Frage von delmarmaster, 65

Welches sind die Grundlagen für die Programmiersprachen JAVA, Visual Basic, C++?

Ich werde bald eine Ausbildung als Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung anfangen. Da werde ich die Programmiersprachen JAVA, Visual Basic, C++ lernen und SAP. Was sind die Gemeinsamkeiten??? Wo kann ich mich gut darüber informieren??? Was sind so die Grundlagen was jede Programmiersprache hat??? Welche Befehle haben sie gemeinsam die man eingibt??? So allgemeine gute Tipps bräuchte ich.

Antwort
von Berny96, 27

Ich liste mal die aller ersten Sachen auf mit denen du dich befassen solltest. Danach geht es immer weiter mit "schwierigeren" Sachen. Beim Programmieren wirst du merken gibt es immer mehr zu lernen doch sollte dass dich nicht stören weiter zu lernen. Es ist nämlich schön das es so ist. Niemand kann alles in der Programmierwelt. Deshalb, kein Stress. Das sind die ersten Themen wonach du suchen solltest:

  • Datentypen
  • Variabeln
  • If-Statements
  • Schleifen

Danach kannst du dich mit den folgenden Themen befassen:

  • Bearbeitung von strings
  • Switch-Statements
  • Arrays und Listen

Wenn du die Themen fertig abgearbeitet hast und sie auch gut verstanden hast solltest du dich mit den weiteren Themen beschäftigen: 

  • Klassen / Objekte
  • Vererbung
  • Events (Einführung durch Grafische Benutzeroberflächen sprichwort Button und onClick)

Das sind so die ersten drei "Level" die man "bestehen" muss, egal mit welcher Programmiersprache man anfängt. 

Tipps: 

  • Übe das ganze in Java (die beste Wahl der von dir aufgelisteten Sprachen für Einsteiger in Bezug auf Einsteigerfreundlichkeit und Stoff den man braucht. Visual Basic wäre noch einfacher jedoch verpasst du da Syntaxregel die es in allen anderen Sprachen gibt und somit machst du dir später das erlernen von anderen Sprachen schwieriger. Das ist wichtig da du mit Basic nicht gerade viel Anfängst in der heutigen Welt.)
  • Übe viel. Um sich die "Programmierdenkweise" anzueignen muss man eben programmieren. Je mehr du das tust desto schneller kommt Sie. Du wirst jedes mal beim Programmieren etwas dazu lernen. Wirklich bei jeder "Session". 
  • Sei kreativ und versuche eigene Programme/Spiele zu basteln. Wenn du versuchst schon vorhandene Spiele zu kopieren so wirst du nur frustriert weil du eben eine Feature nicht richtig hin bekommst und daher das ganze Spiel nicht geht. Wenn man aber sein eigenes spiel improvisiert neigt man dazu Funktionen einzubauen auf denen man schon die Lösung im Kopf hat. Man denkt eher "mit dieser Technik, könnte ich doch das und das umsetzen." statt "mit welcher Technik könnte ich wohl genau dieses Feature umsetzten". Das ist extrem wichtig um vor allem am Anfang die Motivation beizubehalten. 

Wünsche dir viel Gelingen und wie gesagt, immer dran bleiben. Auch wenns mal nicht so läuft. Das schwierigste beim Programmieren ist es sich selbst aufzuraffen um weiter zu machen. Ich warne dich davor damit du weiß dass es ganz normal ist und diejenigen Programmierer die wirklich etwas umsetzen zu wissen genau die sind die so oft am Anfang gesagt haben, "scheiß drauf, ich mache weiter".  :)

Kommentar von regex9 ,

Zu der zweiten Auflistung sollten unbedingt noch Funktionen ergänzt werden.

Die dritte Auflistung ist abhängig von der Programmiersprache. Für objektorientierte Sprachen wie Java, VB.NET oder C++ sind objektorientierte Prinzipien wie Objekte, Klassen, Vererbung, etc. relevant.

Fernab von Sprachen sollte sich ein Programmierer zudem mit der Bildung und Darstellung von Algorithmen befassen.

Kommentar von Berny96 ,

Oh je, definitiv! Funktionen sind sehr wichtig. 

