Frage von Zuckerwatte69, 52

Welches Shampoo ist gut für mich?

Hallo, ich bin auf der Suche nach einem guten Shampoo für mich. Ich habe relativ lange Haare und war auch letztens beim Friseur und habe den Spliss abschneiden lassen. Möchte nun zwei Shampoos verwenden, da ich gehört habe es soll gut sein, die Haare monatlich 2 Wochen mit Silikonfreiem Shampoo und 2 Wochen mit Silikon Shampoo zu waschen. Ich habe keine dünnen Haare, aber sonderlich dick sind sie auch nicht Hbf relativ glatt. Möchte gerne mehr Volumen und etwas gegen spliss. Vielleicht habe ihr ja Erfahrungen, würde mich auf jeden Fall sehr über Tipps und Erfahrungsberichte freuen. Schreibt bitte dazu ob das Shampoo mit oder ohne Silikone ist und halt Marke usw. Vielen Dank schonmal! LG Zuckerwatte 😊

Antwort
von Welux, 34

Generell brauch Haare kein Silikon. Die Menschen mit den gesündesten Haaren die ich kenne benutzen alle irgend ein Bio Shampoo ohne Silikone. Die sind halt etwas teurer.

Expertenantwort
von Andreas Schubert, Haarpflege-Experte, 22

Zunächst mal eine der wichtigsten Informationen vorab: Es gibt definitiv kein Shampoo, keine Spülung oder auch sonstige Produkte GEGEN Spliss.

Haarspitzen spalten sich unter Anderem dadurch, dass sie irgendwo anstoßen, sich reiben oder eben auch (in sehr vielen Fällen), absichtlich durch Unwissenheit über den richtigen Umgang mit Haaren, gerieben/gerubbelt werden.

Das können Produkte weder verhindern, noch können sie gespaltene Haarspitzen wieder zusammenfügen.

Ob Du es zulässt, dass Silikone Deine Haare quasi "zukleistern" oder auch nicht, ist ganz alleine Deine Entscheidung. Generell werden Haare durch Silikone, Silikon-Ersatzstoffe (in sogenannten silikonfreien Produkten) und sonstige Inhaltsstoffe, die sich direkt an den Haaren festsetzen, mit der Zeit stumpf, kraftlos, teils auch fettend und bis hin zu srpöde und bruchanfällig.

Diese Inhaltsstoffe aller reinen Chemie-Shampoos simulieren dem Anwender, das Shampoos hätte die Haare gepflegt oder das Haar voluminöser gemacht (in diesem Fall stimmt das auch auch, denn der Abstand zwischen den einzelnen Haaren vergrößert sich durch die Schicht an den Haaren und dadurch wirkt das gesamte Haar volumiger).

Haare selbst lassen sich in deren Struktur und Beschaffenheit lediglich "mit Gewalt" geringfügig verändern und das erzeugt wiederrum Schäden durch chemische Behandlungen, denn ansonsten müsste man ja Deine Gene manipulieren.

Spliss-Ursachen drastisch verringern funktioniert auf jeden Fall und mit der richtigen Pflege/dem richtigen Umgang mit den Haaren, wirst Du auch mehr Freude an ihnen haben, ohne dass Du zu irgendwelchen "chemischen Keulen" greifst, die Dich dann lediglich von deren Verwendung abhängig machen.

Und wenn mal wieder Spliss sichtbar ist, hol Dir gleich einen Termin zum fachgerechten Spliss-Schnitt, denn dann verlierst Du dadurch kaum bis gar nichts an Haarlänge.

- beim Haarewaschen wirklich nur den Kopf/die Ansätze

waschen/massieren ... für die Haarlängen und -spitzen reicht der Schaum beim Ausspülen völlig aus und wer mehr Schaum in den Haarlängen vermisst, streicht den während dem Shampoonieren höchstens mal sachte und absolut gradlinig mit den fingern vom Kopf aus durch die Haarlängen.

- Niemals die Haarlängen und -spitzen rubbeln .... schon gar nicht in nassem Zustand

- nur Bürsten mit Naturborsten und echte Horn- oder Holzkämme verwenden

- nie zu heißes Wasser verwenden ... je kühler, desto besser

- übermäßige Hitze generell vermeiden (nicht heiß fönen, u.s.w.)

- Bürsten, Kämme, etc. auch regelmäßig reinigen

- keine Haargummis mit Metallstücken verwenden

- auf Seiden- und/oder Satinkissen schlafen. Darauf reibt sich das Haar im Schlaf nicht auch noch unnötig

- Vitamin- und Mineralienmängel vermeiden

- mind. 2 - 2,5 Liter Wasser pro Tag trinken

- Stress vermeiden

- regelmäßig nachschneiden lassen, dann müssen wirklich immer nur die
Spitzen oder eben eventueller Spliss geringfügig beschnitten werden und
nicht mehr.

