Frage von DerTod99, 48

Welle-Teilchen-Dualismus bei Parallelschaltung?

Hallo,

ist der Welle Teilchen Dualismus nicht eigentlich schon bei der Parallelschaltung ersichtlich? Ich mein du schickst Elektronen mit nahezu gleichem Aufenthaltsort durch einem Draht bei dem zwei Lampen mit unterschiedlichem widerstand parallel geschalten sind. Trotz den ähnlichen startvorausetzungen verteilen sich die Elektronen auf beide Lampen. Das Is doch im Grunde das gleiche Prinzip wie bei ner Warscheindlichkeitswelle und in der Lampe wird dann gemessen. Ich kenn mich da leider noch nich wirklich aus (kann leider noch nich studieren). Aber stimmt das so oder wird das irgendwie anders erklärt. Weil wenn das stimmt hätte man sich dann nich schon viel früher fragen zu dem Thema stellen müssen als erst Anfang des 20. Jahrhunderts?

Danke für alle antworten

Antwort
von Physikus137, 46

In deinem Beispiel sind jeweils ein ganzer Haufen Elektronen beteiligt. Das Analogon wäre, dass du nur immer jeweils ein Elektron durch die Leitung schickst, aber trotzdem beide Lampen leuchten würden.

Das nämlich ist die Quintessenz beim Doppelspaltexperiment. Man kann es so einrichten, dass immer nur einzelne Elektronen (oder andere Teilchen) auf den Doppelspalt geschossen werden und trotzdem ergibt sich auf dem Schirm dahinter ein Interferrenzmuster. 

Ein Beweis für die Quantennatur der Elektromagnetischen Strahlung ist auch der Photoelektrische Effekt, egal ob sich Herr Nagel weigert das zur Kenntnis zu nehmen oder nicht. Lass dich also bitte nicht durch ihn oder andere Verschwörungstheoretiker, die hier mitunter ihr Unwesen treiben verwirren.

Kommentar von DerTod99 ,

Ok warte was messe ich dann überhaupt beim Doppelspaltexperiment? Den Ort des Teilchens oder die Warscheindlichkeitswelle des Teilchens? Oder bin ich jetzt endlich genügend verwirrt um sagen zu können das ich mich wenigstens in die richtige Richtung bewege xD. Ich Blick grad echt gar nix mehr ich hab gedacht zum Zeitpunkt der Messung hat das Teilchen je nach dem wie genau die Messung war n bestimmten Ort. Das klingt jetzt so als wär das Teilchen trotz Messung an allen Orten wo es sein könnte mehr oder weniger vertreten.

Kommentar von Physikus137 ,

Nun, du kannst dich entscheiden, zu messen, durch welchen Spalt das Teilchen geht. Allerdings erhältst du dann kein Interferenzmuster mehr auf dem Schirm (Nachweis der Teilchennatur). Oder du misst den Ankunftsort auf dem Schirm, ohne zu wissen durch welchen Spalt das Teilchen gekommen ist und erhältst ein Interferenzmuster(Nachweis der Wellennatur). Verrückt? Ja, vielleicht. Aber so ist die Natur nachweislich! 

Siehe auch die Wikipedia-Seite zum Doppelspaltexperiment oder

http://www.feynmanlectures.caltech.edu/I_37.html

Kommentar von Physikus137 ,

Für ein einzelnes Teilchen ergibt sich natürlich kein Interferenzmuster. Erst wenn man (nacheinander!) viele Teilchen "verschossen" hat, ergibt sich ein solches. Da gibt es bei Wikipedia ein schönes Bild davon.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Doppelspaltexperiment

Kommentar von ThomasJNewton ,

Ohne jetzt detailliert darauf einzugehen, was mich auch an meine Grenzen bringen würde, oder darüber hinaus ...

an allen Orten wo es sein könnte mehr oder weniger vertreten

... ist schon ein guter Ansatz.

Wenn du anstatt Schemata nur noch Schemen siehst, und gar nichts mehr blickst, dann bist du bereit, das Ganze noch mal vorurteilsfrei anzugehen.

Den Ort des Teilchens oder die Warscheindlichkeitswelle des Teilchens?

Oder beides, oder den Ort, wo aus einer Wahrscheinlichkeit eine Gewissheit wurde, den Ort der Interaktion, oder des Zusammenbruchs der Wellenfunktion.

Du darfst nicht außer Acht lassen, dass die Zeit bei fundentalen Wechselwirkungen keine Richtung hat. Die Richtung ist ein statistischer Effekt.

Wenn also ein Photon nach dem Passieren eines Doppelspalts auf den Schirm auftritt, und somit erst in diesem Moment entscheidet, wo es mal wie wahrscheinlich gewesen war und zu welchem Anteil es durch welchen Spalt gekommen war, dann mag dir das merkwürdig vorkommen.
Aber gegen dieses Gefühl gilt es anzukämpfen. Nach der 17. Runde auf der Achterbahn wirst du gelassen, ab der 82. Runde genießt du es.