Antwort
von grtgrt, 13

Deine Frage wird am besten beantwortet durch einen Vergleich dessen, was du nachlesen kannst ausgehend von

Visual Basic und C++ leisten gleiches. Visual Basic ist lediglich eine etwas weniger durchdachte Syntax für den Zugriff auf alle die Funktionen, die man auch mit C# aufrufen kann: Ihre Gesamtheit ist Microsofts Common Language Runtime (auch .NET genannt).

Visual Basic war stark verbreitet, bevor es die .NET Bibliothek gab. 

Heute wird es nur noch benötigt, da man all die alten Programme ja nicht einfach wegwerfen kann, gelegentlich aber doch neuen Anforderungen anzupassen hat. Wer neue Programme über .NET schreibt, sollte nur noch C# verwenden.

Als Programmierplattformen sind C# und Microsofts .NET am ehesten vergleichbar mit Java und JEE.

Kommentar von delmarmaster ,

Was sind die Unterschiede zwischen C#, C, und C++???

Kommentar von grtgrt ,

C++ ist eine Verallgemeinerung von C (welche C als Teilmenge mit enthält). C++ unterstützt objektorientierte Programmierung, was C noch nicht tut.

C# ist die Programmiersprache, welche Microsofts .NET-Plattform am besten unterstützt. C# zusammen mit der .NET Bibliothek ist direkter Konkurrent von Java zusammen mit der JEE Bibliothek. Java mit JEE gilt heute als beste Basis für alle sog. Enterprise Applikationen. (JEE = Java Enterprise Edition).

Wer C# nutzt, bindet sich an Microsofts Plattform.

Java ist heute die mit großem Abstand am häufigsten genutzte Programmiersprache. 

Kommentar von Berny96 ,

. Java mit JEE gilt heute als beste Basis für alle sog. Enterprise Applikationen. (JEE = Java Enterprise Edition).

Wer C# nutzt, bindet sich an Microsofts Plattform.

. Java mit JEE gilt heute als beste Basis für alle sog. Enterprise Applikationen. (JEE = Java Enterprise Edition).

Wer C# nutzt, bindet sich an Microsofts Plattform.



. Java mit JEE gilt heute als beste Basis für alle sog. Enterprise Applikationen. (JEE = Java Enterprise Edition).

Wer C# nutzt, bindet sich an Microsofts Plattform.



Antwort
von geri3d, 22

Das ist gar keine hexerei. Eine Hand voll Befehle zur Kontrollsteuerung und Schleifen.

Dazu gibt es Variablen, Typen und Klassen, die für die Datenspeicherung zuständig sind.

Gemeinsam ist bei allen Programmiersprachen, dass es eine Eingabe gibt, danach eine Verarbeitung und anschliessend eine Ausgabe. Das ist im Prinzip bei allen Programmen der Fall und das gilt auch für Spiele.

Beste Informationsquelle ist sicher ein gutes Buch, weiters kann man die Hilfe der Programmiersprache benutzen.

Der Aufbau eines Grundgerüst für ein Programm unterscheidet sich leicht, da hat jede Programmiersprache ihre Eigenheiten.

Wichtig nur noch zu sagen bei den von dir genannten Sprachen ist dass sie Objektorientiertheit unterstützen, das zwar keine Programmiersprache ist aber ein elementares Paradigma welches unverzichtbar geworden ist.

Zu SAP kann ich dir nur wenig sagen, ausser dass SAP-Spezialisten sehr gefragt sind.

Antwort
von oelbart, 33

Mit SAP kenne ich mich nicht aus. Java, VB und C++ sind alles drei Objektorientierte Programmiersprachen,  das heißt, Du modellierst Dein Programm in Klassen (zb Mensch), von denen Objekte (zb delmarmaster und oelbart) erzeugt werden, die dann jeweils individuelle Eigenschaften (zb Haarfarbe, Größe, Gewicht,...) und Aktionen (schreiben, laufen,...) haben.

Gemeinsam sind ihnen außerdem der Gebrauch von Variablen und die Zuweisungen...

Ich empfehle Dir, das Java-Tutorial auf gailer-net.de zu machen. Dadurch lernst Du grundsätzlich, wie man in dieser Art Programmiersprachen an Probleme herangeht. Die genaue Notation unterscheidet sich dann zwar, aber die Denkweise bleibt gleich.

