Frage von laurahauser, 117

Welches nicht zu teure Objektiv ist gut für Tierfotografie?

Hallo :) Ich habe mir vor das nikkor 55-300mm objektiv zu zulegen. Für mich ist das aber echt ne menge geld (da ich noch nichts verdiene weil ich schüler bin).ich habe eine nikon d5200 und das kit Objekt mit 18-55mm. Ich fotografiere am liebsten tiere da ich aber meine tiere zuhause weiter mit dem kit objektiv fotografieren werde möchte ich mir noch gerne das nikkor 55-300mm kaufen weil ich damit pferde (auch in der bewegung) und potraits fotografieren möchte geht das ? Oder werden die bilder in der bewegung eher verschwommen und schlecht. Das war nähnluch der fall bei meinem anderen Objektiv von tamron (70-300mm).oder köbnt ihr mir andere objektiv vorschlagen? Bitte helft mir ich bin mir einfach zu unsicher. Danke schon im vorraus :)

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Skinman, 107

Das macht garantiert nur keinen sichtbaren Unterschied aus. Das Tamron ist gar nicht so schlecht für den Preis. Kuck mal auf photozone.de, da haben sie das AF 70-300mm f/4-5.6 LD Di macro 2007 an Pentax K getestet und das AF 70-300mm f/4-5.6 SP Di VC USD an einer Vollformat-EOS.

Es geht dir auch nicht um Tier-, sondern um Sportfotografie, und da ist dein Problem wahrscheinlich zum einen Präzision und Geschwindigkeit des Autofocus und zum anderen die generelle Technik, Mitzieher und so. Eine echte spürbar bessere Hardware kriegt man da leider erst für wesentlich mehr Geld. Versuch dir vielleicht eine gute manuelle Fokussiertechnik anzueignen, je nachdem wie gut das geht mit dem Sucher.

Kommentar von laurahauser ,

hallo, danke für deine antwort!

was würdest du zu dem NIKKOR AF-S DX 18-200mm 3.5-5.6 G ED VR sagen ? wäre das objektiv besser? lg Laura :)

Kommentar von Skinman ,

Kann ich mir nicht vorstellen. Also nicht was die Bildqualität betrifft. Solche Megazooms sind meistens nur ein einem besser - sie bieten mehr Bequemlichkeit. Aber halt auf Kosten anderer Faktoren.

Guck halt mal auf photozone.de, falls sich da ein Test findet. Guck mal bei Ming Thein (http://blog.mingthein.com/equipmentdatabase/), auf dpreview.com...

Eine wirklich sichtbar bessere Abbildungsleistung würde ich mir über den Daumen frühestens vom AF-S VR 70-200mm 4.0G ED versprechen, ganz sicher vom AF 80-200mm 2.8D ED. Das hat aber dann wieder keinen Stabi. You get what you pay for. Aber bei Nikon kenn ich mich nicht im Detail aus.

Du kannst dir die Exif-Daten der bisherigen Bilder ja mal angucken und dir überlegen, was für einen Brennweitenbereich du für so Reit-Events wirklich brauchst. Und dann wählst du den möglichst eng. Das ist in der Regel ein Schritt in die richtige Richtung.

Und wenn du dann zwischendurch kürzere Brennweiten brauchst, kannst du immer noch

  • ein Weitwinkel oder Standardzoom besorgen und das Objektiv wechseln oder
  • zu diesem Zweck gleich ein Zweitgehäuse besorgen, an dem das andere Objektiv drauf ist (muss ja vielleicht nicht das Allerneueste sein) oder
  • eine gute Kompakte mit Weitwinkel besorgen. Man braucht sowieso eine "immerdabei"-Kamera zusätzlich zur Systemkamera. Fujifilm FinePix X100T, Ricoh GR II, Sony Cyber-shot DSC-RX100 III oder IV...

