Frage von Forevercat, 43

Welpe bei Züchterin ist 4 Monate. Wurde teils mit Flasche von ihr aufgezogen, läuft ihr immer hinterher. Wird Welpe bei Abgabe zu sehr trauern?

Hallo ihr Lieben,

ich bräuchte mal einen Rat oder eine Erfahrung, die jemand gemacht hat.

Nach dem Tod unseres Hundes (war gemeinsamer Hund meines vor 2 Jahren und 8 Monaten verstorbenen Freundes und mir) ist mein Leben nur noch traurig. Milde ausgedrückt. Eigentlich sinnlos und grauenhaft. Muss dazu sagen, dass ich seit 28 Jahren immer einen Hund hatte. Und jetzt alleine.

Habe jetzt beschlossen evtl. doch wieder einen anderen Hund zu holen (nein kein Ersatz, aber wieder Freude und Aufgabe für mich, gehe alleine auf Dauer kaputt).

Nun habe ich einen Welpen (Internet) bei Züchterin gesehen, der mir sehr gefällt. Sie hat mir sehr viele Fotos geschickt, die sind nicht im Internet und mir gefällt sein so lieber Blick. Ist allerdings mit der Flasche aufgezogen worden und jetzt schon 4 Monate alt. Was in meinen Augen doch total jung noch ist. Es ist aber so, dass er wohl sehr auf die Züchterin geprägt ist, ihr immer hinterher läuft. Sagte sie mir am Telefon und das es ihr zu viel wäre, weil sie noch andere Hunde zu versorgen hat. Will nächste Woche evtl. hinfahren (sind über 400 km). Wenns nicht so weit wäre, wäre ich schon lange hingefahren.

Nun meine Frage. Ist es denn nicht so dass der Kleine (ist Rüde und Schäferhund) lieber bei der Züchterin bleiben will und eventuell trauert, wenn er da weg muss und mich deswegen gar nicht mögen wird ? Bin ich dann die Böse, die ihn weggeholt hat ???

Wie sehr ihr das ?

Sie hat auch noch 3 andere Welpen aus anderem Wurf. Für mich ist es aber sehr wichtig einen anhänglichen Hund zu bekommen. Mit einem sehr eigenständigen Welpen und später ebenso eigenständigen Hund der weder verschmust/anhänglich ist, wäre ich sehr unglücklich. Da würde immer was fehlen. Angeblich merkt man solche Charaktereigenschaften schon bei einem Welpen. (Ich hatte bisher immer ältere Hunde aus 2ter Hand daher keine Erfahrung mit Welpen).

Ich habe große Angst den falschen Hund zu nehmen, der eben nicht anhänglich ist und auch nicht verschmust. Das würde mich einfach enttäuschen, weil ich auch denke, dass ein anhänglicher Hund am besten zu mir und meinem Wesen (ruhig und labil) passt. Wie erkenne ich den richtigen Welpen ?

Oder ist es der der zu mir kommt ? Und zeigt, dass er bei mir bleiben will ?? Gibt es das überhaupt ???

Wer kann mir da einen Rat geben. Ist sehr wichtig für mich. Ist mein erster Welpe und habe etwas Angst.

Hat man bei einem 4 Monaten alten Hund eine echte Chance, dass er die Züchterin vergisst oder wird man nur ein mehr oder weniger guter Ersatz ?

Vielen Dank für Antworten

Andrea

Expertenantwort
von jww28, Community-Experte für Hund, 16

Hi, würde im Vorfeld mal schauen für welchen Verein sie züchtet, klingt etwas komisch das direkt 2 Würfe und dazu dann noch eher wenige Welpen hat, wovon einer schon über das Abgabealter hinaus ist,  muss nix heißen aber ich wäre da etwas alarmiert, nicht das sie nur die Welpen vermittelt. 

Und in den Alter sucht er Anschluss, die ersten Tage wird er sie vielleicht noch suchen, aber er wird sich dann auch auf dich einlassen können. Allerdings finde ich Wahl etwas komisch, wenn ich lese das sich jemand selbst als labil bezeichne,t finde ich einen Schäferhund nicht ganz so passend, kann allerdings grad nicht rauslesen ob eine körperliche oder psychische Labilitiät vorliegt und wie das gelöst werden soll. 

Kommentar von Forevercat ,

Hallo und danke für die Antwort,

sie hatte 3 Würfe und da sind noch 4 Welpen da. Ja sie sind alle älter (3 Monate ca.) und warum sie noch da sind weiß ich nicht. Sind alles ihre Hunde. Lerne auch Mutter und Vater der Welpen kennen. Sie hat wohl jetzt 3 Würfe gehabt, weiß nicht ob das zu viel ist ?

Tja labil war ich immer schon etwas. Jetzt durch Verlust unseres Hundes noch mehr. Habe aber seit 28 Jahren immer Schäferhunde gehabtund keine Probleme. Bin aber auch immer gerne und lange durch Wald Feld und Wiese gelaufen und das auch gerne im Winter. Wohne direkt am Wald und körperlich bin ich fit.

Ich finde, dass Schäferhunde sehr sensibel sind, deswegen liebe ich diese Rasse so. Meine Hunde haben mir immer so viel Kraft gegeben und gerade weil sie so viel laufen wollten, bin ich immer raus und nach einem langen Spaziergang war die Welt nicht mehr dunkel sondern wir waren angenehm erschöpft und die negativen Gedanken waren weg.

Alleine geht das alles nicht mehr lange gut. Bin ständig krank, Kopfschmerzen usw.

LG Andrea

Kommentar von jww28 ,

Ja gut wenn da Erfahrung schon da ist :) mir hat nur der Schutztrieb etwas Sorgen gemacht, für zB Phobiker wäre das weniger was ;) 

Drei Würfe sind zu viel in meinen Augen, auch das der Rüde mit im Haushalt lebt kommt mir komisch rüber, würde da echt dann mal nach den Untersuchungen fragen, welchen HD Grad sie in der Zucht hat usw es liest sich etwas nach Hobbyzucht, kann klappen, kann aber auch extrem kranke Hunde so produzieren, wenn sie nicht auf Erberkrankungen usw achtet. Denn ein VDH Züchter täte nicht so zeitnah seine Würfe planen, weil es dann ja auch in Stress ausarten kann. 

Antwort
von Gouldamadine, 21

Der Hund ist 4 Monate alt und sehr auf Menschen geprägt. Natürlich trauert er erst mal nach dem Umzug, aber wenn Du dich viel mit ihm befasst, wird er das bestimmt schnell überwinden. Auf jeden Fall wird es bestimmt schwierig diesen Hund länger alleine zu lassen. Wenn Du berufstätig bist, solltest Du es lieber lassen.

Was ich auch wichtig finde zu wissen, warum er mit der Flasche aufgezogen wurde. War er in einem großen Wurf der kleinste und mickrigste? Ist er krank? Ist seine Mutter gestorben und wenn, wie alt war er da?

Da es dein erster Welpe ist würde ich mich auch schlau machen über die Pubertät des Junghundes. Vor allem bei Rüden kann die doch schon rechtig heftig ausfallen.

Hast Du vor mit dem Hund auch zu arbeiten, Hundeschule oder ähnliches. Gerade ein junger Schäferhund sollte doch recht ausgelastet und gut erzogen werden.

Überlege es Dir gut, ob dies wirklich der richtige Hund für Dich ist. Ich weiß ja jetzt auch nicht mit welchen Hunderassen Du bisher Erfahrungen hast, dies solltest Du auch in Deine Überlegungen mit einbeziehen.

lg 

Kommentar von Forevercat ,

Hallo und danke erst mal für die Antwort.

Habe da schon viel Erfahrung, hatte immer Schäferhunde und alle aus dem Tierheim bis auf den letzten (mit 10 Monaten von Privat). Die älteste aus dem Tierheim war schon fast 9 Jahre. War mir eig. zu alt aber sie war es einfach!! Eine andere war 7 Jahre Kettenund und 1 Jahr im Tiereim. Die hat sogar in der ersten Woche mal nach mir geschnappt, aber in die Luft, und dennoch war sie nach ca. halbem Jahr meine beste Freundin.  Aber verschmust waren sie beide nicht. Nur mein letzter Hund war es. Den haben wir aber auch jung bekommen. Und der war lange im Flegealter.

Ja der Hund von Züchterin war kleinster vom Wurf, konnte wohl nicht richtig saugen ???  Ist aber lt. Züchterin gesund. ????

Hund darf ich wie Vorgänger mit zu meiner halbtagsarbeit nehmen, er müsste nie alleine bleiben. Mein verst. Hund war auch nie alleine nach dem Tod m. Freundes.

Ich möchte wieder einen Schäferhund, liebe diese Rasse und wohne auch sehr ländlich direkt an Feld und Wald.

Woran merke ich ob der Kleine nicht ganz gesund ist ? Das er kleiner bleibt und max. so groß wie eine Hündin wird sagte mir die Züchterin.

LG Andrea

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