Antwort
von procoder42, 12

Da zu den anderen Punkten schon einiges gesagt wurde, verliere ich mal ein paar Worte über SAP :

SAP ist eine recht bekannte Firma, die Unternehmenssoftware (hauptsächlich ERP Systeme und entsprechende Erweiterungen, zB CRM) schreibt.

Im SAP Umfeld wird die Programmiersprache ABAP genutzt. 

Im Vergleich zu den anderen genannten Sprachen ist ABAP schon recht alt und hat daher Eigenheiten, die man in moderneren Sprachen nicht findet. 

Außerdem hat ABAP im Gegensatz zu den anderen Sprachen einen viel größeren Umfang an Keywords (ca 800), was daher kommt, dass es ursprünglich mal ein Makro Assembler war.

Zum Lernen wirst du wohl nicht um einen Netweaver Server oder so rumkommen (den hat die Firma aber sicher) und sehr viel Übung.

Als Lehrbuch kann ich "ABAP Objects" aus dem Rheinbachverlag empfehlen.

Antwort
von Nube4618, 24

Moderne Programiersprachen zeichnen sich vor allem durch Objekte aus, die man erzeugen und nutzen kann. Kapselung, Vererbung, Polymorphie gehören dazu. 

SAP ist keine Programmiersprache, sondern eines der bedeutensten Systeme im ERP Bereich, für Grossfirmen vor allem. 

Schlüsselwörter sind bei den Programmiersprachen relativ ähnlich, die Hauptaufgabe ist es jedoch nich, die Schlüsselworte zu kennen, sondern das Konzept zu verstehen, und die oft sehr mächtigen und umfangreichen Bibliotheken. 

Kommentar von MarkusGenervt ,

LOL – Du bist ja fies, ihm gleich solche Abstraktions-Begriffe um die Ohren zu ballern :-D

Der springt doch gleich aus dem Fenster vor lauter Panik :o))

@delmarmaster:
Alles halb so wild. Das kommt Stück für Stück – wenn es so weit ist.

Kommentar von Nube4618 ,

Ich glaube, er verzeiht mir. Hoffe es zumindest. :-) 

Antwort
von MarkusGenervt, 24

Sorry, viel zu viele Fragen über Dinge, die Du ohnehin in Deiner Ausbildung beigebracht bekommen wirst.

Also mach Dich locker ;-)

Kommentar von delmarmaster ,

Also habe gehört es ist nicht leicht die Ausbildung abzuschließen deshalb die aufregung!!!

Kommentar von MarkusGenervt ,

In Deiner Ausbildung wirst Du das Programmieren auch nicht lernen. Dort bekommst Du nur die Grundlagen beigebracht, denn sonst müsstest Du wahrscheinlich doppelt so lange studieren.

Das richtige Lernen beginnt bei Dir zu Hause am PC. Daher haben die Meisten auch Schwierigkeiten mit der Ausbildung, weil sie es nicht gewohnt sind, selbstständig zu lernen und sich für den Unterrichtsstoff zu begeistern. Das läuft jetzt anders, als in der Schule!

DAS ist der Knackpunkt und deshalb solltest Du Dich auch in Deiner Freizeit damit beschäftigen. Die PC-Genies sind eben nicht Genies geworden, weil sie mal eben die Schulbank gedrückt haben. Sie wurden Genies, weil sie sich den ganzen Kram selbst rein gezogen haben und mit ihrem PC quasi verwachsen sind.

SO geht Programmieren!

Du siehst, Eigeninitiative ist der Schlüssel zu Deinem Erfolg – nicht der Unterrichts-Stoff.

Kommentar von Nube4618 ,

Du sprichst mir aus der Seele. Mein Werdegang ist wahrscheinlich typisch: Es begann alles als Hobby, als die ersten Compis kamen (Commodore, Apple II, TRS80). Nachher, als mich die Faszination dieser Dinge bereits voll im Griff hatte, habe ich das dann auch noch studiert.

Kommentar von MarkusGenervt ,

Ach ja, der C64. Auf dem hatte ich mal ein kleines Spiel geschrieben.

Aber eigentlich komme ich noch aus der Epson & CP/M-Ecke und bin dann auch mit den ersten PC's groß geworden.

Heute verabschiede ich mich nach all der Zeit von Microsoft (Dank Win 8 & 10) und fange wieder von vorne an mit Linux.

