Frage von TheoMorell, 56

Wer war hier gemeint?

In Lukas 13:6-9: waren die Juden oder die Christen gemeint ?

  1. Wenn die Christen, dürfen sie denn abgeschnitten werden ? ( kann ein Christ verloren gehen ? )

  2. Wenn die Juden, was für eine Frucht sollten sie denn bringen ?

Antwort
von naaman, 32

Sowohl als auch, die ersten Christen sind Juden, und wurden gerade erst zu Christen.

Es geht bei dem Gleichnis um Ergebnissse die zu erkennen sein sollten. Ein Christ, der keine Ergebnisse (Früchte) bringt, ist so nutzlos wie ein Baum, der keine Früchte bringt. Solch ein nutzloser Baum wurde deshalb umgehauen, um nicht auch noch Baumsteuer zahlen zu müssen.

Es bedeutet nicht, dass auch der Christ umgehauen werden sollte. Aber solange ein solcher Christ keine "Früchte" (Werke) hervorbringt ist es ein nutzloser Christ.

Antwort
von chrisbyrd, 19

Im Bibelkommentar von Dr. John F. Walvoord findet sich zu Lukas 13,6-9: " Um das soeben Gesagte zu veranschaulichen, zeigte Jesus in einem Gleichnis, daß ein Leben, das keine Früchte bringt, dem Gericht verfällt. Ein Feigenbaum braucht in der Regel etwa drei Jahre, bis er die ersten Feigen trägt. Im Gleichnis befahl der Eigentümer des Baumes, als er auch nach drei Jahren noch keine Frucht an ihm fand, den Stamm zu fällen: "So hau ihn ab!" Doch sein Weingärtner bat ihn, noch ein weiteres Jahr zu warten. Das Gleichnis erzählt in Bildern, was mit der Aussage von Vers 1-5 gemeint ist: Wer nicht bereut, verfällt dem Gericht. Hier ging Jesus allerdings noch einen Schritt weiter und forderte zusätzlich zur Reue auch das Fruchtbringen (vgl. Mt 3,7-10;7,15-21; Lk 8,15). Im Leben eines Menschen, der behauptet, an den Messias zu glauben, muss es eine sichtbare Veränderung geben. Wenn diese Veränderung fehlt, wird er, wie der Feigenbaum, gerichtet."

Antwort
von Sturmwolke, 4

Der Text heißt:

Lukas 13:6-9
6 Dann fuhr er fort, [ihnen] dieses Gleichnis zu sagen: „Jemand hatte einen Feigenbaum, der in seinem Weingarten gepflanzt war, und er kam, um Frucht daran zu suchen, fand aber keine.
7 Da sagte er zum Winzer: ‚Ich bin nun schon drei Jahre gekommen, um Frucht an diesem Feigenbaum zu suchen, habe aber keine gefunden. Hau ihn um! Warum sollte er denn den Boden nutzlos machen?‘
8 Er gab ihm zur Antwort: ‚Herr, laß ihn noch dieses Jahr, bis ich rings um ihn grabe und Dünger streue,
9 und wenn er dann in der Zukunft Frucht bringt, [schön und gut,] wenn aber nicht, sollst du ihn umhauen.‘ “


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Sinnbild für eine treulose Nation

Mitunter werden Feigen oder Feigenbäume in der Bibel als Symbol gebraucht. Jeremia zum Beispiel verglich die treuen Exiljuden mit einem Korb guter Feigen, Frühfeigen, die man in der Regel frisch aß. Die untreuen Exiljuden hingegen wurden mit schlechten Feigen verglichen, die ungenießbar waren und die man deshalb nur noch wegwerfen konnte (Jeremia 24:2, 5, 8, 10).


In seinem Gleichnis vom unfruchtbaren Feigenbaum zeigte Jesus, wie geduldig Jehova mit der jüdischen Nation war. Wie schon erwähnt, sprach er von einem Mann, der einen Feigenbaum in seinem Weingarten hatte. Drei Jahre lang hatte der Feigenbaum keine Frucht getragen, und der Besitzer wollte ihn umhauen lassen. Doch der Winzer sagte: „Herr, lass ihn noch dieses Jahr, bis ich rings um ihn grabe und Dünger streue, und wenn er dann in der Zukunft Frucht bringt, schön und gut, wenn aber nicht, sollst du ihn umhauen“ (Lukas 13:8, 9).


