Frage von Mabur, 76

Wenn du laufen musst um etwas zu erreichen, wirst du davon nichts haben, denn der der ankommt ist nicht du. Ist das wahr?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Pakuti, 46

Ja stimmt schon

Antwort
von atzef, 36
Falsch

Natürlich ist das falsch und nichts weiter, als "schlau" wirken wollender Kalenderblattspruchunsinn.

Ein selten albernes Möchtegernbonmot gegen Anstrengungsbereitschaft.

Antwort
von Pheasant, 45
Vielleicht

Der Weg ist ja auch manchmal das Ziel

Antwort
von MrMiles, 49
Falsch

Wissenschaftlich und biologisch gesehen ist es nicht wahr.

Phillosophisch gesehen ist da eine Menge Interprationsspielraum.

Der Satz zielt darauf ab, dass man wenn man ein Ziel erreichen will, einen Weg gehen muss. Dieser Weg sollte einen dann angeblich so verändern, dass man als neuer Mensch am Ziel ankommt.

Kann passieren, muss aber nicht.

Antwort
von NinoP, 38
Falsch

Naja, wenn du z.B. lernen möchtest zu zeichnen, dann führt leider kein Weg um den Weg herum. Aus diesem Satz müsste man somit unweigerlich folgern können, dass jeder Mensch, der etwas gelernt/erreicht hat, was er vorher nicht beherrscht hat, nicht mehr er selbst ist. Falls nicht mehr man selbst sein überhaupt schlimm ist, man ist ja dann quasi besser als vorher, weil man sich eine Eigenschaft angeeignet hat.

Kommentar von Mabur ,

Danke für deine Antwort. Existiert das Ich einen Moment oder über den Moment hinaus?

Kommentar von NinoP ,

Über den Moment hinaus, weil man sich nicht verändert. Zellteilung hat ebenfalls keinen Einfluss auf der Verhalten (Es gibt ja den Spruch, dass man alle 7 Jahre oder so ein neuer Mensch ist). Da DNA identisch verdoppelt wird. Man kann einfach mehr als vorher. Ob man sich dadurch dann Psychisch verändert, weil man sich anderen überlegen fühlt, sei dahingestellt.

Kommentar von Mabur ,

Hm ich tue mich damit schwer für mich entsteht jeden Zeitpunkt etwas neues, weil ich genausowenig fühle was ich meinetwegen als Baby gefühlt habe, so wie ich nicht fühle und denke was ich die nächste Sekunde erlebe - für mich gibt es nur ein Ich, welches einen Moment exitiert und durch einen neuen Ich im nächsten Moment eresetzt wird.

Kommentar von NinoP ,

Das ist bioligisch quatsch, wenn du einfach den Aspekt des lernens mit einbeziehst.

Kommentar von Mabur ,

Es geht mir ja nur gar nicht darum, wie du es biologisch definierst natürlich kannst du sagen, es ist derselbe Körper und dementsprechend ist das immer noch du. Es geht mir nur darum was von einem Menschen jetzt abgesehen vom Körper noch existiert und das sind ja eben nur die Empfindungen und Gedanken. Wenn du sagst es ist derselbe Körper und deshalb dasselbe du gebe ich dir in diesem Sinne natürlich recht. Aber meine Frage ist was genau macht dich in einem Moment aus und unterscheidet dich von meinetwegen einem Stein? Der Unterschied ist ja das du noch etwas fühlst und etwas denkst, aber im nächsten Zeitpunkt ist das was du gefühlt hast durch etwas anderes ersetzt worden, oder nicht? Also bist "du" nach meiner Definition auch nicht mehr vorhanden.

Kommentar von NinoP ,

Gefühle, Gedanken und sonst was lässt sich auch alles biologisch erklären. Alles was du tust hat mit Reaktionen oder Konzentrationsgradieten zutun. Ich glaube auch nicht an eine Seele oder Gott, falls dir das weiter hilft. Ich verstehe worauf du hinaus willst aber für mich macht das keinen Sinn. Egal, wie die auf Dinge reagierst, Dinge angehst oder sonst was. All das wird durch dinge bestimmt, die du gesehen oder gelernt hast.

Kommentar von Mabur ,

Also natürlich sind unsere Gedanken und Gefühle teil von neuronalen Vorgängen und natürlich reagieren unsere neuronalen Netze auf das was wir erfahren haben und werden dadurch umstrukturiert und unterliegen einem allgemeinen Alterungsprozess - ohne jede Frage. In dem Punkt sind wir uns einig. Und das ein "erfahrenes" neuronales Netz anders reagiert als ein "unerfahrenes" auch außerhalb jeglicher Frage.

Um das was ich meine anders auszudrücken, wenn es möglich wäre zu beamen. D.h. du löst den Körper und das Gehirn einmal komplett in alle Einzelteile auf und baust ihn an einem anderen Ort genauso auf, wie er vorhanden wahr - würdest du dann von Mord sprechen? Und würdest du sagen das gebeamte ich ist das gleiche ich wie vorher (ist es gestorben und dann wiederbelebt worden?) Für mich bedarf es dieses Beamen nicht für mich erledigt jeder Zeitschritt einen Beamvorgang.

Kommentar von NinoP ,

Naja, Zeit ist sehr abstrakt. Ich würde es eher so beschreiben, dass du einer anderen Situation ausgesetzt bist, nach dem Beamen.

Ich würde auch nicht sage, dass es Mord wäre, außer die Möglichkeit zu Beamen besteht tatsächlich und man trägt danach psychische schäden. Aber ich denke das war damit nicht gemeint. Ich glaube nicht, dass es irgendwann die Möglichkeit geben wird, zu Beamen, weil der Mensch aus ca. 10 Billionen Zellen oder so besteht und setz die mal alle wieder richtig zusammen nach ein paar Sekunden.

Ein Zeitschritt zu machen, also z.B. in die Vergangenheit reisen? Das wäre ja auch nur eine andere Situation bzw. eine neue Umgebung von Menschen, die sich in der Zeit anders Verhalten, weil sie es anders gesehen und gelernt haben.

Kommentar von Mabur ,

Ok  nur um sicher zu stellen, dass wir uns wirklich richtig verstehen. (Vermutlich tun wir das ja). Das Beamen war natürlich nur ein Beispiel um deutlich zu machen, worum es mir geht, ob es sich praktisch umsetzen lässt, ist dabei ja nicht wichtig.

Also angenommen es wird jetzt nicht gebeamt sondern der Körper einmal schmerzlos aufgelöst und in seine Bestandteile zerlegt und dabei auch sein Bauplan analysiert und dann wird an anderer Stelle (nach einer Woche Wartezeit) der Körper mit anderen Atomen wieder nachgebaut. Würdest du auch hier dann nicht von Mord sprechen und würdest du dann noch von demselben "Ich" reden, wenn ich dich richtig verstanden habe, würdest du das durchaus, oder?

Kommentar von NinoP ,

Ja, genau.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten