Frage von Tamara1312, 143

Welpe hat Angst?

Hallo ich bin Tamara bin 19 Jahre alt und bin neu hier :)
Es geht um meine Hündin Maya ( Dackel Terrier) ist ist jetzt 10 Wochen alt mit 6 Wochen ab ich sie bekommen, ich weiß das ist viel zu früh aber die Vorbesitzer habe mir erzählt das die Mutter sie verstoßen hat.
Kurze Zusammenfassung:
Mit 6 Wochen hab ich Maya bekommen
Und ein paar Tage später hat Maya sich im Kreis nur gedreht darauf hin bin ich mit Maya nach Hofheim in die Klinik gefahren, sie haben dort ein MRT gemacht und es wurde festgestellt das Maya zu viel Gehirnflüssigkeit hat.
Mit 7 Wochen wurde sie operiert.
Mit 8 Wochen haben wir sie nach Hause gebracht und von Tag zu Tag ging es ihr immer besser.:)
Ich habe mir extra für meine kleine Maya frei genommen, ich habe extra auf dem Boden geschlafen, ich gib ihr mehrmals am Tag die Flasche...
Mit 9 Wochen sind wir nach Hofheim gefahren um ihr die Fäden zu ziehen lassen.
Die Ärzte haben sehr viel Neurologische Sachen mit ihr gemacht, und seit dem ist sie total ängstlich...
Bei jeder Bewegung und bei jeder Berührung bei jeden Ton zuckt sie zusammen und geht in sich ein... Es tut mir in der Seele weh sie so zu sehen.. Bevor sie die Fäden gezogen bekommen hat, habe ich mit ihr so das Vertrauen aufbaut und dann zerbricht einfach alles..
Ich weiß mir nicht mehr zu helfen...😔
Deswegen frag ich euch bitte helft mir....😔

Expertenantwort
von polarbaer64, Community-Experte für Tiere, 25

Du bist auch einfach ein bisschen jung, um so eine Verantwortung zu tragen... . So ein kleiner Zwerg ist, wie ein eigenes Kind. Da fühlt man mit und das geht einem an die Nieren. Da hattest du kein besonderes Glück mit deinem ersten kleinen Hundchen. Das das verstoßen wurde, kann ich einerseits nachvollziehen, da Tiermütter nicht überlebensfähige Welpen schon links liegen lassen. Oft ist es ja auch eine Ausrede, um Welpen an den Mann zu bringen, bevor sie anfangen, Geld zu kosten..., sei jetzt dahingestellt. Jetzt ist er bei dir und du musst musst für ihn da sein.

Das der Zwerg so durch den Wind ist, ist ja nachvollziehbar. Musst du denn noch oft mit ihm zur Behandlung? Wenn bei euch mal zuhause Normalzustand einkehrt, wird sich auch dein kleines Hundchen beruhigen. Aber solange du noch regelmäßig zur Klinik musst, musst du da leider durch. 

Zeig ihm, dass du für ihn da bist, mehr kannst du nicht tun. Alles andere entwickelt sich langsam. Der Kleine wird sein Vertrauen zu dir wiederfinden. Er versteht ja nur nicht, was ihm da geschieht und warum, wie soll er auch.

Wenn er mal groß genug ist, geh mit ihm zur Hundeschule, da werdet ihr Spaß haben, und er hat Kontakt zu anderen Hunden.

Jetzt wünsch ich dir ganz viel Kraft, das auszuhalten (für dich ist es schlimmer, als für den Hund). Such dir auch jemanden zum Reden. Vor allem jemanden, der vielleicht auch Hundeerfahrung hat. Vielleicht gibt´s bei euch ja eine Welpengruppe oder etwas in der Art. 

Die kleine Maya hat aber hoffentlich jemanden, der tagsüber bei ihr ist, wenn du wieder arbeiten musst? Welpen darf man die ersten 6 Monate nicht alleine lassen, das weißt du ja sicher. 

Kopf hoch,ihr werdet das sicher schaffen, ihr zwei :o) .

Kommentar von Tamara1312 ,

Danke für die tolle Antwort :)
Maya würde nach der OP wieder ganz normal sie hörte auch auf ihren Namen und seit dem die Tierärztin sie die ganze Zeit hochgenommen hat, hat sie so Angst... Sie hört nicht mehr auf ihren Namen sie ist nicht mehr stubenrein ich weiß nicht was ich machen soll das ist jetzt schon seit einer Woche so..

Kommentar von polarbaer64 ,

Sei einfach du selbst und lieb zu deiner Maya. Das kommt wieder. Wenn der OP-Zauber vorbei ist, dann ist das irgendwann vergessen. Eine Woche ist keine Zeit :o) .

Expertenantwort
von Naninja, Community-Experte für Hund, 30

Guck mal, ob es in Deiner Nähe einen Tierarzt gibt, der einen Facharzt im Bereich Verhaltenstherapie hat.