Als Jesus dieses Gleichnis erzählte, hatte er sich bereits drei Jahre lang bemüht, den Glauben unter Angehörigen der jüdischen Nation zu fördern. Jesus intensivierte seine Bemühungen noch. Er „düngte“ den symbolischen Feigenbaum — die jüdische Nation — und bot ihm die Gelegenheit, Frucht zu tragen. In der Woche bevor Jesus starb, zeigte es sich jedoch ganz klar, dass fast die ganze Nation den Messias verworfen hatte (Matthäus 23:37, 38).


Jesus zog noch einmal einen Feigenbaum heran, um den schlechten geistigen Zustand der Nation zu veranschaulichen. Als er vier Tage vor seinem Tod von Bethanien nach Jerusalem unterwegs war, sah er einen Feigenbaum, der zwar dicht belaubt war, aber keine einzige Frucht hatte. Da Frühfeigen gemeinsam mit den Blättern zu wachsen beginnen — manchmal sogar vor den Blättern —, zeigte das Fehlen der Früchte, dass der Baum wertlos war (Markus 11:13, 14).


Wie der unfruchtbare Feigenbaum nur auf den ersten Blick gesund wirkte, so trog auch bei der jüdischen Nation der Schein. Sie hatte keine gottgefällige Frucht hervorgebracht und verwarf schließlich sogar Jehovas eigenen Sohn. Jesus verfluchte den ertraglosen Feigenbaum, und am nächsten Tag stellten die Jünger fest, dass der Baum bereits verdorrt war. Jener verdorrte Baum veranschaulichte treffend den bevorstehenden Bruch Gottes mit den Juden als seinem auserwählten Volk (Markus 11:20, 21).

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Quelle:

http://m.wol.jw.org/de/wol/d/r10/lp-x/2003366#h=12

Antwort
von seguiendo, 10

Diese Unterscheidung gab es zu Lebzeiten Jesu noch nicht. Es gab -sowohl unter den Juden als auch unter den sog.  "Heiden" (Bezeichnung im NT für Anhänger polytheistischer Religionen zur Zeit Jesu und der Urkirche) - Leute, die Jesus zugehört haben und von denen welche, die das, was er gesagt hat, berücksichtigt haben und teils ihm sogar wortwörtlich nachgefolgt sind, also einfach mit ihm durch Galiläa gewandert sind. Aber "Christen" gab es damals noch nicht.

Und mit diesem Gleichnis ermahnt Jesus dazu, umzukehren und Frucht zu bringen. Und das ist bei Jesus vor allem das Leben nach dem Reich Gottes, wie er es in der Bergpredigt beschreibt.

Kommentar von naaman ,

Wobei zu berücksichtigen ist, dass das Wort "Heide" im NT nicht zu finden/benutzt wird. Es solte aber später dazu dienen Christen, vom Rest der Menschheit zu unterscheiden. Obwohl das schon durch das Wort "Christ" geschehen war. Im Gegensatz zu "Heiden" kommt, das Wort "Christen" aber tatsächlich in der Bibel vor. Zugegeben erst nach Jesu Tod.

Die ersten Christen sollten Christi Eigenschaften und Lehren in ihrem Leben anwenden.

Kommentar von seguiendo ,

Doch Paulus benutzt es -zumindestens in den mir vorliegenden Übersetzungen (Einheitsübersetzung und Lutherübersetzung) in seinen Briefen mehrmals, v. A. wenn er über Heidenchristen und Judenchristen schreibt.

Allerdings weiß ich nicht, welche Bezeichnung da im Originaltext verwendet wird, das ist eigentlich eine spannende Frage. Weißt du das zufällig?

Kommentar von seguiendo ,

Ich hab noch vergessen:

Ich meinte, dass es die Unterscheidung zwischen Christen und Juden damals so noch nicht gab, was sich schon darin zeigt, dass es für Paulus "Judenchristen" gab. Und dieser Begriff nicht wertend verwendet wird, sondern einfach Christen, die die jüdischen Gesetze halten und Juden sind, bezeichnet.

Antwort
von nowka20, 4

alles, was an menschlichen taten keine frucht bringt: ist perlen vor die säue werfen

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