Frage von pmeierh, 58

Wenige Abgaben bei einer Betriebsrente?

Vor einiger Zeit hat uns ein Vertreter von einer Bank besucht. Das Thema war die Betriebsrente. Es klang auch alles soweit gut. Doch stimmt es das zum Teil die sozialen Abgaben wegfallen und man selbst bestimmen kann wie viele Abgaben man leisten möchte? Ich kann mir das noch nicht so wirklich vorstellen.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von RudiRatlos67, 37

Das ist vollkommen richtig, nach §3.63 EkStg sind Beiträge zu Betriebsrenten bis maximal 4% der beitrags- Bemessungsgrenze Steuer u. Sozialabgabenfrei. Dadurch ergibt sich in der Ansparphase ein Vorteil von rd. 50%. Das bedeutet: wenn Du Brutto 2500 € mtl.brutto / 1800 netto bekommst und davon 100 € in eine bAV investiertst hast Du (ohne Arbeitgeberzuschuss) immernoch 2500 € brutto, 1.850 € netto, davon werden 100 € direkt abgeführt und es werden Dir immer noch 1.750 € ausgezahlt. Also 50 Euro weniger als vorher.

Das prinzip ist gesetzlich so geregelt und eine der besten Altersvorsorgen die man sich vorstellen kann. Wichtig aus Beratersicht ist aber auch den Mitarbeiter über die nachgelagerte Besteuerung und die verringerung der Sozialleistung zu informieren. Deine Gesetzliche Rente wird dadurch ein wenig gekürzt, der Krankengeldanspruch ebenso und im Rentenbezug ist die Leistung aus der bAV Steuer u. sozialabgabenpflichtig. auch darüber muss der Berater informieren.

Auch ist es wichtig das Produkt das der Mitarbeiter Dir angeboten hat mal zu vergleichen. Die Leistungen gehen weit auseinander.

Als Referenz lass Dir mal ein Angebot der Allianzversicherung über eine MetallRente erstellen. Vergleiche, gleicher Beitrag, gleiche Laufzeit, gleiche Rentengarantiezeit, gleiche Zusatzversicherung (zb. Beitragsbefreieung bei Berufsunfähigkeit, Pflegeoption) Sollte das Angebot weit von dem Abweichen das der Bankmitarbeiter anbietet, frag ihn mal nach Sonderkonditionen / Großgruppentarifen auch bei kleinen Unternehmen (unter 10 Mitarbeiter). Will der Bankmitarbeiter die nicht gewähren, dann schick ihn in die Wüste und zeig Deinem Chef den Vergleich. Er ist verpflichtet für seine Mitarbeiter eines der besten Produkte anzubieten und der Bankmitarbeiter ist normalerweise in der Lage dem gerecht zu werden.

Mal ein kleines Beispiel:

Nach 30 Jahren Laufzeit 100 € Monatsbeitrag zahlt die MetallRente ca. 58.907,14 Kapitalabfindung unter gleichen Vorraussetzungen zahlt ein anderes freies Produkt ca. 49.142,31 als Kapitalabfindung. Der Unterschied von 20% liegt in den Kosten um die ein Großgruppentarif reduziert ist.

Kommentar von DolphinPB ,

Ja, wenn denn Metallrente machbar ist

Kommentar von RudiRatlos67 ,

egal ob machbar oder nicht, als Referenz ist MetallRente immer zu gebrauchen. Wenn die geldgeilen Vermittler mit den hohen Stornoquoten nur ihre einzeltarife verkaufen wollen wird es Zeit sie auf den Boden der Tatsachen zurück zu holen.....
Ich habe es immer so empfunden... Tu dem Kunden was gutes dann halten auch die Verträge und ich war immer in der glücklichen Lage auch ab einem Vertrag einen Großgruppentarif anbieten zu dürfen.
Viele dieser Großgruppentarife sind mit der MetallRente durchaus vergleichbar. 

Darüber hinaus sind wohl auch die Tarife der HoGa Rente und der Klinik Rente (KlinikRente=MetallRente) ziemlich identisch

Kommentar von DolphinPB ,

100 % d´accord

Antwort
von DolphinPB, 22

Ja, das stimmt - siehe Ausführungen von RudiRatlos67. Es rechnet sich besonders wenn Du privat krankenversichert bist. Andernfalls fallen auf die Rente / Kapitalauszahlung später GKV-Beiträge an.

Damit aber das Ganze sich wirklich gut rechnet (trotz der nachgelagerten Besteuerung und der zu zahlenden GKV-Beiträge) sollte Dein Arbeitgeber min. seinen Vorteil (denn er spart ja auch die SV-Abgaben bei Entgeltumwandlung), das sind so knapp 20 %, an Dich in Form eines Arbeitgeberzuschusses weitergeben.

Antwort
von Petz1900, 13

Kurz gesagt:
Die Betriebsrente hat etliche Vorteile, mehr Vorteile als Nachteile.
Der Nachteil ist nur eben, dass die bei Auszahlung zusammen mit den übrigen Renteneinkünften zu versteuern ist, daher das Wort nachgelagerte Versteuerung.

Antwort
von kenibora, 31

Die gesetzliche Rentenzahlung kann niemand beeinflussen....Hol Dir nochweitere Informatinen ein, z.B. von Deinem Lohnbüro. Die Möglichkeit bei Einzahlung in eine zusätzliche Betriebsrente, könnten Steuervorteile für Dich sein.....

Kommentar von DolphinPB ,

Hast Du die Frage überhaupt gelesen ?

Genau von einer möglichen Betriebsrente ist da nämlich die Rede. Und natürlich beeinflusst eine solche die gesetzliche Rente (siehe Ausführungen hierzu von RudiRatlos67).

Antwort
von Joschi2591, 25

Gut, dass Du so kritisch bist.

Wenn ich höre, dass Vertreter = Verkäufer in die Wohnung kommen (um was zu verkaufen und Provision zu kassieren), wird mir ganz schlecht.

Die kann man doch niemals ernst nehmen mit ihren Aussagen.

Trau niemandem ausser Dir selber.

Wenn Du gut informiert bist, kann Dich so schnell niemand übers Ohr hauen.

Kommentar von DolphinPB ,

Von einem Wohnungsbesuch war gar nicht die Rede.

Hast Du auch zur Sache was zu sagen statt hier nur pauschale Verunglimpfungstheorien zu verbreiten ?

Kommentar von Joschi2591 ,

Erstmal lesen und das Gelesene verarbeiten bzw. Hirn einschalten.

Aber wahrscheinlich zuviel verlangt. 

Lohnt kein weiteres Wort.

Kommentar von DolphinPB ,

Erst Müll schreiben und dann noch patzig werden - na, ja wer es nötig hat.

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