Welches Werk ist am leichtesten zu verstehen/lesen?

... komplette Frage anzeigen

7 Antworten

Leichte philosophische Texte gibt es nicht Jede dieser Schriften ist so schwer und so lang, dass es angebracht wäre, ein Proseminar oder Seminar nur über diese eine Schrift zu veranstalten. Wenn Du es tatsächlich schaffen solltest, auch nur drei dieser Schriften im Laufe dreier Monate vollständig zu lesen und zu verstehen, bist Du sehr, sehr gut. Du wirst Dich wahrscheinlich darauf konzentrieren müssen, jeweils einen angemessenen Ausschnitt zu lesen und darüber zu referieren. Auch ich kenne aus den meisten Schriften nur Ausschnitte und habe jahrzehntelang darüber unterrichtet. Ich empfehle Aristoteles, Kant und Wittgenstein, schon deswegen, weil sie philosophisch sehr wichtig sind. Aristoteles ist schon am Anfang gut verständlich und leicht wiederzugeben. Bei Kant hat der Anfang keine so große Bedeutung, wie ihm oft zugemessen wird. Die ausführliche Behandlung der Pflicht und die schwierig verständliche Sprache haben vor allem den Zweck, den Zensor zu beruhigen und ihn zu veranlassen, das Buch aus der Hand zu legen und durchzuwinken. Wichtig ist der kategorische Imperativ und die Würde des Menschen als eines autonom wertsetzenden Wesens. Mindestens bis dahin musst Du lesen. Bei Wittgenstein ist zu beachten, dass es sich hier nicht um ein vollendetes Werk handelt, sondern um Überlegungen, die der Verfasser nie veröffentlicht hat. Als Vorlektüre ist der tractatus logico-philosophicus empfehlenswert. Nur ihn hat Wittgenstein je veröffentlicht. Viel Erfolg ! Ottavio

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Fußnote

Was auch immer Du Dir von dem aufgelisteten Schrifttum vornehmen wirst - als Propädeutikum, Bett- oder Ferienlektüre empfehle ich:

Rober M. Pirsig: Zen and the Art of Motorcycle Maintenance.

Nicht, daß das wirklich leichte Lektüre wäre. Aber es ist jedenfalls eines der beeindruckendsten und schönsten Bücher, die mir bisher begegnet sind, nicht zuletzt wegen der unbändigen geistigen Freiheitsliebe des Verfassers, die ihn nicht davor zurückscheuen ließ, sich auch mit Respektspersonen der abendländischen Geistesgeschichte und der Universität von Chicago anzulegen. Allein der kurze Abschnitt im 15. Kapitel über das Mädchen mit der Schreibblockade ist für jeden Studenten das Geld wert.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Also ich persönlich würde, ausgehend von  der Schwierigkeit, wohl Aristoteles oder Wittgenstein lesen. Kant würde ich eher nicht lesen, da der lange Sätze schreibt =). Hegel fände ich auch noch interessant zu lesen.

Augustinus, Husserk und Rawls hab ich nicht gelesen, kann ich nicht beurteilen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich habe während meines Studiums nur Ausschnitte der verschiedenen Autoren gelesen, die letzten beiden sagen mir nichts. 

Machbar scheint mir auf jeden Fall Wittgenstein, der ist auch zeitlich nicht so weit weg. Hume sollte auch ok sein. Die ganz alten wie Aristoteles würde ich eher nicht empfehlen, da es noch mal schwerer ist die vielen Jahrhunderte zu überbrücken, auch sprachlich. 

Ansonsten würde ich dir echt empfehlen, das zu machen, was dich am meisten interessiert, reinlesen mußt du dich überall, wenn Interesse da ist, fällt das aber generell leichter. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Auf jeden Fall nicht Hegel, der dürfte der Schwierigste sein. Habe das Buch Phänomenologie des Gesites gelesen und hatte das Gefühl, das mir gleich die Hirnrinde kracht. Gelohnt hatte es sich dennoch!


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Bist Du sicher, dass Du das für Dich richtige Studium angefangen hast?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich würde zu  Hume und Wittgenstein tendieren. Rawls und Husserl würde ich ausschließen, da sehr kompliziert. Kant und Hegel schreiben sehr unverständlich.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung