Frage von nicola2002, 33

Welpenstunde oder Hundepsychologe?

Mein kleiner Border Collie 13 Wochen, hat Angst vor fremden Menschen, Hunden und heult immer wenn wir Gassi gehen, manche Menschen bleiben schon stehen und schauen uns an. Wir haben ihn jetzt Ca. 1 Monat. Wir haben ihn vom Züchter, die Webseite die auf den Papieren stand gab es wirklich, also das haben wir schon gecheckt. Jetzt zur Frage
Soll ich mit ihm zu Hundepsychologen oder zur einer Welpenstunde oder wohin? Und was davon kostet wie viel?
Vielen Dank im Voraus!

Antwort
von Nordseefan, 22

Ich schätze mal, das war dann vielleicht doch kein Züchter sondern ein Produzent. Auch Webseiten kann man faken.

Versucht es doch erst mal mit der Hundeschule.

den Hundpsychologen halte ich für absolut übertrieben. Vor allem auch weil man das sehr leicht an Scharlatane gerät.

Kommentar von nicola2002 ,

Ok vielen Dank :)

Antwort
von frederick, 6

Auch Hunde sind Individuen: Sie sind nicht unbedingt buchgerecht und verhalten sich nicht unbedingt rassetypisch. Das darf man auch beim Wunschhund und der Wunschrasse nicht außer Acht lassen.

Früher hat man Welpen sogar mit 6 Wo aus dem Wurf genommen, Euer Welpe ist nun nach 8-9 Wo zu Euch gekommen. Das kann für Euren Welpen dennoch eine zu frühe Trennung vom Muttertier gewesen sein. Und natürlich (siehe Nordseefan): Ihr wisst nicht, ob das mit dem Verbleib bei der Mutter auch alles so gut verlaufen ist, wie es sollte. Habt Ihr den Welpen tatsächlich direkt ab Wurf bekommen? Oder war der Welpe schon mal bei anderen – und ist zurückgegeben worden? Oder auch: Wie sind die Umstände und Gegebenheiten bei dem Züchter?

Mut entsteht nicht nur aus einem weltoffenen Charakter heraus, sondern auch aus dem Gefühl der (inneren) Sicherheit heraus. Wenn nun Euer Welpe ganz individuell zu früh von der Mutter getrennt wurde – oder auch sonst etwas erleben musste (?) – dann ist er eben noch nicht so weit, die Welt zu erobern.

Gebt dem Welpen erst einmal mehr Zeit, gewöhnt ihn (wenn möglich) mit Bekannten an das Schreckerlebnis „fremde Menschen“. Habt Ihr auch die Möglichkeit über Bekannte, das mit bekannten „fremden“ Hunden zu tun? Denn z. B.: Nicht die harte, aber realitätsnahe Konfrontation mit der Tatsache, das Hund draußen ständig Hunden begegnet, baut Selbstvertrauen und Angstfreiheit auf (sondern kann eher eine resignative Zurückhaltung schaffen: Ich DARF keine Angst haben, also ZEIGE ich sie nicht oder weniger.) Die behutsame Heranführung sollte den Welpen die Erfahrung machen lassen, dass fremde Hunde (und ebenso: fremde Menschen) nicht schlimm, nicht böse, nicht gefährlich sind. Hundeschule konfrontiert sogleich mit vielen anderen Hunden. Deshalb würde ich Hundeschule unter den gegebenen Umständen eher noch etwas nach hinten schieben.

Wenn Euer Welpe einfach eher ängstlich ist, oder wenn/falls er gar durch welche Erlebnisse auch immer früh traumatisiert wurde, dann ist Geborgenheit das, was er am dringlichsten braucht – und eine behutsame Heranführung an die „böse weite Welt“ ist um so wichtiger, um ihn nicht in seiner Angst allein zu lassen… und somit dauerhaft zu schädigen und in Angst zu verwurzeln.

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