wenn die kündigung meines arbeitsvertrages unwirksam ist bekomme ich dann eine neu kündigug und wie ändert sich die kündigungsfrist?

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4 Antworten

Ob du eine neue Kündigung erhältst, hängt zunächst mal davon ab, ob der Arbeitgeber einen zulässigen Kündigungsgrund hat und ober deine Entlassung weiter betreiben will.

Die gesetzliche Kündigungsfrist bei einer Betriebszugehörigkeit von 20 Jahren oder mehr beträgt 7 Monate zum Monatsende. Wenn also diesen Monat noch eine Kündigung ausgesprochen würde, könnte sie ebenfalls zum 31.08.2016 wirksam werden. 

Es stellt sich auch die Frage, warum die Kündigung unwirksam ist. 

Üblicherweise versuchen die Arbeitgeber nach einer vergeblichen Kündigung, das Beschäftigungsverhältnis über einen Aufhebungsvertrag mit entsprechender Abfindung zu beenden. Hier haben sich Grössenordnungen von rund einem halben Monatsgehalt pro Beschäftigungsjahr etabliert. 

Einen grundsätzlichen Anspruch auf eine Abfindung gibt es nicht. Bei betriebsbedingten Kündigungen oder bei Kündigungen, die nicht 100% wasserdicht sind, werden üblicherweise Abfindungen gezahlt. 

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Kommentar von juergen1954
27.01.2016, 20:33

es wurde kein kündigungsgrund angegeben .die kündigung kam heute

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Kommentar von Nightstick
27.01.2016, 20:37

Zunächst einmal "steht" die Kündigung, und ob sie unwirksam ist, kann höchstens ein Arbeitsrichter feststellen.

Der Fragesteller sollte sich auch von seinem Betriebsrat nicht auf ein falsche Gleis führen lassen, und unverzüglich einen Fachanwalt für Arbeitsrecht konsultieren!

Des Weiteren sollte er (wie aber schon an anderer Stelle in diesem Thread erwähnt) die 3-Wochen-Frist zur Klageerhebung vor dem zuständigen Arbeitsgericht beachten.

Alles Andere egibt sich dann.

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der betriebsrat  hat festgestellt das formfehler z.b kundigung des lehrvertrags, was nach25 jahren betriebszugehörigkei kaum zutrifft auserdem fehlt der kündigungsgrund wurde heute telefonisch  besprochen . außerdem ist mein arbeitgeber einer der größten in deutschland

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Kommentar von lastgasp
27.01.2016, 20:36

Wie gesagt, gehe zu einem Anwalt. Leider beschreibst Du Deine Situation nur sehr bruchstückhaft. Grundsätzlich muss der Arbeitgeber bei einer Kündigung den Betriebsrat anhören und ihm die Kündigungsgründe so darlegen, dass er zustimmen oder widersprechen kann. Selbst wenn der Betriebsrat widersprochen hat, bedeutet das keine Änderung der Wirksamkeit der Kündigung.

Die Widerspruchsmöglichkeiten des Betriebsrates stellen ein Minenfeld dar.... also noch einmal, nimm Dir einen Anwalt!

https://www.betriebsratspraxis24.de/top-themen/archiv/widerspruch-gegen-kuendigung-voraussetzungen-und-rechtsfolgen/

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Ohne Kenntnis Deines Arbeitsvertrages, der Kündigungsgründe (betriebsbedingte oder verhaltensbedingte Kündigung), der Betriebsgröße und vieler anderer Faktoren kann man Dir nur einen Fachanwalt für Arbeitsrecht empfehlen oder das Rechtssekretariat der Gewrkschaft, wenn Du Mitglied bist.

Was die Abfindung angeht, müsste es schon mit dem Teufel zugehen, wenn Du nicht mindestens 1/2 Monatsgehalt pro Jahr der Beschäftigung bekämst. Wenn 1954 Deine Geburtsjahr ist, kann es auch deutlich mehr werden, manche Kammern finden es extrem unlustig, wenn ein älterer Arbeitnehmer über das Arbeitsrecht entsorgt werden soll.

Wer hat eigentlich festgestellt, dass die Kündigung unwirksam ist?

Beachte die Widerspruchsfrist von 3 Wochen nach Erhalt der Kündigung. Außerdem solltest Du in jedem Fall offiziell Deine Arbeitskraft anbieten. Nur wenn man Dich schriftlich freistellt, kannst Du zuhause bleiben.

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Kommentar von Interesierter
27.01.2016, 20:24

Es gibt keinen grundsätzlichen Anspruch auf eine Abfindung. 

Hier wäre in der Tat der Kündigungsgrund und die tatsächliche Durchsetzbarkeit der Kündigung von Bedeutung. 

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Aus Deinen anderen Fragen entnehme ich, dass Du aufgrund von Krankheit gekündigt wurdest. So einfach ist das nicht. Leider machst Du keine Angaben, warum die Kündigung unwirksam ist, bzw. wer das festgestellt hat.

Da Du vermutlich nicht mehr lange bis zur Rente hast, wird Dir mit ziemlicher Sicherheit ein Richter beim Arbeitsgericht Recht geben, dass Dich Dein Arbeitgeber weiterhin beschäftigen muss.

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Kommentar von Nightstick
27.01.2016, 22:55

Sicher gut gemeint, aber leider alles nur Vermutungen...

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