Frage von Farbton2, 54

Wenn die Temperatur sinkt, verliert der Körper dann an Wärme oder Innerer Energie?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von NoHumanBeing, 28

Er verliert an innerer Energie.

U = (3 / 2) * n * R * T

Als Wärme bezeichnet man thermische Energie, die zwischen zwei Körpern ausgetauscht wird (oder "fließt"). Wenn Du dem Körper Wärme zufließt (oder Arbeit an ihm verrichtet wird), wird sich seine innere Energie wieder erhöhen. Umgekehrt verringert sich die innere Energie eines Körpers, wenn er Arbeit verrichtet oder wenn Wärme von ihm abfließt.

dU = dQ + dW

Kommentar von Hamburger02 ,

Sauber erklärt. Und zu meiner großen Freude ohne "Wärmeenergie". Wenn du jetzt noch "thermische Energie" durch "Energie, die von alleine aufgrund des Temperaturunterschiedes fließt" ersetzt, wirds perfekt. ;-)

Die obere Gleichung gilt nur für ideale Gase.

Antwort
von michi57319, 35

Da Wärme = Energie ist, verliert er also Energie :-D

Antwort
von Floddi, 25

Man glaubt es kaum, aber er verliert Wärme

Kommentar von NoHumanBeing ,

Nein. In der Thermodynamik hat der Begriff Wärme eine spezielle Bedeutung. Es ist das, was zwischen Körpern "fließt". Das was sich "in einem Körper befindet" nennt sich innere Energie.

Kleine Analogie (wenn auch nicht 100 % übereinstimmend): Wenn ich einen Kondensator entlade, dann fließt Strom und es verringert sich seine Ladung (und damit auch seine Spannung - die Proportionalitätskonstante zwischen Ladung und Spannung heißt elektrische Kapazität). Wenn von einem Körper Wärme abfließt, dann verringert sich seine innere Energie (und damit auch seine Temperatur - die Proportionalitätskonstante zwischen innerer Energie und Temperatur heißt thermische Kapazität).

Das eine ist eine "Flussgröße", das andere ist eine "Zustandsgröße".

Kommentar von Hamburger02 ,

Nur eine kleine Anmerkung: Statt Flussgröße wäre "Prozessgröße" korrekter.

Kommentar von NoHumanBeing ,

Stimmt. ;-)

Jedenfalls stimmt die Bedeutung der Fachbegriffe ("leider") nicht mit ihrer Verwendung im Alltag überein.

So kann aus einem System durchaus auch Wärme abfließen (oder Wärme kann einem System zufließen), ohne dass sich dadurch die Temperatur des Systems ändert. Das klingt zunächst unintuitiv, ist aber insbesondere an Phasenübergängen der Fall. Siedendes Wasser beispielsweise bleibt mit der Temperatur "stur" auf seinem Siedepunkt, auch wenn man ihm weitere Wärme zuführt.

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