Welches sind die gravierensten Unterschiede zwischen dem Verzeichnisbaum unter Linux und unter MS-DOS?ok

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5 Antworten

vereinfacht:
Unixoide Systeme ( Linux gehört dazu) haben einen Verzeichnisbaum mit Wurzel ( Einzahl ) und Ästen.

Microsoft-Systeme ( angefangen bei MS-DOS bis zum letzten Windows) haben ein Verzeichnisgebüsch mit mehreren Wurzeln und den einzelnen Ästen .

Laufwerke im Sinne von A:\\ , B:\\ , C:\\    ..... gibt es bei Linux nicht. Alles aber auch alles wird hinter der Wurzel angebunden (gemountet). Einzelne physische Laufwerke (Festplatten, CD-Laufwerke, Magnetbandlaufwerke, USB-Sticks) können an beliebige Stellen des Baumes angebunden werden.
Microsoft hat für jedes Gerät einen eigenen Startpunkt.

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Neben den bisherigen Antworten seien noch ein paar Punkte erwähnt:

  1. Unter DOS-Dateisystemen konnten Dateinamen maximal aus 8 Zeichen bestehen, und höchstens eine 3-Zeichen lange Dateiendung haben. Man spricht hierbei auch vom 8.3-Format.
  2. Unter *ix-Dateisystemen gibt es Hard- und Softlinks. Unter neuen Windows Versionen zwar auch, jedoch werden die fast nie genutzt und kaum eine Software kann damit umgehen. Unter Linux hingegen gehören Links zum täglichen Geschäft.
  3. Neben normalen Dateien gibt es in *ix-Dateisystemen noch spezielle Dinge wie Pipes, Fifos, Blockdevices, Character-Devices, usw. ... damit kann man dann alle möglichen Geräte als Textdateien ansprechen und anstatt einer dicken Bibliothek reichen fopen() und fread() aus stdio.h um z. B. CPU-Infos zu erhalten, oder auf eine MIDI-Device zuzugreifen.
  4. Die Pfadlängen können unter *ix wesentlich länger sein, als unter DOS-Dateisystemen (von NTFS jetzt mal abgesehen)
  5. Bei *ix-Dateisystemen sind wesentlich mehr Zeichen erlaubt. Eine Datei mit dem Namen "インフォ.txt" ist hier kein Problem.

Einige der Punkte sind zwar Dateisystem spezifisch, aber seit gut 30 Jahren auf so ziemlich allen *ix-Systemen verbreitet.

Es gibt noch wesentlich mehr Unterschiede, aber in vielen Punkten haben moderne Windows-Dateisysteme auch deutlich aufgeholt, hinken aber insgesamt noch in den meisten Punkten hinterher.

Sparse-Dateien werden auch bei NTFS unterstützt, genauso wie Journaling und die gängigen modernen Standard-Features. Trotzdem liegen selbst Dinosaurier wie ext4 in vielen Punkten noch vorn. Ganz zu schweigen von modernen Entwicklungen wie XFS oder BtrFS ... oder ZFS unter BSD. Dagegen haben aktuelle NTFS oder ReFS Versionen keine Chance.

(Überhaupt fragt man sich bei ReFS hin und wieder, ob das jetzt ein Witz sein soll, oder tatsächlich irgendwann mal etwas Ernstes werden soll.)

Aber deine Frage bezog sich ja auf DOS und ich schweife ab. ><

Schönen Abend noch! :)

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In Linux ist alles eine Datei. Sogar die angeschlossenen Geräte liegen als "Datei" im Verzeichnisbaum. Man hat genau eine "root"-Ebene, von der sich dann sämtliche Verzeichnisse abspalten.

In DOS und Windows dagegen, werden Geräte oftmals als Laufwerke mit Buchstaben eingehängt (prominentestes Beispiel "C:\\"). Hier hat jedes Speichergerät ein eigenes Stamm("root")verzeichnis. Zudem werden nicht alle Dinge als Datei und Verzeichnis dargestellt.

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Kommentar von NeoExacun
20.09.2016, 14:04

Gute Antwort.

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Die Frage kann man so nicht beantworten, da das Betriebssystem nicht das Dateisystem festlegt. Du musst das also auf konkrete Dateisysteme festlegen.

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Kommentar von greenvbuser
20.09.2016, 14:03

Es geht erstmal um den Verzeichnisbaum, nicht um Dateisysteme.

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Warum willst du das Wissen. MSDOS wird doch eigentlich nicht mehr großartig verwendet.

https://www.paules-pc-forum.de/pc-kurs/kurs03.htm

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Kommentar von greenvbuser
20.09.2016, 13:59

1. Ist es unwichtig, warum der Fragesteller es wissen möchte und

2. unterscheidet sich die Verzeichnisstruktur von MS-DOS nicht sonderlich von der Struktur, die wir auf unseren modernen Windows-Rechnern gewohnt sind. Damit ist die Frage also top aktuell.

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