Frage von Jennii1511, 414

Warum macht mein Welpe so oft in die Wohnung?

Hallo ihr liebe Menschen :) Ich abe seit 5 Tagen meine wunderschöne Latifa (Labrador) sie ist ganze 9 Wochen alt :) Seit heute pullert sie sehr oft in die Wohnung das lässt mir fragen auf sie geht immer dann raus wenn ich es ihr anmerke und nätürlich in regelmäßigen Abständen :) Gassi Dauer nie länger als 10-15min denn ich bin der Meinung mehr kann man der Maus nicht zumuten weder psychisch noch körperlich weil ihre Umgebung komplettes Neuland ist . Heute hat es stark geregnet könnte es daran liegen treibt so ein Wetter ? Ich meine die kleinen können ja sowieso nicht lange einhalten das weiß ich ja. Ich bin mir nicht sicher und frage lieber nach denn was Welpen angeht bin ich ein Anfänger und mache mir bei jeder Kleingkeit sorgen :/ Und folgendes Problem habe ich auch viel mehr eine Frage :) Wenn ich mit ihr dann raus gehe jault sie lautstark ich vermute es liegt A an der Umgebung alles neu und B sie fühlt sich zuhause sicher und hat schlichtweg Angst liege ich da richtig ?:) Und wenn sie dann in die Wohnung macht wie soll ich vorgehen bisher habe ich sie ja direkt raus getragen und ein strenges Nein ausgesprochen mehr nicht und wenn sie draußen macht wird sie reichlich und ausgibig belohnt :) Und falls ihr sonstige Tipps oder Ratschläge habt gibt mir bitte Bescheid :)

Antwort
von Jesska2009, 174

Hallo,hier mein Beitrag von vor einiger Zeit zu einer ähnlichen Frage. Viel Spaß beim Lesen und lernen. :-)

Hallo Jennii1511, über das Thema, wieso ein Hund Probleme hat, stubenrein zu werden und seine Geschäfte draussen zu verrichten, ist folgendes zu sagen: Dein Welpe verhält sich völlig normal.

Mach Dir keine Sorgen.In der Natur ist es so: die Hundemutter macht die Hinterlassenschaft der Welpen sofort weg (leckt sie auf bzw. frisst den Kot), weil durch den Geruch Feinde angelockt werden können.

Aus Sicht des Welpen besteht seine Welt aus folgendem:

1.Umfeld: Sicherheitszone = im Haus

2.Umfeld = um das Haus herum, in der Regel ein Garten oder eine Rasenfläche gegenüber

3.Umfeld = die große weite Welt außerhalb des Hauses und des Gartens (bzw. wie bei euch der Fläche gegenüber)

Dieses zu wissen, halte ich für wichtig. Denn somit erklärt sich auch das Verhalten Deines Welpen.Wenn die Welpen noch Welpen sind - und das ist bis zum 5./ 6.. Monat der Fall- (ab dann sind sie Junghunde) halten sich alle Rudelmitglieder in der Regel rund um die Sicherheitszone 1 auf.

In der Natur wäre das die Wurfhöhle und ein paar Meter rundherum.Die Mutter wäre ständig in der Nähe und wenn sie auf Jagd unterwegs wäre, wäre eine "Tante" oder sonstiger Hilfshund da und würde auf die Welpen aufpassen im Sinne von, daß keiner der Kleinen die unsichtbare Grenze rund um die Wurfhöhle verlässt. Verstehst Du?

Aus dieser Sichtweise eines Welpen verhält der Mensch sich vollkommen unlogisch und bringt ihn damit (unabsichtlich) in Gefahr:

die Menschen meinen immer, die Hunde würden ab der 8. Woche oder ab dem Tag wo sie zu ihnen kommen, das Bedürfnis haben,

"spazieren zu gehen".

Das ist aus meiner Sicht nicht korrekt.

Keine Hunde/Wolfsmutter würde ihre Kleinen spazieren führen.

