Welches präsentationsthema sollte ich wählen ( politik )kann mich nicht entscheiden?

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2 Antworten

Nimm die Eurokrise, 2800 Worte sind dafür ein Witz.

"Das Ende dieser kleinen Geschichte vorweg, meine Oma wurde
mit 92 Jahren von einem Krankenwagen überfahren.

Hier aber geht es um das Rätsel des Geldes - im Verlauf der
letzten 100 Jahre.

Meine Oma wurde geboren 1910, in den guten alten Zeiten, ihr
Vater blieb im  Weltkrieg I auf dem Schlachtfeld zurück und Omi fand sich als Erbin wieder von 100.000 Reichsmark.
Die sich freilich im Jahr 1923 mit der Hyperinflation in Nichts auflösten,
einfach so futsch.

Meine Oma, gleichwohl in diesen Jahren eine junge Frau, mit
Erinnerung an eben diese 100.000 Reichsmark, wollte jene wieder erwirtschaften,so arbeitete sie und sparte wahrlich redlich. So hatte sie im Jahr 1933, als der Spuk erneut begann, wieder 100.000 Reichsmark zusammen. Der weitere Verlauf der Geschichte des III. Reiches ist bekannt. Omi aber fand sich am Ende in Ostdeutschland wieder, wo es 1948 mit 40 Ostmark erneut begann und die Geschichte des Geldes weiter ihren Lauf nahm.

Mit nur 38 Jahren war ihr Glaube an das Wesen des Geldes völlig ungetrübt. Nach dem Gesetz der Serie, was zweimal gelungen war mit
100.000 Reichsmark, konnte es auch ein drittes Mal gelingen. Arbeite fleißig
und ernähre dich redlich, dann wird das schon werden, mit dem Land und den Leuten darin, so die Moral der Politik.

Omi tat wie geheißen und siehe da, es befanden sich auf ihrem Konto 100.000 Ostmark im Jahr 1989, als die DDR unterging. Das, so sollte
man meinen, ist so schlecht nicht, nach nur 40 Jahren. Es kam die DM, Umtausch 1:2, da waren es nur noch 50.000 Märker (10.000 DM gab es 1:1, mehr waren es nicht, bis 100.000 Ostmark 1:2, wer mehr denn hatte gar nur 1:3). Aber um diese Feinheiten geht es nicht.  Omi war nun 78
Jahre und wahrlich nicht mehr gut zu sprechen auf das Thema Geld.

Schon gar nicht, als ein Versicherungsvertreter West ihr eine Sportunfallversicherung verkaufte. Da war der Geduldsnerv dieser redlichen
Frau dann doch am Ende. Und ich sage noch, sie möge es bleiben lassen, das verbliebene Geld zu zählen, Geld besteht nur aus Münzen und Scheinen. Omi aber war geladen, nun wollte sie es noch mal wissen.

Da kam im Jahr 2002 der €uro, von 50.000 DM blieben noch
25.000 €uro, für fast ein Jahrhundert Sparsamkeit und redliche Arbeit.

So begab es sich, dass meine Oma sich eines Morgens bückte,
da lag am Straßenrand ein Cent. Omi sagte immer: „Wer den Cent nicht ehrt, ist den Taler nicht wert“.

In ihrem Alter hörte sie nicht mehr so gut, das Hörgerät hatte sie daheim auf dem Nachttisch vergessen. Sie hörte daher des Krankenwagens Sirene wohl nicht. Sie bückte sich nach dem Cent und wurde vom Krankenwagen überfahren.

Oma entstammte einer Großfamilie, mit Kindern und Enkeln hinterließ sie 40 Erben, ein jeder erhielt aus den verbliebenen 25.000 € seinen Anteil von 625 €. Wir alle legten zusammen für eine würdige Bestattung im Jahr
2002.

Soweit des Rätsels Lösung, was es denn mit dem Geld so auf
sich hat."

2008 kam die Finanzkrise, die ungelöst bis heute ist.

Autor der Geschichte Franz von Soisses

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Kommentar von MickyFinn
30.08.2016, 11:09

Die Geschichte hat mir gefallen.

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Kommentar von GXleif
30.08.2016, 15:09

An sich ein guter Kommentar aber es geht mir echt auf den nerv wenn leute andeuten das die Wiedervereinigung in allem scheiße war, meine Mutter zum Beispiel war sehr froh als sie endlich Deutsche Mark in der Hand halten durfte statt dieses "Spielgeld" wie sie die Ostmark damals nannte.

Zudem klingt es bei dir so als wäre die Finanzkrise immer noch im gange, schau dir mal statistiken zu den PIIGSZ Staaten an genauso wie zu den baltischen Staaten die am meisten davon betroffen waren! In allen Fällen ist die Wirtschaft bei weitem nicht mehr so gefährdet wie damals und den Menschen geht es im großen und ganzen gut dort, im Jahr 2015 ist das BIP in all diesen Ländern ( außer Irland ) gewachsen!

Ansonsten danke für den Kommentar und nette Geschichte ;)

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Ich finde, dass es bei der Eurokrise eng werden könnte mit 10 Minuten. Ich würde daher eher 1. oder 3 nehmen. Bei 1 und 3 tendiere ich eher zu drei. Das kann man in 10 Minuten schaffen und es kann (richtig gemacht) sehr interessant sein. Mit 2800 Wörtern solltest du auch hinkommen.

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