Frage von Emmabb, 129

Welches Pferd könnt ihr mir empfehlen?

Ich bin nicht sehr gut im reiten aber auch nicht schlecht. Ich möchte meine Eltern gerne überzeugen mich reizen gehen zu lassen aber meine Mutter sagte ich solle erst ein Pferd finden mit dem ich gut klar komme. Es gibt doch sicherlich eine Rasse die für Anfänger bis fast fortgeschritten gut sind oder? Ich habe mal gehört das wäre Palominos aber die mag ich nicht so sehr. Klar kommt Es auf das Pferd selbst an aber gibt es eine Rasse die leicht zu reiten ist?

Antwort
von sukueh, 35

Nein, es gibt keine Rasse, die für Anfänger oder Fortgeschrittene "gut" sind. Pferde sind Lebewesen, deren Verhalten auf bisher erlebtes und erlerntes basiert.

Gerät man also an einen falsch ausgebildeten/falsch gehaltenen Vertreter einer "anfängertauglichen" Rasse kann der genauso wenig anfängertauglich sein, wie der "angeblich" nicht anfängertaugliche Rassevertreter, der aber dank seiner guten bisherigen Haltung/Umgang/Ausbildung erstaunlicherweise dann wiederum doch ganz gut für Anfänger geeignet sein kann.

Die Kunst ist, solche Pferde zu finden. Entweder man hat unglaublich viel Glück oder man sucht sich einen Pferdekundigen Menschen vor ORT, der einen bei der Suche beraten kann.

Im Idealfall ist das dein Reitlehrer, der einerseits um deine Reitkenntnisse weiß und über genügend Pferdeerfahrung verfügt, um dich und deine Eltern entsprechend beraten zu können.

Was immer ein Glücksspiel ist, ohne Ahnung von Pferden sich rein auf die Aussage "diese Rasse ist Anfängergeeignet" ein Pferd zu kaufen und eben NICHT auf die bisherige Haltung/Umgang/Ausbildung zu achten.

Kurz ein Wort zu den in einer anderen Antwort genannten Freibergern: Der Lobgesang auf diese Rasse ist meiner Meinung nach durchaus zutreffend, wir haben tatsächlich so ein Exemplar im Stall stehen, haben uns beim Kauf auch als "Anfänger" eingestuft. Muss aber sagen, dass dieses Pferd ohne die fachkundige Ausbildung, die wir dem Pferd ermöglicht haben, niemals so eine "Bank" wäre, wie sie geworden ist. Und das lag ehrlicherweise nicht an der "Anfängertauglichkeit" der Rasse, sondern an der sorgfältigen Auswahl des Menschen, der das Pferd ausgebildet hat.

Expertenantwort
von Baroque, Community-Experte für Pferde & reiten, 20

Ich möchte die vielen Antworten, es kommt auf das Individuum an, noch erweitern:

Es kommt auf den Menschen an, der mit dem Pferd umgeht. Ein Pferd, das als anfängertauglich verkauft wird, kann, falsch angefasst, innerhalb von Tagen, wenn nicht sogar Stunden, zur Gefahr werden und umgekehrt kann man eines, das bisher fürchterliche Erfahrungen hat, mehr oder weniger schnell auch zum absoluten Verlasspferd machen. Sprich: Wenn der falsche Mensch und das falsche Pferd zusammentreffen kann das in so kurzer Zeit kippen, dass ein Trainer auch kaum eine Chance hat, gegenzusteuern, es sei denn, man kann es sich leisten, dass der IMMER dabei ist. Es gibt auch oft den Fall, dass ein Pferd ALLES mit sich machen lässt, jeden Fehler verzeiht, aber bei einem Schüler immer die Nerven verliert, wenn der Reitlehrer mal nicht dabei ist. Und umgekehrt gibt es die Fälle, wo ein vielleicht gar nicht so sehr ausgebildeter Mensch einfach ganz intuitiv quasi den Schlüssel findet, mit einem Pferd umzugehen, das durchaus seine eigene Meinung kundtut, wie es behandelt werden möchte. Kein Laie würde verstehen, was dieser eine Mensch jetzt richtiger oder falscher macht als die anderen, aber es funktioniert.

Auf mein Pferd kann ich mich immer verlassen und er ist ein konditionsstarkes Tier, das auch ohne besonderes Training über lange Zeit viel leisten kann. Ich hatte eine Reitbeteiligung, die sehr anständig mit ihm umgegangen ist und laut Lehrbuch ihn immer korrekt geritten hat. Und doch war er bei ihr nach einem Zirkel Trab nassgeschwitzt. Mir ist bis heute nicht klar, was da so gravierend nicht gepasst hat, aber es hat zwischen den beiden nicht gepasst. Entsprechend war es für sie gefährlich ihn zu reiten, weil er während einer Einheit viel öfter als bei mir in all den Jahren protestiert hat. Und er ist jetzt nicht besonders empfindlich, im Gegenteil, wenn er sich was in den Kopf setzt, wird er auch mal energisch, lässt sich aber mit guten Argumenten auch überzeugen, dass der Mensch Recht hat. Ich muss da nicht grob werden, es reicht, wenn ich die Ruhe bewahre und von meinem Handeln überzeugt genug bin. Aber auch sie wurde eigentlich nie erkennbar nervös. Naja, die Pferde merken sowas einfach deutlicher als unsereiner.

Deine Mutter kennt sich mit Pferden nicht aus, das ist ihr gutes Recht und das sollte man ihr nicht vorwerfen, aber vielleicht kannst Du ihr erklären, dass ein vernünftiger Reitlehrer die Pferde für seine Schüler so einteilt, dass kein Schüler damit überfordert ist, weil er mitbekommt, welcher Schüler mit welchem Pferd am besten zurecht kommt. Beim ersten Mal kann er das natürlich nur aufgrund eines Erfahrungsberichts machen, aber ein verantwortungsbewusster Reitlehrer lässt jemanden, den er nicht kennt, auch nicht mit seinen Pferden alleine, selbst, wenn ihm die von jahrelanger Erfahrung erzählen. Zum einen kann er nicht nachprüfen, ob das stimmt und zum anderen weiß er nicht, welcher Qualität die Erfahrung ist. Also sieht er es sich an und beurteilt dementsprechend.

Das heißt: Bitte Deine Mutter nicht gleich, reiten zu dürfen, sondern bitte sie, Dich mal zu einem Betrieb zu begleiten, wo Du nach Unterricht anfragen kannst, wo Du Rat bekommst und wo ihr auch erklärt wird, was man zu Deinem Schutz unternehmen wird.

Antwort
von trabifan28, 21

Das hat rein gar nichts mit der Rasse zu tun.

Geh in eine Reitschule. Die werden dir dann schon ein Pferd geben mit dem du klar kommst.

Aber mal im ernst.. wenn du weiterhin reitest, wird es in deinem Leben einige Pferde geben, mit denen du nicht so gut auskommst. Mit anderen klappt es dafür umso besser. Das ist aber ganz normal. Nur sollte man es auch einsehen und akzeptieren, dass man nicht mit jedem warm wird. Das ist nunmal so. Und meist kann man daran nichts ändern.

Antwort
von lastunicorn007, 6

Um deine Frage mal ganz spezifisch zu beantworten: du wirst keine Pferderasse finden, von der du niemals runter fällst. Da hilft es auch nichts, hier nach "sicheren" Rassen zu fragen. Also solltest du deiner Mutter sagen, dass es nichts bringt dir diese Anforderung zu stellen, denn dann kann sie dir auch gleich grundlegend verbieten zu reiten.
Außerdem kannst du dich genauso verletzen, wenn du über eine Straße oder eine Treppe runter läufst oder sonst wie.

Antwort
von LyciaKarma, 79

Du brauchst vorher keine Rasse.

Du gehst zu einer Reitschule und sagst, was du kannst und die geben dir ein Pferd, mit dem du zurecht kommen wirst. 

Expertenantwort
von ponyfliege, Community-Experte für Pferde & reiten, 12

in den meisten wirklich guten schulis sind so ziemlich alle rassen enthalten.

und wenn du nur reiten gehen willst, brauchst du auch nicht gleich ein eigenes pferd.

zunächst bekommst du entweder longenunterricht oder sonstigen anfänger-einzelunterricht. und zwar so lange, bist du so sicher bist, dass du in die normale anfängerstunde kannst.

es heisst auch nicht reiten gehen, sondern reiten LERNEN gehen.

du solltest zwei oder drei reitschulen herraussuchen, die nicht zu weit weg sind und dort vereinbaren, dass du mal mit deiner mutter zusammen dort den anfängerunterricht anschauen darfst.

vielleicht lassen sich damit die bedenken deiner mutter zerstreuen.

Antwort
von BeyondTheStars, 41

wie viele schon gesagt haben kommt es nicht auf die Rasse drauf an. Es stimmt zwar schon, dass Vollblüter meist recht temperamentvoll sind und ponys eher gemächlich aber es kann auch andersherum sein.   Wollt ihr ein eigenes Pferd/Pony kaufen oder in einem Schulbetrieb reiten? 

Wenn ihr dir ein eigenes anschaffe wollt schaut, dass ihr eins findet was gelassen wirkt und als Anfängerpferd beschrieben wird. Ältere Pferde sind MEISTENS auch gelassener, da sie mehr Erfahrung haben.

Wenn ihr einen Schulbetrieb sucht, schaut nach einem für Kinder. Da sind die Pferde meist ruhiger, da die meisten Kinder nicht die Kraft haben und sic nicht immer durchsetzen können. 

Versuche deinen Eltern klar zu machen, dass es nicht auf die Rasse sondern auf das Tier ankommt. Vllt hilft es wenn du es mit Menschen vergleichst. Ein Kind aus schlechten Verhältnissen hat nicht unbedingt schlechte Manieren und andersherum genauso.

ich hoffe dass dir das etwas weitergeholfen hat. Viel Glück noch und geb nicht auf! :) 

Antwort
von FelixFoxx, 42

Bitte nimm Unterricht auf Schulpferden, wenn Du so gar keine Erfahrung im Reiten hast. Reiten lernt man viele Jahre lang und Reiten können beginnt für mich dort, wo man in der Lage ist, ein Pferd von hinten nach vorne an das Gebiss heran zu reiten. Ich glaube nicht, dass Du weißt, wovon ich rede...

