Frage von elenano, 59

Welches Thema für W-Seminar?

Hallo,

ich brauche noch ein Thema für meine Seminararbeit. Es muss etwas mit Religion und Gewalt zu tun haben. IS und so haben schon sehr viele. Ich dachte da so Richtung Kreuzzüge, aber sollte man das Thema vielleicht näher beschränken?

Oder ein ganz anderes?

Vielen Dank

Antwort
von holodeck, 59

Ach. Kreuzzüge und IS sind doch echt langweilig.  

Wie wäre es mit dem Dreißigjährigen Krieg? Oder dem Schmalkaldischen Krieg? Der ist auch besonders übersichtlich, denn er dauerte nur ein Jahr ;-))   

Megaspannend auch der Nordirlandkonflikt. Er hält reichlich kriegerische Auseinandersetzungen zwischen Protestanten und Katholiken bereit.  

Die Wurzeln des Konflikts liegen im 17. Jahrhundert: Seit 1608 siedelte der englische König Jakob I. eine größere Zahl englischer und schottischer Kolonisten in Ulster, der Nordost-Provinz Irlands, an. Die protestantischen Neusiedler sollten die englische Herrschaft im katholischen Irland nach mehreren weit reichenden Rebellionen stabilisieren helfen. Daran und an dem bedrückenden englischen Regiment entzündete sich 1641 ein allgemeiner Aufstand des katholischen Irlands, der sich zunächst vor allem gegen die protestantischen Siedler richtete, von denen rd. 12 000 (ein Drittel) getötet wurden.    

http://www.wissen.de/lexikon/nordirlandkonflikt 

Ja, ich denke, an deiner Stelle würde ich den Nordirlandkonflikt thematisieren. Ist mal was Neues. Und dein Lehrer wird es dir allein schon der Abwechslung willen danken ;-)

Kommentar von Waldfrosch4 ,
  • Der dreißigjährige Krieg war nur am Rande eine religionskrieg ,das zeigt alleine die Tatsache dass es am schluss dieses Krieges Bündnisse zwischen Protestanten und Katholiken gab .
  • Auch in Irland geht es im Grund nicht um Religion ,sondern um Nation.
  • Es wird gerne ein Vergleich zu IS gezogen ,dieser wird aber an jeder ernsthaften Recherche scheitern müssen.

Zum dreißigjährigen Krieg findet sich hier ein faktenceck :

http://www.horeb.org/xyz/podcast/credo/20150924cr.mp

Kommentar von holodeck ,

Ich weiß, waldfrosch .. in deiner Welt gibt es keine kriegführenden Christen sondern nur Leute, die fälschlicherweise denken, sie seien Christen.

Aber so geht weder die Definition von Religionskrieg, noch entspricht es der Realität. Den Gläubigen ist es darüber hinaus meistens egal, was sich ihre Herrschenden noch so zur Utilisierung von Kriegsanlässen ausdenken; sie schlagen sich trotzdem für die jeweiligen Götter und Religionen die Schädel ein. Das zu verneinen heißt die ernsthafte Konfliktgefahr zu verneinen, die von jedem dogmatischen Weltbild mit alleinigem Wahrheitsanspruch ausgeht.

Antwort
von comhb3mpqy, 56

Wie wärs denn, warum Menschen heute noch immer religiös sind.
Meine Gründe habe ich unter anderen Fragen bereits geschrieben, kannst du dir gerne ansehen und verwenden. Oder frag mich einfach in den Kommentaren.

Kommentar von elenano ,

Da fehlt mir allerdings der Aspekt mit der Gewalt

Antwort
von 1988Ritter, 39

Die Kreuzzüge eignen sich nicht, da die Kreuzzüge Verteidigungsangriffe gegen islamische Aggressionen und Gebietbesetzungen waren.

Wenn dann würde ich die spanischen Konquistadoren nehmen, und die Eroberung Südamerika.

Kommentar von Waldfrosch4 ,

Da kann ich nur zustimmen .

Es ist möglich im Namen des Korans Krieg zu führen ,aber im Namen des Evangeliums ist das schlicht und einfach unmöglich .

Auch die Geschichte von Südamerika taugt dazu nicht .

Es wurde zwar auch Religion im Christentum instrumentalisiert .Aber es ist kein Vergleich möglich mit dem Islam ,da dieser  im Grunde ein Soziopolitisches System ist.

Während die apostolische Lehre des  Christentum dies nun mal nicht her gibt .

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