Für die Haarspitzen-Pflege sind diese 4 leichten, reinen Naturöle geeignet
... und auch wirklich ausschließlich die reinen Naturöle: Macadamia-,
Jojoba-, Mandel- und Arganöl (ein paar Tropfen zwischen den Fingerkuppen
verteilen und sachte/sanft bei trockenem Haar an die Spitzen geben.

Je trockener das Haar, desto anfälliger für Bruch und Spliss - deshalb
empfiehlt sich spätestens ab Schulterlänge die Haaransatzwäsche, die dem
Haar auf lange Sicht hektoliterweise austrocknendes Wasser erspart:

Ein hochwertiges Naturshampoo (z.B. "Shampoo & Duschbad Basis von
SANOLL) aus einer Auftrageflasche (1:10 mit Wasser verdünnt) bei 
trockenem Haar scheitelweise den Ansätzen entlang auftragen und dann 
ganz normal shampoonieren (und immer NUR auf dem Kopf!)

Durch das Verdünnen machst Du aus einem hochwertigen Naturshampoo für
8,50 EUR (200 ml) eines für 0,85 ... günstiger geht's schon nicht mehr
und mit einem Naturshampoo quälst Du Dein Haar (und auch Deine Kopfhaut)
weder mit chemischen Rückständen, die es auf Dauer nur stumpf, kraftlos,
fettend, spröde, bruchanfällig machen, noch mit chemischen Tensiden.

Wenn es Dir bei der Ansatzhaarwäsche zu wenig schäumt (ist nur Gewohnheitssache), emulgierst Du mit ganz wenig Wasser nach.

Es gibt natürlich auch noch andere, richtig gute, nachhaltige und
unbedenkliche Shampoos/Pflegeprodukte wie z.B. MARIAS Organic Care,
Schönes Sein, Oliebe, Herbanima, CulumNatura, u.s.w.   . . . an einem konkreten Beispiel musste ich aber mal eben die Kalkulation vorrechnen.

Bei den Shampoos von MARIAS ist zudem nicht einmal Zuckertensid im Einsatz  ...  das ist zwar auch 100% natürlich, aber wir haben jetzt im Betrieb
von Sanoll auf MARIAS umgestellt, weil ca. 5% unserer Kundinnen davon
ein leichtes Jucken auf der Kopfhaut bekommen. Es gibt mittlerweile recht viele Allergieren (unter Anderem auch gefördert durch sehr viele herkömmliche Chemie-Shampoos ... und nicht  nur von denen aus Drogerien und Supermärkten, denn auch Friseurmarken wie Paul Mitchell, Redken, Kerastase, Schwarzkopf, Wella & Co. tragen keinen "Heiligenschein").

Mischst Du auf Vorrat, dann koche das Wasser vorher ab und lass es
auskühlen. Dann sind die Keime darin abgetötet und können sich über Tage
in der Flasche nicht vermehren .... und sie kommen nicht auf die
Kopfhaut.

Und wenn Du natürlich geschmeidges und glänzendes Haar züchten
willst, beherzigstDu nicht nur eine gesunde Ernährung und den stabilen
Flüssiegkeitshaushalt Deines Körpers, sondern auch die sogenannten
täglichen 100 Bürstenstriche:

Für die Bürstenstriche verwendest Du (und reinigst sie auch immer
gründlich) idealerweise idealerweise die "KOST Kamm Wildschweinbürste
mit 7 Reihen" (gibt es z.B.über amazon für 35,00 - 37,00 EUR.  Nicht nur
die Borsten zählen zu den besten für Kopfhaut und Haare . .. die
Bauweise der Bürste lässt zu, dass Du sie direkt am Bürstenkopf führen
kannst und so den Druck auf den Kopf besser regulieren kannst. Außerdem
entfällt so die "Hebelwirkung" mit dem  Anfassen am Griff und somit geht
das bei  50 - 60 oder mehr Bürstenstrichen nicht auf die Handgelenke.

So verteilst Du das Talg von Deiner Kopfhaut in die Haarlängen und Haare
brauchen Talg für deren Geschmeidigkeit und Glanz  ... unter Anderem
dafür produziert Dein Organismus diesen Stoff.

Wichtig!  Immer mit Druck über die Kopfhaut bürsten ... vom Ansatz
über den Kopf bis zum gegenüberliegenden Ansatz und in die Haarlängen
hinaus ... und das in 2 - 3 Runden um den gesamten Kopf.

So solltest Du dann immer geschmeidiges Haar haben, das weniger bis
gar nicht "bruchanfällig" ist und mit max. 3 - 4 Spliss-Schnitten pro
Jahr locker auskommen können.

Wenn Du sonst noch Fragen zur Haarpflege hast,  schreib mich einfach
direkt an (nicht hier in den Kommentaren/Antworten ... da schaue ich nur
selten nach, denn ich beantworte relativ viele Fragen und muss ja
"nebenbei" auch noch unsere Kundinnen rund um den Kopf happy machen).

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