Melanie11 am 26.01.2009 um 21:56 Uhr
Hallo!
Zu allererst möchte ich mal klarstellen, dass ich ebenfalls davon überzeugt bin, dass Fleisch zu der natürlichen nahrung des Menschen gehört. Dieses Argument führen fanatische Fleischfresser immer gegen Vegetarismus an, wozu ich dann immer sage, dass 1. kaum ein Mensch heute so isst, wie es die natur vorgesehen hat und 2. so viel Fleisch, wie die meisten essen, auf gar keinen fall gesund oder "natürlich" ist, weil der Mensch nun mal einfach ein Allesfresser ist und für eine größtenteils vegetarische Ernährung ausgelegt ist. Auf das Thema Milch gehe ich mal gar nicht weiter ein.
So, nun zu meiner Frage: Wenn das alles stimmt, was man ständig so ließt, z.B., dass Eisen aus tierischen Quellen wesentich besser für den Körper verwertbar sei; dass Zink aus tierischen Quellen wesentlich besser verwertbar sei, als aus pflanzlichen und viele pflanzliche Bestandteile und Ballaststoffe dem Körper sogar Zink und allemöglichen Mineralien entzögen; dass Vegetarier aufgrund solcher "aufnahmehemmenden" Inhaltsstoffe häufiger an erheblichen Nährstoffmängeln zu leiden hätten, als Fleischesser; dass Vegetarier grundsätzlich unterversorgt seien, weil das Eiweis aus pflanzlichen Quellen nun auch sehr minderwertig sei... und, und, und...
warum leiden Vegetarier dann seltener an den "Zivilisationskrankheiten" und werden im Schnitt etwa 10 jahre älter als Fleischesser?

Weil Vegetarier eine Gruppe sind, die auch sonst gesundheitsbewusster lebt. Mehr Sport, weniger Alk und Nikotin. Ich weiß nicht, ob es stimmt, könnte es mir aber gut vorstellen.
Sehe ich auch so. Gibt bei denen auch weniger Übergewichtige, denke ich.
Ein Grund ist dieser: Um ein Kilo Fleisch zu erzeugen müssen ca. 10 kg gefüttert werden, dieses bedeutet, dass sich die Schadstoffe auch um den Faktor 10 anreichern. Noch schlimmer ist es wenn das Fleisch aus konventioneller Produktion stammt. Ein geringer Fleischkonsum ist sicherlich der Gesundheit nicht abträglich und auch ökologisch sinnvoll, doch wir essen einfach viel zu viel und dazu noch in der schlechtesten Qualität.

weil Vegetarier halt doch gesünder leben !
Argumente hin oder her...
vlt. is es ohne fleisch gesünder wie mit zu viel... ich würde ja behaupten das jeder 2te (ich auch) zu viel fleisch isst

Weil Vegetarier meist viel bewusster im Umgang mit Nahrung sind, nicht nur Fleisch mit Kartoffeln, etc., viel abwechslungsreicher Essen, außerdem, reicht nicht 1- 2 Mal pro Woche Fleisch? Auch Tofu kann sehr lecker gemacht werden, Pilze sind ein guter Fleischersatz....
Ich denke, dass es unter anderem auch daran liegt, dass Menschen, die sich dazu entschließen und auch dazu überwinden können, ohne Fleisch zu leben, an sich schon eine gesünderere Lebensweise haben, also auch sonst "Ungesundes" versuchen zu vermeiden... Darüber hinaus wissen die meisten Vegetarier, wie man die Nährstoffzufuhr ohne Fleisch am besten kompensieren kann...
Ansonsten sollte man auch nicht die Macht der "Fleischindustrie" unterschätzen ;-)
Wir hier in der ersten welt müssen uns keine sorgen um unsere proteinzufuhr machen. also ich spreche jetz mal nur vom protein weil davon jammern ja alle, von wegen vegis hätten proteinmangel usw. doch mit milchprodukten, soja, linsen,getreideprodukten kontrolliert gegessen reicht dass.
Melanie11 am 26. Januar 2009 22:24 DH!
Speziell bei Proteinen sage ich auch immer allen, dass sie sich da, vor allem als Fleischesser, mal gar keine Gedanken machen müssen, aber mir glaubt niemand und bei der geringsten sportlichen Betätigung wird zu Proteinsupplementen gegriffen.
Vegetarier belasten ihren Verdauungsapparat besser durch die Balaststoffe. Ausschließlich Fleischesser bekommen einen trägen Darm mit all den dazugehörigen Krankheiten. Übrigens: Ich hatte den höchsten Eisengehalt im Blut als ich überhaupt kein Fleisch/Wurst aß!!!