Eine intelligente Lösung könnte darin bestehen, sich stattdessen für die Nikon eine gute Weitwinkel-Festbrennweite zu holen, so um die 18 Millimeter, und für die Tele-Fotos auf Micro Four Thirds zu gehen. Da ist der Sensor noch etwas kleiner und entsprechend braucht man im Vergleich zu Kleinbild-Vollformat nur die halbe Brennweite. Zugleich gewinnt man an Tiefenschärfe, was im Portraitbereich nicht unbedingt erwünscht ist, aber bei der Sport-Anwendung mitunter Vorteile bringt.

Olympus hat da in letzter Zeit ein paar sehr tolle Kameras rausgebracht, beispielsweise die E-P5, mit dem Aufstecksucher VF-4 mit eine der besten Spiegellosen derzeit. Wenn du dir dazu eins dieser superflachen "Pancake" Objektive besorgst, hast du zugleich schon fast eine westentaschentaugliche Kamera, aber mit überragender Leistung.

Oder halt die

OM-D E-M5 Mark II, da hat man etwas mehr in der Hand, was freihändig mit dem Tele von Vorteil sein kann.

Vor allem mit dem Hochformatgriff.

Die Olys haben einen stabilisierten Sensor, und zugleich kann man alle möglichen anderen Objektive ganz gut adaptieren, wenngleich die Adapter schon mal ein paar Hunderter kosten, falls man auf elektronische Blendensteuerung und AF wert legt. Entsprechend könntest du dir dazu ein leichtes Nikon Telezoom wie eben das obige 80-200/2.8 hinlegen, das "wird" dann an der Oly zum voll stabilisierten Supertele 160-400, und wenn du mal Party, Hochzeit oder dergleichen fotografierst, machst du es an die Nikon und hast ein perfektes Portrait-Tele, was auch den Hintergrund schön unscharf macht.

Immer dran denken: The quality remains when the price is long forgotten.

Kommentar von laurahauser ,

danke für deine antwort! du hast mir sehr weitergeholfen! :)

Kommentar von Skinman ,

Wobei Thema Olympus, da wäre die M1 wohl das Gehäuse der Wahl, wenn man maximale Autofocus-Performance will, denn die hat Phasenvergleich (PDAF), die anderen nur Kantenkontrastmessung (CDAF).

Antwort
von floppydisk, 117

du musst dich mit der technik auseinandersetzen und die einstellungen manuell vornehmen. wenn du die verschlusszeit sehr niedrig ansetzt, wird auch nichts verschwommen.

schau dir den zusammenhang aus iso/verschlusszeit/blende an und dann versuch nochmal mit dem 70-300er fotos zu schießen. das 55-300 ist genau so eine dunkelkammer und wird nichts besser machen. einzige steigerung wäre ein 70-200 f2.8.

wenn du mit iso- und motivautomatik fotografierst, brauchst du dich über schlechte bilder nicht wundern.

Kommentar von laurahauser ,

Danke für deine antwort sie hat mir sehr geholfen ! :)

Kommentar von floppydisk ,

etwas, was mir am anfang sehr geholfen hat, ist das "belichtungsdreieck" - google das mal.

Antwort
von uwghh, 92

Hallo laurahauser,

mein low Budget Tipp ist das Sigma 50-200 DC OS HSM

http://www.amazon.de/gp/aw/d/B002330GOW/ref=mp_s_a_1_1?qid=1448309545&sr=8-1...

Gerade bei preiswerten Telezoomobjektiven ist weniger (Brennweite) meist mehr (Abbildungsleistung).

Aber genau so wichtig ist die richtige Einstellung der Kamera, verschwommene Aufnahmen liegen meist an zu langen Belichtungszeiten und weniger am Objektiv.

Kommentar von uwghh ,

Da ich das Sigma seit einigen Jahren selbst aufgrund der geringen Größe und des geringen Gewichts als "Reisetele" verwende, hier mal ein eigenes Beispiel einer Aufnahme mit Bewegung

https://www.flickr.com/photos/fdahlmann/9690744243/in/set-72157627604689625/

Kommentar von laurahauser ,

danke für deine antwort und die Beispiels bilder, sind auch mega schön die Fotos!

Kommentar von uwghh ,

Gern geschehen und vielen Dank:)

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten