Frage von EduardIII, 59

Wen die Römer Pikeniere gehabt hätten,hätten sie dann mehr oder weniger erobert?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Fuchssprung, 36

Diese langen Waffen wurden entwickelt gegen die spätere Kavallerie mit ihren Lanzen und Schwertern. Zur Zeit der Römer kämpften fast alle auf dem Schlachtfeld zu Fuß. Da wären die Dinger nur hinderlich gewesen. Noch nicht einmal gegen die Hunnen wären diese Waffen zu gebrauchen gewesen. Denn die haben vom Pferd aus mit Pfeil und Bogen gekämpft. Sie wären ihren Gegnern nie so nah gekommen, dass sie ihnen mit den Spitzen gefährlich werden könnten. Ihre Taktik bestand größtenteils nur aus hit and run. Aus der Distanz haben sie ihre Pfeile nach links abgeschossen und sind rechts herum wieder weg geritten. Ohne dass sie den Römern zu nah gekommen wären.

Also nein! Sie hätten diese Waffen nicht gebrauchen können und wahrscheinlich Feuerholz daraus gemacht.  

Kommentar von huff12 ,

Da fragt man sich trotzdem wie Alexander es geschafft hatte, wenn die Perser ebenfalls Reiter mit Pfeil und Bogen hatten

Kommentar von Fuchssprung ,

Gute Frage, aber die Perser haben zu Fuß, in geschlossener Schlachtordnung gekämpft. Ihre Kavallerie war nur das Sahnehäubchen. 

Expertenantwort
von ArnoldBentheim, Community-Experte für Geschichte, 36

Zuerst: die Frage lässt sich kaum beantworten, da sie den Realitäten nicht entspricht. Man könnte auch fragen, ob wir heute alle Römer wären, wenn die römischen Legionen damals schon mit englischen Langbögen oder Armbrüsten ausgestattet gewesen wären.  :-)

Und wenn die Römer gegen die Makedonen oder Seleukiden mit Piken gekämpft hätten

Gerade die Soldaten der Makedonen, aber auch die der Seleukiden waren mit einer den späteren Piken vergleichbaren Langwaffe ausgestattet, der sog. Sarissa. Dennoch wurden sie von den römischen Legionen in mehreren Kriegen geschlagen! Eigentlich sollte das deine Frage beantworten, nämlich mit einem klaren: Nein!

MfG

Arnold

Kommentar von EduardIII ,

Danke

Kommentar von ArnoldBentheim ,

Gerne.  :-)

Antwort
von Exisaur, 25

Tatsächlich sind Piken wie sie in der hellenistischen Welt weit verbreitet waren, nur dann wirklich wirkungsvoll einzusetzen gewesen, wenn man sie in einer entsprechenden Formation benutzt hat (ihr Erfolg rührt nur von ihrer Benutzung in Verbindung mit der "Phalanx", also einer geordneten Schlachtreihe).

In der römischen Frühzeit hat man auch in der Phalanx gekämpft, hat aber erkannt, dass die große Schwachstelle dieser Formation ist, dass sie absolut unflexibel ist (z.B. ist es unglaublich schwer, auf Schlachtfeld-Hindernisse zu reagieren, weil da schnell die Schlachtlinie bricht) und daher zugunsten der Manipel-Ordnung aufgegeben, die in einzelne Untereinheiten gegliedert war, die Schachbrettartig aufgestellt wurden und dadurch deutlich besser reagieren konnten - diese Umstellung war die Basis für den beispiellosen militärischen Erfolg der Römer.

Antwort
von huff12, 12

Die Römer sahen in den Pikenieren eine veraltete Kampftaktik. Die Flanken waren ungeschützt und die Männer trugen an den Armen nur kleine Schilde. Die langen Speere oder auch Sarissa genannt, konnten aber Pfeilhageln abprallen. Trotzdem schaffte Rom es, alle Griechen zu unterwerfen

Antwort
von heide2012, 41

Ich nehme an weder noch, da die Gegner ja auch anders bewaffnet gewesen wären.

Kommentar von EduardIII ,

Und wenn die Römer gegen die Makedonen oder Seleukiden mit Piken gekämpft hätten

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