Das wäre viel zu gefährlich. Und bedenke mal, wieviele Hunde in ein und demselben Revier wohnen.

Das passiert erst viel später. Bis zum 5. bzw. 6. Lebensmonat würde in der Natur (und so machen es auch unsere Haushunde) die Verständigung (Kommunikation) eingeübt werden. Erst danach dürften die Kleinen /Junghunde mit auf die Jagd gehen.

Vorher kann kein Rudel riskieren, daß die Beute entwischt, weil einer der Welpen/Junghunde zu laut ist oder sich sonst nicht "jagdkonform" verhält.Das heisst, die Hunde-Mutter setzt Grenzen und die Kleinen lernen, die zu akzeptieren.

Ist ja bei Kinden auch so ähnlich.Was bedeutet das nun für euch? Du solltest immer an den gleichen Platz zum Lösen gehen.

Außerdem solltest Du Deinen Hund da hin tragen - und der Hund zeigt es Dir durch sein Verhalten auch an- weil es bedeutet: "Ich hab Dich als meinen Welpen wortwörtlich im Griff, aber ich beschütze Dich dadurch!"

Ist das so nachvollziehbar?

Der Welpe wird nach und nach in kleinen Schritten lernen, mit Dir zu gehen. Denn solange er so jung ist, steckt der natürliche Folgetrieb in ihm. Er darf den Anschluß an sein Rudel nicht verlieren, da er sonst tot ist. Der Hund kann ja nicht wissen, daß er nicht in Gefahr schwebt und wir Menschen dafür sorgen daß er nicht verloren geht und obendrein auch noch Aldi dafür sorgt, daß das Futter niemals ausgeht ;-)

Um für den Welpen klar und deutlich zu machen, daß er Dir vertrauen kann (woher soll er das wissen, wenn Du es ihm nicht beweist?)

mache es bitte wie folgt: übe alles, was er können und lernen soll, zuerst zuhause ein.

1.Gehe immer zur gleichen Lösestelle

2.Trage Deinen Hund dort hin und auch wieder zurück

3.Übe zuhause in Deiner Wohnung mit ihm das Tragen vom Halsband.

Rufe ihn zu Dir her oder locke ihn mit einem Leckerchen. Spiele mit ihm, solange er das Halsband um hat. Dann erreichst Du eine positive Verknüpfung und er wird das Halsband toll finden. Nach ein paar Tagen klickst Du die Leine an das Halsband und legst ihm das dann um. Spiele dann wieder mit ihm. Nimm im Spiel ganz kurz das Ende der Leine in die Hand. Wird die Leine straff, lass sie fallen. So erreichst Du, daß Dein Hund diese Beschränkung seiner Freiheit als positiv empfindet.

Und Du erreichst ebenfalls, daß er niemals ein Leinenzieher wird, weil er es schlicht nicht lernt.

Wenn Du mit dem Spielen an der Leine fertig bist, nimm Deinen Welpen, leg Dich auf eine Decke (am besten die, die später auch sein fester Liegeplatz werden soll, weil es dann dort schon angenehm nach Dir/euch riecht und dieses eine klare Aussage für den Welpen und einen Wiedererkennungswert hat)

Danach gib Deinem Welpen positive Zuwendung. Streichele ihn, taste ihn dabei ab, schaue ihm in die Ohren, untersuche die Augen, schau Dir die Zähne an. Dabei kannst Du nachschauen, ob er irgendwo eine Zecke hat oder ob er sonst irgendwas hat. Durch das Abtasten erreichst Du, daß es für Deinen Welpen normal wird, sich überall anfassen zu lassen. Das ist eine gute Basis für spätere Besuche beim Tierarzt oder wo immer fremde Personen Deinen Hund anfassen wollen oder müssen. Wünsche euch ein entspanntes Zusammenleben und viel Spaß mit dem Hund.

Buchtipp: "Vom Welpen zum Familienhund" von Jan Nijboer. Lohnt sich sehr!

Viel Spaß mit Deinem Kleinen!

