Frage von zetra, 56

Wenn aus Roundup und Co. ein Rohrkrepierer wird, wer haftet dann dafür?

Diese Mittel sind ja jetzt nur für 7 Jahre zugelassen. Pro und Kontra halten sich die Waage, somit ist vollkommen offen, wie die "Sache" in 7 Jahren aussieht.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Agronom, 36

Würde sicher auf den Staat bzw. das Volk zurückfallen. Wäre aber auch eine Frage, welche negativen Folgen denn überhaupt bestünden, die auch eine Haftung erfordern.

Letztlich hat das Volk bzw. die Mehrheit ja auch die Anwendung über Jahrzehnte akzeptiert/toleriert, da kann man dann auch nicht so ganz einfach alles auf den Erfinder oder die Hersteller abwälzen.

Und nochmal, wie sschon bei der anderen Frage, die Verlängerung um 7 Jahre kommt vom EU-Parlament, die EU-Kommission hat aber die Entscheidung zu treffen und hat bisher 10 Jahre angepeilt, die endgültige Entscheidung kommt aber erst gegen Ende des Monats, sofern die auslaufende Zulassung nicht wieder weiter verlängert wird.

Kommentar von zetra ,

Hallo Agronom, wir bleiben an dieses Thema dran. Wie schon ein User schreibt, nach TTIP geht keine Klage mehr, allerdings arbeiten genug Leute daran, weiter Beweise für grobe Fahrlässigkeit zu erbringen. Endgültig ist der Tod, sonst nichts.

Kommentar von Agronom ,

Naja, auch mit TTIP (nach aktuellem Stand) ändert sich nichts an der Lage zu einer möglichen Klage, wenn Schädlichkeit nachgewiesen wird. Es hätte ja nur einen potenziellen Einfluss auf das Verbot nach dem "Vorsorgeprinzip" und das besteht aber zurzeit auch hier nicht bei Glyphosat, würde in diesem Falle also erstmal nichts ändern.

Kommentar von zetra ,

Wenn aber das Trinkwasser(überhaupt die Gewässer)einen unzumutbaren hohen Gehalt an Herbiziden aufweisen, was dann?

Ich habe noch keine schlüssige Antwort gefunden, in welchen Zeiträumen sich diese Substanzen abbauen?

Kommentar von Agronom ,

Wenn du da keine Antwort gefunden hast, dann hast du auch nicht richtig gesucht. Eine Angabe ist da aber auch schwer, da der Abbau von etlichen Faktoren beeinflusst wird und so die Werte massiv variieren, sie reichen meist von wenigen Tagen bis über ein Jahr.

Hier findest du z.B. eine Arbeit die eineige Einflussfaktoren untersucht hat: http://mediatum.ub.tum.de/doc/1108972/1108972.pdf

Für Trinkwasser gelten übrigens andere Bestimmungen für die Ermittlng der Höchstgehalte, falls du mal irgendwo über unterschiedliche Grenzwerte von Trinkwasser und Nahrungsmitteln stolperst.

Ganz allgemein muss man aber auch anmerken, dass sich in der deutschen landwirtschaft langsam ein stärkerer Trend zu Alternativen des chemischen Pfanzenschutzes abzeichnet. Wir haben zwar schon den integrierten Pflanzenschutz als gesetzliche Voraussetzung, aber dies wird natürlich häufig nicht richtig "gelebt". Man wird sich hier der Situation bewusst, dass es kaum noch Innovationen auf dem Gebiet geben wird und das man die vorhandenen Wirkstoffe "schonen" muss um Resistenzentwicklungen zu minimieren.

Ich denke nicht, dass sich selbst bei einer Zulassung von GVOs, Anbausysteme wie auf dem amerikanischen Kontinent großflächig bei uns durchsetzen würden.

Kommentar von zetra ,

Danke, hoffen wir mal das "Beste".

Antwort
von FragaAntworta, 48

Man hofft auf TTIP und danach ist es kein Problem mehr, dass weiterhin zu verwenden, siehe Dokumente die durch Greenpeace veröffentlicht wurden

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten