Frage von Toddi1408, 103

Wenn das zuviel krank macht?

Hallo zusammen,

Heute wende ich mich an euch, um einfach mal eine dritt Meinung zu hören.

Ich arbeite seit ca 18 Monaten in einem Unternehmen, es hat lange Spaß gemacht,aber der Druck und die verkaufszahlen werden immer höher. Nach 60 Stunden Arbeit, heisst es: wir arbeiten zu wenig. Jetzt bin ich an einem Punkt angekommen wo ich nicht mehr kann, ich bin nur noch ausgebrannt fühle mich leer und kann mir nichts mehr merken.... Schrecklich, ich komm da einfach nicht mehr raus. Jetzt überlege ich Montag zum Arzt zu gehen, weiß aber schon heute, dass das mit 1 Woche krank nicht ausreichen wird... Ich Schlaf nachts schlecht, komm morgens nicht raus und finde keine Erholung mehr.

Ich weiß nicht mehr was ich tun soll, ich bekomme langsam auf der Arbeit nur noch negatives Feedback, heute hätte ich fast nen Heulkrampf bekommen...

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo Toddi1408,

Schau mal bitte hier:
Arbeitsrecht Stress

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Ursusmaritimus, 65

Umgehend zum Arzt gehen und den Burn Out ehrlich beschreiben, das ist dann auch mit einer Woche nicht getan. Weiter mit dem Arzt wegen einer Reha Maßnahme vorsprechen.

Dann in aller Ruhe nach einem "vernünftigen" Arbeitsplatz schauen und nahtlos wechseln. Vorher natürlich von einem Anwalt prüfen lassen inwieweit die geleisteten Überstunden angemessen vergütet wurden.


Kommentar von Toddi1408 ,

hmm, der o Ton ist, mehr oder weniger: " krank und jobwechsel"

Kommentar von Ursusmaritimus ,

Ein Berufsbild mit 60 Wochenstunden sowie ansteigendem Leistungsdruck ist immer unzulässig und macht Krank. Da der AG von seinem Pferd so schnell nicht absteigen wird ist der Wechsel zumindest mittelfristig angezeigt.

Kommentar von Toddi1408 ,

Angeblich ist es im vertrieb normal mehr zu arbeiten, das höre ich öfters von verschiedenen Leuten. Ja,Vertrieb ist nicht ein 9-17 Job. aber hat der Arbeitgeber nicht auch eine Sorgfaltspflicht gegenüber seinen Angestellten?

Kommentar von Ursusmaritimus ,

Klar wenn es eine (Schein) Selbstständigkeit mit Provision ist arbeitet man oft mehr und niemand verbietet es sich selbst zu zerstören.

Aber das Arbeitszeitgesetz (für Arbeitnehmer) sieht als Höchstarbeitszeit 50 Stunden in der Woche vor und eine Regelarbeitszeit von 40 Stunden. Nur in sehr wenigen Gewerben darf länger gearbeitet werden.

Kommentar von Toddi1408 ,

verstehe, ich werde Montag meinen Arzt aufsuchen und ihm alles schildern. dann werde ich am meiner Genesung arbeiten und ein neuen Job suchen. Ich sehe keine Verbesserung in dieser Firma selbst langfristig nicht.

Antwort
von silberwind58, 71

Da musst Du was tun sonst ist der Zusammenbruch nicht mehr weit! Versuch einen anderen Job,ja ich weis,leicht gesagt. Aber du hast ja schon alle Symptome ,die ernst zu nehmen sind. Lass Dich wirklich krank schreiben,länger als eine Woche,in einer Woche erholt sich kein Mensch von dem Stress und Druck.Wünsch Dir viel Kraft! 

Antwort
von tuedelbuex, 56

Zum Arzt ist in jedem Fall gut.....und schildere ihm, was bei Euch abläuft. Für mich (kein Mediziner, sondern "nur" Handwerker) hört es sich nach "Burn-Out" an....(war auch ich ziemlich nahe dran). Suche Dir einen anderen Job! 60 Stunden sind viel zu viel (und wenn es dann auch noch heißt es wäre viel zu wenig, wo soll es hinführen?) Tatsache ist, dass es Dir niemand dankt! Brichst Du entgültig zusammen erhältst Du dort noch einen Tritt und wirst als "Flasche" abgestempelt. Lass Dich erstmal krank schreiben und suche Dir in Ruhe einen neuen Job, in dem Du nicht einem geldgierigem, skrupellosem Chef ausgeliefert bist. 

Kommentar von Toddi1408 ,

Ich gebe dir recht. Allerdings bin ich im mittleren Management im vertrieb tätig. Wenn ich mehr Umsatz mache, bekomm ich natürlich auch mehr am Ende des Tages in die lohntüte, Vertrieb eben. Allerdings, Geld ist nicht alles im Leben. ich glaube ich werde am Montag meinen Arzt aufsuchen und ihm alles schildern. es geht einfach so nicht weiter...

Kommentar von tuedelbuex ,

Ja, tu Dir den Gefallen! Geld ist (wie Du schon selbst erkannt hast) nicht alles....und wenn Du zusammenbrichst (was in Deiner Situation nicht ungewöhnlich und nicht abwegig wäre) ist es eh erstmal vorbei mit der Top-Bezahlung. Und "Nein"! Du bist kein Loser! Du setzt nur andere, für Dich angenehmere und gesündere Prioritäten! Sollen sich andere für`s Geld kaputt machen lassen! Viel Glück!

Kommentar von Toddi1408 ,

Danke... Ich hab schon paar Bewerbungen am laufen, was aber schwer ist zum Gespräch zu kommen und dann ist ja das Problem, dass ich aktuell in allen Lebenslagen nicht besonders Leistungsfähig bin. Also verkaufst du dich bei potentiellen Arbeitgebern schon wieder etwas schlechter als du bist. Ein Teufelskreis...

Kommentar von tuedelbuex ,

Ein Teufelskreis...

Richtig! Der Ausstieg wird nicht leichter, je länger Du dort bleibst....und es ist u.U. ein "Ausstieg" und nicht nur ein Jobwechsel. Ich wünsche Dir die Kraft, das durchzuziehen.

Antwort
von derhandkuss, 46

Natürlich kannst Du einen Arzt aufsuchen, ihm die Situation beschreiben. Möglicherweise wird er Dich zum Beispiel wegen Burnout auch längerfristig arbeitsunfähig schreiben. Löst das aber auf Dauer das Problem an Deinem (jetzigen) Arbeitsplatz? Hier hilft meiner Meinung nach langfristig nur der Wechsel der Arbeitsstelle.

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