Frage von LuiseSt, 26

Welpe bekommen?

Hallo ihr lieben.

Es ist so: Ich bin erst 12 Jahre (bald 13). Ich habe 3 Pflegehunde mit denen ich halt spazieren gehe, füttere usw...in den Ferien passe ich auch für längere Zeit auf. Mir macht es Spaß die Zeit mit Hunden zu verbringen. Meine Familie und ich wohnen in einem Haus mit großem Garten.

Ich hätte so gerne einen eigenen Hund. Die Zeit hätte ich auf jeden Fall dafür. Aber ich darf nicht. Ich denke das Geld usw. Spielt keine Rolle. Das was sie stört ist glaube ich der Dreck und der Geruch.

Wenn dann würde ich eh einen großen Hund haben der Tagsüber draußen ist und nur nachts drinnen schläft, also ein Draußen hund. Habt ihr Ideen wie ich meine Eltern überzeugen kann?

Lg, LuiseSt

Antwort
von Shoshin, 4

Hallo,

nein, das geht gar nicht! Hunde sind einfach - z.B. auch Schäferhunde, die ja früher auf dem Bauernhof oft draußen waren - Familienhunde und Familienmitglieder. Du passt auf Hunde auf: Ich finde dich so toll!!!! Ich bin Hundefanatikerin! Die geben einen so viel! Aber: Ja, die machen Dreck und die riechen anders, insbesondere wenn sie nass sind.

Ich habe einen Vorschlag für dich: Du kannst deinen Eltern vermitteln: Ihr habt es mitbekommen, ich wünsche mir nichts sehnlicher als einen Hund, ich arbeite deshalb besonders viel für die Schule, und gehe auch mit dem Gassi. Tagsüber läuft er immer nur im Haus, aber es dauert, bis er erzogen ist.

Die Realität ist diese:

Du nimmst evtl. einen Hund aus dem Tierheim: Da musst du schon mal vor Ort sein. z.B. Sommerferien, oder du nimmst einen Welpen. Muss auch nicht immer teuer sein. Ein privater Züchter geht auch, aber Vorsicht hier: Ist der Welpe günstig, heißt es oftmals die Hündin hat 5 x geworfen, dann sind das Züchter, die eine Hündin missbrauchen zum Dauerwurf. Wenn Geld keine Rolle spielt und ihr kauft einen Welpen um den selbst zu prägen, tritt Folgendes ein:

Erst einmal geht man gassi, dann geht man zuerst in die Wohnung rein und zeigt im alles an der Leine. später geht man auf jeden Fall zuerst aus der Wohnung heraus und der Hund geht zuerst rein, d.h. er passt auf. Ein Welpe muss alle zwei Stunden heraus, damit er nicht in die Wohnung pinkelt. das kommt dennoch vor, musst du sauber putzen und desinfizieren. Normal, alles ist Kauspielzeug. Da muss man gegen Futter tauschen üben, zur Hundeschule gehen, etc. ist eine große Aufgabe. Ich berichte einmal von meinem jetzigen Hund. Da habe ich zu meiner Tochter gesagt, die jetzt außer Haus wohnt. Aktiv macht auch aktiv viel kaputt. Wir hatten früher nur ängstlich und zurückhaltende Hunde genommen (die, die keiner haben will). Meine jetzige Situation und vorher: Bis zu seinem 8. Lebensmonat war immer jemand zu Hause, man musste ihm langsam beibringen allein zu sein. Heute ist das so: Ich stehe um vier Uhr oder fünf morgens auf, tabse im Dunkeln heraus, hetze mich ab, weil ich arbeiten gehen muss. Meine Tochter wohnt jetzt 60 km entfernt. Ich hetze mittags von der Arbeit hin- und her und lasse ihn kurz raus. Nach der Arbeit gehe ich noch einmal 1 1/2 Std. raus ca. je nach Wetter und der braucht nicht nur raus gehen, sondern auch geistige Beschäftigung, wie Spiele, etc. Ich liebe meinen Hund und entspanne bei den Spaziergängen und habe Spaß! Ich würde dir auch einen solchen, aber ruhigen Labrador-Retriever empfehlen: Wir machen sehr viel Beutelarbeit (sh. Martin Rütter) Hundeerziehung: Sh. Cesar Milan: Der sog. Labby ist ein Apportierhund, aber absolut gefräßig: Deshalb tausche ich immer: Ein Stück sein normales Trockenfutter, da holt er die Wäsche aus der Waschmaschine, räumt sein Spielzeug in die Kiste, bringt Sachen in den Müll, bringt mir Socken und die Schuhe, etc. Alles gegen Leckerlies. Ich habe ihm sofort beigebracht  "Auto Seite, Jogger Seite", damit er nicht Fahrräder, Jogger oder sonstige Dinge angreift. Er bekommt normale Trockenfutter, das kürze ich dann von dem normalen Futter! Ist er/sie erst einmal da, verlieben sich deine Eltern sofort, die sind unwiderstehlich. Vom Tisch essen geht im Übrigen gar nicht. Betteln die eine Scheibe Zitrone geben, dann merkt jeder Hund: Vom Tisch essen schmeckt nicht, und die betteln nicht mehr!

Zusammenfassend gilt: Hunde sind richtig anstrengend, bringen Dreck in die Wohnung (Im Übrigen, für 60 Euro gibt es von Medion online ein Staubsauger_Roboter, der alle Hundehaare aufsaugt! Toll! Abgesehen davon, meine Freundin und ich lachen uns immer tot, über den Blödsinn, die unsere beiden Hunde machen!!! Man lernt total viele Menschen hierüber kennen. Ja, es gibt auch immer Meckerer, insbesondere, wenn der Hund noch nicht erzogen ist. Einfach ignorieren. Hunde sind toll, haben unterschiedliche Charakteren. Mein Hund ist leider schlau. Dumme Hunde sind leichter zu erziehen. Ich würde dir auf jeden Fall aufgrund deiner Schulsituation einen wenig aktiven Hund empfehlen. Ein Bordercolli ist z-B. unangebracht. Da du aber aktiv bist und die Labrador-Retriever sehr geduldig, menschen- und Kinderfreundlich sind und auch deshalb als Behindertenhunde ausgebildet werden, würde ich dir diese Rasse empfehlen. Aber Vorsicht, die sind bis zu ihrem 4. Lebensjahr sehr aktiv und verspielt. Und die haaren besonders sehr, sind aber ansonsten Pflegeleicht. Mit der entprechenden Hundeschule, die du ja auch leisten müsstest, wärst du auf den richtigen Weg: Was deine Eltern betrifft: Ich mache sauber, ich gehe morgens mittags, abends mit dem Hund raus, biete ihm geistige Beschäftigung (hier alle Ideen im Internet zu finden), kannst du sie überzeugen, ist der Hund einmal vor Ort, sind alle früher oder später verliebt in ihn. Den ganzen Tag allein draußen geht leider nicht! Dafür sind die heutigen Hunde nicht mehr geeignet. Die bellen und wimmern dann, da regen sich die Nachbarn auf und es gibt Ärger!

Überlege und sprich das in der Familie ab. Die müssen bei der Erziehung hinter dir stehen, sonst geht das nicht.

Viel Erfolg! Berichte, deine Entscheidung!

LG Shoshin

 

 

Antwort
von picassoratio, 4

Hallo! Nun,das mit dem Dreck kann ich verstehen. Deine Mutter ist sicher nicht begeistert,wenn sie,ausser hinter Euch,auch noch hinter einem Hund herwischen muss. Und jetzt will ich nicht lesen: ABER ICH WERDE DAS TUN! Denn du kannst es nicht zur Zufriedenheit deiner Mutter tun! Oder? Warte ein bißchen,hab Spaß mit deinen Pflegehunden und ich bin sicher,irgendwann hast du deinen eigenen Hund!

Antwort
von Cookie1006, 6

Hey :)

Erst einmal finde ich es toll, dass du dich gerne um Hunde kümmerst, da übernimmst du in deinem Alter schon eine große Verantwortung^^

Du gehst sicherlich noch zur Schule oder? Da wäre das Problem mit der Zeit ja doch irgendwie da, solange niemand außer dir sich um den Hund kümmern will.
Und den Hund tagsüber allein draußen zu lassen wäre nicht schön für den Hund, denn Hunde sind Rudeltiere und brauchen auch die Nähe zu ihrem "Rudel", also eurer Familie.
Ich kann deinen Wunsch sehr gut verstehen, aber denk bitte daran was für den Hund gut ist. Wenn du in der Schule bist, sollte sich für die Zeit unbedingt jemand um den Hund kümmern, wenn er wirklich draußen bleiben muss.

Vielleicht kannst du ja deine Eltern damit überzeugen, dass du dir Hunderassen heraus suchst die nicht so sehr stinken (auch da gibt es Unterschiede). Und wegen dem Dreck kann man sicherlich verhandeln, z.B dass du mehr Aufgaben im Haushalt übernimmst.

Viel Glück beim Gespräch!

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