Frage von hayatiix, 125

Welpe zieht wie verrückt an der Leine und hört nicht mehr wenn Menschen kommen?

Ich hab einen 5 Monate alten Labrador Welpen, er kann schon über 20 Kommandos, läuft super an der Leine, macht Tricks, ist sehr schlau und lernt auch schnell dazu. Jedes Mal wenn wir Gassi gehen, ist er ganz brav und lieb, hört perfekt auf's Wort - bis zu dem Moment, bis er jemanden sieht. Er fängt an, an der Leine zu ziehen und will unbedingt zu dieser Person rennen in diesem Moment hört er nicht auf "Aus" oder auf "Sitz" er zieht bis zum geht nicht mehr und ich kann es nicht verhindern, er wiegt inzwischen auch schon 20 kg und zieht mich dann in dem Moment auch fast mit. Wir sind momentan nicht mobil und können daher erst im nächsten Monat mit ihm zur Hundeschule fahren. Auch wenn er ohne Leine ist, an der Ampel macht er Sitz. Bleibt sofort stehen, wenn ich es ihm Befehle. Und dann wenn er Leute sieht, rennt er in dem Moment los und hört nicht mehr auf mich. Er rennt in alle Richtungen und tut so als würde er mich nicht kennen. Am schlimmsten ist es, wenn er an der Leine zieht und nicht mehr auf mich hört. Aber ohne Leine ist es auch nicht besser. Wenn wir durch die Stadt laufen, und er soviele Menschen sieht, dreht er völlig durch, ich muss die Leine dann immer so kurz wie möglich halten, und er zieht wie verrückt. Was soll ich tun?

Antwort
von LukaUndShiba, 62

Anstatt ihm 20 Kommandos beizubringen wo von über die hälfte vermutlich unnötige ist hättet ihr lieber von Anfang an an den wichtigen Sachen arbeiten sollen.

Zudem finde ich 20 Kommandos für einen 5 Monate halten Hund echt heftig und übertrieben. 

Besucht eine gute hundeschule. 

Expertenantwort
von Starciel, Community-Experte für Hund, 41

Da läuft was grundlegend schief bei eurem Training. Wo hast du die vielen perfekt sitzenden Kommandos denn aufgebaut? Nur bei euch daheim im Garten?

Da müsste seit Wochen der nächste Schritt kommen, nämlich die Übungen auch unter Ablenkung zu machen die du dann langsam steigerst. Für den Hund ist es nicht selbstverständlich eine Übung die er macht wenn er nur auf dich konzentriert ist auch zu zeigen wenn er was interessanteres sieht. Das nennt man üben mit Verleitungen bzw. "Proofing" und macht ca. 90 % des Trainings aus.

Was mich etwas erschreckt ist die Aussage dass du den unzuverlässig (bzw. sicher losrennenden) Junghund ohne Leine an ner Ampel sitzen lässt. Wenn du nicht 100% sicher bis dass er sitzen bleibt (und meiner Meinung nach selbst dann trotzdem) gehört er an der Leine gesichert.

 Im Grunde musst du jetzt einfach 3 Schritte zurück im Training und erstmal wieder aufbauen dass sich der Hund auf dich konzentriert wenn er andere Leute sieht. Lein ihn an, geh auf nen Supermarktparkplatz in de ruhigere Ecke und lass ihn erstmal in Ruhe 10 Minuten gucken.

Wenn es nichtmehr so spannend ist sprich ihn leise an und bestätige sofort wenn er sich zu dir von den Leuten weg hindreht. Lös auf mit "Ok" und lass ihn wieder Leute gucken. Nach ein paar Sekunden wieder das gleiche.  Du sprichst ihn nur einmal an, guckt er innerhalb 3 Sekunden gibt's nen Keks. Wenn nicht veränder die Position ein paar Meter und machs von vorne. Steiger die Zeit die er dich anschauen soll nach und nach auf 15-20 Sekunden. Klappt das immer gehst du näher an die Leute ran. So lang bis du das ganz nach am Eingang machen kannst und er dich sofort anschaut. Dann an nen anderen Ort und von vorne.

Musst du ihn mehr als einmal ansprechen ist die Ablenkung noch zu hoch und du gehst für diesen Tag nochmal 10 Meter weiter weg von den Leuten.

Geht es garnicht kannst du ihn vor Beginn der Übungen SICHER wo anbinden und wenn er auf deine Ansprache nicht reagiert zügig ein paar Schritte weggehen. Die meisten Hunde sind dann so iritiert dass sie sich von der Ablenkung wegdrehen um zu sehen wo du hingehst. Sofort bestätigen und von vorne.

