ist schwach sauer, ZnCl2 ist neutral, etc. Nebenbei ist Na2S (ein Sulfid; "Schwefelsalz", wenn Du so willst) basisch! Es ist auch Unsinn, zu behaupten, Zinksalze seien alle basisch!
Kommentar von ArrgghArrggh 26.01.2012Korrektur, Natriumfluorid reagiert sogar schwach alkalisch!
Du siehst, deine kleinen Faustregeln sind für die Tonne!
Kommentar von ZagdilZagdil 26.01.2012Ich verweise damit wieder auf meinen ersten Satz hierzu.^^
Kommentar von ArrgghArrggh 27.01.2012Ja ^^
Kommentar von ArrgghArrggh 27.01.2012ups, ist mir doch nochmal ein Denkfehler unterlaufen: Lösungen von NaHCO3 sind auch schwach basisch.
Kommentar von chintaochintao 26.01.2012Die Frage ist auch, ob man normales Dosengemüse einfach roh zu sich nehmen will oder nicht. Da stellen sich gleich gesundheitliche Bedenken. Das man Salat nicht in eine Sauce mischt, dachte ich schon, es zielt hier mehr auf Bohnen, Erbsen und Linsen.
Lg ct
Kommentar von retumretum 26.01.2012Habe noch nei etwa rohes ineiner Dose angeboten gesehen.
Kommentar von ArrgghArrggh 26.01.2012Das stimmt!
Kommentar von chintaochintao 26.01.2012hi, ist das echt so, gemüse auss der dose, nehmen wir zum beispiel kidneybohnen, sind immer erhitzt ? man merkt, wie sehr sich der mensch von der natur entfernt hat, die wenigsten haben ne ahnung, wie kideybohnen im ursprünglichen zustand aussehen.
lg ct
Kommentar von ArrgghArrggh 26.01.2012Konserven sind, wie der Name vermuten lässt, konserviert - undzwar durch Erhitzen auf 121°C. Sonst wären die nie so lange haltbar!
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mein Gott, es ist fast 3 Uhr nachts... geh schlafen!
als würdest du um diese Zeit ne vernünftige Antwort kriegen...
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http://de.wikipedia.org/wiki/Basische_Ern%C3%A4hrung
ich glaube an den hokuspokus nicht.
wissenschaftlich nicht belegt
Kommentar von Lieblingsmuskel 26.01.2012deswegen hast du auch bestimmt haarausfall..
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Wenn man nach Adam Riese die basischen Moleküle zählt, geht nichts verloren, wenn man nichts wegschüttet.
Deshalb hat auch Waerland schon empfohlen das Kartoffel-Kochwasser zu trinken und das schmeckt nicht einmal schlecht.
Wenn Du schon auf die Basen achtest, dann mach Dir klar, dass alle Zucker zu Säuren abgebaut werden.Dazu 2 Merksätze:
"Zum Leben braucht man rohes Gemüse, zum Arbeiten und Sport treiben: volles Getreide und Nüsse, zum Festefeiern Obst – eventuell mit Schlagsahne.
Fast alles übrige braucht man, damit die Ärzte und die Zahnärzte auch noch leben können.Und:: Jeder Löffel weißer Zucker (egal ob Rohr-, Rüben- Frucht- oder Traubenzucker) der gegessen wird, schadet den Zähnen mehr als mit allem Zähneputzen der Welt je wieder gut gemacht werden kann.
Wenn das alle beachten würden, wären die Zahnärzte bald arbeitslos, darum sagen sie es nicht laut, obwohl sie es eigentlich alle wissen müssten.Das Fluor in der Zahnpaste wäre dann so überflüssig wie ein Kropf. Ausserdem gibt es viele, die das Fluor gar nicht vertragen, sondern Angioödeme (das sind plötzlich auftretende weiche Schwellungen meistens im Lippenbereich) davon bekommen. Wer mit Angioödemen geplagt ist, sollte so bald als möglich auf eine Fluor freie Zahncreme (Reformhaus) wechseln.
