Frage von linchen0809, 352

Welches Objektiv für die Canon eos 750d?

Hallo, Ich möchte mir gerne eine Spiegelreflexkamera kaufen und habe mich für die Canon eos 750d entschieden. Nun bin ich mir bezüglich des Objektivs nicht sicher. Erhältlich ist sie in dem Kit mit dem 18-55 oder 18-135. Preislich macht das einen Unterschied von ca 300 € aus. Oder ist es vielleicht sogar sinnvoller nur den Body und ein anderes Objektiv zu kaufen? (Alles in allem sollte es einen Preis von 1000 € nicht übersteigen)

Fotografieren möchte ich hauptsächlich meine Familie und Tiere (Pferde). Natürlich soll sie aber auch im Urlaub zum Einsatz kommen. Des Weiteren ist es mir wichtig, auch bei schlechten Lichtverhältnissen gute Aufnahmen zu bekommen, falls so etwas durch ein Objektiv beeinflusst wird.

Ich bin auf dem Gebiet eine absolute Anfängerin und freue mich über jeden nützlichen Tipp.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Steaked, 339

Guten Morgen,

Erstmal generell, die Brennweite ist im Prinzip der "Zoom" des Objektives, dass bedeutet, je höher die Brennweite , desto weiter kannst du ranzoomen.

Dann gibt es beim Objektiv noch die Blende, bzw die minimale Blende mit der das einfallende Licht geregelt werden kann. DSLRs (spiegelreflexkameras) können aber generell aufgrund ihrer bauweise sehr gut im Dunkeln fotografieren.

Ich persönlich würde dir das 18-55mm Objektiv zum Anfang empfehlen, damit kommst du erstmal gut zurecht und kannst deine Kamera kennen lernen, ohne das es gleich 300€ kostet.

Solltest du später merken, dass du doch die größere Brennweite brauchst, kannst du dir dann immer noch ein zweites Objektiv mit z.B. 50-200 mm kaufen.

Im Prinzip werden Teleobjektive (Objektive mit hoher Brennweite sprich. großem Zoom) vorallem in der Makro-, (kleine Dinge, wie z.B. Blumen, Insekten,...) oder in der Sportfotografie (z.B. Fußballreporter im Stadion) verwendet.

Hoffe das hat dir geholfen.

MFG Steak

Expertenantwort
von IXXIac, Community-Experte für Kamera, 279

Hallo

- das aktuelle Canon "Schnäppchen" ist das 17-85 USM IS welches man als Bulk (Kit Verpackung) ab 220€ finden kann (wenns die noch gibt, inzwischen ist Retail von ehemals 250€ wieder auf 350€ gestiegen). Das 17-85 ist keine "Spitzenoptik" (wie zb das 15-85) aber hat wenigestens einen richtigen USM Autofocus (schnell und leise) mit echt nutzbarem FTM und im Bereich 24-75 mm eine brauchbare optische Leistung ab Offenblende. 17mm sind bei EF-S ein richtiges Weitwinkel mit fast 78° Bildwinkel  also 5° mehr Bildwinkel als bei 18mm (Wobei das 17mm Ende Nacharbeit wegen CA und Verzeichnung braucht, das geht aber mit der Canon DPP Software)

- um denn Preislevel des 18-135 STM rum gibt es auch das Tamron 17-50/2.8 VC, die Sigmas 17-50/2.8, 17-70/2,8-4, 18-125

- wenn die Kohle knapp ist dann muss man sich ja keine 750D antun, dann reicht eine 700D und mit der gesparten Kohle (um 150€) kauft man sich eine vernünftige Optik oder ein Stativ, ein Blitzgerät, einen Polfilter,, all das bringt mehr Bildqualität und Gestaltungsbandbreite als der 24MP Sensor

- Bei Kits bekommt man um 50-70€ Preisvorteil für das dazuglieferte Kit Objektiv. Es gibt Händler wo man sich die Kits aus allen möglichen Optiken selber zusamenstellen kann und denn Preisvorteil dann auch mit Tamron, Sigma, Tokina mitnehmen kann. Es gibt Händler die verkaufen nur Orignale Kits gemäss Canon Bestellnummer und es gibt Händler wo man nur Canon Kits zusammenstellen kann aber dann eben auch mit jeder Canon Optik. Das ist immer günstiger als wenn man Body und Optik getrennt kauft und für die gesparten 50€ muss man nur etwas googeln, ein paar Emails oder Telefonate investieren. (Klar wenn man 50€/Std "verdient" rechnet sich dass vermutlich nicht aber dann kauft man sich auch kein Spielzeug weil man da um 8000€ Monatseinkommen hat)

- bei Canon gibt es regelmässig Cashback-Aktionen www.canon.de/lens-cashback/eos-750d-760d/#eligibleproducts

oder man kauft sich keine überteuerte Canon sondern was preiswerteres wie Pentax und Nikon. Um ehrlich zu sein solange man sich keine "Profikamera" mit Mattscheibe und Pentaprismensucher kaufen will ist der Klapperkasten eh Ballast bzw "Füllstück" für die Optiken und man kann sich dann gleich eine Systemkamera kaufen. Und alle Systemkameras bekommt man mit einen 18-55 (75-30° Zoom) . Und jedes 18-55 der Konkurenz ist besser als das was Canon in der Klasse anbietet. Ditto beim 18-135, mal vergleichen was man in dem Bereich bei Pentax, Nikon, Fuji und Sony bekommt.

