Frage von hallolozwei, 77

Weniger Ohm bei größerem Verbrauch(Leistung)?

Habe gerade bisschen rumgerechnet und rausbekommen, dass eine Lampe mit 40W bei 230V einen Widerstand von 1,3k Ohm hat aber ein Verbraucher mit 130W und 230V hat weniger Ohm? Kann das stimmen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von germi031982, 48

Das gilt nur bei ohm'schen Verbrauchern. Es gibt aber auch noch induktive und kapazitive Verbraucher. Mal ein paar Beispiele.

ohm'sche Verbraucher: Glühlampe, Heizstrahler

induktive Verbraucher: Motor, Trafo

kapazitive Verbraucher: Schaltnetzteil

Und die Glühlampe ist ein Sonderfall, denn die Wendel ist ein Kaltleiter. Das heißt bei Raumtemperatur ist der Widerstand weitaus geringer (nahezu 0) als wenn die Wendel glüht. Deswegen gehen die Leuchten meist kaputt wenn man sie einschaltet, da bekommen sie nämlich einen ordentlichen Stromstoß.

Und man kann Glühlampen auch gut als selbstrückstellende Sicherung nutzen um den Stromfluss unterhalb eines gewissen Levels zu halten, bei manchen Boxen wurden damit die Chassis abgesichert.

Kommentar von hallolozwei ,

Danke:)

Kommentar von bit77 ,

Angewendet wurde hier jedoch der Heißwiderstand der Glühlampe. Das  bedeutet daß man das beachtet hat und in der Berechnung berücksichtigte.

Eine 40 Watt - Glühlampe hat in der Tat einen Heißwiderstand von rund 1,35 kῼ.

Expertenantwort
von Peppie85, Community-Experte für Elektrik, Elektronik, Elektrotechnik, 31

das KANN stimmen, muss aber nicht. die ohmsche Formel ist nur bei reinen Widerstandslasten, also glühlampen oder heizwendeln anwendbar...

bei induktiven verbrauchern wie Transformatoren oder Motoren so wie kapazitiven verbrauchern wie netzteilen oder gleichrichtern stimmt das nicht so einfach...

übrigens noch eine kleine anmerkung zur glühlampe. glühlampen sind kaltleiter. d.h. im kalten zustand leitet die wendel deutlich besser. bei einer 500 Wattlampe liegt der kaltwiderstand z.B. bei rund 8 Ohm. das entspräche bei 230 volt einem strom von rund 28,5 Ampere oder besser gesagt ca. 6500 Watt..

das stimmt auch so weit, aber so bald die Wendel warm wird, sinkt der strom. und das geht in sekundenbruchteilen. schneller, als die Sicherung überhaupt reagieren kann...

lg, Anna

Kommentar von hallolozwei ,

Danke :)

Antwort
von Peter42, 46

ja natürlich stimmt das: die Spannung ist hierbei gleich (230 V), und was muss bei Verbrauchern unterschiedlicher Leistung "anders" sein? - die Stromstärke. Durch den "kräftigeren" Verbraucher fließt mehr Strom. Und wie kann das gehen? - durch den Widerstand, dieser ist geringer.

Kommentar von hallolozwei ,

Ok danke

Antwort
von Geograph, 31

Leistung = Spannung * Strom
Strom = Spannung / Widerstand

Leistung = Spannung * Spannung / Widerstand

Je kleiner der Widerstand (bei gleicher Spannung) ist, desto größer wird die Leistung

Antwort
von Modem1, 8

Da geht die Rechnung wohl nicht auf da Netzspannung keine Gleichspannung ist. Denn wenn wir mit unseren Messgerät 230 Volt messen sind das 230 Volt (Ueffektiv). Wir haben eine sinusförmige Wechselspannung deren realer Messwert ist: U s (spitze) = Ueff x Quadratwurzel/2. Der Widerstand bei Wechselstrom/Wechselspannung nennt sich Blindwiderstand. Sieh mal bei Wikipedia nach Berechnung des Blindwiderstandes nach. 

Antwort
von hallolozwei, 8

Ok danke habe es jetzt kapiert war vielleicht eine dumme Frage aber hatte so einen Denkfehler im Kopf verknotet aber habe jetzt kapiert, wie ich falsch gedacht habe. Danke an alle!

Antwort
von Longday2312, 39

ja also ganz sicher bin ich nicht aber ich glaube schon

Kommentar von ghost40 ,

Bist du Punktesammler? Ich glaube schon.

Antwort
von 97BlackWolF97, 25

Ist das ein Witz? Wenn nicht denk doch einfach mal nach

Antwort
von DrBraune, 12

Ja den je höher der Widerstand desto geringer der Strom ( R=U/I)

Antwort
von bit77, 29

natürlich. Je kleiner der Widerstand, desto höher der Strom. Rechne doch selbst nach: An einer Spannungsquelle mit 100 Volt wird ein Widerstand mit 1000 Ohm geschaltet.

Dabei fließt ein Strom von 0,1 Ampere (100 mA). Die Formel: I=U/R, also 100(V) : 1000 (ῼ) = 0,1 (A)

Stellen wir die Formel um und suchen nach den Widerstand, der 0,1 Ampere bei 100V fließen lässt:  U/I=R, also 100 (V) : 0,1 (A) = 1000 (ῼ)

Bei einem Widerstand von 100ῼ würde somit 1 Ampere fließen. Hier die Rechnung:  100 (V) : 100 (ῼ) = 1 (A)

Alles soweit klar?

Ach, bevor ich es vergesse, wenn Du mit Glühlampen experimentierst wirst Du feststellen, das der Kaltwiderstand einer Glühfadenlampe mit Wolframwendel wesentlich kleiner ist, etwa ein Zehntel. Dies liegt an dem kalten Glühfaden, welcher einen positiven Temperaturkoeffizienten besitzt, d.h. bei großer Hitze leitet Wolfram schlechter.

Bei Kohlefadenlampen ist es umgekehrt.

Kommentar von bit77 ,

Deine oben dargestellte Rechnung ergibt natürlich einen Heißwiderstand von rund 1,3 kῼ, genauer 1,34 kῼ. Würdest Du die Lampe mit dem Ohmmeter messen, so dürfte der Wert zwischen 120 und 250 ῼ liegen, da der Glühfaden dann ja kalt ist.

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