Was den Zähnen so schadet, schadet auch den Knochen und Gelenken.Zugegeben, Bohnen und Kartoffeln müssen gekocht werden und auch ich koche die Erbsen und mache auch manchmal eine Linsensuppe mit Vollmeersalz und viel Gemüse, aber da wird nichts weggeschüttet und dann gehen auch keine Basen verloren. Und das genießen wir auch, folglich ist es nicht ungenießbar, wie etwa die Gallenbitterlinge, die zwar nicht giftig sind, aber man sollte sie halt nicht mit den Steinpilzen verwechseln, denen sie so ähnlich sehen.
Kommentar von ArrgghArrggh 26.01.2012So, dann lass mal hören, wieso Rohzucker toller sein soll, als Raffinade? Stehst Du auf die volle Dröhnung an Kontaminanten und Pflanzenschutzmittelrückständen? Dann empfehle ich, direkt die Melasse zu nehmen, da ist dann auch der lästige Zucker nicht drin.
Nebenbei macht es für das Kariesrisiko keinen Unterschied, ob Du Rohzucker, Raffinade zu Dir nimmst.
Kommentar von chintaochintao 26.01.2012letztlich knn man davon ausgehen, das die wandlung zu säurebildnern mit dem verlust an minerlastoffen zusammenhängt. ich denke mal, ich habe das richtig erkannt.
Lg ct
Kommentar von ArrgghArrggh 27.01.2012Mit Verstehen ist da nicht viel zu holen, weil die Theorie hinter der Trennkost für den A**** ist! Wie ich Dir oben nochmal etwas detaillierter aufgeschlüsselt habe (und Zagdil versuchte, Dir mit den Ausdrücken konjugierte Säure-/Base-Paare zu verstehen zu geben), ist eine einfache Faustregel: "Mineralien weg, pH runter" nicht drin!
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oh je, daß geht tief in die chemie der trennkost, google mal unter diesem stichwort
Kommentar von ArrgghArrggh 26.01.2012"Chemie der Trennkost" - das ist ein Widerspruch in sich!
Kommentar von LitizickeLitizicke 26.01.2012warum? denk mal an rohe und gekochte tomaten,
Kommentar von ArrgghArrggh 26.01.2012ja, allerdings ignoriert das Konzept der Trennkost allgemein anerkannte Erkenntnisse der Ernährungslehre, insofern ist das so, als würde man Alchimie und Arzneimittel in einem Satz nennen.
Kommentar von LitizickeLitizicke 26.01.2012aha, na dann wilch ich mich mal in meine alchimistenküche begeben , den spitzhut aufsetzen und ein wenig im kessel rühren für unser abendessen.
auf jeden fall hat die trennkost dazu geführt, daß ich kein sodbrennen mehr habe und mein gewicht auch so langsam nach unten geht
Kommentar von ArrgghArrggh 26.01.2012Freut mich für Dich, würde es aber eher auf eine bewusstere Ernährung zurückführen.
und bloß weil etwas den gewünschten Effekt bringt, heißt das nicht, das die Theorie dahinter stimmig ist ;-)
..aber abgesehen davon birgt die Trennkost auch einige Nachteile und Risiken (z.B. erhöhtes Gichtrisiko) mit sich
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Antwort von Lieblingsmuskel 26.01.2012
Also es ist ein großes Thema, aber kurz, je unbearbeiteter die Nahrung ist, umso besser für den Körper in den allermeisten Fällen, das gilt ja insbesondere für Obst und Gemüse! Deswegen so kurz wie nötig kochen oder am besten dampfgaaren.
Durch die Bearbeitung mit Kochen verliert die Nahrung hauptsächlich Vitamine und Sekundärstoffe. Minerale bleiben aber erhalten!
Was willst du eigentlich erreichen damit?
Es gibt viele schöne Bücher zu diesem Thema!
Man kann übrigens mit guter Ernährung (basisch, balanciert) dem Haarausfall vorbeugen!
Kommentar von ArrgghArrggh 26.01.2012Ob Vitamine (und in welchem Maße) geschädigt werden und ob sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe und Mineralstoffe verloren gehen, hängt maßgeblich davon ab, um welche Stoffe es sich handelt und wie man das Lebensmittel zubereitet. Ein allgemeines Schubladendenken ist hier vielleicht bequem, aber realitätsfremd.
Nebenbei würde ich davon absehen, einige Hülsenfrüchte ungekocht zu essen, so enthalten Gartenbohnen und Sojabohnen toxische Lectine, die ins Kochwasser übergehen, wodurch die Bohnen genießbar werden. Auch enthalten Hülsenfrüchte größere Mengen von Proteinaseinhibitoren, die die Verdauung stören, diese werden beim Kochen inaktiviert.
