Wenn die Angst mitreitet?

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6 Antworten

Ich kenn das Gefühl, 

Ich bin im Winter (ca Dezember)mal gestürzt, gegen die Bande, hatte Gedächtnislücken und so, Gehirnerschütterung etc. Einige schlimme/traurige Dinge fielen mir nach ein paar min wieder ein

Dann kam ich zu Beginn der Saison (so Februar) (vor zwei Jahren jetzt) noch nicht einmal über einen Sprung von einem halben Meter. (Vorher bin ich jedes L geritten) ich hatte Angst, habe angehalten, hatte alle schreckszenarien im Kopf. Hatte regelmäßig heulkrämpfe auf dem Pferd. 

Aufgeben kam nicht in frage, 

Mein Vater ist mein Trainer, und mir hat es geholfen dass er es war. Denn ich hatte im Kopf, egal wie schlecht ich bin, und wenn ich beim zwanzigsten Mal es nicht schaffe über diesen Mini kleinen Sprung zu springen. Mein Vater gibt mich nicht auf. Er versucht es wieder mit mir, wenn es sein muss jeden Tag. Immer die gleiche Situation, ich wusste er kann nicht anders als morgen wieder da zu stehen und mir mit allen Mitteln zu helfen die er hat. Natürlich hat es auch geholfen dass er kein Mensch ist der sich vor sorge überschlägt und dass er mich nicht nur mit Samthandschuhen anfasst.

Zurück in den Parcours habe ich es geschafft indem ich mich gezwungen habe dem Pferd zu vertrauen:

Einen ganz kleinen Sprung aufbauen, steil, dann ist es egal wenn du nicht ganz mittig kommst, langsam galoppieren, sodass das Pferd eher untertourig ankommt und nicht mit Kraft und Schwung losspringt sondern einen kleinen dazu macht. In diesem untertourigem Tempo galoppierst du auf den Sprung zu, und dann musst du dich zwingen loszulassen, locker, nach vorne gehen, Luft geben. Da der Sprung klein ist auch danach locker sitzen, langsam zurückkommen, einfach weitergaloppieren lassen.

Lass ihn einfach springen, denk dir, was soll denn schon passieren? Man galoppiert langsam, langsam, langsam auf einen ganz ganz kleinen Sprung zu, das Pferd schaut selbst, du machst die Distanz nicht. Das kommt erst später alles wieder wenn du wieder hin galoppierst.

Das wichtige an dieser Übung ist. Lass los! Zwinge dich dem Pferd zu vertrauen dass es dich dort rüber trägt. Du tust quasi gar nichts außer das Pferd schauen zu lassen. 

Nach diesem Punkt, quasi augen zu, auch Zügel nicht verkrampfen und nur auf einen zu kommen lassen. Ab da hatte ich es wieder kapiert. Es geht, ein Sprung ist machbar und es ist realistisch dass ein Pferd einen dort hinüberträgt, auch ohne dass man selbst groß was macht, das Pferd schaut mit.

Die ersten kleinen Parcoure bin ich auch noch so geritten, eher langsames Tempo, zwingen locker zu sitzen überm Sprung und lenken zum nächsten. Dem Pferd vertrauen dass es dich auf jeden Fall (vorallem über diese kleine Höhe) einfach drüber trägt.

Das Selbstvertrauen wächst dann wieder, ich konnte wieder zureiten, distanzen annehmen und dementsprechend auch vor oder zurück reiten. Mit Schwung durch Kurven und weiter reiten. Aber das ergibt sich dann mit der Zeit. Nehme den Druck von dir, sage dir selbst:

Du bekommst auch noch 100 nächste Chancen, irgendwann wirst du es schaffen. Also warum nicht direkt diese Chance nehmen? Vertrau dem Pferd, lass los

Ich wünsche dir, dass du deine Barriere im Kopf schaffst zu überwinden :) und auch sonst noch viel Glück und Erfolg :)

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Ich bin früher oft geflogen. Hat mir nicht viel ausgemacht. Bei einem Ausritt dann war die Stute, die ich da ritt, nicht so ganz willig. Wir waren gerade auf einem asphaltiertem Weg zum Feldweg unterwegs. Da hatte ich das erste Mal Schiss, dass die Stute buckelt, wenn ich sie mit der Gerte mal antippe. Und ich dann runterfliege.

