Frage von fiona2401, 88

Welches Studium um zu helfen?

Hallo Leute. Auch wenn es für mich noch 5 Jahre sind will ich Studieren. Ich bin ein ziemlicher Streber also wird es an meinen Noten höchstwarscheinlich nicht scheitern. Ich hab mich heute den ganzen Tag schlau gemacht. Ich möchte unbedingt nach dem Studium in einer Psychatrie arbeiten. Ich möchte Menschen mit Schizophrenie und Depressionen helfen. Aber in welche Richtung muss ich da gehen? Ich weiß, dass man um Psychiater zu werden zuerst 6 Jahre Humanemedizin und dannach nochmal 5 Jahre studieren muss. Diese beiden Psychischen Krankheiten haben auf mich einen speziellen Einfluss da ich einige Fälle von Depressionen und 2 Fälle von Schizophrenie in meiner Familie habe. Also meine Frage jetzt: was muss ich dazu genau studieren?

Antwort
von schloh80, 16

Medizinstudium und dann Facharztweiterbildung Psychiatrie.

Ich würde aber ebenfalls DRINGEND zu einem Pflegepraktikum raten. Es sollte auf jeden Fall in der zuständigen Versorgungs-Psychiatrie deines Einzugsgebietes (in der Regel das zuständige Landeskrankenhaus) durchgeführt werden.

Antwort
von capi89, 26

Vom Prinzip her, hast Du das ganze recht treffend zusammengefasst: Du musst Medizin studieren, das dauert 5 bis 7 Jahre. Danach kannst Du Dich einer einschlägigen Facharztausbildung unterziehen (Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie). Das dauert nochmal etwa fünf Jahre. In dieser Zeit bist Du allerdings bereits approbiert und als Assistenzarzt angestellt, Du verdienst also, im Gegensatz zum Studium, Geld. Neben dem Medizinstudium könntest Du noch den Weg über ein Psychologiestudium in Erwägung ziehen. Auch hieran schließt sich eine entsprechende Spezialisierung (klinische Psychologie, Neuropsychologie) und die Ausbildung zum Psychotherapeuten an.

Antwort
von SamOthy, 29

Elf Jahre um Menschen zu helfen...

Vielleicht findest oder hast du ja in den nächsten elf Stunden schon einen anderen Gedanken gefunden, welcher Menschen helfen wird.

Wenn es dann soweit ist, erscheint dir die Zukunft in ihren Strukturen vielleicht schon so undurchschaubar, dass alleine die Tatsache helfen zu wollen schon so viel mehr im Hier und Jetzt ist, als der Gedanke an eine zukünftige Hilfe es jemals sein könnte und wird.

Alles Gute für dich :* (von Ganzem ((!)) Herzen )

Antwort
von Harald2000, 39

Wie du schon festgestellt hast; eine noch speziellere Studienausrichtung innerhalb der Psychiatrie wird aus auch in 10 Jahren nicht geben (z.B. Facharzt für Schizophrenie); könntest höchstens noch die Psychologie-Schiene fahren (dort ist es aber genauso).

Kommentar von fiona2401 ,

ok danke

Kommentar von schloh80 ,

Mediziner können keine Psychologie-Scheine "fahren", das ist Unsinn. Im Medizinstudium gibt es ein Semester die Veranstaltung "Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie", da ist alles was ein Arzt an Psychologe benötigt enthalten. Es ist nicht viel und mir erschließt sich auch nicht, weshalb das einem Psychiater helfen sollte, wenn er mehr Psychologie-Scheine "fahren" würde.

Andersherum wird erst ein Schuh draus: Psychologen, die klinisich ausgerichtet sind, müssen Psychiatrie-Scheine "fahren". Wenn sie eine Ausbildung zum Psychotherapeuten machen, werden sie in sechs Semestern medizinisch nachgeschult und dann via Staatsexamen vom Landesprüfungsamt für Medizin geprüft.

Es ist immer wieder erstaunlich, welche Vorstellungen vom Fach Psychologie hier herumgeistern.

Kommentar von Harald2000 ,

Da hast du wohl was falsch verstanden (nicht nur das Wort "Scheine"). Hochmut kommt vor dem Fall !

Antwort
von Sei1234, 44

Gute Frage.

Mein Vorschlag wär es vor dem Studium ein Praktikum in einer Psychatrie zu machen. Nicht, dass du wie einige Lehrer studierst, nur um am ersten Tag in der Schule zu sagen: "Ihhhh, da sind ja Kinder!"

Kommentar von fiona2401 ,

hahaha dein Beispiel finden ich Genial xD . Bei einem Praktikum kann ich ja quasi jeden Ausquetschen und herausfinden ob das wirklich was für mich ist oder? ich möchte einfach das menschen mit problemen geholfen wird

Kommentar von Sei1234 ,

Deine Motivation ist klar. Nur gehört zu einem Beruf mehr als das eine. So könnten dich rechtliche Einschränkungen im Beruf später stören.

Als Analogie meine Schwester: Lehrerin, sehr gut im Studieren, möchte Wissen/geistige Fähigkeiten vermitteln. Aber die Zustände an der Schule, die unfähige Schulleitung/Kolleginnen, uninteressierte Eltern und der starre Schulaperat dämpfen ihr Glück doch sehr. Sie wäre besser als Didaktikprofessorin aufgehoben, aber diese Stellen sind rar.

Kommentar von Garriba ,

Ich möchte Dich nicht desillusionieren, aber bei Deinem Praktikum in der Psychiatrie wirst Du auch sehr schnell merken, daß der einzige Behandlungskern darin besteht, die Patienten mit Psychopharmaka ruhigzustellen.

Kommentar von derdorfbengel ,

So ist es. Es ist dann ähnlich wie mit dem Lehrer und den Kindern. Nur dass der Lehrer den Lärm ertragen muss, der Psychiater ihn mit seinen Drogen abwürgt. Ob der Geholfene will oder nicht.

Kommentar von LittleMistery ,

Das stimmt nicht, aber ok. :D

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