Kommentar von Emmabb ,

Wieso sollte ich das nicht wissen? 

Außerdem sprach ich nicht von Pferd anschaffen 

Antwort
von Alissa03, 68

Moment, wie ist das jetzt zu verstehen. Du suchst dir jetzt vorher eine Rasse aus und dann suchst du so lange nach einer Reitschule bis du eine gefunden hast mit genau dieser Rasse oder wie? Also erstens, wie du ja auch schon gesagt hast, ist es unmöglich eine Rasse auf diese Weise zu verallgemeinern und zweitens macht das irgendwie keinen Sinn..? Also kannst du das bisschen näher erklären?

Kommentar von Emmabb ,

Meine Mutter sagte ich darf erst wieder reiten wenn ich eine Rasse finde die mich nicht abwirft sie hat sehr Angst. Ich glaube nicht das es eine Rasse gibt die jeden sofort abwirft aber sie glaubt es nicht

Kommentar von Boadkd ,

Das ergibt ehrlich gesagt überhaupt keinen Sinn, denn jedes Pferd könnte dich abwerfen! Es kommt viel mehr auf Haltung und Erziehung an! Natürlich gibt es da auch Ausnahmen, vielleicht sehr schreckhafte Pferde(kann von einem guten Trainer aber trotzdem verbessert werden), schlecht gerittene, und so weiter...

Frag sie vielleicht Mal wieso sie so Angst hat, und wenn du dir eine Reitschule aussuchst nimm eine mit gut ausgebildeten Pferden, und wähle nicht nach Rasse aus.

Kommentar von Viowow ,

es gibt vor allem keine rasse, auf der man permanent drauf bleibt. man kann von jedem pferd runterfliegen. frag deine mama mal nach einer automarke, die nie einen unfall baut. was wird sie dir sagen? es liegt nicht an der marke sondern am fahrer....

Antwort
von Michel2015, 36

Wenn es hier um Sicherheit geht, dann ein abgeklärtes und nervenstarkes Pferd. Du kannst Dich in dem Dschungel der "Rassen" nur verlaufen.

Das Pferd sollte nicht zu groß und zu kräfig sein und somit bleibe ich bei dem DRP oder DSP hängen.

In der Schweiz den Freiberger (geiles Teil und wohl die allerbeste Wahl für Sicherheitsfanatiker).

In Italien oder den "Südstaaaten" den Haflinger oder den sog. Sporthaffi.

Allerdings, das Genick kannst Du Dir auch brechen wenn Du aus dem Bett fällst.

Sage Deinen Eltern Freiberger, ist schweizer Qualität, funktioniert immer, geht nicht kaputt und ist kriegstauglich.

Und wie willst Du das nun finden?

Liebe Schweizer, als überzeugter Trakehneranhänger muss ich mich dennoch vor Euch mit den kleinen robusten Flitzern verneigen.

Kommentar von ponyfliege ,

...und ich erst... schweizer meister im bitte bitte sagen... ich sags dir... echt.

das manko des freibergers ist die rundrippigkeit - einen unerfahrenen reiter gut hinzusetzen kommt bei diesen pferden fast nicht vor. ihr vorteil ist, dass sie nicht so gross sind, starke gelenke haben und ihr gutes gleichgewicht.

ich bin in der schweiz fan einer aussterbenden pferderasse geworden. für mich stellt das einsiedler pferd das ideal des pferdes dar: sie sind schön, sie können sich bewegen und sie haben ein faszinierendes wesen.

http://marstall-einsiedeln.ch/pages/marstallpferde.php

tja... und das mir als anhänger des hannoverschen pferdes (jedenfalls was grosspferde betrifft), wie es in den 70er und 80er jahren gezogen wurde.

Kommentar von Michel2015 ,

Den Hannoveraner als Reinzucht hatte ich auch schon. War der Höhepunkt der Reiterkarriere, leider musste ich die Stute weggeben, hatte keine Chance. Einen Freiberger hatte ich vom schweizer Tierschutz, der kleine war ein Weihnachtsfindelkind, über Nacht mit den LKW aus der Schweiz geholt. Habe ich dann verschenkt.

Antwort
von Viowow, 34

ein anfängerpferd. welche rasse das ist, ist unwichtig.

Antwort
von Su0204, 39

Alsó meinem Anschein nach bist du ein Anfänger der sich gleich ein Pferd anschaffen möchte. Ich bin da nicht so überzeugt. Aber ich habe gehört das Gegensätze gut sind, da du noch jung und unerfahren bist solltest du dir ein älteres umd ruhigeres Pferd zulegen

Antwort
von Hayns, 26

KEINES ↓

Und nein, es kommt nicht auf das Pferd selbst oder die Rasse an - es kommt auf Dich und Deine Eltern an.

Wie alt sind Deine Eltern?


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