Ich bin damals viele verschiedene Pferde geritten, alles Schulpferde. Im Unterricht bin ich immer eine ganze Zeit lang ein Pferd geritten, bevor es wieder einen Wechsel gab. Das eine konnte man nicht anbinden. Das andere war an der Kruppe total empfindlich. Der eine ist die erste Zeit im Einzelgalopp erst mal im Renntempo los. Damals hab ich einiges gelernt. Richtig sattelfest hat mich aber ein privates Pony gemacht, dessen Sattel kaputt war. Also ohne Sattel reiten. Wenn es keine Lust mehr hatte, dann hat es alles versucht, um mich abzuschütteln. Von schnellen Hinterhandwendungen bis hin zum buckeln.

Bei meinen Stürzen ist nie was passiert und ich bin immer direkt wieder drauf. Aber jetzt bin ich schon über 10 Jahre nicht mehr geritten. Aber ich möchte nächstes Jahr wieder anfangen. Aber du glaubst gar nicht, was für einen Schiss ich habe - vorm runterfallen. Ich merke sogar, dass ich im Verhalten gegenüber einem Pferd auch nicht mehr so selbstbewusst bin. Ich habe letztes Jahr einen Bodenarbeitskurs mitgemacht und dieses Jahr mein erstes Abzeichen (Basispass). Und habe es geschafft, dass eine schwierige Stute von mir Kenntnis nimmt beim Führen.

Wenn ich wieder anfange, dann auf jeden Fall erst mal an der Longe. Dann Einzelstunden und erst dann Gruppe. Ein Pferd mit einer hohen Aufrichtung bietet mir auch Sicherheit (gefühlt). Aber wenn ich das Pferd kenne, und weiß, dass es ein Verlasspferd ist, dann hilft mir das auch sehr viel. Der Rest wird sich dann hoffentlich mit der Zeit geben.

Vielleicht solltest du auch mal in dich gehen und versuchen rauszufinden, wovor du ganz genau Angst hast. Vermutlich wieder so böse zu stürzen. Du schreibst, Dressur klappt. Hast du mal überlegt, ob du bezüglich des Springens nicht wieder von ganz vorne anfangen willst? Also Stangenarbeit, wenn das alles klappt Cavalettis. Dann auf Hindernisse in Cavalettihöhe und erst dann das ganze langsam steigern. Und immer nur soviel, wie du dich absolut Wohl dabei fühlst.

Notfalls würdest du lange Zeit aufs Springen in dem Sinne verzichten müssen. Aber du musst auch dein Vertrauen zu dir und dem Pferd (auch wenn es ein anderes ist) erst mal komplett neu aufbauen. Lasse dir dabei die Zeit die du brauchst. Aber ich denke, dass dieser Weg früher oder später zu deinem Ziel führen wird. Als Ergänzung dazu wäre es natürlich auch überlegenswert, dir professionelle Hilfe zu holen. Das muss dir auch absolut nicht peinlich sein oder so.

Bitte gib die Hoffnung nicht auf. Ich bin bestimmt 10 mal vom Pferd geflogen, höchstens einmal hatte ich eine kleine Schramme am Rücken. Du hattest zweimal richtig Pech. Aber kein Grund, komplett aufs Reiten verzichten zu müssen. Ich drücke dir beide Daumen!

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Du hast ja was hinter dir... was soll man da sagen?! Grundsätzlich kann gegen Angst helfen, sich 2 Szenarien vorzustellen: 1) Situation im Kopf durchspielen und vom best case ausgehen - du legst eine absolute Glanzleistung hin, dein Pferd fliegt nur so über die Hindernisse, du reitest alle Hindernisse in perfektem Tempo und Winkel an, euch unterläuft nicht der kleinste Fehler. 2) Worst case: ihr stürzt. So. Und nun kann man überlegen, was ist das wahrscheinlichste, was passieren wird? Das wird sein, dass ihr im Großen und Ganzen gut über die Hindernisse kommt, vllt der ein oder andere kleine Fehler passiert, aber nichts schlimmeres. Fakt ist aber nun auch mal, dass - gerade im Springen - halt auch immer mal was sein kann. Vllt hilft dir, erst mal wieder mit Minisprüngen anzufangen. Außerdem würde ich mit dem Pferd auf jeden Fall an der Durchlässigkeit u. vor allem am versammelten Galopp arbeiten.

