Frage von Tuetentante, 163

Wenn die Evolutionstheorie so stimmt, müsste es dann nicht viel mehr "Zwischenarten" geben?

Man kann ja z.B. strikt zwischen Menschen und anderen Menschenaffen unterscheiden. Aber wieso gibt es da nicht viel mehr Individuen, die zwischen z.B. Schimpanse und Homo Sapiens liegen, d.h. wieso gibt es da so wenige "Grauabstufungen" ?

Antwort
von MarkusKapunkt, 61

Solche "Grauabstufungen" gibt es, und zwar sehr, sehr viele. Eigentlich ist jedes einzelne Lebewesen eine kleine Grauabstufung, weil es seinen eigenen, ganz individuellen genetischen Code in sich trägt. Hat dieses Lebewesen viele Nachkommen, geben diese seine Gene wieder an die nächste Generation weiter. Hat es keine Nachkommen, geht sein persönlicher Code verloren. Der Code wird bei jedem Generationenwechsel jedes Mal neu rekombiniert: die genetischen Merkmale werden ja schließlich von Mutter und Vater gleichermaßen vererbt. Deshalb siehst du deinem Großvater und Vater nur ähnlich, du bist aber keine genetische Kopie, sondern etwas völlig neues.

Gehst du jetzt einmal zehn Generationen mehr zurück, wirst du feststellen, dass du deinem Urururururururgroßvater schon kaum noch ähnlich siehst. Vielleicht hast du seine Ohren oder seine Nasenform, aber würde man das Foto von dir und deinem Vorfahren unter die Fotos von zwanzig anderen Menschen legen, würde niemand, nicht einmal du selbst oder deine Eltern drauf kommen, welcher von denen denn nun dein Verandter ist (höchstens durch Zufall).

Wenn du stattdessen nun mehrere Tausend (!) Generationen zurückgehst, wird die Ähnlichkeit zwischen dir und deinen Vorfahren immer mehr abnehmen. Zwar erkennst du sie immer noch als Menschen, aber auch wenn es deine Vorfahren sind, würdest du keine sichtbaren Erkennungsmerkmale von denen bei dir selbst finden.

Bei einigen Zehntausend Generationen würdest du dich bereits Fragen, ob deine Vorfahren überhaupt noch als Menschen bezeichnet werden können. Sogar eure Gene wären nun nicht mehr kompatibel - würdest du mit einer Zeitmaschine zu ihnen reisen und dir einen von denen als Partner wählen, würden eure Kinder unfruchtbar sein - oder sogar überhaupt nicht mehr lebensfähig.

Wenn du nun mehrere Hunderttausend Generationen zurückgehst, würden deine Vorfahren dir nun tatsächlich wie Tiere vorkommen, die du dir eher im Zoo vorstellen kannst als in deinem Familienalbum.

Jetzt wird es interessant: Wenn ein Schimpanse jetzt genau das gleiche tun würde wie du und ganz ganz viele Generationen zurückginge, würde er irgendwann auch bei diesen Vorfahren ankommen. Irgendwann braucht ihr dann nur noch ein gemeinsames Familienalbum. Geht ihr noch weiter zurück, dann kommt irgendwann noch das Familienalbum von Familie Gorilla dazu, und noch weiter und immer weiter zurück schließt ihr euch dann alle auch mit Familie Orang Utan zusammen. Aber auch der Orang Utan würde ziemlich dumm aus der Wäsche gucken, wenn du ihn neben euren letzten gemeinsamen Vorfahren stellen würdest - der Orang sieht diesem nämlich genauso wenig ähnlich wie du und würde es sicher auch kaum glauben, dass er mit ihm verwandt ist.

Wie du siehst, hat es in diesen ganzen Rückblicken in die Familienbücher keine Zwischenspezies gegeben. So etwas existiert nicht. Evolution passiert von Generation zu Generation und braucht viele tausend kleine Schritte, bis Veränderungen sichtbar werden.

Antwort
von uteausmuenchen, 65

Hallo Tuetentante,

umgekehrt wird ein Schuh draus: Alle Tierarten und fossilen Funde sind Übergangsformen, denn sie lassen sich in die Stammbäume einordnen. Man findet entsprechend nichts anderes außer Individuen, deren Merkmale zwischen denen der Individuen sind, die vor oder nach ihnen in den Stammbäumen stehen.

