Frage von 123HilfeHilfe, 107

Welpenerziehungsbücher?

Hallo,

Da wir bald einen Welpen bekommen habe ich eine Frage: Wer kann mir gute Büchern zur Unterstützung bei der Welpenerziehung empfehlen? Bitte nur antworten wenn man tatsächlich mit Unterstützung von diesem Buch einen Welpen erzogen hat bzw praktische Erfahrung mit dem Buch hat.

Vielen Dank!

Antwort
von XNightMoonX, 38

Hallo 123HilfeHilfe,

ich kann Dir folgende Hundebücher empfehlen:

- Dogwatching Die Körpersprache des Hundes von Desmond Morris
- Hunde gut erziehen und spielerisch beschäftigen von Sabine Winkler &
  Brigitte Rauth-Widmann
- Hundeerziehung von Sabine Winkler (Kosmos Verlag)
- Welpen: Richtig halten und erziehen, Hundesprache verstehen von  
  Frauke Loup

Du solltest unter anderem auch nach Büchern schauen, an die oder dessen Autor man im Grunde nicht direkt denkt, aber die dennoch einen halbguten Ruf haben. Wie z.B. das Buch Dogwatching.
Nicht alle, die einen schlechten Ruf haben, liegen falsch. Manchmal werden diese auch nur von der Lügenpresse und anderen Trainern unterdrückt. ;-)

Ansonsten kannst Du auch bei Amazon.de gucken. Dort kann man ja auch ein "Blick ins Buch" werfen. Steht meist auf dem ersten Galeriebild des Produktes.

Aber wie schon gesagt. Du musst den Hund auf jeden Fall selber kennen lernen und Erfahrungen sammeln. Nicht immer auf andere hören!
Hunde reagieren überwiegend über die Körpersprache. So kommunizieren sich auch mit uns Menschen.

Man kann jede zukünftige Handlung bei einem Hund sehen. Sei es die Art wie er steht, oder wie er sich anspannt, in welche Richtung der Schwanz wedelt (das bedeutet nicht immer Freude). Auch an der Haltung der Ohren, kann man sehen, was in dem Hund gerade vorgeht.

Auch das spielen mit anderen Hunden muss IMMER beobachtet werden. Viele Jagdspiele verwandeln sich in nur einer Sekunde zu einer Hetzjagd, die für den schwächeren Hund blutig oder gar tödlich ausgeht! Hunde regeln nur das wenigste unter sich und benötigen in vielen Fällen die Hilfe ihres Besitzers. Wie z.B. beim Mobbing unter Hunden. Da sollte sofort zwischen gegangen werden!

Wenn der Hund Angst hat (Silvester etc.) nicht ignorieren, sondern so tun als wäre alles normal. Auch mit ihm reden und beim vorbei gehen mal streicheln. Es ist ein Mythos, dass man Hunde ignorieren sollte.
Bevor Euch das jemand so erzählen sollte, wisst Ihr es jetzt besser. Kommt leider noch häufig vor. Der Welpenschutz gehört auch zu einen der Mythen. Den gibt es nicht. Oder auch Alpha und Omega, gibt es auch nicht.

Und vieles vieles mehr, was man wissen und beachten muss.

Dazu findet Ihr allerdings auch im Internet gute Seiten:

http://www.hunde-info.de/

http://hund.info/

http://www.hunde-ratgeber.eu/index.html

http://www.nippers.de/2013/06/irrtuemer-in-der-hundeerziehung-und-ihre-fatalen-f...

http://www.frauhund.de/hund/verhalten/17-ein-mythos-in-der-hundeerziehung-angst-...


L.G.
XNightMoonX

Kommentar von 123HilfeHilfe ,

Danke für die ausführliche Antwort und die Empfehlungen! 

Wir werden natürlich nicht alles eins zu eins aus den Büchern übernehmen, das war nicht der Plan. Der Charakter unseres Hundes wird an oberster Stelle stehen bei der Erziehung, wir wollen nur viele - auch nicht so bekannte - Bücher lesen um viele verschiedene Ansätze kennen zu lernen und das richtige Mittelmaß für uns zu finden.

LG

Kommentar von 123HilfeHilfe ,

Kleines Update:

Ich habe mir die von dir genannten Bücher grade angesehen (plus die Rezensionen auf Amazon) und bin doch etwas im Zwispalt. Teilweise werden Methoden wie der Schnauzengriff und an der Leine reißen befürwortet, da bin ich ganz klar dagegen..

LG

Kommentar von Asmodeus5 ,

Das bringt auch nichts, nur dein Hund durcheinander! So versteht der nich!

Kommentar von XNightMoonX ,

Das ist das Hauptproblem. Und das wirst Du überall erkennen. Der Schnauzengriff ist nicht das Problem bei Welpen, nur bei erwachsenen Hunden. Welpen werden auch von der Mutter so behandelt. Im späteren Alter ist diese Methode nicht mehr relevant und vollkommen sinnlos.  

An der Leine sollte man gar nicht reißen, da hast Du Recht. Das bringt den Hund nicht nur durcheinander, sondern kann zu Verletzungen, und psychischen Problemen führen. Ein leichter Ruck und ein Befehl sind ausreichend. Er schmerzt nicht, hinterlässt keinerlei Schäden und zeigt dem Hund die Grenze auf. Man muss nur die Aufmerksamkeit des Hundes haben, dann braucht man nichts weiter als den Finger. Vorausgesetzt, er ist dann schon erzogen. So wäre dann das Endergebnis. Du müsstest nicht wirklich reden, sondern nur zeigen und er versteht Dich.
Allerdings sollte beim Gassi gehen kein Halsband umgemacht werden, nur ein Geschirr.
Wenn der Hund zieht oder wenn man Methoden wie Cesar Millan anwendet, kann es zu Durchblutungsstörungen, Hirnschäden, Quetschungen etc. kommen. Was unter anderem auch lebensgefährlich ist.
Aber da bist Du ja glücklicherweise gegen.

Du musst Dir eben die guten Dinge heraus suchen. Überall widerspricht sich etwas, oder ist eben nicht mehr angemessen. Einige Bücher stammen eben auch noch aus früherer Zeit. Von da bis jetzt, hat man sich natürlich etwas weitergebildet. Aber einiges ist halt auch dabei, was z.B. in anderen Büchern fehlt und was einem super weiterhilft.

Ich habe auch sehr viele Bücher gewälzt. In dem Einen steht, dass man das nicht soll, in dem Nächsten stand, dass das richtig wäre usw.
Also da sollte man doch alle vier Möglichkeiten nutzen, um den Hund zu erziehen. Hundetrainer, Bücher, Internet und die eigenen Erfahrungen/Bauchgefühl.


Kommentar von xAdmiralAckbarx ,

Martin Rütter hat sich zu diesem Thema mal geäußert. Er hat seinen (vor allem weiblichen Schülern) ein Video vorgespielt wo Hunde und Wölfe unter sich den Schnauzgriff anwenden. Und dies ganz bestimmt nciht nur gegenüber Welpen. Als er danach aber ein Video gezeigt hat wo er selbst den Schnauzgriff angewendet hat, da war das "Geschrei" dann groß und wurde auf einmal mit Gewalt gleichgesetzt. Ein richtig angewendeter Schnauzgriff kann im richtigen Moment eine verdammt gute Methode sein den Hund vom einem etwaigen Fehlverhalten abzubringen. 

Man sollte auch darauf achten welche Front so dermaßen zu den Gegnern des Griffes gehört. Meist kommt dies nämlich aus dem Lager der Erziehungsmethode die mit der reinen pos. Verstärkung arbeiten. Wo jede Form von Konsequenz als körperliche oder psychische Gewalt gesehen wird. Entweder wird dies dann mit neuen Erkenntnissen begründet (die so NICHT existieren und nicht anerkannt sind) oder aber wenn alles nicht hilft, dann damit, dass man als Mensch mit der Hand keine Schnauze formen kann. Da es auch unterschiedliche Rassen gibt mit unterschiedlichen Schnauzenformen kann man sich aber eigentlich denken, dass die Form der Schnauze sowas von egal ist. 

Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass in den Bücher wirklich von an der Leine reißen die Rede ist. 

Du wirst beim Lesen hier und auch in den Rezessionen merken wie umkämpft dieses Thema ist und wie schnell es doch auch sehr emotional zugeht. So kommt es nämlich dann auch zu einem "reißen" obwohl vielleicht im Buch nur von einem leichten Ruck die Rede ist. 

Antwort
von dogmama, 62

gute Büchern zur Unterstützung bei der Welpenerziehung empfehlen? 

z. B: "Welpen" von Clarissa von Reinhardt

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