Frage von Glubschy, 24

Wen fragen nach Entzug/Psychosetherapie-Möglichkeiten?

Hallo, ich bin männlich 16 und leide seit Jahren an einer sadistischen Zwangsstörung (+Handlung) oder Sonstigen, ich bin zwar in psychologischer Behandlung, jedoch weiß keiner so genau was ich habe, die Gedankenspiele meiner Psychologin gehen in der Hinsicht in viele Richtungen, dadurch habe ich auch einige Medikamente durchprobiert... Naja genug dazu, mittlerweile, oder eher seit gut einem Jahr habe ich ein leichtes "Drogenproblem", woran meiner Meinung nach meine Psychologin Mitschuld trägt.

Angefangen hat es mit Alkohol, wo ich zu manchen Zeiten vor einem Jahr 2 Flaschen Vodka am Tag alleine geleert habe, dann kam das Rauchen, was aber eher kurzweilig war. Daraufhin waren vielleicht 1 / 2 Monate "Clean"-Zeit. Danach kam meine Psychologin mit Stimmungsaufhellern, die sie aber zu schnell erhöhte, dadurch bekam ich immer wieder "Kicks", aber nachdem die höchste Stufe erreicht war wirkten diese nicht mehr. Mit der Zeit hatte ich dann mit Nikotinrauschen angefangen (in flüssiger Form). Mittlerweile konsumiere ich sehr viel, mir ist dauerhaft kotzübel weil es wohl zu viel ist.

Mittlerweile nehme ich auch illegale Tabletten aus dem Internet die in den USA legal sind, diese sorgen für Halluzinationen und Blackouts. Jetzt habe ich mir im Eifer auch noch Badesalze bestellt, und ich bin mir jetzt schon sicher das ich in einem Down wenn ich wieder kurzweilig nichts genommen habe auch diese nehmen werde, ob ich das will oder nicht...

Bevor ihr denkt das ich ein Totalversager bin, nein eigentliuch habe ich mein Leben bis vor ein paar Wochen komplett im Griff gehabt... 1,6 Notendurchschnitt auf dem Gymnasium, Latinum, ich arbeite als Nachhilfsschüler und abends als Aushilfe in einem Obst-/Gemüseladen und das will ich durch ein halbes Jahr Entzugsklinik auch nicht alles wegwerfen, aber mein Körper streikt mittlerweile auch schon. Kopfschmerzen, Halluzinationen, zum Teil Paranoia und ein Ruhepuls von über 140. Möglicherweise habe ich mir sogar eine Drogenpsychose eingefangen.

Kann ich mich selbst behandeln, wenn ja wie? Denn ich vertraue weder meinen Eltern, noch meinen Ärzten.

Ich würde mich über konstruktive Antworten freuen. Danke!

Antwort
von sbm94, 10

Krass.. Du führst ja ein richtiges 'Doppel leben' der gute soziale Schüler der sich zerstört wenn er alleine ist. Ich finde das wirklich traurig. Es muss einen Grund für deine Handlungen geben. Ich selber bin auch in Therapie und habe mich mit ca15-18 Jahren auch zwanghaft mit Medikamenten, Alkohol und anderen Sachen zerstört nur um meinem Leben, dem schmerz und der Realität zu entkommen. Es war also so ähnlich wie bei dir. Ich habe nun auch Medikamente verschrieben bekommen und das komische ist das ich lange überlegt habe sie zu nehmen obwohl sie mir ja helfen sollten. Bei meiner Tabletten sucht damals habe ich Nicht eine Sekunde daran gedacht ob ich sie wirklich nehme obwohl sie mir geschadet haben.. Du fragst ob du dich selber therapieren kannst. Ich damals war davon überzeugt das nur ich mir selber helfen kann weil ich die einzige bin die Mich versteht und weiß 'was mir gut tut.' Falsch gedacht. Ich habe nun Depression und Angstzustände die mein Leben komplett einschränken. Aber eines Tages hat es bei mir Klick gemacht. Ich hatte und habe kein Vertrauen zu anderen Menschen aber ich habe so sehr gelitten das ich mir letztendlich doch Hilfe geholt habe und es war bis jetzt eine gute Entscheidung. Was ich dir damit sagen will ist das nur du ganz allein entscheidest wann und wer dir helfen soll. Aber an deiner Stelle würde ich fremde Hilfe annehmen und löse dich am besten von deiner jetzigen Therapeutin. Nimm dir ne Auszeit von den Ärzten, vielleicht kannst du mal ein Wochenende weg fahren? Mit einer dir nahe stehenden Person oder ganz allein. Und dann denkst du einfach mal über alles nach. Angefangen von sinnlosen unnötigen Zeugs bis hin zu Deinen Problem, den Ursachen, deinen Zielen. Du bist ein guter Schüler und sozial engagiert das zeigt doch wie viel Potenzial in dir steckt! Ich glaube fest daran das wenn du dir genügend Zeit nimmst eine Entscheidung treffen wirst. Ob du in die Klinik gehst oder dir einen anderen Therapeuten Suchst oder ein neues Hobby wie zB Sport für dich entdeckst (Sport kann so viel helfen). Egal was es ist, nimm dein Leben in die Hand und versuche wieder auf die Beine zu kommen. Das Leben ist dazu da um immer wieder aufzustehen und zu arbeiten und zu lernen. Ich glaube fest an dich!

Antwort
von Maggi58, 4

Hi du,

Welche Medikamente nimmst du ein?

Mein Tipp bei so etwas wäre Bupropion (ca. 300mg) gegen Sucht und Psychose, also sollte gegen Zwang, Nikotinsucht und Depressionen helfen und ist ein etwas anderes sehr gut verträgliches Antidepressivum, an sich unproblematisch Schlafstörungen können auftreten, wo man etwas schauen muss.

Hilft auch Kokainabhängigen, also sollte bei Alkoholsucht und so auch sehr gut sein und senkt den Appetit so was man weniger Heißhunger hat und normal sich ernähren kann, also man nimmt eher ab.

Macht innerlich Ruhig, wach und steigert die Konzentration, ohne das Wesensveränderungen auftreten, wirkt gegen Ängste, Zwang/Wahn, Sucht und psychotischen Symptomen sowie Negativsymptomen

Das bekommt man vom Arzt, wenn du sonnst psychotische Probleme oder so hast würde ich im Akutfall zu Abilify raten oft wirken da schon 5mg sehr gut und damit lassen sich akutere Schübe abfangen.

Bupropion ist sehr gut in der Erhaltung und man braucht da kein Neuroleptikum, die Medikamente sollte man beim Psychiater bekommen.

Kannst mich gerne Fragen wenn etwas unklar ist
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