Ich denke, dass Du gute Chancen hast, wenn der Hund in den nächsten Wochen unterstützt und begleitet wird. Dazu würde ich mir auf keinen Fall einen Trainer nehmen, sondern den o.g. Spezialisten suchen. Er kann die neurologischen Probleme einschätzen, einen Trainingsplan mit Dir erarbeiten und ggf. medikamentös unterstützen und mit den behandelnden Ärzten Rücksprache halten.

Hier findest Du eine Liste mit Ärzten, die die Zusatzqualifikation haben. Ich würde mir, sofern es mehrere zur Auswahl gibt, den mit der längsten Erfahrung und den besten Referenzen suchen. Es wird ja kein Dauerzustand, sondern nur ein kurzer Zeitraum zur Unterstützung werden: http://www.gtvmt.de/service/suche-verhaltenstieraerzte/

Kommentar von Tamara1312 ,

Danke :)
Maya geht ja zu einen Tierarzt der für neurologische Sachen zuständig ist aber seit dem sie da war und die Fäden rausgezogen bekommen hat hat sie total Angst. Sie hat sogar Angst vor dem Wind vorm Regen obwohl sie den Regen so toll fand...
Es ist schon seit einer Woche so das sie so extrem Angst hat...

Kommentar von Naninja ,

Ein Verhaltenstierarzt ist in erster Linie Trainer mit medizinischem Hintergrund, viele sind auf Angsthunde/ Deprivationssyndrom spezialisiert.

Ein Hund lernt zwar sein ganzes Leben lang, aber die ersten Wochen sind extrem einprägsam, weil das Hundehirn neue Verknüpfungen bildet.
Wichtig ist, dass die negativen Verknüpfungen innerhalb dieses Zeitfensters mit positiven überschrieben werden und dass die traumatischen Erfahrungen bearbeitet werden.
Da würde ich nur einen Profi ranlassen, weil die Zeit knapp ist. Der Begriff Trainer ist nicht geschützt und wenn das Problem falsch angepackt wird, leidet Dein Hund dauerhaft unter den Konsequenzen.

Antwort
von Maro95, 13

Am meisten hilfst du ihm, in dem du mit gutem Beispiel vorangehst. Sei selbstsicher, vertraue deinem Hund und habe keine Angst um ihn.

Stell die Schlafplatz-Situation so auf, wie du sie langfristig haben möchtest. Gib ihr einen halbwegs geregelten Tag und feste Regeln, an denen sie sich orientieren kann.

Wenn ihr Zustand das hergibt, dann spiele, übe und lerne mit ihr. All das wird ihr Vertrauen in dich schonmal stärken und das ist die wichtigste Voraussetzung für alles weitere.

Wahrscheinlich gibt das Tierfreund-Apostel-Schelte, aber ich möchte dich fragen, warum du einen, wie du weißt, viel zu jungen Welpen von einem so unseriösen Menschen erworben hast?

Antwort
von BewegteHunde, 2

Hallo, das ist natürlich eine ganze Menge in der Summe, was dein Welpe da zu wechseln hat. Du hast hier ja schon viele Tipps bekommen, die ich daher nicht wiederholen möchte. Eine zusätzliche Möglichkeit wäre noch der Einsatz von Adaptil, sprich mal deinen Tierarzt darauf an. Diese Pheromone werden gern bei Trennungsangst, Angst vor Geräuschen, Unruhe etc. eingesetzt, vorrausgesetzt natürlich der Hund ist sonst gesund. Das Mittel gibt es als Stecker für die Wohnung, als Halsband und auch als Tablette( die wirkt allerdings nur ca. 2 Stunden) Ein Versuch wäre es sicherlich wert.

Alles Gute Dir und deinem Zwerg

Antwort
von MaschaTheDog, 29

Oje..die arme kleine Maus.

Davor hast du es ja auch geschafft Vertrauen aufzubauen mach also genau das gleiche,wenn es funktioniert hat.

Du darfst kein Mitleid mit ihr haben.

Du braucht gaaaaaanz viel Geduld ,einfach abwarten,das wird schon :)

Gute Besserung der kleine  und viel Erfolg euch :)

Kommentar von Tamara1312 ,

Ja davor ging es ja gut bis die Tierärztin sie andauert hoch genommen hat und seit dem ist sie so.. Wenn sie Angst hat sag ich immer "alles gut Maya" nur darauf reagiert sie nicht.. Davor hat sie auch auf ihren Namen gehört und war stubenrein und jetzt nicht mehr....

Antwort
von Steffile, 37

Du machst das schon super! Im Moment braucht die Kleine viel Liebe und Zuwendung, wobei du aber nicht permanent auf den Fussboden umziehen solltest :) Hilf ihr, ihre Gefuehle zu regulieren, beruhig sie, verhalte dich erwachsen und sicher - das wird der Huendin Sicherheit geben.

Und wenn sie wieder fit ist, spiele mit ihr, stell ihr Aufgaben wenn sie alt genug dafuer ist und belohne sie wenn sie sie schafft, auch dadurch wird sie mit der Zeit sicherer werden.

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