Gleichzeitig - und das ist sogar eine Vorhersage der ET(!) - wird unser Bild der Stammbäume immer lückenhaft sein, weil Fossilisation ein extrem seltener Prozess ist.

Für einige Äste der Stammbäume ist die Entwicklung recht engmaschig und somit gut belegt. Die Wale zum Beispiel.

Bei uns selbst ist der Stammbaum dagegen deswegen von größeren Lücken geprägt, weil unsere Vorfahren in trockener Savanne oder Baumlandschaft lebten, in der es fast nie zur Fossilisation kommt. Entsprechend groß sind dann die Unterschiede in den Merkmalen der zeitlich weit auseinander liegenden Funde.

Unser Körper weist aber gleichzeitig eine Vielfalt von Hinweisen auf die Evolution auf. Reiht man die bekannten Vorfahren aneinander, dann sieht man sehr oft sogar sehr deutlich den allmählichen Wandel mancher Merkmale.

Sehr schön dokumentiert das Neil Shubin in seiner kleinen Fernsehreihe über unsere "Geheimen Vorfahren", die Du Dir in der Mediathek des ZDF kostenlos ansehen kannst. Danach sollte die Frage eigentlich restlos beantwortet sein.

=)

http://www.zdf.de/zdfinfo/unsere-geheimen-vorfahren-37421730.html

Grüße

Antwort
von dadita, 69

Nein müsste es nicht. Schimpansen und der heutige Mensch haben einen gemeinsamen Vorfahren, aus dieser Population haben sich die beiden heutigen Spezies entwickelt. Jede Spezies füllt ihre eigene ökologische Nische aus. Warum sollte es also heute "Zwischenstufen" zwischen Schimpansen und Mensch geben? Welche Rolle im Ökosystem sollten diese ausfüllen? 

Antwort
von kami1a, 3

Hallo! Kaum etwas ist so oft und gut bewiesen wie die Evolutionstheorie zumal die Evolution sich auch heute noch permanent beobachten lässt. 

Alles Gute.

Antwort
von kindgottes92, 67

Die Individuen innerhalb einer Art vermischen sich ja immer wieder miteinander und tauschen dabei Genmaterial aus. Dadurch bleibt die Kompatiblität und eine gewisse Ähnlichkeit erhalten.

Auseinander entwickeln sich Arten nur dann, wenn sie auch räumlich voneinander getrennt sind oder aus einem anderen Grund keine Vermischung mehr stattfinden kann.

Beim Menschen wären Hautfarben ein Beispiel. Wenn die Menschheit schon immer so global unterwegs gewesen wäre, wie wir das heute sind, hätten sich wahrscheinlich keine so stark unterschiedlichen Hautfarben zwischen den Kontinenten entwickelt. Da aber bis vor relativ kurzer Zeit Vermischungen die Ausnahme dargestellt haben, konnten sich die Menschen auf den verschiedenen Erdteilen unterschiedlich entwickeln. In diesem Fall liegen nur leichte optische Veränderungen vor und es handelt sich immer noch um die selbe Art (Homo Sapiens). Wenn so eine Trennung aber lange Zeit anhällt, können sich daraus auch unterschiedliche Arten Entwickeln, wie z.B. asiatische und afrikanische Elefanten.

Antwort
von hydrahydra, 76

Weil Arten sich kontinuierlich weiterentwickeln und eben nicht jede Zwischenform für sich weiter existiert. Siehe die Urmenschen, die ja ausgestorben sind.

Abgesehen davon hat sich der Mensch nicht aus dem Schimpansen entwickelt, wir haben lediglich gleiche Vorfahren.

Antwort
von FelixLingelbach, 47

Schimpanse und Mensch liegen schon zu weit auseinander. Die Zwischenform, den Affenmenschen, gibt es nicht mehr. Der sah aus wie ein Schimpanse, ist aber schon aufrecht gegangen. Wenn man aber genau guckt, findet man doch noch Übergangsformen, nämlich Menschen, die so blöd sind wie ein Stück Kastenweißbrot oder Affen, die Englisch gelernt haben.