Viele Grüße Jesska

Kommentar von Jennii1511 ,

Dein Text hat mir die Welt von der kleinen wirklich toll Rüber gebracht :)!!

Und mir stückweit gezeigt wie die kleine alles sieht :)

Danke :)

Expertenantwort
von Naninja, Community-Experte für Hund, 226

Anders als einige hier finde ich die 15 min absolut richtig. Im Welpenalter gilt die Faustregel: 5 min pro Lebensmonat. Mehr kann einen ohnehin schon nervösen Hund stark überfordern, weil das Welpenhirn nicht dazu in der Lage ist, die vielen neuen Reize zu verarbeiten.

Ich finde es klasse, dass Du Dir so viele Gedanken machst und die kleine Maus genau beobachtest. Ich denke, dass Du mit Deinen Einschätzungen auch vollkommen richtig liegst. Ein Welpe muss in den ersten Wochen in erster Linie zwei Dinge lernen: Ruhe und Vertrauen in seinen Menschen zu entwickeln. Ihm Sicherheit zu geben und auf ihn zu achten ist also absolut richtig.

Wenn die Kleine jault, sobald Du raus gehst, ermuntere sie und lob sie für jeden Schritt. Entdeckt sie "gruselige" Dinge, erkunde sie gemeinsam mit ihr und gib ihr Schutz, indem Du z.B. eine "gefährliche Mülltonne" anfasst, in die Hocke gehst und sie ermunterst, selbst zu schnüffeln. Hat sie Angst vor anderen Hunden oder Menschen, gib ihr Schutz zwischen Deinen Füßen und taste Dich langsam vor. Das Tempo bestimmt sie. Je mehr sie erkennt, dass gruselige Dinge gar nicht gruselig sind und dass sie sich voll auf Dich verlassen kann, desto positiver und selbstbewusster wird sie sich entwickeln. Bestärk sie nicht in ihrer Angst, sondern nimm sie ihr.

Für Spaziergänge würde ich anfangs absolut langweilige und reizarme Orte auswählen, bis sie sich entspannt. Pfützen in der Wohnung kommentarlos wegwischen. Den Rest machst Du genau richtig.

Du kannst Dir zusätzlich ein Halsband von Advantix besorgen. Es enthält künstliche Pheromone, die eine beruhigende Wirkung auf viele Hunde haben, und hält ca. 4 Wochen lang.

Behalt Dir Deinen wachen Blick, hör auf Dein Bauchgefühl und genieß die Welpenzeit! Sie geht leider viel zu schnell vorbei. ;-)

Kommentar von Jennii1511 ,

Das beruhigt mich zu hören ich danke dir ich bin auch der Meinung mit dem Gassi gehen das es reicht ich versetzt mich in die kleine ich würde mich überfordert fühlen als kleiner Wurm :) 

Ich liebe meine Maus und will nur das beste für sie :) 

Kommentar von Naninja ,

Hör auf Dein Bauchgefühl, es scheint ja gut zu funktionieren.

Mein Hund war als Welpe anfangs auch sehr ängstlich und ist mit viel Geduld, Vertrauen und Liebe zu einem neugierigen, freundlichen und selbstbewussten Hund geworden.

Stress wirkt übrigens harntreibend. Es kann also gut sein, dass Dein Welpe heute unsauber war, weil ihn etwas überfordert hat.

Kommentar von Jennii1511 ,

könnte auch an mir liegen bi heute kurz mit ihr eine andere Strecke gegangen habe ich mir dann auch schon gedacht und es auch unterlassen und beim nächsten mal die übliche Strecke gegangen :)

Antwort
von LaraMariia, 179

Am besten immer Ignorieren wenn sie ins Haus pullert. Und wenn sie Draussen ihr Geschäft macht dann lob sie unglaublich!
Süsse Maus! ;)

Kommentar von Jennii1511 ,

Ohja und wie der kleine Wurm gelobbt wird und wie sie sich dann freut :)

Antwort
von blackforestlady, 188

Dann musst Du jede Stunde mit ihr Gassi gehen und nach jedem schlafen, spielen, fressen und saufen auch. Außerdem ist der Welpe noch reichlich jung, wahrscheinlich vermisst sie ihre Mutter. Man braucht halt viel Geduld und ganz viel Zeit für die Erziehung.

