Frage von aleksyeyeva, 2

Wenn am das Abendgymnasium besucht im 5 Simester und ALG 1 bekommt und noch ein Nebenjob hat, welche Arbeit ist in diesem Fall zumutbar?

Hallo, ich bin 25 Jahre alt und bin leider Arbeitslos. Dementsprechend bekomme ich ALG 1. Dazu besuche ich das Abendgymnasium und bin im 5 Simester.( Also den Bafög kann ich erst in 6 Monaten bekommen). Außerdem habe ich einen Nebenjob, worüber die Arbeitsagentur informiert ist. In dieser Zeit wurden 3 SB-wechseln durchgeführt. Die Erste hatte Verständnis für meinen Schulbesuch und hat mich mit allen Mitteln unterstützt, die Zweite, naja, zumindest hat sie das Gesetz berücksichtigt. Allerdings die dritte, diese Frau versucht mich mit allen Mitteln zum Abbruch der Schule zu zwingen. Sie versucht mich ständig in Schichtbetriebe zu vermitteln, schon sogar mit Ausland hat sie es versucht. Dazu ist die Frau richtig unverschämt und behandelt mich wie ein Abschaum, obwohl sie mich noch nie gesehen hat und unterhalten haben wir uns nur am Telefon und ich war freundlich und sachlich . Naja es steht ein persönlicher Termin mit ihr bevor und ich wollte tatsächlich wissen, welche Rechte habe ich in dem Fall und was für meinen Fall von Gesetz her tatsächlich zumutbar ist .

Bitte keine dummen Kommentare wie z. B. gehe arbeiten schreiben. bitte nur sachliche antworten. danke voraus.

Antwort
von GerdausBerlin, 2

Das Gesetz beschreibt die Zumutbarkeit von Arbeit wie üblich mit einem "unbestimmten Rechtsbegriff" (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Unbestimmter_Rechtsbegriff), hier sogar mit zweien:

SGB III § 140 Zumutbare Beschäftigungen
"(1) Einer arbeitslosen Person sind alle ihrer Arbeitsfähigkeit entsprechenden Beschäftigungen zumutbar, soweit allgemeine oder personenbezogene Gründe der Zumutbarkeit einer Beschäftigung nicht entgegenstehen."

Du nennst als personenbezogenen Grund dein Abendgymnasium. Nun ist das ALG I kein Bafög, sondern dezidiert eine Versicherungsleistung für Arbeitssuchende!

Eine Bedingung für diese Leistung ist also die Vermittelbarkeit auf dem Arbeitsmarkt. Die ist nicht mehr voll gegeben, wenn ich sage: "Bitte nicht Montagabend und Freitagvormittag!"

Solche Ausnahmen sind nur gesetzlich zulässig im Zuge von SGB III § 45 Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung - und auch da nur zeitlich eingeschränkt.

Umgekehrt ist es nicht zweckvoll, während der Arbeissuche seine Weiterbildung zu unterbrechen. Klar muss aber sein, dass diese zweitrangig ist. Zumal es für Arbeitende Abendgymnasien gibt.

Aber in der Regel kommt es selten zu Kollisionen. Nur ein weltfremder Waldschrat, der auf sein Recht pocht, ALG I für seine Schulbildung zu erhalten (statt diese einfach wahrzunehmen und darüber zu schweigen), muss mit Arbeitsangeboten rechnen, die er als schikanös empfindet.

Gruß aus Berlin, Gerd

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