Mit Fleiß und genug Arbeit an den Grundlagen klappt das bei jedem Hund.

Erst wenn du die Ansprache und den Blickkontakt sicher bekommst kommen dann wieder die Sitzübungen dazu.

Antwort
von Buddhishi, 43

Hi, gab es da mal Erlebnisse, die darauf schließen lassen, warum er sich so verhält? Dann hätte man einen besseren Ansatzpunkt, um Dir helfen zu können.

So kann ich Dir nur pauschal antworten: Auch wenn sich das schwierig gestaltet, wirst Du wohl eine Weile nicht umhinkommen, sobald er losflitzen will, umzudrehen. Außerdem mußt Du in diesen Situationen der permanenten Kontakt schon bevor es zu spät ist zu Deinem Hund halten. Mache Dich interessanter als alles andere auf der Welt!

Kein anderer Mensch als Du darf ihm vorläufig auf den Gassigängen Leckerli geben.

Das ist alles nur spekulative erste Hilfe, bis Du endlich in die Hundeschule gehen kannst. Bis dahin also nur Überbrückung, bis Fachleute das Übel an der Wurzel packen können und sein Verhalten nicht noch schlimmer wird.

LG

Buddhishi

Antwort
von MaschaTheDog, 44

Hallo,unser Dobermann (10Monate) reagiert auch noch sehr auf Menschen und Hunde.

Aber ich bin noch ziemlich Jung und er wiegt schon mind.35 kg und ich kann ihn trotzdem gut halten.

In solchen Situationen ist es sehr wichtig,dass du deinen Hund gut unter Kontrolle hast.

Ein Hund kommt auch in die Pubertät,in dieser muss man unbedingt sehr Konsequent sein und dem Hund nichts durchgehen lassen.Eurer ist gerade mitten drin und wenn ihr nicht so schnell wie möglich eine Hundeschule besucht,dann ist fast die ganze Erziehung hin.Wenn euer Hund zieht wie verrückt und in solch leichten Situationen nicht ansprechbar ist,dann kann man euren Hund nicht als Gehorsam bezeichnen.

Ihr seht ja,wenn jemand auf euch zu gelaufen kommt.Wenn jemand kommt, stellst du dich konsequent vor deinen Hund und gibst ihm ein "Sitz" zu hören,wenn er es nicht macht,korrigierst du ihn. Wenn er sitzt stellt du dich vor ihn,sodass du zwischen den Leuten und ihm bist.Wenn er aufsteht oder zu den Leuten will,stellt du dich wieder direkt vor ihn und korrigierst,wenn er sitzen bleibt,wird er belohnt.Wenn der Hund gescheckt hat,dass er damit nicht mehr durchkommt, ist Ruhe.

Antwort
von NalaLilly, 56

Also ist bei uns auch so haben auch zwei Labbis. Also Labradore die essen ganz gerne also halte ihm leckerlie vor die schnauze rede mit ihn oder stell dich vor ihn. Wenn er dann lieb ist dann lobe ihn ganz doll. Welche Farbe hat den der kleine?

Kommentar von hayatiix ,

Dankeschön, ist ein brauner :) 

Antwort
von eggenberg1, 29

20 kommandos   bei  einem  20  wochen alteml abrador  welpen ??   was sollte  das  denn bitte??  und du erwartest allen ernstes,dass  so  ein  kleiner  wirklich alle kommandos  auch perfekt beherrscht??  wohl kaum .

das einzige  was  er  beherrschen  muß ist  -platz-- und --hierher -  und  auch das  kann er mit  5 monaten noch nicht  perekt können .

 du erziehst dir einen  total hyperaktiven hund , dem du über kurz oder lang nicht mehr gerecht werden kannst.  hör auf  so viel in ihn hinein zu  interpretieren  ,dafür  leg mal wert auf  die qualität  deiner   ausführungen .

hundebücher   --ganz in ruhe  un d  in   kleinen abschnitten gelesen   bringen da ne menge  !

Antwort
von ErsterSchnee, 58

Wieso legst du dir einen Hund zu, den du nicht halten kannst? Und ihr seid tatsächlich noch in keiner Hundeschule gewesen? 

Dann hast du aber schon so einiges verbockt - und es wird ein hartes Stück Arbeit, ihn da umzuerziehen. 

Armer Hund - da wird das Internet auch nicht viel helfen...

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