Frage von JasonsMom, 81

Welpe angezahlt jetzt Rücktritt wegen rasseliste?

Hallo, wir haben der Zeit Welpen die ein zu Hause suchen, alle sind bereits in gute Hände vermittelt worden, jedoch habe ich jetzt ein Problem bzw. Eine Frage. Eine Interessentin hatte bereits Verträge unterschrieben und eine Anzahlung geleistet in Höhe von 50% des Kaufpreises. Ein paar Tage später rief sie mich an und sagte sie müsse vom Kauf zurück treten, da sie den Hund nicht bei sich halten dürfe wegen Rasseliste etc. Bevor es aber zum Vertrag kam sagte sie mir am Telefon sie könne den Hund halten, es wäre kein Problem. Ich habe jetzt eingewilligt den Hund anderweitig zu vermitteln, da es ja keinen Sinn hat, wenn er dann später vielleicht im Tierheim landet oder ähnliches. Jetzt meine Frage. Muss ich ihr die 50% zurück zahlen? Im Vertrag steht ja eigentlich auch drin der Käufer gibt an dass er den Hund artgerecht halten darf, die Bedingungen erfüllt und soweiter... Sie hat dies ja unterzeichnet und hinter her dann gesagt sie darf den Hund nicht halten wegen rasseliste...

Würde mich sehr über Antworten freuen.

Antwort
von dsupper, 31

Hallo,

ein Rücktritt von einem Kaufvertrag ist grundsätzlich nicht möglich.

Du hättest also rein rechtliche nur zwei Möglichkeiten:

- du bestehst auf Erfüllung des Kaufvertrages - das geht zu Lasten des Hundes

- du erklärst dich mit dem Rücktritt vom Kaufvertrag einverstanden - dann hast du auch kein Anrecht auf die Vorauszahlung.

In Rechnung stellen kannst du in diesem Fall der "Käuferin" lediglich die Kosten, die bis und für die Neuvermittlung entstehen, den "Schadenersatz" also.

Natürlich steht es dir frei, unter diesem Aspekt mit der "Käuferin" nun etwas auszuhandeln - aber wenn sie darauf nicht eingeht und den Hund dann nimmt und weiterverkauft - das kann das nicht im Sinne von Verantwortung sein.

Auch, wenn du einen Weiterverkauf des Welpen per Kaufvertrag ausgeschlossen hast, ist ein solcher nicht gültig. Du hättest dir nur ein Vorkaufsrecht einräumen können - das aber nur mit Angabe eines fest bezifferten Rückkaufpreises.

Kommt also ganz darauf an, was in eurem Kaufvertrag steht.

Rechtlich kommst du aber nicht damit durch, den Rücktritt vom Kaufvertrag zu akzeptieren und gleichzeitig die Anzahlung einbehalten zu wollen.

Handel bitte im Sinen des Welpen! Nur das entspricht der Verantwortung, die du als "Züchter" trägst.

Alles Gute für den Hund

Daniela

Kommentar von dsupper ,

Wohnst du wenigstens in einem der wenigen Bundesländer, in denen mit solchen Hunden überhaupt "gezüchtet" (eher vermehrt) werden darf? Das sind ja nur ganz wenige und sonst kannst du ein riesengroßes Problem bekommen.

Kommentar von JasonsMom ,

Bei uns steht diese Rasse nicht auf der Liste, von daher gibt es bei uns keine Probleme 

Antwort
von Jana88, 35

Sowas sollte eigentlich im Vertrag geregelt sein.

Bei uns stand drinnen, dass der Züchter die Anzahlung einbehält. Kommt aber finde ich auf die Summe an. Bei uns betrug der Kaufpreis 1500 Euro und die Anzahlung 500 Euro. Ich persönlich würde gucken, wann der Welpe nen neuen Besitzer gefunden hat, was bis dahin für extra Kosten angefallen sind und diese dann in Rechnung stellen, den Rest aber der Dame zurückgeben. Fände ich anständig so. Kommt aber wie gesagt auf den Betrag an. Sollten 50% bei euch jetzt 750 Euro sein oder so, sollte man es nicht einbehalten. Das wäre einfach zu viel.

Kommentar von JasonsMom ,

Es handelt sich um 300€ Anzahlung 

Antwort
von uwe4830, 8

Hi,

hast du irgend einen Passus drin stehen, wegen des Wiederrufsrechts ? Wenn ja, sind diese eingehalten worden.

Ansonsten, hat dir Daniela schon einige rechtliche Dinge, aber eben auch sehr viele emotionale menschliche Aussagen getroffen.

Die Entscheidung kannst nur du treffen. Solltest du dich für die emotionale Seite entscheiden, dann mach an den Rest einen Hacken.

Gruß uwe4830

Antwort
von Apolon, 16

Dies sollte im Kaufvertrag geregelt sein.

Was wurde denn dazu vereinbart?

Antwort
von Nordseefan, 42

Du bist im Recht. Sie hätte sich vorher informieren müssen ob sie diesen Hund wirklich halten darf.

Einerseits fair von ihr, das sie dir nun doch Bescheid sagt, eh sie den Hund nimmt und dann irgendwie wieder loszuwerden versucht. Wobei Tierheim dann noch das kleinste Übel wäre....

Auf der anderen Seite müsste sie, würde sie den Hund nehmen ja noch mehr zahlen.

Du könntest also wie gesagt auf Grund der Vertragsbedingungen die Anzahlung behalten.

Meine Idee wäre sich auf vielleicht 25% zu einigen, oder sie gibt dir das Geld das dir durch die Suche einens "neuen" Frauchens oder Herrchens an Mehrkosten entsteht.

Antwort
von Wiblingen, 44

Ich bin kein Anwalt und versuche es mal mit meinem Menschenverstand. Da du mit der Neuvermittlung Aufwand und Kosten hast, auch länger Futter und Pflege, würde ich diese "Aufwand" berechnen, einbehalten und ihr den Rest zurückerstatten. Dann kann sie kaum meckern und Du hast keinen Verlust.

Antwort
von lobster1234, 38

Also fairness halber würde ich es zurückzahlen(und um probleme zu vermeiden)... evtl. kam das ja so zustande das es erstmal ja hieß vom vermieter jedoch er die rasse nicht wusste nachfragte und dann eben nein wegen listenhund... 

oder sprich dich mit der ab wie das geregelt werden soll etwaiger zeitaufwands entschädigung  etc.

Kommentar von JasonsMom ,

Es ging um die Gemeinde, daher kam es, dass sie abgesprungen ist. Weil die Rasse dort als Listenhund der Kategorie 2 gilt 

Antwort
von Saisonarbeiter2, 41

bin kein fachanwalt, aber meine meinung ist nein, denn der fehler der frau kann ja nicht zu deinen lasten gehen. du hast mit der neuvermittlung des tieres schon genug zu tun.

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