 

Die Gene der Vormenschen stecken noch in uns drin. Immer wieder werden Menschen mit Fell oder sogar mit einem Schwanz, mit fehlender Sprachentwicklung oder der Unfähigkeit zum aufrechten Gang geboren. Wenn man das wollte, könnte man aus unserem Genpool den Australopithecus zurück züchten. 

Kommentar von Christian3684 ,

Das sind Fehlentwicklungen - wie auch Menschen mit zwei Köpfen - das hat aber nichts mit angeblichen Vorfahren zu tun. So ist der aufrechte Gang ein Unterscheidungsmerkmal  zu den Affen.

Wieso es dazu kommen konnte, konnte bis heute nicht erklärt werden. So sind z.B. die Baum-Savanen oder Wasser Theorie weder befriedigend, noch sind sie eine wirkliche Erklärung wie es zum aufrechten Gang gekommen ist und die damit  angebliche verbundene Gehirnentwicklung, was ja wesentliche Unterscheidungsmerkmale zu den Affen sind.

Kommentar von FelixLingelbach ,

Ok, dann bin ich selber eine solche Fehlentwicklung. Wieso haben manche Menschen einen IQ von 140 und mehr, ich aber nicht? 

Alle diese verschiedenen Entwicklungslinien zum Menschen standen immer wieder in Verbindung. Es gab immer wieder einen gemeinsamen Genpool. Dass ich so dumm bin, liegt daran, dass ich eben nicht der pure letzte Schluss des sapiens bin, sondern nach der Genetik von Volkmar Weiss z. B. ein M1M2-Hybride. In mir steckt immer noch der erectus.

Das Gerede von den verschiedenen Vormenschen- und Frühmenschenarten ist Blödsinn. Die laufen alle noch hier rum. Der homo sapiens ist nur eine Fiktion, ein Durchschnitt.

Interessanter als Wat- oder Savannenhypothese ist übrigens die Sozialhypothese. Kein großer Affe trägt Essen zu seiner Familie. Hier könnte man den Anstoß zum aufrechten Gang und zur Gehirnentwicklung vermuten.

Es grüßt der erectus von nebenan :-)  

Kommentar von Christian3684 ,

Eine weitere Hypothese, die weder die anatomische Veränderung noch die angebliche Veränderung der Hirnkapazität erklären kann.

Es ist deshalb erstaunlich welche Hypothesen aufgestellt werden, um die angeblichen Veränderung begründen zu können, aber in Wirklichkeit nichts beweisen.

Kommentar von FelixLingelbach ,

Dann erkläre ich es genauer: Wer auf zwei Beinen geht, hat die Arme frei und kann viele Sachen herbei tragen. Seinen Kindern wird es daher besser gehen: ein evolutionärer Vorteil. Der erste. Die Leute sind dann sehr lange auf zwei Beinen aber ohne ein größeres Gehirn unterwegs gewesen, Millionen Jahre.

Es ist die Natur einer These, dass sie nichts beweisen kann. Man stellt eine Behauptung auf, und überprüft dann, ob es Indizien dafür gibt und diskutiert. 

Thesen, warum es dann zu diesem im Vergleich sehr schnellen und enormen Gehirnwachstum kam, gibt es auch einige, doch nicht die eine These, die sich durchgesetzt hat. Klar scheint zu sein, dass zuerst der aufrechte Gang und damit die Möglichkeit zu jagen notwendig war. Auch scheint die Beherrschung des Feuers und damit eine wesentlich weniger energieintensive Verdauung einen Boost gegeben zu haben.    

 

Kommentar von Christian3684 ,

Wenn Deine Erklärungen (Thesen) stimmen würde, dann müsste diese Notwendigkeiten genauso bei allen anderen Affenarten stattgefunden haben. Das würde bedeuten, dass es aufgrund dieser Notwendigkeiten (existenziellen Vorteile) keine Affen mehr geben dürfte. Warum also diese Vorteilsentwicklung nur bei einer einzigen Affenart und bei allen anderen nicht? Deshalb  widerspricht diese These (Annahme) jeder Logik!

Kommentar von FelixLingelbach ,

Und warum sind nicht aus Reptilien Säugetiere geworden, oder aus allen Säugetieren Elefanten?

