Frage von EffectGuy, 23

Weniger Salz in der Ernährung?

Also direkt zum Thema= Ich hab mit 16 schon Bluthochdruck (144/99-100) das wurde mit dem Arzt abgeklärt mit 24 Stunden Messung und dann noch Blutbild. Erst mal zu den guten Sachen= Mein Cholesterin ist schön niedrig und jegliche anderen Gründe wie Alkohol,Rauchen oder Kaffee treffen bei mir nicht zu. Das Schlechte ist das ich im leichten Übergewicht liege und ich abnehem soll ist mir um 4kg gelungen mein Blutdruck ist auch schon gesunken (Syst. 136) aber ab und zu ist er trotzdem noch umwie 140 deswegen schau ich jetzt nach anderen Ursachen wie der Salzverzeher. Es heißt das man nur 6 Gramm zu sich nehmen sollte, will ich auch so machen aber schon das Frühstück zu finden ist schwer. Des wegen meine 2 Abschlussfragen= 1.Soll ich es trotzdem mal für 2 Tage probieren und gucken ober er sinkt obwohl der Arzt mir Salzhaltiges Fleisch und so erlaubt hat? 2.Soll ich einfach nur dem Abnehmkurz beibehalten ohne drum rum viel rum zuschrauben?

Ich danke für alle antworten :)

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo EffectGuy,

Schau mal bitte hier:
Ernährung übergewicht

Antwort
von LeCux, 13

Ausdauer-Cardio-Trainig dürfte die bessere Wahl sein.

Denn Salz ist seit langen Jahren schon nicht mehr state of the art, wird aber immer noch gepredigt.

Feindbild Salz

Seit Jahrzehnten gibt es Streit um das Kochsalz. Zuviel Salz im Essen soll die Hauptursache für hohen Blutdruck sein, sagen Ärzte weltweit. Daher lautete die Empfehlung für Bluthochdruck-Kranke auch regelmäßig: „Weniger Salz!“ Über 30 Jahre quälten sich Patienten mit fader Kost – die Meisten völlig umsonst. Denn trotz ungezählter Versuche von Forschern in aller Welt gelang es bis heute nicht, einen eindeutigen Zusammenhang zwischen Salz und hohem Blutdruck zu beweisen. Trotzdem hält sich der Mythos „Salz erhöht den Blutdruck“ bis heute. Vermutlich trug eine zu simple Vorstellung vom Bluthochdruck zum Feinbild Salz bei: denn Salz bindet Wasser, leicht zu erkennen am Durst nach einem salzigen Essen. Wenn mehr Salz im Blut ist, entzieht die Niere dem Blutkreislauf weniger Wasser. Damit, so nahm man an, steigt das Blutvolumen und drückt stärker auf die Wände der Blutgefäße. Doch heute weiß man, dass die Zusammenhänge viel komplexer sind. Es gibt viele Ursachen für hohen Blutdruck – und nur bei 15-30 Prozent der Bluthochdruckkranken nützt es etwas, wenn sie ihren Salzkonsum einschränken. Diese Menschen nennen die Mediziner „salzsensitiv“. Doch immer noch empfehlen viele Ärzte allen ihren Patienten eine strenge Salzdiät. Und sogar Gesunde sollen vorsorglich auf Salz verzichten.

Ein Pfund Salz pro Tag

Der US-amerikanische Forscher Lewis Dahl brachte 1972 den Stein ins Rollen. Er fütterte Ratten mit stark salzhaltiger Nahrung. Die Tiere bekamen hohen Blutdruck und starben früher. Doch der Vergleich hinkt: Umgerechnet auf den Menschen entsprach die von den Ratten täglich aufgenommen Salzmenge knapp 500 Gramm Salz – ein ganzes Pfund Salz im Essen würde kein Mensch verkraften, geschweige denn zu sich nehmen. Und die Ratten, die Dahl verwendete, waren genetisch besonders sensibel für Salz. Bis heute nennt man diesen Rattenstamm „Dahl- Ratten“. Doch Dahls Ergebnisse passten zur Vorstellung der Mediziner – das Feindbild Salz war geboren.

Die Intersalt-Studie

Erst in den 80er Jahren begannen weitere umfangreiche Studien. Die so genannte „Intersalt“-Studie untersuchte in 26 Ländern rund 10.000 Teilnehmer und ihre Ernährungsgewohnheiten. Die Ergebnisse waren ernüchternd: Ein eindeutiger Zusammenhang zwischen Salzaufnahme und erhöhtem Blutdruck ließ sich nicht herstellen. Lediglich bei vier der insgesamt 52 Bevölkerungsgruppen war ein Zusammenhang erkennbar. Dabei handelte es sich um bestimmte Volksstämme, darunter die Yanomami-Indianer am Amazonas. Sie ernähren sich extrem salzarm und kennen keinen Bluthochdruck. Doch ihr Lebensstil ist auf die Lebensweise in Industriegesellschaften nicht übertragbar: sie leben traditionell in Hütten mitten im Dschungel, ernähren sich von dem, was die Natur ihnen bietet, trinken keinen Alkohol und kennen keinen Stress. In den wohlhabenden Industrienationen wiederum schienen vor allem Übergewicht und Alkohol den Blutdruck in die Höhe zu treiben. Doch die Verfechter der These „Salz verursacht hohen Blutdruck“ interpretierten auch die Resultate aus den Indianerstämmen zu ihren Gunsten.

Veränderung kaum messbar

Noch aussagekräftiger sind so genannte Interventionsstudien. Bei diesen wird gezielt geprüft, wie sich der Blutdruck verändert, wenn der Salzkonsum stark eingeschränkt wird, oder ob mehr Salz den Blutdruck erhöht. Die Ergebnisse: Wenn Versuchspersonen statt 10 Gramm nur 4 Gramm Salz täglich zu sich nahmen, sank der Blutdruck nur minimal, auf einem üblichen Messgerät gerade noch abzulesen. Einen wirklichen Zusammenhang mochten Wissenschaftler hier nicht mehr erkennen, der Unterschied und damit die Salzdiät seien irrelevant, so die Ergebnisse. Umgekehrt ergab sich auch in 50 solcher Studien kein Zusammenhang zwischen Salz im Essen und hohem Blutdruck.

Aus Quarks & Co.

Kommentar von EffectGuy ,

Ja das weis ich bloß bei 50% der Bluthochdruck Patienten wird eine Salzsensibilität festgestellt und diese 50% auf alle Mensch drauf zu rechen ist ja der Teufel im Detail weil es so eine geringe Anzahl ist.

Antwort
von Schilduin, 15

Also was die 6g Salz angeht kann ich dir zumindest sagen, es schadet nicht wenn es mehr ist, nur braucht der Körper einfach nicht mehr und kann mit mehr auch nichts anfangen. Es müssen schon sehr viel größere Mengen sein, um schädlich zu wirken, dennoch ist es nicht verkehrt weniger Salz zu essen, allein schon für den natürlicheren Geschmack.

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