Kommentar von chintaochintao 26.01.2012Das ist interessant zu hören mit den ins Wasser gehenden Stoffen, doch es gehen eben gleichzeitig auch mehr oder weniger wichtige Nährstoffe in Lösung beziehungsweise ins Wasser, sodas man, zum Beispiel beim Reis, das Kochwasser lieber weiterverarbeitet. Ich denke, das man zum Beispiel bei Bohnen nicht besonders darauf achten braucht, ob eine schädliche Wirkung für den Körper auf die eine oder andere Art und Weise entsteht, da die Mengen einfach noch zu gering sind.
Aber es ist interessant zu hören. Gibt es dazu googlebare Stichwörter oder gar Listen ?
Lg ct
Kommentar von ArrgghArrggh 27.01.2012Kann mich nur wiederholen: Ich würde das Kochwasser lieber verklappen. Das kann noch aktive Lectine enthalten und ob da die paar Mineralstoffe rechtfertigen, diese auch aufzunehmen?!?
Wofür willst Du Listen haben?
Nebenbei bei Saatplatterbsen (falls Du mal auf die idee kommen solltest, die zu Essen) ist ein Kochen in reichlichem Überschuss an Wasser und anschließendes Verwerfen des Wassers unerlässlich. Andernfalls musst Du mit einer irreversiblen Lähmung der Beine rechnen (Neurolathyrismus).
Kommentar von pecudispecudis 30.01.2012Zu den Bohnen und Erbsen "roh" oder gekocht guckst Du zB "antinutritive Substanzen", aarrggh hat ganz recht: davon gibt es eine ganze Menge, und zB Soja sollte man deswegen sogar 20 Minuten (minimum) kochen. Vergleiche findest Du zB hier: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2000/320/original/nutritiv.htm
(für Tiere gibt es btw deswegen extra Obergrenzen, denen DARF man nicht mehr als soundosviel% Leguminosen geben)
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Hallo, chintao. Ehrlich gesagt, habe ich davon noch nie was gehört - aber es klingt i-wie logisch.Allerdings soll man Gemüse generell nicht kochen bis es labbrig ist sondern nur so lange, dass es noch bißfest ist, wobei ich es aber gedünstet vorziehe, denn da hat es mit dem Wasser keine direkte Berührung. Das bisschen Sud, was da ensteht kannst du locker in deine Soße mit einbauen und hast so ALLES Gute beieinander. :- ) ich trinke sogar das Kartoffelkochwasser ( darf man bloß nicht viel Salz rein getan haben ), weil es mir einfach zu schade zum weg kippen ist, zudem schmeckt es lecker, lG.
Kommentar von chintaochintao 26.01.2012Wenn ich eine Dose Linsen, eine Dose Erbsen und eine Dose Kidneybohnen 3 Minuten köcheln lasse, ist das dann zu wenig Zeit ?
Nach drei, vier Minuten ist das Gemüse meistens durchgekocht und noch ziemlich bissfest. Soll ja dementsprechend auch sein.
Lg
ct
Kommentar von pecudispecudis 30.01.2012Erbsen, Linsen und Bohnen aus der Dose sind schon gekocht ;-)
Deine 3 Minuten sind nur noch das (erneute) Erhitzen. Rohe Erbsen, Bohnen oder Linsen kaufst Du in der Tüte, weichst sie ca 12-24h ein, gießt das Wasser ab, und kochst sie dann.
DH, nur noch ein Zusatz zur Brühe: da sollte selbstredend das Kochwasser der Bohnen verworfen werden!
Nein, die Gifte in den Bohnen werden duch Kochen zerstört, das Kochwasr der Bohnen kann auch getrunken werden.
Das stimmt nur zum Teil. Die Lectine werden nicht zerstört, nur die Proteinaseinhibitoren werden denaturiert! Ergo: man sollte das Kochwasser verwerfen.
Korrektur: die Lectine werden bei den Leguminosen durchs Erhitzen größtenteils zerstört, um sicher zu gehen, wird dennoch empfohlen, dass Kochwasser zu verklappen, da darin noch aktive Lectine gelöst sein können.