Antwort
von mexp123, 77

Es gibt eigentlich so viele verschiedene Formen von Lebewesen der "gleichen" Art. Allein viele viele Menschenaffen es gibt. Die haben sich halt ihrem Lebensraum angepasst und da gibt es halt nur eine "optimale" Form, und die anderen überleben es nach Darwins Theorie nicht.
Außerdem sind Menschen ja auch nicht eine komplett identische Spezies. Hat ja auch einen evolutionären Grund, warum zB die Menschen in Skandinavien "traditionell" blonde Haare und helle Haut haben, während Menschen Nähe des Äquators dunkle Haut, dunkle Augen etc haben. :)
Also im Endeffekt sind das die grauabstufungen die du vil meinst.

Kommentar von mexp123 ,

Blöde Autokorrektur, ich hoffe man kann es trotzdem gut lesen :/

Kommentar von Tuetentante ,

nichtsdestotrotz kann man ja trotzdem ein Individuum eindeutig in Mensch oder z.B. Schimpanse einteilen. Hätte mir bei der Evolutionstheorie aber schon vorgestellt, dass es da deuuutlich mehr Übergangsformen zwischen Schimpanse und Mensch gibt.

Kommentar von hydrahydra ,

"dass es da deuuutlich mehr Übergangsformen zwischen Schimpanse und Mensch gibt" --- Menschen haben sich nicht aus Schimpansen entwickelt, sondern beide aus einer mittlerweile ausgestorbenen Art. Und man hat jede Menge Urmenschen gefunden. Die sind zwar nur ein kleiner Einblick in die Entwicklungsgeschichte des Menschen, aber sie sind ein Einblick.

Kommentar von mexp123 ,

Aber weder Schimpanse noch Mensch ist eine "übergattung" sondern nur ein Zweig eines unendlichen "evolutionsbaums" wenn man das so will.
Es gibt doch nicht nur Schimpansen als Menschenaffen, es gibt noch lauter andere menschenaffenarten... Und aus irgendeiner überart der Menschenaffen hat sich halt dann langsam mal der homo sapiens entwickelt.
Drum ist es falsch gedacht zu sagen, es gibt so wenig Vielfalt, wenn man die ganzen anderen Arten von menschenaffenarten sich anschaut.

Was meinst du außerdem mit übergangsformen? Es gab ja übergangsformen vom Menschenaffen zum Menschen. Die haben sich aber nicht etablieren können

Kommentar von mexp123 ,

Genau hydrahydra! 👍🏻

Kommentar von mexp123 ,

Sorry für meine schlechte Grammatik, mit dem Handy ist das echt übel 😄

Antwort
von Andrastor, 44

Wie oft kommt diese Frage eigentlich noch? Die ist hier auf dem Forum sicher schon hundertmal gestellt worden -.-

Die Zwischenstufen verschwinden, bzw. verschwanden um besser angepassten Arten Platz zu machen. Die Arten wie wir sie jetzt kennen, sind nichts weiter als Zwischenstufen zu neuen Arten.

Selbst der Mensch wird sich noch weiter verändern, denn Evolution hört niemals auf.

Kommentar von Tuetentante ,

aber wenn sich der Mensch ein bisschen verändert, dann verschwindet dieses Individuum mit seinen Nachfahren ja nicht sofort, sondern es braucht schon Zeit und eine einigermaßen "lebensfeindliche" Umgebung, sodass wirklich nur der ursprüngliche Mensch überlebt und diese neue "Art" es nicht schafft...und bei so vielen Mutationen, die es wohl gegeben hat, können nicht einfach alle ausgestorben sein

Kommentar von hydrahydra ,

"und bei so vielen Mutationen, die es wohl gegeben hat, können nicht einfach alle ausgestorben sein" --- Doch, natürlich. Mutationen treten zunächste bei Individuen auf, setzen sich dann aber in der gesamten Art durch, wenn sie von Vorteil sind. Da gibt es eben nicht bei jeder Mutation gleich eine neue Art.

Kommentar von Andrastor ,

@Tuetentante:

Ist eine Mutation unvorteilhaft, sinken die Überlebenschancen des Individuums gewaltig und damit auch seine Chancen die Mutation weiterzugeben.

Vorteilhafte Mutationen jedoch, erhöhen sowohl die Chancen auf das Überleben und die Fortpflanzung.

Bestes Beispiel: Blaue Augen.