Kommentar von Jennii1511 ,

Mache ich bereits und auch wenn ich es zwischen durch merke :)

Antwort
von Annagracia, 192

Zum pinkeln in der Wohnung. Du solltest wenn sie macht garnichts sagen einfach ignorieren, wenn du Nein sagst denkt sie das dein Nein an das pinkeln gerichtet ist, wo sie das macht ist ihr noch garnicht bewusst. Einfach immer mal wieder raus setzten. Vorallem wenn sie gegessen, gespielt oder geschlafen hat. Außerdem solltest du immer auf ihre Körpersprache achten ab einem bestimmten Zeitpunkt wird sie dir Anzeichen geben das sie raus muss. Viel Geduld!! Habe selbst Hunde und momentan auch einen Welpen.❤ wünsche dir eine ganz schöne Zeit mit ihr.

Kommentar von Jennii1511 ,

Ja das mache ich genau so mit dem raus gehen :) 

Antwort
von FrauStressfrei, 122

Erstmal bin ich mir sicher: du machst alles richtig und unendlich toll!!! Es ist eine Freude zu lesen, dass hier sich mal jemand Gedanken macht! Trotzdem bin ich beim Lesen deines Beitrages stutzig geworden und ich muss dich mal ganz direkt fragen: handelt es sich um einen Billig- Wühltisch- Welpen von so einen widerlichen Vermehrer oder ich es ein "echter" VDH Labbi? Denn die VDH Züchter haben Auflagen bezüglich Prägung und Sozialisierung und die ist hier offensichtlich sträflich vernachlässigt. Ab der 4 Woche soll ein Welpe bei Züchter regelmäßig ( mehrmals täglich) draußen sein, verschiedene. Untergründe kennenlernen und selbstredend auch bis zur Abgabe lernen, sich draußen zu lösen. Natürlich klappt das dann nicht regelmäßig es dauert weitere 8 Wochen beim Besitzer bis der kleine ganz Stubenrein ist. Aber bei deiner Beschreibung hatte ich sofort das Bild eines Vermehrerhundes vor Augen, der völlig unsozialisiert in einen dunklen Loch groß geworden ist. Das Verhalten ist nicht normal!

Kommentar von Jennii1511 ,

Also ich kann dir nur sagen wir waren dort das waren schon ältere herschafften die in einem großen Haus mit garten leben die Mama von der kleinen Maus habe ich auch gesehen sie sah mir auch nicht so aus als wäre sie sehr oft trächtig gewesen meine Maus hat  nur einen Haustier pass und den Impfpass kein Stammbuch (oder wie man das nennt bin mir nicht sicher ) .

Bezahlt habe ich für Sie 950€

Und ihre Geschwister wirkten auf mich auch ok 

Also ein eingetragener Züchter scheint es demnach nicht zu sein 

Kommentar von FrauStressfrei ,

Für nur 300Euro mehr hättest du einen echten und super sozialisierten Labrador bekommen, das ist dir bewusst, ja? Und dir ist auch bewusst, dass die vermehrer die Welpen extra zu seriös wirkenden älteren Leuten bringen zum Verkauf? Und du weißt auch, dass die Welpenmafia jetzt weiß, dass der Käufer jetzt vor 250 Euro Billigwelpen gewarnt ist und sie deshalb jetzt für teurer verkauft? Wie oft warst du da? Hast du die Röntgenbilder der Eltern gesehen bzw den offiziellen Befund? Was würde in den letzten Wochen vor Abgabe mit den kleinen gemacht? Man man man! Ich dachte, nach den ganzen Warnhinweisen kauft kein Mensch noch auf diese Art und Weise einen Hund! Vermutlich wird stubenreinheit über die Zeit dein geringstes Problem sein!

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