Und wenn man beim DSLR kauf noch drüber nachdenken muss welche Optik man dazu kauft ist evtl. eine Prosumerbridge der bessere Einstieg (weil viel Zoooooooom). Bei Canon gibt es da einiges in der GX Serie oder man holt sich eine Lumix FZ200 so lange man die noch für nur 300€ kaufen kann. Oder man pockert drauf wie tief Olympus Stylus oder Nikon P7800 zum Weihnachtsgeschäft abverkauft werden.

Antwort
von Airbus380, 270

Pferde und Familie im Freien ist fuer keine Kamera ein Problem, hoechstens bei Mittagssonne. In Innenraeumen (und ohne Blitz) jedoch ist es fuer jede Kamera ein Problem, fuer die einen ein kleines, fuer die anderen ein großes oder gar auch unloesbares. Die kleinen Canon Kameras noch dazu mit einem "Dunkelzoom" sind da nicht so prickelnd. Ein Sigma 17-70mm/2,8-4,0 waere deutlich besser und mit einer Nikon D5300 oder auch Pentax K-50 oder K-S2 haettest Du deutlich mehr Reserven in den Schattenbereichen.  

Antwort
von habakuk63, 207

Hallo,

link zu Testergebnissen für das 18-55:

 http://www.testberichte.de/test/produkt_tests_canon_ef_s_18_55_mm_1_3_5_5_6_is_p...

link zu Testergebnissen für das 18-135: Testberichte.de/p/canon-tests/ef-s-18-135mm-1-3-5-5-6-is-testbericht.html

Mein Tipp: Da du mit dem Fotografieren beginnst und deine Anforderungen sich wahrscheinlich noch ändern werden, solltest du das 18-135mm Objektiv nehmen. Es ist für den Beginn richtig gut und hat einen enormen Brennweitenumfang (für das Geld, als Originalobjektiv). 

Viel Spaß mit dem Hobby.

Expertenantwort
von judgehotfudge, Community-Experte für Kamera, 201

Hallo linchen0809 und willkommen bei GF!

Für Dich als "absolute Anfängerin" muss eine DSLR gar nicht unbedingt die beste Wahl sein.

Generell gilt: eine Kamera ist ein sehr persönliches Werkzeug, das zum Fotografen passen muss. Deshalb empfehle ich Dir, nicht zu sehr auf andere zu hören bei der Kamerawahl. Meistens empfiehlt jeder seine eigene Kamera, ohne überhaupt andere Modelle aus eigener Erfahrung zu kennen. Eine Kamera muß gut in der Hand liegen und Du musst mit der Bedienung gut zurecht kommen. Das auszuprobieren kann Dir keiner abnehmen. Und sie muss zu Deinen fotografischen Schwerpunkten und Ansprüchen passen, und die kennen wir nicht bzw. nur teilweise.

Was wir auch nicht wissen, ist, wie viel fotografische Erfahrung Du hast und warum Du Dich für eine DSLR interessierst. Solltest Du in diesem Punkt noch nicht festgelegt sein, so käme eventuell auch eine gute Kompakt- oder Bridgekamera in Frage. Diese sind gerade für Anfänger oft erstmal weniger verwirrend, und gute Bilder kann man damit auch machen. Weitere Pluspunkte: Du musst weniger schleppen und brauchst Dich unterwegs nicht mit Objektivwechseln zu plagen - und Du sparst Geld.

Bitte glaube nicht, dass Du mit einer DSLR automatisch bessere Fotos machen wirst als mit einer guten Kompakt- oder Bridgekamera. Eine DSLR bietet zwar mehr Potenzial, dieses können oder wollen viele Anfänger aber gar nicht nutzen. Ohne ein grundlegendes Verständnis der optisch-technischen Zusammenhänge geht es jedenfalls nicht.

Am besten gehst Du mal in ein Fotofachgeschäft (nicht Elektronikmarkt), lässt Dich dort beraten und probierst verschiedene Modelle aus, am besten auch draußen bei Tageslicht. Probieren geht über (Testberichte und Meinungen anderer) studieren!

Den größten Einfluss auf die Bildqualität hat der Fotograf und nicht die Kamera. Deshalb würde ich Dir empfehlen, mehr Zeit und Energie auf die Weiterentwicklung Deiner fotografischen Kompetenz zu verwenden als auf die Suche nach der "perfekten" Kamera.

Und den zweitgrößten Einfluss auf die Bildqualität hat das Objektiv. Deshalb solltest Du auch das mit Bedacht auswählen, falls Du Dich für eine Kamera mit Wechselobjektiven entscheidest.

In diese Kategorie fallen auch die neueren, spiegellosen Systemkameras. Auch die könntest Du in Betracht ziehen, falls Du auf ein kleines und leichtes Gehäuse Wert legst und Dich der z. T. kleinere Sensor, der fehlende optische Sucher und die teureren Objektive nicht stören.

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