Frage von Madmoisele, 53

Wenn die Wattzahl eines Notstromaggregates zu gering ausgelegt ist, für z. B. einen Wasserkocher,geht dieser dann kaputt, oder bringt nur weniger warmes Wasser?

Antwort
von Gausta, 18

Du hast es richtig verstanden.

Das Notstromaggregat produziert 1000 Watt, wenn was dran haengst, geht es nur, wenn es max. 1000 Watt braucht, oder weniger. Wenn den beschriebenen Wasserkocher drann haengst, "bekommt" der Wasserkocher nur 1000, also arbeitet der Wasserkocher nur langsammer.

1.Wasserkocher mit 500 Watt: Kein Problem? Oder geht der Wasserkocher
kaputt, weil 1000 Watt ihm zu viel sind. Kein Problem am Aggregat.

RICHTIG!

2.Wasserkocher 1000 Watt: Ideal

RICHTIG

3.Wasserkocher 2000 Watt: Wasser wird nur warm. Und Sicherung an
Aggregat kann herausfliegen oder Schlimmeres. Problem nur am Aggregat.

RICHTIG! Wichtig, immer beachten, das man nie mehr dran haengt, als das Stromagregat her gibt.

Kommentar von Madmoisele ,

Vielen Dank! Ich hätte aber nie vermutet, dass das Aggregat kaputt gehen könnte, da ja es "derjenige" ist der gibt. Und wenn er nicht mehr gibt, hätte ich vermutet, dass der 2000 Wattkocher halt nur "Saft" für 1000 Watt bekommt und halt nur weniger wärmt. Was bin ich froh, dass ich gefragt habe

LG

MADMOISELE

Antwort
von PeterKremsner, 31

Entweder wird das Notstromaggregat kaputt (sollte normal nicht passieren), oder es stirbt ab, oder eine Sicherung im Notstromaggregat schaltet den Strom aus.

Das was unter der zu hohen Last leidet ist immer das Aggregat dem Wasserkocher ist das egal.

Kommentar von Madmoisele ,

Vielen Dank! Ich habe es also richtig verstanden, dass das Aggregat mit 1000 kaputt gehen kann, wenn ich einen Wasserkocher mit 2000 Watt dranhänge. Ich hätte eher gedacht, dass das Wasser nur warm wird, anstatt heiss.

Das heisst, ich muss unbedingt so viel Watt abnehmen, wie das Aggregat hergibt? Habe ich das wirklich richtig verstanden?

Bitte um eine nochmalige Antwort. Vielen Dank!

LG

MADMOISELE

Kommentar von PeterKremsner ,

Wenn dein Wasserkocher 2000Watt hat brauchst du ein Aggregat mit mindestens 2000Watt dauerhafter Ausgangsleistung oder höher, also ein 3000Watt, 4000 oder 5000 Aggregat und aufwärts kannst du problemlos verwenden.

Antwort
von klugshicer, 36

Im günstigsten Fall löst die Sicherung des Generators aus - aber davon abgesehen macht der Betrieb eines Stromgenerators zum Wasserkochen über haupt keinen Sinn. Dazu sollte man besser einen Gaskocher benutzen.

Kommentar von Madmoisele ,

Es war nur ein Beispiel. Hiesse Ihre Antwort dann, ich kann nur Geräte an ein NA hängen, die genau so viel Wattzahl haben, wie das NA?

Kommentar von klugshicer ,

Für die meisten Generatoren ist eine Dauerleistung angegeben - da würde ich auf jeden Fall drunter bleiben.

Ich selber wollte mir auch schon mal einen Generator kaufen aber die Geräte sind alle ineffizient. 

Denn welchen Sinn macht es, aus einer schwankenden Drehstromquelle mittels Laderegler und Wechselrichter, eine Wechselspannung mit einer Rechteckwelle zu erzeugen?

Die meisten Aggregate haben deshalb einen Wirkungsgrad von unter 30%.

Viele Geräte kommen mit der Wechselspannung die aus einem Generator kommt über haupt nicht zurecht!

Da ist es besser wenn man direkt auf Batterie-Lösungen zurück greift die ohne Transformation auskommen. Für Licht und Musik in einem Gartenhäuschen wäre also eine 12 Volt-Lösung die auf Wechselakkus oder Solarzellen basiert wesentlich günstiger.

Kommentar von Madmoisele ,

Bei meinen Überlegungen geht es um einen längeren Stromausfall im Winter. Um die Heizung und Licht und Essen weiterführen zu können. Aber leider machen Sie mir nicht viel Hoffnung.

LG

MADMOISELE

Kommentar von klugshicer ,

@MADMOISELE um deine Gas oder Ölheizung bei einem längeren Stromausfall mit einem Generator versorgen zu können bräuchtest Du einen Umschalter der die Stromversorgung vom Netz des Stromversorgers auf den Generator umschaltet. Nebenbei bemerkt benötigt eine Gastherme nur sehr wenig Strom (in der Regel unter 50 W). 

Ich weiß jetzt nicht ob es Kraftwärmekopplungen gibt, derren Aggregat über eine Batterie gestartet werden kann. Wenn ja dann würde eine Kraftwärmekopplung in Zusammenhang mit einem Pufferspeicher und einem Akku größtmögliche Autonomie bieten.

Kommentar von Madmoisele ,

Vielen Dank. Meine Gasheizung braucht höchstens 500 Watt (Rücksprache Heizungsbauer).