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Kommentar von verenakri
18.06.2016, 19:14

Dankeschön für die Antwort!

Leider kommt mir der Worst-Case-Gedanke immer wenn ich (mit ihm) Sprünge anreite. Ein weiteres Problem - er liebt springen und wird vor allem bei niedrigeren Sprüngen sehr schnell und dann bekomme ich noch mehr Angst :( Jedenfalls arbeiten wir jetzt dressurmäßig weiter! lg

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Ja so was in der Art ist mir auch widerfahren das ist nun ca. 9 Jahre her. Hatte einen schweren Reitunfall mit teils gebrochenen Rippen, schwere Gehirnerschütterung (trotz Helm) und einen Bänderriss. Was soll ich sagen? Ich war total traumatisiert, konnte die erste Zeit auch gar nicht über den Unfall sprechen.

Als dann die genannten 8 Wochen Genesung (naja hab mich nicht wirklich dran gehalten) um waren, konnt ich mich nicht auf ein Pferd setzen, ich hatte Angst. Also, noch 3,4 Anläufe gemacht aber die Angst war einfach zu groß.

Bin dann wütend (über mich) nach Hause gefahren und hab meinem Mann die Ohren vollgeheult. Der hat den Vorschlag gemacht, einen bekannten Bereiter/Reitlehrer kommen zu lassen, der mit mir alles besprochen hat und mich soweit brachte, dass ich mich (wenn auch zitternd) auf ein Schulpferd an der Longe setzen konnte. Wir haben dann Atemtechnik, autogenes Training und Balanceübungen etc. gemacht und nach knapp 10 Stunden konnte ich wieder alleine reiten. Zuerst nur in der Halle und auf dem Platz, dann langsam auch wieder im Gelände.

Hätte ich diese Hilfe nicht angenommen oder wäre ich mir zu stolz gewesen, würde ich heute nicht mehr reiten, hätte keine eigenen Pferde mehr und mein Hobby hätte ich an den Nagel gehängt.

Wenn du´s allein nicht schaffst, hol dir Hilfe und Unterstützung, denn das ist keine Schande. Das macht´s viel leichter wenn man wirklich Angst hat, wenn dir jemand helfend die Hand reicht.

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Kommentar von verenakri
18.06.2016, 18:59

Danke für die Antwort!

Ich habe es schon mit meinen Trainern von zuhause und mit den Trainern, die regelmäßig kommen, versucht. Leider ohne Erfolg :/. Dressur (mit anderem Pferd, oder auch mit dem "Sturzpferd") funktioniert problemlos. Mentaltraining hatte ich auch schon - ohne Erfolg. 

Meiner Meinung nach funktioniert es nicht mehr, da ich nicht "sofort" wieder springen konnte (meine Verwandten sind meine Trainer) und die hatten (verständlich) auch Angst um mich :( 

Danke trotzdem für die Antwort!

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Ich kenne dieses Gefühl Angst zu haben sehr gut. 

Damals bin ich gerade ungefähr 1,5 Jahre geritten. Das war eine Reitschule mit einer sehr kleinen Halle. Ich bin galoppiert und mein Pony ist auf einmal losgerannt. Weil die Halle so klein war, waren die Kurven auch sehr eng und mein Pony ist mit der Hinterhand weggerutscht und mit mir zusammen gestürzt. Ich hab mir zwar nicht viel getan und bin auch gleich wieder aufgestiegen, aber von Woche zu Woche bekam ich mehr Angst, bis ich mich irgendwann nicht mal mehr getraut habe zu treiben...

Mein Reitlehrer hat meine Angst auch nicht verstanden und immer rumgeschrien, wenn ich nicht galoppieren wollte. Ich bin also jede Woche mit Bauchschmerzen zum Reiten und hab mir Ausreden einfallen lassen, warum ich nicht galoppieren möchte. Ich hatte überlegt mit dem reiten ganz aufzuhören , aber trotz der Angst und den Bauchschmerzen habe ich mich immer wieder aufs Reiten gefreut.