Ich finde es herrlich wieder was Neues zu machen :-))

Kommentar von delmarmaster ,

Und was muss man da studieren um Programmieren zu lernen???

Kommentar von MarkusGenervt ,

Weniger studieren, mehr experimentieren ;)

Also erst mal ist es schon wichtig, die Grundlagen der Informatik durchzuarbeiten. Das fängt bei Bits und Bytes an, geht dann über die binären, oktalen und hexadezimalen Zahlensysteme und weiter zu der Prozessor-Architektur bis hin zur Maschinen-Sprache.
Das so für den Anfang, damit man überhaupt erst mal einen Einblick erhält, was diese Kiste überhaupt antreibt und woher diese doch sehr Abstrakten Programmiersprachen eigentlich ihre Basis haben, bzw. wieso das eigentlich funktioniert, wenn ich diesem Haufen von Register-An-Aus-Zuständen sage, "Wenn …dann …". Also wieso kann "0" und "1" etwas so völlig Abstraktes wie "Wenn" und "Dann" verstehen?

Dann sollte man sich langsam über die Skriptsprachen zu den Programmiersprachen durcharbeiten.

Die Skriptsprachen (z.B. Batch, Bash, VBSkript, JavaSkript, PHP, etc.) vermitteln erst mal das grundlegende Verständnis für Programmier-Strukturen und -Abläufe ohne die sehr speziellen Überbauten. Das ist quasi Light-Programmieren für die ersten Erfolge.

Eigentlich sind Skriptsprachen nur für den pädagogischen positiven Bestärkungs-Effekt wichtig. Ich denke aber eher, dass man schon besser gleich mit C/C++ anfangen sollte, um ein tieferes Verständnis für die Materie zu erhalten. Auch wenn das am Anfang eine echt harte Nuss ist, weil es so völlig anders ist, als unser natürliches Denken und Sprechen, so sind dann nachher alle anderen Sprachen ein Kinderspiel.

Wenn man die Programmier-Syntax und Struktur-Abläufe begriffen hat, dann kommt das eigentliche "learning by doing". Dann muss man sich mal einfach hinsetzen und sehen, was man so alles damit machen kann und was geht und was nicht geht. Solange man nicht in System-Prozesse eingreift, kann man auch nicht so viel kaputt machen ;)

Ich bin damals mal über BASIC eingestiegen, weil es bei CP/M gleich dabei war. Microsoft hatte später dann auch weiter darauf aufgebaut und irgendwann musste ich dann zwangsläufig zu C übergehen, weil die echten System-Kunstgriffe nur über die API's gingen, welche man ohne C-Verständnis nicht programmieren kann.

Pascal hatten wir irgendwann mal in der Schule. Das war ganz nett, aber letztlich hat es sich ja auch als Sackgasse entwickelt. Da hätte ich viel eher mit dem Ableben von BASIC gerechnet, aber selbst das läuft bereits unter Linux (echt schräg!).

Java ist so ein C-Light, was aber auf allen Maschinen läuft. Daher sind die Maschinen-spezifischen Überbauten überflüssig, da diese im Compiler bereits gesetzt wurden. Allerdings ist Java dadurch auch etwas langsamer – ähnlich wie BASIC.

Compiler? Das ist ein Bestandteil der Programmiersprachen-Software, der die Übersetzung in den Maschinencode vornimmt. Die einzelnen Befehle sind jeweils nur Makros im Maschinencode, also ein ganzer Satz von Prozessor-Anweisungen. C baut dabei aber direkt auf dem Maschinencode auf und Java und BASIC bauen da aber auf C auf. So läuft das mit den Compilern.

Also: weniger vorweg grübeln, mehr dran setzen! Lass Dich nicht von den ganzen gewaltigen neuen Dingen überrumpeln. Jeder hat mal klein angefangen und wenn selbst so eine Null-Nummer wie Bill Gates es schafft, dann kann es jeder.

Kleine Rand-Info: Bill Gates war nur der Nutznießer von dem, was Andere entwickelt haben. Er hat alles geklaut und lediglich clever vermarktet. Aber Informatik-mäßig ist er eine totale Witzfigur, eben eine Null-Nummer. So, wie auch Marc Zuckerberg.

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