Kommentar von DerTod99 ,

Warte aber dann passt es doch wieder mit der elektrischen Schaltung oder? Ich mein ich schieß ein Elektron und das bringt entweder die eine oder die andere Lampe zum leuchten.

Kommentar von Physikus137 ,

Naja, würde die Lampe durch nur ein Elektron leuchten, entspräche das vielleicht beim Doppelspaltexperiment der Messung, durch welchen Spalt das Elektron geflogen ist. Ohne die Lampe wüsstest du dann nicht, durch welche der beiden Leitungen das Elektron gegangen ist. Allerdings hinkt der Vergleich ein wenig, da das Elektron mit dem Metallgitter des Drahtes interagiert und es daher prinzipiell feststellbar ist, durch welche Leitung es kommt. Es handelt sich also nicht wirklich um eine superposition von zwei Zuständen, sondern ist eher eine Frage der Meßtechnik. Ganz im Gegenteil zum Doppelspaltexperiment.

Kommentar von DerTod99 ,

Ok soweit hab ichs verstanden aber warum verhält das Elektron sich dann so es kann ja schlecht wissen das der widerstand der einen Lampe größer als der der anderen ist.

Kommentar von Physikus137 ,

Du könntest auch fragen, warum in einem analogen Fall, in dem sich eine Wasserleitung in zwei Röhren aufspaltet, ein bestimmtes Wassermolekül durch die eine Röhre fließt und nicht durch die andere. Am Ende entscheidet das der Zufall. Wenn die eine Röhren den doppelten Durchmesser hat als die andere, werden im Mittel doppelt so viele  Wassermoleküle durch die größere der beiden Röhren gehen. Auf die Elektronen trifft das - bezogen auf den Widerstand der Leitungen - ebenfalls zu.

Antwort
von UlrichNagel, 48

Mit einer elektrischen Schaltung hat das im Prinzip nichts zu tun! Die "hochgezüchtete" (unbewiesene) Theorie des Welle-Teilchen-Dualismus bezieht sich auf die elektromagnetische Strahlung (Welle), wobei Anteile davon von Wissenschaftlern als "Teilchen", also kleinste "Massen" (Quanten) gesehen werden. Die Photonen sollen dabei Lichtquanten sein!

Kommentar von DerTod99 ,

Bei der elektrischen Schaltung ging es mir ja nur darum das das doch auch ein Beweis für den Welle Teilchen dualismus bei Elektronen ist oder wie soll man das Verhalten sonst erklären?

Kommentar von UlrichNagel ,

Eben nicht! Wo hast du hier eine Welle? Der Elektronenfluß sind doch nur Teilchen! Dass der Strom ein (stehendes) Feld hervorruft, ist eine andere Sache und ein Feld ist noch keine Strahlung (Welle).

Kommentar von akanton10 ,

sorry, kannst du kurz erklären wieso die Theorie unbewiesen sein soll?
meines wissens nach ist sie experimentell sogar bestätigt.
gruß

Kommentar von UlrichNagel ,

Welches "Experiment" soll bewiesen haben, das die elektromagnetische Strahlung eine Korpustelstrahlung ist wie z.B. die Alpha- oder Beta-Strahlung?

Kommentar von akanton10 ,

"Die "hochgezüchtete" (unbewiesene) Theorie des Welle-Teilchen-Dualismus [...] "

Was ist mit dem Doppelspalt Experiment?

Kommentar von ac1000 ,

sorry, kannst du kurz erklären wieso die Theorie unbewiesen sein soll?

Lass dich von Herrn Nagel nicht verwirren. Der pflegt seinen Obskurantismus und verbreitet auch gerne seine phantasievollen Privattheorien.

Kommentar von DerTod99 ,

Ich hab gedacht das Experiment hätte bewiesen das der Dualismus auch bei Elektronen gilt:
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Davisson-Germer-Experiment

Ich denke das mein Fehler bei den bestimmten Voraussetzungen bei den Beobachtungen im letzten Absatz liegt. Was ist denn damit gemeint?

Kommentar von UlrichNagel ,

Warte kurz, schau es mir an

Kommentar von UlrichNagel ,

Hier ist vom Elektronen-Strahl die Rede! Und nur weil dieser ebenfalls die Bragg-Gleichung erfüllt. die für die Röntgen-Strahlung (el.magn. Strahlung) aufgestellt wurde, wird geschlußfolgert, das die el.magn. Strahlung ebenfalls eine Quantenstrahlung ist! also nur eine Vermutung aber kein Beweis!

Kommentar von DerTod99 ,

Jagut das sind aber Theorien die schon fast hundert Jahre standgehalten haben man also davon ausgehen kann das sie zumindest in ihrem Kerngedanken wahr sind.

Kommentar von JonIrenicus ,

Lass dich nicht irritierten, Herr Nagel ist hier nicht für seine Physikkompetenz bekannt.

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