Nach einem halben Jahr, wusste ich dass es so nicht mehr weitergehen kann und hab mir dann eine Reitbeteiligung gesucht, diese hab ich jetzt seit 1,5 Jahren. Mit viel Geduld von meiner Reitlehrerin und Übungen an der Longe habe ich jetzt gar keine Angst mehr. Ich kann im Gelände ohne Sattel fetzen und habe Spaß :D un wenn ich doch mal Angst bekomme, kann ich das meinen Freundinnen im Stall immer sagen und dann nehmen sie auf Ausritten Rücksicht und galoppieren langsamer oder so. Aber eigentlich gibt es gar keine Probleme mehr. Hab letzte Woche sogar den Ritt von Sahlenburg nach Neuwerk gemacht, wo wir eigentlich nur gefetzt sind.

Ich denke man sollte definitiv weiterreiten, aber nur die Sachen die man sich selber ohne Angst zutraut und wenn man einen Schritt weiter gehen möchte vielleicht eine vertraute Person mitnehmen, auf die man sich verlassen kann. Mir hat es auch geholfen , dass ich zu meiner Reitbeteiligung riesen Vertrauen hab. Also vielleicht einfach mal mit einem anderen Pferd üben :-)

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Ich kenne das zwar nicht in der Situation mit dem Springen, allerdings habe ich ein ähnliches, wenn wohl auch nicht wo schlimmes "Trauma". Ich war mit meinem Hannoveraner im Wald mit zwei Freunden.
Dann wollten wir galoppieren. Haben wir auch gemacht, doch dann ist mein Pferd ausgerutscht und fiel hin. Ich hab das nicht direkt mitbekommen, ich war auch kurz bewusstlos, aber als ich aufwachte sah ich mein über alles geliebtes Pferd auf dem Boden liegen, panisch strampelnd und hat versucht aufzustehen. und ich bin hin gerannt, hab geschrien und mein Pferd angebettelt es solle doch bitte wieder aufstehen.
Aber er konnte nicht. Er lag da mit Panik in den Augen und ich konnte diesen Anblick kaum ertragen. Ich rief natürlich sofort völlig panisch im Stall an und Hilfe war unterwegs. Aber ich hatte schon fast aufgeben. Ich dachte, dass das Pferd, was ich so viele Jahre lang mehr geliebt habe als meine besten Freunde bald sterben würde. Nur weil ich so blöd war und nicht aufgepasst habe.
Ich hab geschrien und geweint und ihn so sehr angefleht aufzustehen. Meine Freunde redeten auf mich ein och solle mich beruhigen und dass alles wieder gut werden würde. Aber das konnte ich nicht.
Aber auf einmal stand er mit einem Ruck auf, taumelte noch kurz und stand dann sicher auf allen Vieren. Ich war so erleichtert wie noch nie in meinem Leben.
Ich habe immer noch so sehr geweint... Aber aus Freude und Erleichterung und bin ihm um den Hals gesprungen und habe ihn ungelogen 20 min kein einziges mal losgelassen. Bis Hilfe kam. Er hat sich nur das Knie verdreht und konnte deshalb nicht aufstehen.
Seit dem bin ich mit Pferd nie wieder in den Wald gegangen. Ich kann es einfach nicht mehr. Ich habe so große Angst und die Erinnerung daran, dass mein bester Freund aus meiner Unachtsamkeit fast gestorben wäre, schmerzt auch jetzt nach einem Jahr noch.
Bei mir ist es zwar eher andersrum, aber das Gefühl dadurch keines Wegs besser.
Ich habe mich lange Zeit nicht mehr getraut ihn zu reiten, aus Angst ich könnte ihn verletzen. Ich habe mich kaum noch getraut etwas mit ihm zu machen. Es war schrecklich, da ich einerseits einfach nur bei ihm sein wollte, und Sachen mit ihm unternehmen wollte, aber andererseits hatte ich solche Schuldgefühle und ich wollte ihn nicht verletzen.
Ich habe dann erstmal ganz langsam wieder angefangen. Mit Führen, Bodenarbeit, und ungefährlichen Dingen. Und ich habe mich ganz ganz langsam gesteigert. Auch heute noch reite ich ihn ungerne und nur manchmal, doch ich kann es wieder und ich kann es genießen.
Ich würde an deiner Stelle ebenfalls ganz langsam wieder anfangen.
Vielleicht erstmal mit Freispringen, damit du siehst, wie wunderbar und elegant es aussieht. Und wie sicher und filigran die Pferde über das Hindernis fliegen. Und dann versuchst du zunächst kleine Sprünge. Nur soweit, wie du dich ganz sicher fühlst.
Setze dich nicht unter Druck. Wozu denn? Du hast dein eigenes Tempo und du hast es ja nicht eilig.
Und irgendwann wirst du dich wieder mehr trauen. Vielleicht wirst du auch mal wieder runterfallen, aber dann nicht so schlimm und du wirst drüber lachen können. Mach erstmal keine Turniere. Das setzt dich unter Druck.
Du kannst ja auch mal in einen Teich reiten, und dich dann einfach mal fallen lassen. Am besten mit Freunden. Dann kann man einfach darüber lachen und man verliert etwas die Angst vor dem Runterfallen.
Steigere dich ganz langsam und bleibe immer in dem Bereich, in dem du dich wohl fühlst. Und lass dir von niemandem etwas anderes einreden.
Aber gib das Reiten nicht auf. Runter fallen ist nunmal das Risiko. Aber das ist es doch wert oder? Klar, Nichtreiter können das einfach nicht verstehen, aber wir Reiter schon. Geh öfter mal Ausreiten, mach Dinge, die dir Spaß machen, mach dir wieder bewusst wie wunderbar es auf dem Rücken eines Pferdes ist.
Lass dir einfach Zeit und baue wieder vertrauen zu deinem Pferd auf. Setze dich auf die Weide und beobachte es einfach mal, was dies für wunderbare, starke Geschöpfe sind und wie sicher sie über den Boden fliegen wenn sie rennen.
Nimm dir Zeit für dein Pferd und lerne es noch besser kennen und lerne, ihm zu vertrauen. Denn wenn du reitest, vertraust du ihm dein Leben an. Und das Pferd dir seine Sicherheit und Liebe.
Nimm dir die Zeit die du brauchst, und keine Sekunde weniger. Steigere dich langsam und lass dir von niemandem Druck machen. So hab ich es auch gemacht, und ich steigere mich jeden Tag etwas mehr.
Du kannst das sicherlich auch schaffen.
Ich wünsche dir ganz viel Glück.
Lg