Die Ursprüngliche Augenfarbe des Menschen war braun. Durch eine Mutation wurde sozusagen der erste blauäugige Mensch geboren und die neue Augenfarbe sicherte diesem Menschen bessere Chancen bei der Fortpflanzung.

Alle Augenfarben mit der Ausnahme von braun sind Mutationen.

Antwort
von Mabur, 72

Was meinst du mit wenig Grauabstufungen Affen und Menschen haben einen gemeinsamen Vorfahren aber danach haben sie sich unterschiedliche entwickelt über schon eine ganze Reihe unterschiedlicher Vorfahren, die eine zeitlang lebten und dann ausstarben - heute haben wir noch die Skelette von dennen, also was genau meinst du mit wenigen Grauabstufungen?

Antwort
von Ju202, 56

Entweder sind die Zwischenarten ausgestorben oder sie haben sich wieder mit den Hauptarten vermischt.

Antwort
von Supabrain0001, 76

Nein die Kirche sagt das es so ist und so ist es nunmal bum auf einmal war die Stirn weg bums auf einmal das fell ging ganz schnel Augenzwinker! Übrigens ist diese theorie sehr umstritten kaum noch haltbar. Alleine das es Archäologie gibt die von der Zeit datierung mehr als 10000Jahre alt ist und funde gemacht worden ist das alles schon etwas fragwürdig mit dem zeugs.

Kommentar von hydrahydra ,

"Übrigens ist diese theorie sehr umstritten kaum noch haltbar" --- Im Gegenteil, sogar schon live beobachtet worden: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/langzeitversuch-experiment-stellt-evolu...

"Alleine das es Archäologie gibt die von der Zeit datierung mehr als
10000Jahre alt ist und funde gemacht worden ist das alles schon etwas fragwürdig mit dem zeugs." --- Was soll daran fragwürdig sein?

Kommentar von mexp123 ,

Haha die Kirche würde sowas schonmal gar nicht behaupten. Jedenfalls keine der großen Religionen...
Was soll denn fragwürdig sein daran? Kann nur empfehlen mal in einen Fossilienpark zu gehen, wo ammoniten verschüttet wurden und sich nun Gestein mit deren abdrücken drin befindet (die hat da bestimmt keiner "reinmanipuliert" und in den letzten 500 Jahren ist das auch nicht entstanden ;) ). Einfach mal selber ein bisschen "Archäologie" betreiben und sich überzeugen lassen

Kommentar von MarkusKapunkt ,

Ihr schmeißt hier einiges völlig durcheinander. Archäologen suchen im BODEN nach historischen Zeugnissen vom Menschen und versuchen so die genauen Lebensumstände unserer (menschlichen und NUR menschlichen!) Vorfahren zu rekonstruieren. Die Damen und Herren, die im GESTEIN nach Fossilien (wie zum Beispiel Ammoniten) suchen, nennt man Paläontologen.

Antwort
von Hakiman, 15

Natürlich müsste es unendlich viele "Grauabstufungen" im Fossilbericht geben. Das Fehlen dieser und natürlich lebender Bindeglieder ist einfach der Beweis, das die Evolutiontheorie falsch ist. :)

Kommentar von uteausmuenchen ,

Nein, die Mär von den angeblich fehlenden Übergangsformen ist eine der beliebtesten der Kreationisten, aber eben auch eine der falschesten. Jede fossile Form ist eine Übergangsform...

Hier sind die Irrtümer der kreationistischen Darstellungen sauber zusammengeschriben:

http://www.martin-neukamm.de/junker2_3.html

Kommentar von Hakiman ,

Selbst wenn alles im Fossielbericht Übergangsformen sind, was natürlich Unsinn ist, kann die Evolutionstheorie Ihr plötzliches Erscheinen (s.Kambrium- Explosion) nicht erklären. Es fehlen dann einfach die Übergänge zu den Übergängen...  :)

Antwort
von DukeSWT, 67

Das ist ja auch das Problem. Wir vermehren uns in den letzten Jahren wie Bakterien und davor gibt es fast keine Bevölkerungswachstümer, geschweige denn Beweise für Zwischenstufen. Ok, Knochen, aber anhand von Knochen kann man alles behaupten. Evolution ist eine Lüge, die gab es gar nicht. Ich empfehle Vorträge von Roger Liebe und Werner Gitt.

Kommentar von hydrahydra ,

"anhand von Knochen kann man alles behaupten" --- Viel wichtiger, man kann vieles damit belegen. Aber wer hier auf unwissenschaflich daher schwurbelnde Kreationisten verweist, der wird und will das eh nicht verstehen...

Apropos Bakterien und Evolution: Bei Bakterien kann man der Evolution sogar zuschauen:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/langzeitversuch-experiment-stellt-evolu...

Kommentar von mexp123 ,

Also wer schon mal in nem Zoo war und die Menschenaffen angeschaut hat (bzw mal was von den Fähigkeiten gehört hat, die man diesen Tieren antrainieren kann, von lesen bis zum sprechen einer eigenen Zeichensprache zur Kommunikation mit den Menschen) und dann noch behauptet, die wären uns in keiner Art und weise ähnlich, dass gemeinsame Vorfahren ausgeschlossen sind, der muss was nicht verstanden haben 🙈

Kommentar von dadita ,

Evolution ist ein Fakt und ein fließender Prozess. Die Abgrenzung in "Zwischenstufen" ist also nicht wirklich sinnvoll und veraltet. 

Knochen sind sehrwohl ein Beleg, wie auch DNA-Sequenzabgleiche und zahlreiche andere Belege welche die Evolution zu einer der am besten belegten wissenschaftlichen Theorien überhaupt machen. Evolution ist Fakt. 

Der Grund warum unsere Bevölkerung in den letzten Jahren anwuchs liegt in der Industrialisierung und der Fähigkeit größere Populationen zu ernähern. Als unsere Vorfahren noch Jäger und Sammler waren war dies schlicht nicht gegeben  

Kommentar von DukeSWT ,

@ hydrahydra Das ist auch keine Evolution, sondern Adaption @mexp123 Ähnlichkeiten und Talente im Tierwesen sagen noch lange nichts über gleiche Vorfahren aus. @dadita Sagt der, der noch nie das "Anfangswesen" gesehen hat und nicht in der Steinzeit dabei war. Frage an alle: Warum kann man Kohle mit der Radiocarbonmethode datieren - ist doch angeblich vor Milliarden Jahren entstanden - und warum kamen bei einer Untersuchung von frisch gebildetem Vulkangestein sehr viele unterschiedliche Ergebnisse heraus, obwohl das Zeug 50 Jahre alt war?

Kommentar von hydrahydra ,

"Das ist auch keine Evolution, sondern Adaption" --- Adaption ist ein Aspekt von Evolution.

"Warum kann man Kohle mit der Radiocarbonmethode datieren" --- Man kann entsprechende Messungen durchführen, bringt nur nichts Aussagekräftiges, da das Alter der Kohle zu hoch ist. Dafür gibt es dann die Kalium-Argon-Datierung. Das weiß man im Wissenschaftsbetrieb auch.

"ist doch angeblich vor Milliarden Jahren entstanden" --- Nein, nur etwa 500 Mio. Jahre. Stichwort 'Karbon-Zeitalter'. Aber schon klar, dass einen Kreationisten solche Details nicht interessieren.

"und warum kamen bei einer Untersuchung von frisch gebildetem
Vulkangestein sehr viele unterschiedliche Ergebnisse heraus, obwohl das Zeug 50 Jahre alt war?" - Das Zeug mag vor 50 Jahren an die Oberfläche gekommen sein, aber es ist nicht erst dann entstanden und kann beim besten Willen nicht als einheitliche, unkontaminierte Probe verstanden werden. Zudem ist Vulkangestein nicht organisch und daher eher schwierig, was die Radiocarbonmessung angeht. Darum nimmt man auch hier die Kalium-Argon-Datierung.

Kommentar von dadita ,

Das Anfangswesen war eine simple Zelle, welche in Folge von Abiogenese entstanden ist: 

https://www.newscientist.com/article/mg21128251-300-first-life-the-search-for-th...

Kohle ist nicht vor Milliarden Jahren entstanden, ihr Alter wird auch nicht mit der Radiocarbonmetjode gemessen. Die Radiocarbondatierung bei Lebewesen basiert auf der Aufnahme von Radioisotopen aus der Umwelt. für die Messung von Gestein ist sie daher nur bedingt geeignet 

http://www.praehistorische-archaeologie.de/wissen/datierung/14-c/

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