Wegen des Umschalters: Könnte ich da nicht den Stecker der Heizung ziehen und mittels Kabeltrommel mit

Kommentar von klugshicer ,

Gasthermen müssen normaler Weise Verpolungssicher angeschlossen werden - deshalb werden sie auch nicht einfach mit einem Schuko-Stecker angeschlossen, sondern vom Installateur fest verkabelt.

Du brauchst (wenn Du tatsächlich umstecken willst) also so etwas wie das hier und zwar am Generator und an der Gastherme

http://images.google.de/imgres?imgurl=https%3A%2F%2Fwww.huss-licht-ton.de%2Fimag...

Das ganze muss Natürlich von einem Installateur verdrahtet werden - wahrscheinlich ist eine feste Installation des Generators mit Umschaltrelais günstiger. 

Und das mit dem Umschaltrelais funktioniert allerdings nur wenn die Gastherme an einer separaten Sicherung hängt.

Kommentar von dompfeifer ,

Ich zitiere Dich von anderer Stelle:

Geräte an ein NA hängen, die genau so viel Wattzahl haben, wie das NA?

Nein, "genau so viel" ergibt natürlich überhaupt keinen Sinn! Wenn die Summe aller Einzelleistungen  der gleichzeitig angeschlossenen Geräte (gemessen in Watt) die Nennleistung des NA (gemessen in Watt) übersteigt, dann wird das NA überlastet. Dann löst im günstigsten Fall eine Sicherung (oder Schutzschalter) aus.

Zum Vergleich: Eine Stromquelle lässt sich so wenig unterlasten wie eine Straßenbrücke, die bis 5 Tonnen belastbar ist. Da muss nicht jedes Fahrzeug "genau so viel" aufladen! Die Brücke bleibt auch ohne Belastung stehen.

Bei einem unterversorgten Wasserkocher wird das Wasser eben langsam "auf Sparflamme" erwärmt. Bei empfindlichen Geräten der Unterhaltungselektronik dagegen müssen Spannung und Frequenz möglichst genau deren Nennwerten (üblicherweise 230 V und 50 Hz) entsprechen. Und die sind nicht mehr gewährleistet bei einer Überlastung des NA. Da können Geräte ganz oder teilweise ausfallen. Die nehmen allerdings dabei keinen Schaden.

Kommentar von Madmoisele ,

Lieben Dank! Ich fürchte, ich stehe auf der (Strom-)leitung.

Ich möchte es nochmals in meinen Laienworten ausdrücken, um von Ihnen vielleicht nochmals liebenswürdigerweise korrigiert zu werden, falls ich es doch falsch verstanden habe?:

Beispiel Wasserkocher.

Das Notstromaggregat meiner Wünsche bringt 1000 Watt (Honda Eu10i)

1.Wasserkocher mit 500 Watt: Kein Problem? Oder geht der Wasserkocher kaputt, weil 1000 Watt ihm zu viel sind. Kein Problem am Aggregat.

2.Wasserkocher 1000 Watt: Ideal

3.Wasserkocher 2000 Watt: Wasser wird nur warm. Und Sicherung an Aggregat kann herausfliegen oder Schlimmeres. Problem nur am Aggregat.

Falls von diesen drei Möglichkeiten eine die Richtige ist, bitte schreiben welche.

Allerherzlichsten Dank!

MADMOISELE

Kommentar von dompfeifer ,

Bei Stromquellen handelt es sich um maximale Kann-Leistungen (z.B. bis zu 1000 Watt). Wenn das NA maximal 1000 Watt liefern kann, dann reicht das z.B., um gleichzeitig 2 Wasserkocher zu je 500 Watt zu betreiben, weil 2 mal 500 Watt gleich W 1000 Watt ist. Natürlich kann ich das NA auch schadlos mit weniger Leistung belasten. Das Gerät darf auch ganz unbelastet herumstehen mit null Watt Belastung wie z.B. eine unbelastete Straßenbrücke.

Wenn das NA auf maximal 1000 W ausgelegt ist und mit 2000 W (Wasserkocher) belastet wird, ist das NA (keinesfalls der Wasserkocher!) zu 100% überlastet. Das führt zur Zerstörung des NA oder zum zur hilfreichen Sicherungsauslösung. Solange das NA noch funktioniert, wird der Wasserkocher ungefähr mit halber Leistung beheizt. Mit halber Leistung dauert es doppelt so lange, bis die gleiche Menge Wasser zum Kochen kommt.

Deine 3 Punkte sind damit alle richtig: 1.) 500 W kein Problem, 2.) 1000 W ideal, 3.) 2000 W Störfall bzw. verminderte Wärmeerzeugung.

Kommentar von Madmoisele ,

Danke vielmals!

Ich bin zwar 100%ig von der Richtigkeit Ihrer Antwort überzeugt. aber die Logik der Abnahme erschliesst sich mir immer noch nicht, weil ich einfach denke, dass "doch das Aggregat es in der Hand hat" wieviel es abgibt, der Wasserkocher kann doch nur das bekommen, was das Aggregat ihm gibt. Wo fehlt mir jetzt der Gedankenschluss?

(Ich weiss dass ich nerve, aber es interessiert mich schon arg)

LG

Antwort
von dompfeifer, 23

Für den Fall einer Überlastung sollte so ein Notstromaggregat normalerweise geschützt sein, da löst dann einfach eine Sicherung aus. Die muss dann zurückgestellt bzw. ausgetauscht werden.

Wenn der Wasserkocher mangels hinreichender Einspeisung nicht seine Nennleistung bringt, dann wird das Wasser eben etwas langsamer warm.

Kommentar von dompfeifer ,

Ein Gaskocher wäre hier zum Wasser Kochen ohnehin sinnvoller.

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