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Kommentar von verenakri
18.06.2016, 19:21

Danke für die Antwort!

Ich fühle mich auch schuldig für unsere Unfälle und hatte vor allem zu Beginn ein sehr schlechtes Gewissen, da er für mich echt alles tut und trotz der beiden Unfälle noch weiterhin sein Herz für mich sozusagen voraus wirft. Ich liebe ihn auch über alles und er tut mir leid, wenn er nicht die Aufmerksamkeit bekommt, die er eigentlich verdient (er ist sehr anhänglich). Seit es nicht mehr so klappt, reite ich ihn eher selten. Hin und wieder reiten wir aus (gehen sogar baden), sonst reitet ihn eine Freundin von mir und ich reite Dressur mit einem anderen Pferd (auch Turniere). Mit dem anderen Pferd klappt sogar das Springen, aber das Talent (Pferd) fehlt leider und sie war von Beginn an nur für die Dressur gedacht. Ich möchte ihn aber nicht aufgeben, genau das ist unser Problem :(

Danke! Lg

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Kommentar von Saralovesfylou
18.06.2016, 20:10

Ja ich kann das gut verstehen. Aber du solltest ihn nicht vernachlässigen. Auch wenn es schwieriger ist, ihn zu reiten, doch wie du schon sagst, er würde alles für dich tun und schenkt dir sein ganzes Leben. Du solltest das annehmen und lieber daran arbeiten, auch wenn es sehr schwer ist. Aber es wird sich lohnen. Wenn du ihn wirklich liebst, bin ich mir da ganz sicher. Du musst ja auch nicht gleich wieder Turniere reiten, aber du solltest dich trotzdem mit ihm beschäftigen, wie ich es in meiner Antwort schon gesagt habe. Du solltest ihn aber nicht aufgeben... mach das nicht. Er ist dein Pferd und du hast grade dadurch so viel mit ihm durchgemacht. Und dadurch siehst du doch, dass er sein Leben für dich opfern würde, ohne auch nur eine Sekunde zu überlegen. Ist es es dann nicht Wert, um ihn zu kämpfen? Das solltest du dich vielleicht fragen. Aber wenn du ihn wirklich liebst, wird es dir die Zeit und das Risiko wert sein. Genau wie bei mir. Viel Glück ;)

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